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AKTUELL
Richtige
Männer stellen sich ihrem Problem"
Im Münchener
Nachrichtenmagazin "Focus" vom 6. Februar befaßt
sich der Soziologe und Männerforscher Walter Hollstein im Artikel
"Lieber tot als schwach - Männer und Suizid" mit
dem wegen seiner "desaströsen Geundheitsbilanz" "eigentlich
schwachen Geschlecht". Rund drei Viertel der Suizidtoten in
Deutschland sind Männer.
Hollstein stellt
die Frage, warum die Nöte des männlichen Geschlechts so
eklatant vernachlässigt werden und nennt drei Gründe:
Den von Frauenbewegung und Feminismus auf Bedürfnisse von Frauen
gelenkten und dadurch fokussierten öffentlichen Blick. Etwa
250 Lehrstühle für Frauen- und Geschlechterforschung,
aber keinen einzigen für Männerforschung. Das mangelnde
Engagement der Männer für das eigene Geschlecht.
Männer
vermeiden es, als Folge der gesellschaftlichen Erziehung, nach Möglichkeit,
um Hilfe nachzusuchen. Gesellschaftlich müßte sich der
Slogan des "Deutschen Familienverbandes" durchsetzen:
"Richtige Männer stellen sich ihrem Problem".
In Österreich
weist der noch inoffizielle "2. Männerbericht" für
das Jahr 2008 (wo bleiben neuere Zahlen?) 962 Männer- und 303
Frauensuizidfälle aus.
(6.2.2012)
Das Land Steiermark spart, oder auch nicht
Die Politik
behauptet zwar, eisern sparen zu müssen und kündigte einschneidende
Maßnahmen an, aber für so manche Projekte gilt der Sparzwang
nicht. So haben Land und Stadt Graz gemeinsam das Füllhorn
über einer neuen "Antidiskriminierungsstelle" ausgeschüttet,
aber für einen Beauftragten für benachteiligte Männer
gibt es keinen Cent (siehe hier Bericht vom 18.1.2012).
Nun hat es
auch die grüne "Diversitätsexpertin" und Feministin
Edith Zitz geschafft, nach ihrem Abgang als gutdotierte Landtagsabgeordnete
für einen von ihr neugegründeten Verein 220.000 Euro aus
Landesmitteln zu erhalten. Aufgabe des Vereins soll es sein, Migranten
leichter zur Anerkennung ihrer in der Heimat erworbenen Diplome
zu verhelfen, berichtet die "Steirerkrone". Fragt sich,
ob dieses Ziel nicht billiger zu erreichen wäre.
(3.2.2012)
Mangelhafte
Umweltkenntnisse bei Grazer ÖVP
Die ÖVP
führt derzeit eine Volksbefragung in Graz durch, in der es
unter anderem um ein verpflichtendes Sozialjahr (acht Monate) für
alle Staatsbürger und Staatsbürgerinnen bis zum 27.Lebensjahr
geht, das die Grazer und die steirische ÖVP gefordert hat (vgl.
Bericht hier vom 31.12.2011).
Abgefragt wird auch das umstrittene Kraftwerksprojekt Murstaustufe
Graz-Puntigam, das in seltener Einigkeit ÖVP, SPÖ und
FPÖ befürworten. Die Behauptung in Siegfried Nagls Begleitbroschüre
("Graz braucht dich"), durch den Bau würde "die
CO2-Belastung der Bevölkerung deutlich reduziert", ist
aus der Luft gegriffen und zeugt von geringer Kenntnis des Grazer
Bürgermeisters/der Grazer ÖVP über ökologische
Zusammenhänge. CO2 ist kein die Atmungsorgane belastender Luftschadstoff
(wird von jedem Menschen ausgeatmet), sondern nur im globalen Ausmaß
klimarelevant. CO2-Einsparung ist zwar sinnvoll, es wäre allerdings
bei einem seriösen Vergleich die CO2-Verursachung (plus Feinstaub,
Stickoxide etc.) durch die Baumaßnahmen und die Fällung
von an die 8000 jahrzehntealten, bisher aus CO2 Sauerstoff produzierenden
Bäumen gegenzurechnen, was ebenso unter den Tisch fällt
wie z.B. die Gefahr für das Grundwasser.
Auch in einem
anderen Bereich fehlen dem Grazer Bürgermeister Umweltkenntnisse.
Er kündigte an, die nächtliche Beleuchtung in der Stadt,
vor allem in den Randbezirken, auszubauen, was nicht nur Geld kostet.
Slowenien hat bereits ein Lichtverschmutzungsgesetz, aber auch in
Oberösterreich und Wien laufen Initiativen an, die nächtliche
Lichtverschmutzung einzudämmen.
(3.2.2012)
Streit um
das Pensionsantrittsalter
Die Auseinandersetzung
um eine Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters wird heftiger.
Alle ÖVP-Bünde haben sich am 26. Jänner dafür
ausgesprochen, SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek lehnte die
Forderung postwendend als "zynisch" ab. Dieses Wort fand
sich nun auch im Leserbriefteil der "Kronenzeitung", was
nach bestelltem Protest aussieht. Die Angleichung des Pensionsalters
wurde auch von Frau Univ.-Prof. Eva Pichler von der Wirtschaftsuniversität
Wien aufgrund der leeren Pensionskassen, aber auch aus Gerechtigkeitsüberlegungen,
gefordert ("Ungeschminkt", 7.12.2011). Der Verein Freimann
hat einen Vorschlag zum Pensionsantrittsalter gemacht (Selbstbestimmter
Pensionsantritt im Korridor 57-70, hier am 17.12.2011), der das
Zeug in sich hätte, den Gegnerinnen den Wind aus den Segeln
zu nehmen.
(2.2.2012)
Arbeitslose
Steiermark: Nur Frauen Sorgenkinder?
WIe allmonatlich
präsentierte das steirische AMS die Arbeitslosenzahlen des
abgelaufenen Monats. Die "Steirerkrone" bezeichnete in
ihrem Bericht Frauen als Sorgenkinder des AMS, für die (wie
schon bisher) besondere Förderungsmaßnahmen ergriffen
werden sollen.
Die Zahl arbeitslos
gemeldeter Männer ist in der Steiermark von Jänner 2011
bis Jänner 2012 von 29.774 auf 30.470 gestiegen, die der Frauen
von 14.972 auf 16.042. Es sind also weiterhin rund doppelt so viele
Männer wie Frauen arbeitslos.
(2.2.2012)
Machwerk eines Ausgrenzers und Diskussionsverweigerers
Der 26jährige
Sozialpsychologe Hinrich Rosenbrock hat im Auftrag der den Grünen
nahestehenden, auch aus Steuergeldern finanzierten Heinrich-Böll-Stiftung
eine sogenannte Expertise über die "Antifeministische
Männerrechtsbewegung" erstellt, um Männerrechtler
in ein schlechtes Licht zu rücken. Darin verwechselt er absichtlich
oder unabsichtlich das Gleichberechtigungsgebot im deutschen Grundgesetz
mit einem Gleichstellungsgebot und kommt aufgrund dieser und anderer
falscher Prämissen zum Schluß, Männerrechtler seien
extrem oder verfassungsfeindlich. Über Rosenbrocks Polemik
könnte man zur Tagesordnung übergehen, doch da er Vorurteile
aus feministischen bis männerhassenden Kreisen bedient, die
keinen Dialog mit Männerrechtlern wollen und auch ausdrücklich
von einem Dialog abrät, wird sein Pamphlet wohl noch öfter
dazu mißbraucht werden, sie auszugrenzen und abzuwerten. Der
ursprüngliche Versuch, sie zu ignorieren, war ja wenig erfolgreich.
Rosenbrock ist auf die Theorien des australischen Soziologen, neuerdings
Soziologin Connell, Erfinder(in) der sogenannten patriarchalen Dividende,
der sich von seiner Männlichkeit auch physisch verabschiedet
hat, fixiert und rechnet sich wohl eine gute Karriere als Dividende
seines komplizenhaften Profeminismus aus.
Die feministische
Webseite "dieStandard.at" wertete die breitgefächerte
Männerrechtsbewegung, die laut Rosenbrock aus dem "frustrierten
Teil der 'teiltraditionellen' Männer und der kleinen Gruppe
der 'Lifestyle-Machos'" bestehen soll, pauschal als "radikal-antiemanzipatorische
Einheit" ab und unterstellt kritischen Meinungsäußerungen
im eigenen Online-Forum "antifeministische Interventionen".
Bei solchen Verrenkungen und Delegitimierungsversuchen geht es darum,
demokratischen Diskussionen auszuweichen, um die eigenen Vorurteile
nicht auf den Prüfstand stellen zu müssen.
(25.1.2012)
Heinisch-Hosek
oder: Henne-Ei (Frauenquoten)
Das Wiener
Beratungsunternehmen Ernst&Young hat bei den 300 größten
börsennotierten Unternehmen Europas die Jahre 2005 und 2010
verglichen. Unternehmen würden demnach besser abschneiden,
wenn zumindest eine Frau in der Führung sitzt. Für "Zeit-online"
bleibt aber ungeklärt, wie groß der Anteil weiblicher
Kompetenz an diesem Phänomen ist: "Sorgen Frauen für
einen wirtschaftlichen Schub? Oder ist es vielmehr so, daß
in wirtschaftlich ohnehin erfolgreichen Unternehmen ein moderneres
Klima herrscht, das Personalentscheidungen auch an der Managementspitze
nicht vom Geschlecht abhängig macht?"
Diese Henne-Ei-Frage
hatte auch die Schweizer "Weltwoche" bezüglich einer
immer wieder genannten Mc-Kinsey-Studie aufgeworfen: Könnte
es sein, daß es sich Unternehmen, denen es wirtschaftlich
gut geht, eher leisten können, Frauen im Management zu beschäftigen?
Die "Weltwoche" wies außerdem darauf hin, daß
sich der angeblich positive Effekt, der aus der Mc-Kinsey-Studie
herausgelesen wird, auf US-Unternehmen beschränkte, in denen
auch unterhalb der Führungsebene der Frauenanteil hoch war.
Dies könnte auf branchenspezifische Ursachen hindeuten.
Tiefschürfende
und fundierte Überlegungen sind aber nicht Sache unserer Frauenministerin,
die es mit Statistiken ohnehin nicht genau nimmt (vgl. ihre widersprüchlichen
Angaben zum "Gender-Pay-Gap", hier berichtet am 6.10.2011).
Für sie ist klar: "Da geht es nicht nur um Gleichstellung,
sondern auch um ökonomischen Nutzen." ("Standard"
23.1.). Sie will staatsnahen Unternehmen Quoten bei der Aufsichtsratsbesetzung
vorschreiben und auch "die Vorstände sind mir zu männerlastig".
Sie habe schon Verbündete bei einigen ATX-Vorständen gefunden,
die mit einer vorgeschriebenen Quote für Aufsichtsräte
durchaus sympathisierten. Kein Wunder, welcher Vorstand wäre
nicht an Aufsichtsräten ohne langjährige Erfahrung interessiert,
die ihm nicht ins Handwerk pfuschen können?
Bei der soeben
abgehalten Siemens-Aktionärsversammlung in Deutschland wurde
die Forderung nach fixen Frauenquoten von den Aktionären zu
93%, also fast einhellig abgelehnt. Heinisch-Hosek will aber die
Rechte von Eigentümern aushöhlen und hofft auf Unterstützung
aus Brüssel für ihre paternalistischen Zwangsmaßnahmen:
"Im März wird auch Kommissarin Reding aktiv werden."
Von einem modernen Klima, das Personalentscheidungen nicht vom Geschlecht
abhängig macht ("Zeit-online"), kann bei Reding und
Heinisch-Hosek nicht die Rede sein.
(25.1.2012)
Zweiter
"Österreichischer Männerbericht" wird vorgestellt
Der zweite
"österreichische Männerbericht" liegt inoffiziell
vor und wird, wenn er den Sozialausschuß des Parlaments passiert
hat, offiziell vorgestellt. In den Medien schreiben bekanntlich
Frauen über Frauenthemen und überwiegend Frauen (häufig
Feministinnen) über Männerthemen - so sieht die "Gleichstellung"
in der Berichterstattung aus. Folgerichtig berichtet eine Feministin
auf "dieStandard.at" (24.1.): Beate Hausbichler liest
aus dem "Männerbericht" heraus, es gehe den Männern
in Österreich in Bezug auf Einkommen, berufliche Position und
Berufseinstieg "sehr gut". Daß laut dem Bericht
z.B. 132.000 erwerbstätige Männer der Gruppe der "Working
poor" zugehörig sind, läßt sie unter den Tisch
fallen.
Aber auch der,
selbstverständlich teilweise von Frauen geschriebene, neue
"Männerbericht" selber ist vom deutlichen Bemühen
gekennzeichnet, vom kritischen ersten "Männerbericht"
(2006) abzurücken, obwohl es kaum Fortschritte gegeben hat,
und damit die im wesentlichen auf Frauenförderung konzentrierte/beschränkte
Politik in besserem Licht erscheinen zu lassen/zu legitimieren.
(25.1.2012)
Österreich
in der "Durchschnittsfalle"
Das neue Buch
des Genetikers Markus Hengstschläger "Die Durchschnittsfalle.
Gene - Talente - Chancen" hat Staub aufgewirbelt. Der Durchschnitt
ist Konzept der österreichischen Bildungspolitik. Bernd Schilcher
beschreibt ihn in seiner Rezension in der "Presse" als
"Liebling der Österreicher. Es ist so beruhigend, im Mainstream
zu schwimmen, nicht aufzufallen, sich nicht besonders anstrengen
zu müssen. So ist die Mittelmäßigkeit seit fast
250 Jahren unser wichtigstes Bildungsziel." Hengstschläger
im "Standard": "Es gibt offensichtlich nichts Schöneres,
als sich in die Phalanx der Gleichen einzureihen. Das ist das Todesurteil
eines Landes. Fortschritt hängt nur von Peaks und Freaks ab."
Und diese wären in Zeiten des Wandels und wachsender Herausforderungen
unentbehrlich.
(23.1.2012)
Warum Macht
Politiker und Manager verblendet
Umgeben von
Ja-Sagern und getäuscht vom übermächtigen Selbstbild
eigener Wichtigkeit, verlieren Politiker und Manager den Blick für
die Realität. Die Grenze zur Selbstüberschätzung
verläuft fließend - Macht sorgt häufig dafür,
daß sie überschritten wird.
Der Sozialpsychologe
Gerben vann Kleef von der Universität von Amsterdam ist davon
überzeugt, daß offensichtliche Mißachtung jeglicher
Anstandsregeln dazu beiträgt, daß der Querschläger
sein Image pflegt. "Regelbrecher wirken mächtiger",
sagt van Kleef, "weil sie den Eindruck machen, sie könnten
sich alles erlauben."
http://www.wiwo.de/erfolg/management/das-wulff-syndrom-warum-macht-politiker-und-manager-verblendet/6088568.html
(23.1.2012)
Männer:
Die verweichlichte Generation?
Christoph Scheuermann
in seinem Essay im "Spiegel" über das "neue
Haßobjekt" des weinerlichen Mannes: Dieser sei der Annahme
verfallen, Frauen unbequeme Wahrheiten nur im Gewand des Büßers
überbringen zu können. Er sei das Gegenteil des Anpackers.
Demgegenüber gäbe es bei Frauen "eine gewisse Sehnsucht
nach dem Macho, die sich seit einiger Zeit immer verzweifelter äußert."
Vielleicht ist der unentschlossene Mann aber nur deshalb vorsichtig,
weil er fürchtet, wenn er sich auf eine Beziehung einläßt,
früher oder später finanziell unter die Räder zu
kommen. Soll schon vorgekommen sein.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,809420,00.html
(19.1.2012)
Bundeshymne
und kein Ende
Der Wiener
Sessler-Verlag erhebt als Rechtsnachfolger Einspruch gegen die Textänderungen
bei der Bundeshymne. In Paula von Preradovics altem Text wurde bekanntlich
u.a. der Vers "Heimat bist du großer Söhne"
in "Heimat großer Töchter und Söhne" holprig
abgeändert. Ein Kulturjournalist schmähte kürzlich
Frau Preradovic als "indifferente Konservative", die einen
"schändlichen Wettbewerb" gewonnen habe. "In
der Tat hat Preradovic ihr Poem ohne Zuhilfenahme von Gleichstellungsbeauftragten
verfertigt", merkte der "Standard" ironisch an.
(18.1.2012)
Graz: Jede
Menge Geld, aber Männerbeauftragter fehlt
Der Verein
Freimann forderte die Stadt Graz (Bürgermeister, Stadträte
und Gemeinderatsklubs) auf, mit Männerdiskriminierungen Schluß
zu machen und zu diesem Zwecke die Installierung eines Grazer MÄNNERBEAUFTRAGTEN,
der sich der Probleme benachteiligter Männer annimmt (Forderungsprogramm
Punkt 8). Graz ist bekanntlich stolz darauf, mit der Installierung
einer Frauenbeauftragten Pionierarbeit in Österreich geleistet
zu haben. Nach über 30 Jahren wäre es nun aber Zeit für
eine weitere Pioniertat!
Ein aktuelles
Projekt ist übrigens die Grazer "Antidiskriminierungstelle",
mit einer Budgetaufstockung von 20.000 auf 280.000 Euro(!) jährlich
(vorerst für zwei Jahre), wobei die "Antirassismus"-erprobte
und -fixierte Leiterin mit Migrationshintergrund Daniela Grabovac
drei Mitarbeiter bekommt. Schwerpunkt ist Beratung Betroffener (vor
allem Ausländer) und offenbar Erzielung von Verhaltensänderung
bei der Grazer Bevölkerung (im Sinne von "Kampf gegen
Vorurteile"), zum Beispiel durch Werbung in der Straßenbahn,
womit offenbar Parolen der FPÖ neutralisiert werden sollen.
Inländische Männer werden davon in der Praxis wohl kaum
profitieren.
(18.1.2012)
Erfolg nach
unserer Intervention! (Grazer "Mobilitätscard"-Seniorentarif)
Die Stadt Graz
ignorierte im Gegensatz zu Verkehrsverbund, Grazer Linien etc. das
schon vor einem Jahr bekanntgewordene Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes,
unterschiedliche Altersgrenzen bei Seniorenermäßigungen
im öffentlichen Verkehr bis längstens 31. Dezember 2011
abzuschaffen. Die diskriminierende Regelung Männer 65/Frauen
60 bei der von der Stadt Graz bezuschußten "Mobilitätscard"
für die Grazer Öffis wurde beibehalten, wie aus dem uns
vorliegenden neuen Merkblatt des Sozialamtes ("Graz, im Jänner
2012") hervorgeht (per Link war zum Zeitpunkt des Abrufes nur
die alte Fassung vom Februar 2011 erreichbar):
http://www.graz.at/cms/dokumente/10108049/63f956b1/Merkblatt%202011%20Mobilit%C3%A4tscard.pdf
Eine Nachfrage
im Sozialamt ergab, daß Sozialstadträtin Martina Schröck
(SPÖ) bzw. der Gemeinderat aktiv werden müßten.
Die Stadt Graz leistet sich eine "Unabhängige Frauenbeauftragte"
und finanziert auch das Referat "Frauen & Gleichstellung"
(für das Stadträtin Schröck politisch zuständig
ist), das sich, wie aus dem Anlaßfall ersichtlich, auch nicht
um Männer kümmert (laut Webseite der Stadt Graz behandelt
es "Anliegen und Beschwerden zur Beseitigung jeder Form von
Diskriminierung von Frauen", nicht aber Männern). Wie
"Kleine Zeitung" und "Steirerkrone" am 18. Jänner
meldeten, wurde nach Intervention unseres Vereins vom Büro
Schröck für die übernächste Grazer Gemeinderatssitzung
im Februar ein Gleichstellungsbeschluß angekündigt (Männer
und Frauen jeweils ab 60).
(18.1.2012)
Öffentlicher
Verkehr: Schöne Theorie, faule Praxis
In der soeben
erschienenen Jubiläumsnummer "Fahrgast" des Vereins
Fahrgast Graz-Steiermark schreibt Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann
(FPÖ) im Geleitwort: "Der öffentliche Verkehr stellt
mit kurzen Fahrzeiten, einer optimalen Anbindung und kundenfreundlicher
Ausstattung eine umweltschonende Alternative zum motorisierten Individualverkehr
dar. Überzeugen auch Sie sich von den zahlreichen Vorteilen
und nützen Sie für Ihren Weg in die Arbeit, für Ihre
Wochenendausflüge oder Ihre Freizeit den öffentlichen
Verkehr in der Steiermark." Ob Kurzmann diesen Ratschlag selbst
befolgt hat? Ihm wird nachgesagt, sein Herz schlage eher für
den PKW. Jüngst stellte er 20.000 Euro für Gratis-Autobahnvignetten
zur Verfügung.
Hartmut Heidinger,
Vorsitzender des Grazer Alpenvereins und tatsächlicher Freund
des öffentlichen Verkehrs, wollte nach Salzburger Vorbild Schitouren
mit Bus und Bahn organisieren, aber: "Busverbindungen zu potentiellen
Ausgangspunkten von Schitouren sind in der Steiermark - insbesondere
an Wochenenden - schlichtweg nicht vorhanden", schreibt er
im Vereinsblatt. Anderen Freizeittouristen, z.B. Wanderern, geht
es nicht besser, zumal nach der jüngsten Kursstreichorgie bei
den Postbussen vom 11. Dezember, die mit der Landespolitik abgesprochen
war. Von der öffentlichen Hand fordert Heidinger, daß
"die Verbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz nicht nur
nicht reduziert, sondern ausgebaut und darüber hinaus kreative
Lösungen massiv unterstützt werden."
"Der Freizeitverkehr
ist für uns eine vernachlässigbare Größenordnung",
bekannte der jetzige Chef des steirischen Verkehrsverbundes Alfred
Hensle vor über zehn Jahren in ungewöhnlicher Offenheit
und zeigte sich an einem Konzept für Öffi-Verbesserungen,
das auch der Alpenverein befürwortet hat, desinteressiert.
Seit 1997 hat sich der Verkehrsverbund zu einer Abnickanstalt für
Kurseinstellungswünsche entwickelt.
(17.1.2012)
Faules Ei
Strompreiserhöhung als Abschiedsgabe
Im April tritt
Oswin Kois als Vorstandsdirektor der Energie Steiermark (EStAG)
aus "Gesundheitsgründen" ab. Anscheinend um seinen
Nachfolger nicht zu belasten, hat er noch rasch eine Strompreiserhöhung
durchgebracht. Ab 1. März wird vor allem die Grundgebühr
stark erhöht und der Kleinverbrauchertarif (Select Home Small)
abgeschafft. Für Vielverbraucher über 3800 Kilowattstunden/Jahr
gibt es eine Ermäßigung, was dem Stromspargedanken ebenfalls
zuwiderläuft. In anderen Bundesländern führt hingegen
das Auslaufen der Mehrkostenverrechnung für Ökostrom zu
Strompreissenkungen.
Die Gesamtstrompreisangabe
beim künftigen Tarif ist laut Konsumentenschützern falsch,
weil sie auf Netznutzungsentgelten im Netzbereich Steiermark mit
Stand 1. Jänner 2011 beruht, die aber beim Inkrafttreten des
neuen Tarifes nicht mehr gelten. Es besteht der Verdacht, daß
es die Steweag-Steg (EStAG) bzw. die Tochter Energie Graz (vormals
Stadtwerke) bei ihren Schreiben an die Kunden (datiert mit 28. 12.
bei EStAG bzw. 29.12.2011 bei Energie Graz) deswegen eilig hatten,
sie noch im alten Jahr zu versenden, um noch die alten Zahlen als
Berechnungsbasis der künftigen Tarife plausibel erscheinen
zu lassen. Zwar heißt es im Begleitschreiben der EStAG-Tochter
Energie Graz beruhigend: "Zu erwartende Preissenkungen im Bereich
der Netztarife, die diese monatlichen Mehrkosten reduzieren, geben
wir selbstverständlich im vollen Ausmaß an Sie weiter.",
doch dieser kühne Satz fehlt auffälligerweise im Begleitschreiben
der EStAG. Konsumentenschützer rechnen eher mit einer zusätzlichen
Preiserhöhung.
Beobachter
erinnern sich an eine andere Trickserei anläßlich der
Einführung der Strommarke "Select" vor rund einem
Jahrzehnt (zuerst durch die Feistritzwerke, inzwischen mit der EStAG
verschmolzen): Den Kunden wurde der neue Tarif u.a. mit dem Argument
schmackhaft gemacht, die Meßdienstleistung wäre im Preis
enthalten. Bald darauf wurde sie zusätzlich extra verrechnet,
was den Vorwurf der Doppelverrechnung einbrachte. Die bisher eher
zahnlose Aufsichtsbehörde E-Control hatte daran damals allerdings
nichts auszusetzen. Die "Select"-Marke wird nur noch von
der Energie Graz weiterverwendet (auch wenn nichts mehr zu selektieren
ist), die Steweag-Steg nennt den neuen Einheitstarif hingegen "E-Privat
Plus", was ja durchaus Sinn ergibt, wenn man das Tarifplus
betrachtet.
Die Vorgangsweise,
Tariferhöhungen vorwiegend beim Haushaltsstrom vorzunehmen,
ist in Österreich verbreitet. Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut
ortete jüngst überhöhte Energiepreise und verlangte
mehr Mißbrauchsaufsicht und mehr Sanktionsmöglichkeiten
für die E-Control. Deren Regulator Walter Bolz verdächtigt
die Versorger, zu hohe Aufschläge im Haushaltsbereich zu verrechnen.
Er bemüht sich derzeit gerichtlich, Zugang zu den Beschaffungspreisen
(Einkaufspreisen) der Energieversorger zu erhalten.
(12.1.2012)
Kleine Helden - große Nöte. Junge Männer unter Druck"
ist Thema des
"Salzburger Nachtstudios" am 18. Jänner um 21 Uhr
im Radioprogramm Ö1 (in Europa über Satellit Astra frei
empfangbar).
http://oe1.orf.at/programm/293416
(11.1.2012)
Neuer kritischer
Blog aus Österreich
"maennergedanken
menschliches - kritisches - politisches"
http://maennergedanken.wordpress.com
(9.1.2011)
Auswirkungen
der norwegischen Frauenqoute
Eine ausführliche
Studie der Universität von Michigan zeigt:
Die norwegische Frauenquote für Vorstände hat bei den
betroffenen Firmen für eine signifikant schlechtere Performance
gesorgt.
http://webuser.bus.umich.edu/adittmar/NBD.SSRN.2011.05.20.pdf
Eine kürzere Zusammenfassung der wesentlichen Punkte:
http://www.the-spearhead.com/2012/01/06/quantifying-the-cost-of-quotas/
(9.1.2011)
ORF: Randnotiz
aus dem Prekariat
Während
sich SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek, wie (auf "Ungeschminkt")
berichtet, um die Einkommen weiblicher Vorstandsmitglieder und Geschäftsführerinnen
sorgt und "massiven Nachholbedarf" ortet, geht die Gehaltsschere
zwischen "Oben" und "Unten" immer weiter auf.
Freie Mitarbeiter
des ORF, die auch bei Vollzeitarbeit nur um die 1500 Euro brutto
im Monat (ORF-Angestellte hingegen durchschnittlich knapp 75.000
Euro jährlich) verdienen, haben nun auf ihre prekäre Situation
hingewiesen. Eine Stellungnahme der SPÖ bzw. der Ministerin
zu dieser Einkommensschere ist nicht zu erwarten.
http://derstandard.at/1325485794297/Freie-ORF-Mitarbeiter-Randnotiz-aus-dem-Prekariat
(7.1.2012)
D: Zahl
der Arbeitnehmerinnen über 60 mehr als verdreifacht
Nach Statistiken
der deutschen Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig
beschäftigten Frauen zwischen 60 und 65 Jahren seit dem Jahr
2000 von etwa 150.000 auf rund 515.000 im März 2011 angestiegen
(bei Männern von 450.000 auf 720.000). Der starke Anstieg bei
Frauen wird auf die im vergangenen Jahrzehnt erfolgter schrittweise
Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters zurückgeführt.
Die Behauptung österreichischer Feministinnen, es würde
kaum Arbeitsplätze für diese Frauenaltersgruppe geben,
ist nach deutschen Erfahrungen unbegründet.
(6.1.2012)
Ärger
über Mißstände beim öffentlichen Verkehr
Der Grazer
ÖVP-Gemeinderat Kurt Hohensinner fordert den steirischen Verkehrsverbund
auf, den verpflichtenden Kauf einer "ÖBB Vorteilscard
Senior" als Berechtigungsausweis für die Verbund-Seniorenermäßigung
abzuschaffen, zumal bei der neuen Jugendermäßigung ein
Ausweis mit Geburtsdatum reicht. Im Jahr 2010 gab es dazu schon
eine Resolution des Grazer Gemeinderates.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2916459/koerberlgeld-fuer-bahn.story
Der Verein
Freimann hat bekanntlich Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ)
ebenfalls aufgefordert, diesen Mißstand abzuschaffen. Beim
letzten Fahrplanwechsel im Dezember hat übrigens der ÖBB-eigene
Postbus mit Duldung von Kurzmann und Verbund zahlreiche Wochenendverbindungen
gestrichen, wogegen sich zB. in Vorau Widerstand regt. Besonders
unverständlich erscheint die Streichung aller Wochenendkurse
der Verbundlinie 175 Bruck - Tragöß (Grüner See),
wo Busse früher an Spitzentagen manchmal sogar überfüllt
waren.
(6.1.2012)
Frauen für
Sozialdienst nicht kompetent?
Während
sich Leserbriefschreiber und von der "Kleinen Zeitung"
(6.1.) befragte junge Menschen durchwegs positiv zu einem verpflichtenden
Sozialjahr auch für Frauen aussprechen, kommt Widerstand aus
der feministischen und profeministischen Ecke: Eva Rossmann will
ihn auf "drei Monate für wirklich alle" begrenzen
und der Geschäftsführer des Tendenzbetriebes "Männerberatung
Graz" Roland Elmer wendet ein, "gerade bei Arbeiten im
Sozialbereich braucht man Fähigkeiten, die nicht jeder besitzt"
(was sicherlich nicht selbstkritisch gemeint war).
Dabei weisen
Frauen nach einer neuen Studie italienischer Psychologen aus Turin,
die Persönlichkeitsmerkmale von 10.000 US-Amerikanern ausgewertet
haben, bei Empfindsamkeit, Besorgtheit und Wärme fast immer
höhere Werte auf. Männer wiederum sind bei emotionaler
Dominanz, Wachsamkeit, Rechtsempfinden und Stabilität überlegen.
(6.1.2012)
Sozialjahr"
für alle?
Der Grazer
Bürgermeister Siegfried Nagl und Vize-Landeshauptmann Hermann
Schützenhöfer (ÖVP) fordern von der Bundesregierung
die Einführung eines verpflichtenden Sozialjahres für
Frauen und Männer bis 27 Jahre. Bezahlt auf Zivildienstniveau,
könnte es in sozialen oder Umwelteinrichtungen abgeleistet
oder gegen Wehrdienst, Zivildienst, Karenz oder Pflege abgetauscht
werden. Der auch in der heutigen Medienberichterstattung unausgesprochene
Hintergrund ist die Sorge, im Falle einer Aussetzung der Wehrpflicht
könnte der Zustrom zum Zivildienst versiegen. Organisationen
wie das Rote Kreuz begrüßen daher den Vorschlag, denn
man könne Frauen und Männer in allen Einrichtungen brauchen.
Auch Feministinnen
sollten mit der Gleichbehandlung leben können (vgl. "Peinliche
Frage einer Feministin", Ungeschminkt 22.2.2011). Frauenlandesrätin
Elisabeth Grossmann (SPÖ) fürchtet hingegen eine "Wehrpflicht
für Frauen durch die Hintertür", was ebenso abzulehnen
sei wie jede "Zwangsarbeit". Solange die Verpflichtung
zu Wehr- oder Zivildienst nur Männer trifft, scheint die Welt
der an Frauenprivilegien Festhaltenden aber in Ordnung zu sein.
(31.12.2011)
Mann 2012:
Kommt ein Paradigmenwechsel?
Zwei Drittel
der deutschen Männer haben keine Freunde, denen sie sich anvertrauen,
sagt der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger. "Meine
jahrelangen Erkenntnisse in der Therapie zeigen, daß Männer
meist in erschreckender Weise von Frauen abhängig sind."
("Spiegel" 23.12.)
Männer
haben es somit nach Trennungen schwerer. Wenn sie gar ihre Kinder
nicht mehr sehen dürfen, ihnen also der Boden unter den Füßen
weggezogen wurde, schließen sie sich in Vereinen zusammen,
die auf diese Problematik konzentriert sind. Männerdiskriminierungen
sind aber in vielen Bereichen gängige Praxis und wären
vielleicht schon weitgehend beseitigt, wenn Männer nicht so
geduldig wären und sich besser organisieren würden. Stattdessen
wird der Frust entweder verdrängt oder in Foren abreagiert,
ohne politische/gesellschaftliche Wirkung.
Um einem Paradigmenwechsel
näherzukommen, haben wir unseren Verein gegründet, denn
"wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, wird niemand
anfangen" ("Weiße Rose"). In Österreich
kein leichtes Unterfangen, denn "Das Volk der Raunzer scheut
die Tat", wie die "Presse" schon vor dreißig
Jahren titelte. Daß diese Feststellung endlich ihre Gültigkeit
verliert und zudem die Zuständigen die durch die Männervernachlässigung
entstandenen Probleme/Schieflagen erkennen und ernster nehmen, wollen
wir für die Zukunft erhoffen.
(25.12.2011)
Obdachlos
- die Würde stirbt zuletzt
Männer
sind Verdrängungskünstler ihrer Probleme. Sie sträuben
sich solange wie möglich, Hilfe anzunehmen. Dahinter steht
ein verinnerlichtes Bild des Mannes, der alles unter Kontrolle haben
muß, damit die Selbstachtung nicht verloren geht. Sogar im
Falle der Obdachlosigkeit:
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/719181/Obdachlos-die-Wuerde-stirbt-zuletzt?_vl_backlink=/home/index.do
In Summe haben
diese selbstschädigenden Verhaltensweisen dazu geführt,
daß zwar die Männer sich durch ihre individuellen Verdrängungsleistungen
die Illusion der Stärke bewahren konnten, das männliche
Geschlecht als solches aber längst zum schwachen Geschlecht
geworden ist. Da die Politik nicht auf Argumente, sondern nur auf
Druck reagiert und benachteiligte Männer kaum imstande sind,
sich gegen Diskriminierungen zu organisieren, weil dies mit ihrer
das Gleichgewicht erhaltenden Verdrängung nur schwer kompatibel
wäre, läuft die Politik eben so ab wie gewohnt: Nur Frauenanliegen
werden politisch/gesellschaftlich ernst genommen.
(23.12.2011)
Mehr Frauen
oben bringt denen unten nichts
Alles eine
Frage der individuellen Kompetenz: Eine neue schwedische Studie
zeigt keinen Einfluß auf Löhne oder Einkommensunterschiede,
wenn mehr Frauen im Top-Management vertreten sind.
http://diestandard.at/1324411000898/Mehr-Frauen-oben-bringt-denen-unten-nichts
http://www.ifau.se/Upload/pdf/se/2011/wp11-22-Manager-impartiality-Worker-firm-matching-and-the-gender-wage-gap.pdf
(22.12.2011)
Vorschlag
zum Pensionsantrittsalter
Statt um fixe
gesetzliche Pensionsantrittsalter zu streiten, sollte eine geschlechtsunabhängige
Korridorlösung eingeführt werden, Zeitpunkt des Antrittes
zwischen 60 und 70 (oder 57 und 70) Jahren individuell und ohne
Umwege über Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätsbescheinigung
wählbar. Unter 65 Jahren gibt es einheitliche Abschläge,
darüber Zuschläge. Frauen profitieren weiterhin durch
ihre höhere Lebenserwartung.
Die EU drängt
bekanntlich auf eine rascheren Abbau beim Pensionsdefizit. Der Zuschuß
des Bundes zu den Pensionen steigt 2012 um 16,5 Prozent auf budgetierte
4,5 Milliarden Euro. Die Schieflage wird dadurch verursacht, daß
Frauen im Gegensatz zu Männern weit mehr aus den Pensionskassen
entnehmen als einzahlen (siehe auch unter: Ungeschminkt).
(17.12.2011)
EU: Rette
sich, wer kann?
Nach der erfolgreichen
Aufbringung der behördlich bestätigten Unterstützungserklärungen
wird im Frühjahr 2012 die Eintragungswoche des Volksbegehrens
stattfinden, das von vier Bürgerinitiativen in die Wege geleitet
wurde, die die "Überparteiliche Plattform für den
Austritt aus der EU" bilden. Unabhängig davon hat auch
eine EU-Austrittspartei (www.euaustrittspartei.at)
ihre Arbeit aufgenommen.
Nach Angaben
der Plattform hat Österreich seit dem Beitritt zur EU vor 17
Jahren netto über 100 Milliarden Schilling (bis Ende 2010)
nach Brüssel abgeliefert. Betrachtet man die Schere zwischen
Löhnen je Arbeitnehmer (nettoreal) und der realen Steigerung
des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigem, so summierten
sich (nach Angaben aus der Plattform für den EU-Austritt, die
sich auf die "Solidarwerkstatt" beruft) Lohn- und Gehaltsverluste
der Österreicher seit EU-Beitritt über den Zeitraum von
15 Jahren auf 110 Milliarden Euro. Es war daher für maßgebliche
Politiker und Medien wohl naheliegend, zwecks Ablenkung lieber angebliche
Gehaltsscheren zwischen den Geschlechtern zu betonen und zu bejammern.
Der tschechische
Außenminister Karl Schwarzenberg wies im NZZ-Gespräch
im Schweizer SF-info-TV (11.12.) auf einen (ca.) 23-Jahre-Rhythmus
hin, der seit 1945 in Europa zu Umwälzungen führt (1968,
1990) und erwartet schon bald eine weitere "Revolution".
(11.12.2011)
Bundeshymnen-Änderung
beschlossen
Am 7. Dezember
hat der Nationalrat die umstrittene Änderung des Textes der
"gegenderten" Bundeshymne gegen die Stimmen von FPÖ
und BZÖ beschlossen. Der neue Text ist holprig, die "Gleichstellung"
ist beim Versmaß danebengegangen (ein Wort zuviel) und wurde
im Vorfeld daher auch von Änderungsbefürwortern u.a. als
eines Kulturvolkes unwürdig bezeichnet.
(8.12.2011)
OÖ.
Gesundheitsbericht: Problemgruppe Männer mit Familie
Bisher sind
in Österreich insgesamt zehn Frauengesundheitsberichte und
zwei Männergesundheitsberichte entstanden. Zwei der Frauengesundheitsberichte
und ein Männergesundheitsbericht wurden für Gesamtösterreich
angefertigt. Frauengesundheit war offenbar wichtiger als Männergesundheit.
Eine neue "Problemgruppe"
hat sich laut dem ersten oö. "Gender"-Gesundheitsbericht
(vorgestellt am 30.11.2011) herauskristallisiert, in dem erstmals
speziell auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen eingegangen
wurde: Berufstätige Männer mit Familie.
Laut dem Bericht
sterben fast dreimal so viele Männer wie Frauen vor ihrem 65.
Geburtstag. Der Gesundheitsreferent der Landesregierung, Landeshauptmann
Josef Pühringer (ÖVP), kündigte an, noch mehr Augenmerk
auf die Vorsorge legen zu wollen, vor allem bei Männern.
http://ooe.orf.at/news/stories/2511939/
(6.12.2011)
EQUAL LIFE
DAY am 7. Dezember!
Nach den jüngsten
Zahlen der Statistik Austria liegt die durchschnittliche Lebenserwartung
österreichischer Frauen bisher bei 83,15 Jahren, die der Männer
bei 77,7 Jahren. Gerechnet ab dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter
bedeutet dies einen Pensionsbezug von Frauen 23,15 Jahre, bei Männern
12,7 Jahre lang. Da die obersten fünf Prozent der Gesellschaft
etwa sieben bis zehn Prozent länger leben als die untersten
fünf Prozent, ergibt sich (Annahme zehn Prozent längeres
Leben) im Schnitt eine männliche Lebenserwartung zwischen 74
und 81,5 Jahren.
Wird die Lebenserwartung
auf ein Kalenderjahr projiziert, ist der EQUAL LIFE DAY für
Männer am 7. Dezember - den Rest des Jahres werden sie von
Frauen überlebt. Die obersten fünf Prozent der Männer
schieben ihren Jahrestag bis auf den 24. Dezember hinaus, die untersten
fünf Prozent haben ihn aber schon am oder ab dem 21. November.
Da die herrschende Klasse aber den obersten fünf Prozent angehört,
ist die subjektive Betroffenheit geringer und erklärt sich
daraus wohl auch das Ausbleiben der Thematisierung, geschweige von
Gegenmaßnahmen der Politik.
(2.12.2011)
"Männer
sind einsamer als Frauen"
Der Soziologe
Walter Hollstein sagt, unser tradiertes Rollenbild sei schuld daran,
daß sich erschreckend viele Buben und Männer das Leben
nehmen: Sie töten sich lieber, als Schwäche zu zeigen.
http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Maenner-sind-einsamer-als-Frauen-/story/21893267
In Deutschland
wird versucht, Jungen mit Schul-Veranstaltungen "gegen Rassismus"
davon abzuhalten, ins extremistische Fahrwasser zu geraten. Vorbeugung
bestünde u.E. jedoch darin, Buben gleiche Chancen zu geben
und in Medien männliche Probleme nicht zu verschweigen oder
lächerlich zu machen. Auch Rechtsextreme sind mit dem Mainstream
insofern konform, als sie männliche Schwäche verschweigen
und verdrängen (z.B. durch Identifikation mit "Stärke",
im Extremfall mit dem unseligen "Führer" auszugleichen
versuchen) und daher unter Männerrechtlern kaum zu finden,
auch wenn ein gestriger Mann das Gegenteil behauptet.
(1.12.2011)
ORF-Zwangsgebühren
auch für Nichtnutzer
Die ORF-Gebühren
werden im kommenden Jahr um ca. 7% erhöht, damit aber nicht
genug: Ein Antrag von SPÖ und ÖVP sieht zudem vor, alle
Besitzer eines installierten Fernsehgerätes zur Kasse zu bitten,
sofern sie sich in einem Empfangsgebiet für terrestrisches
Fernsehen (DVB-T) befinden. Damit soll eine oberstgerichtliche Entscheidung
ausgehebelt werden, nach der Gerätebesitzer zwar die Landesabgabe,
nicht aber die ORF-TV-Gebühr zahlen mußten, wenn sie
keinen ORF-Empfang (mittels DVB-T-Empfangsteil oder digitaler Sat-Box
mit ORF-Karte) installiert haben. Argumentiert wird damit, daß
der Kostenaufwand für die Nachrüstung für ORF-Programme
gering und "zumutbar" wäre.
Der ORF befürchtete,
daß viele Digitalsat-Nutzer auf die spätestens ab 2014
nötigen neuen ORF-Karten verzichten, um sich Gebühren
zu ersparen. In den kommenden Jahren werden ca. zwei Millionen alte
Karten ausgetauscht, die neue Karte kostet 14,90 Euro. Derzeit werden
die ORF-Programme mit den Systemen Cryptoworks und Irdeto verschlüsselt.
WAS IN DER
DISKUSSION VERSCHWIEGEN WIRD: Cryptoworks soll 2014 auslaufen, Sat-Boxen
mit integriertem Cryptoworksmodul sind danach "ORF-blind".
Es müssen neue Boxen angeschafft werden oder bei sogenannten
CI-Boxen ein teures Irdeto-Steckmodul, um weiterhin ORF sehen zu
können.
(30.11.2011)
Woher haben
Frauen ihre Ersparnisse?
Diese Frage
stellt sich angesichts von Meldungen, wonach eine Pensionistin einem
Grazer Tierheim 2,4 Millionen Euro vermacht hat und in der Wohnung
einer anderen Pensionistin 700.000 Euro Bargeld gefunden wurden.
Frauenorganisationen gehen ja häufig mit dem Slogan "Altersarmut
ist weiblich" hausieren. Tatsächlich haben Frauen neben
Eigen- oft auch Witwenpensionen, haben in der Regel schon zu Lebzeiten
ihrer Männer von diesen Geld oder Sachwerte erhalten und/oder
im Ablebensfall geerbt.
(30.11.2011)
Postbus
will weiter Kurse streichen
Nach dem Fahrplanwechsel
Mitte Dezember wird der Postbus beispielsweise im Grazer Umland
weniger oft verkehren, da das Land Steiermark weniger zuschießt.
Der Protest von Frauenorganisationen - Frauen stellen die Mehrzahl
der Fahrgäste - wird wohl auch diesmal ausbleiben.
Es mangelt
beispielsweise für die Smoghauptstadt Graz an Empfehlungen
für die Bevölkerung, welche Ziele mit Öffis gewählt
werden sollen, um den Lungen die von Ärzten empfohlenen Feinstaub-Pausen
zu gönnen. Wenn aber Grazer mit dem PKW aus der Stadt flüchten,
verstärken sie damit das Feinstaubproblem.
Das Postbus-Management
Graz agiert zudem ausgesprochen ungeschickt. So werden interessierten
Fahrgästen beispielsweise Ausdrucke der Fahrpläne verweigert,
wie sie an der zentralen Haltestelle Andreas-Hofer-Platz angeschlagen
sind - schon 2002 wurde trotz großer Nachfrage die Ausgabe
eines Kursübersichtsblattes eingestellt (Begründung damals:
Kein Geld für Aktualisierung). Der steirische Verkehrsverbund
wiederum bringt laufend fragwürdige und keineswegs billige
Wanderfaltblätter heraus, verzichtet aber auf die Aktualisierung
beispielsweise des Faltblattes "Rund um den Schöckl"
bzw. ersetzte das Faltblatt für die Große Raabklamm durch
eines, in dem sogar Taxibenutzung (zum Taxitarif) angeraten wird.
(30.11.2011)
NDR-TV:
"Wahnsinn Wärmedämmung"
Wärmedämmung
ist ein gutes Geschäft, wird auch von öffentlichen Stellen
gefördert, aber zunehmend fragwürdig. Nicht nur gelegentliche
Löcher durch Spechtnester in den Dämmplatten machen Sorgen,
sondern auch massive Durchfeuchtung (Kondensation auf der Plattenrückseite
durch Temperaturunterschiede), erhebliche Brandgefahr (bei Polystyrolplatten)und
Gewässerverschmutzung durch Biozide, also Probleme, mit denen
man eigentlich nicht gerechnet hat. Und die Energieeinsparung durch
die Dämmfassade allein (ohne Einsparungen durch Fenstertausch)
wird von manchen Experten auf nur 10 bis 15 Prozent geschätzt.
Jedenfalls ist bei der Verlegung von Polystyrol-(Styropor-)Dämmplatten,
die billiger als Mineralwolle sind und in über 80% der Fälle
zum Einsatz kommen, große Präzision erforderlich - häufig
montiert jedoch der Billigstanbieter, der natürlich bestrebt
sein dürfte, Aufwand/Arbeitszeiten möglichst kurz zu halten.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/waermedaemmung117.html
(29.11.2011)
Diskussion
um Moscheekomplex in Graz
In der ORF-Sendung
"Impulse" (28.11.) ging es um den Neubau eines acht oder
zwölf (Angaben divergieren) Millionen Euro teuren Moschee-Komplexes
durch die bosnisch-muslimische Gemeinde in der Grazer Herrgottwiesgasse.
Insgesamt gibt es in Graz bereits für 17 muslimische Vereine
Gebetshäuser, die aber nach außen hin kaum auffallen.
Die Minarett-Frage, die bei der FPÖ im Vordergrund steht, wurde
in der Diskussion ausgeklammert. Neben dem Moderator und einem Vertreter
der bosnischen Gemeinde nahmen nur die als "Diversitätsexpertin"
vorgestellte Edith Zitz (langjährige grüne feministische
Landtagsabgeordnete) und ein Vertreter der Polizei teil, die ca.
400 radikale Moslems in der Steiermark im Auge hat.
Zitz vermied
es, das Problem der Benachteiligung der Frauen im Islam anzusprechen.
Gegenwind bekam die Runde ausgerechnet durch einen Anruf des ehemaligen
steirischen grünen Kurzzeit-Spitzenkandidaten Jörg-Martin
Willnauer. Dieser hatte zwar früher mal eine Veranstaltung
der Moslems moderiert, ist inzwischen aber sehr skeptisch geworden,
was ihre Toleranzbereitschaft anbelangt. Ins gleiche Horn hatte
übrigens bereits am 13. November in "G7 - Kleine Zeitung"
der Grazer Polizeidirektor Alexander Gaisch gestoßen: Die
Politik müsse Schlupflöcher schließen, damit ausländische
Quellen solche Bauten bei uns nicht mehr finanzieren können.
Gaisch sieht ansonsten Probleme kommen, z.B. Gefahr für unser
Demokratieverständnis.
(29.11.2011)
Beispiel
"Stuttgart 21": Bürgermitwirkung ist sinnvoll
Auch wenn das
Ergebnis der ersten Volksabstimmung seit 40 Jahren nun eine Mehrheit
für den Weiterbau des Bahnprojektes "Stuttgart 21"
gebracht hat, hat der Bürgerwiderstand immerhin durch das Ergebnis
der Schlichtung unter Vorsitz von Heiner Geißler eine erträglichere
Variante ("Stuttgart 21plus") ermöglicht. Ob sich
das Projekt letztendlich ebenso bewährt wie das an Zürich
angelehnte Alternativkonzept, wird die Zukunft zeigen. Beim sogenannten
Streßtest scheint getrickst worden zu sein, ebenso wie bei
den Kostenberechnungen. Die grünrote Landesregierung in Stuttgart
verlangt von der Bahn, Kostenüberschreitungen, die über
den Betrag von 4,5 Milliarden Euro hinausgehen, zu übernehmen,
was noch ein Stolperstein sein könnte.
Bei den Milliardenbeträgen,
die für die sogenannte "Eurorettung" bereits gezahlt
wurden oder auf dem Spiel stehen, scheint die Gefahr der Überziehung
der ursprünglichen Kostenberechnungen jedenfalls die geringere
Sorge der Bevölkerung gewesen zu sein. Zumal sich auch die
deutschen ebenso wie die österreichischen Grünen großzügig
für "Euro-Bonds" aussprechen, was in eine für
deutsche und österreichische Steuerzahler kostspielige EU-Transfer-Union
münden würde.
Auf jeden Fall
kann bei künftigen Großprojekten nicht mehr so leicht
wie bisher über die Bürger "drübergefahren"
werden, sondern die Verantwortlichen müssen sie frühzeitig
und ernsthaft in die Entscheidungsfindung einbinden.
(28.11.2011)
Mediendauerbrenner
Frauenberatung
In der Hartberger
Bezirksausgabe der "Kleinen Zeitung" war die Frauenberatungsstelle
Hartberg bzw. Frauenberatung als Thema zuletzt am 26. Oktober, 9.,
13., 24. und 26. November vertreten. Männer wurden dabei dem
Klischee entsprechend als Gewalttäter dargestellt, die aus
den Wohnungen gewiesen werden mußten und um die sich danach
die Polizei "kümmerte". Zurechtrückende Leserbriefe,
in denen u.a. auf das Fehlen von Anlaufstellen für Männer
in Krisensituationen (z.B. kein Männer-Notruf) verwiesen wurde,
ließ die Redaktion unter den Tisch fallen.
(26.11.2011)
Männer
als Opfer eigener und fremder Verdrängungskunst
Der Internationale
Männertag war in den Medien allenfalls Randthema. Die Wiener
"Kronenzeitung" brachte erfreulicherweise die untenstehende
Stellungnahme vom 17.11. des Vereins Freimann. Die Grazer "Kleine
Zeitung" nahm nur in der Kolumne "Von Mensch zu Mensch"
Notiz. Carina Kerschbaumer wies zurecht darauf hin, daß Männer
Verdrängungskünstler ihrer Probleme sind.
Woran aber
auch Medien Anteil haben, denn beispielsweise am oder rund um den
Internationalen Frauentag und am Kinderrechtetag wird die ganze
"Kleine Zeitung" davon dominiert, der Männertag hingegen
kurz abgehandelt. Und Stellungnahmen aus der Politik zum Männertag
sind uns nicht bekannt - auch Politiker sind Verdrängungskünstler,
die Parteien begnügen sich bislang mit Zuständigen für
Frauenfragen.
Der gesellschaftliche
Zwang zur Verdrängung männlicher Schwächegefühle,
dem kaum entgegengewirkt wird, läßt (Über-)Kompensation
durch Identifikation mit vermeintlich starken Figuren (im Extremfall
mit dem unseligen "Führer") sprießen. Deutschland
setzt auf schulische Bildungsveranstaltungen gegen Extremismus,
sollte aber auch die Ursachen der männlichen Ohnmachtsgefühle
angehen wie z.B. Benachteiligungen/fehlende Wertschätzung in
Schule und Gesellschaft sowie Perspektivenlosigkeit.
(20.11.2011)
Zum Internationalen Männertag (19. November)
Es war noch
nie leicht, ein Mann zu sein. Am Internationalen Männertag
am 19. November sollte der Probleme der Männer gedacht werden,
die das "extreme Geschlecht" sind, also an der Spitze
der Gesellschaft ebenso wie am unteren Ende überwiegen. Ihre
geringere Lebenserwartung zeugt von härteren Lebensumständen,
ebenso wie z.B. die Selbstmordzahlen. Da aber der unselige Spruch
"Ein Indianer kennt keinen Schmerz" noch immer in den
Köpfen verankert scheint, werden Männer nicht entlastet,
im Gegenteil als permanente Mängelwesen hingestellt, die immer
mehr Aufgaben übernehmen sollen.
Während
Politikerinnen Frauenpolitik machen, ist die Solidarität etablierter
Politiker mit benachteiligten Männern selten anzutreffen. Der
Internationale Männertag sollte Anlaß sein, die Forderung
nach Gleichberechtigung auch der Männer (nicht nur einer elitären
Spitze) auf die politische Tagesordnung zu setzen.
(17.11.2011)
"Leidensfähige"
Frauenberatungsstelle
Zwar müssen
Bund, Länder und Gemeinden sparen - ausgenommen davon sind
aber Fraueneinrichtungen, wo sich Geldgeber nicht getrauen, den
Rotstift anzusetzen. Manchen sind aber auch gleichbleibende Budgets
viel zuwenig.
Die "Frauen&Mädchenberatung
Hartberg", finanziert von Bund, Land Steiermark und Gemeinde
Hartberg, hat sechs Stunden pro Woche Sprechstunden und erhält
allein von der Stadt Hartberg 10.000 Euro Jahresförderung (beim
Start vor fünf Jahren eigentlich nur als einmalige Anschubförderung
gedacht). Die Beratungsstelle beantragte für 2011 eine Verdoppelung,
was ebenso abgelehnt wurde wie eine Erhöhung für 2012.
Darüber gab es Kontroversen im Gemeinderat und Rauschen im
Blätterwald. Harald Hofer spekuliert in der Bezirksausgabe
der "Kleinen Zeitung" (13.November) gar, ob "Frauen
etwas leidensfähiger als Männer" seien, weil die
Beratungsstelle noch nicht als Frauen-Servicestelle anerkannt ist
und daher alljährlich um Förderungen ansuchen muß.
Daß Männer auch in Hartberg keine Stelle haben, die sich
um ihre Probleme kümmert, ignoriert er einfach.
(13.11.2011)
Öffis:
Bitte um etwas Geduld
Wie wir erfahren
haben, haben die ÖBB die "ÖBB-Vorteilscard Senior"
schon heuer auch Männern ab 60 Jahren (bisher 65) auf Verlangen
ausgestellt. Sie reagierten damit schneller auf ein Erkenntnis des
Vrerfassungsgerichtshofes als der steirische Verkehrsverbund bzw.
Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ), die die vom Gericht
gesetzte Frist zur Beseitigung der Männerdiskriminierung (31.12.2011)
bis zum letzten Tag ausnutzen wollten.
Die Gleichbehandlungskommission
im Bundeskanzleramt hat die Beschwerde des Grazers Wolfgang Pöltl
gegen Freifahrt bei den Grazer Linien (GVB) nur für Frauen
am Internationalen Frauentag (8. März 2011) abgewiesen, weil
an solchen speziellen Tagen eine spezielle Situation bestehe. In
ihrer Gegenäußerung hatten die GVB in Aussicht gestellt,
kompensatorisch am 100. Internationalen Männertag auch Männern
Freifahrt zu gewähren - das wäre erst 2099, was selbst
der feminismusfreundliche "Standard" kurios fand. GVB-Chefin
Barbara Muhr äußerte sich zufrieden über die Entscheidung.
Die GVB würden Freifahrtsansuchen generell "sehr restriktiv"
behandeln. Muhr blies die Freifahrtsaktion am 8. März nachträglich
zu einem politischen Zeichen auf, auf Benachteiligungen von Frauen
aufmerksam zu machen. Übrigens hatte die zur GVB gehörende
Schöckl-Seilbahn AG am Muttertag 2011 ebenfalls Frauenfreifahrt
gewährt.
(12.11.2011)
Walter Hollstein: Das vergessene Geschlecht
Brutal prügelnde
Jugendliche: Taten einer verzweifelten und orientierungslosen Generation
junger Männer (Gastkommentar im Berliner "Tagesspiegel").
http://www.tagesspiegel.de/meinung/das-vergessene-geschlecht/5769984.html
(11.11.2011)
Verkehrsministerin als Frauenförderin
Doris Bures
hätte als Verkehrsministerin genug zu tun, um z.B. die ÖBB
auf Kurs zu bringen - einerseits werden Bahnhöfe ausgebaut,
andererseits der Zugsverkehr ausgedünnt. Stattdessen konzentriert
sich die frühere Frauenministerin auf die Besetzung von Stellen
mit Frauen ("Format" 11. November). Als Begründung
dienen wie üblich "Studien", also eine Mc-Kinsey-Studie,
wonach Unternehmen mit gemischten Teams erfolgreicher seien.
Inwieweit dies
im verstaatlichten Bereich gelten könnte, bleibt offen, ebenso
ob der Ertrag ein- und desselben Unternehmens steigt, nachdem Frauen
das Kommando (mit)übernommen haben (Mc Kinsey hatte verschiedene
Unternehmen miteinander verglichen). Empirisch belegt ist jedoch,
daß Querdenker die Ergebnisqualität von Teamentscheidungen
erhöhen. Querdenker sind nicht an ein Geschlecht gebunden und
haben es in Österreich traditionell schwer, denn hier machen
im Regelfall nur Angepaßte Karriere, Eigeninitiative wäre
hinderlich.
(11.11.2011)
Trauer um
Wolfgang Lambrecht
Im Alter von
62 Jahren ist unser Vorstandsmitglied Wolfgang Lambrecht einer bösartigen
Krankheit erlegen. Wolfgang war Lehrer und Reiseleiter, sozial sehr
engagiert und auch als Leserbriefschreiber bekannt. Er stieß
sich z.B. an sinnlosen AMS-Kursen und der als zynisch und menschenverachtend
eingestuften Praxis von Arbeitsminister Martin Bartenstein (ÖVP),
der 2001 die Inflationsabgeltung für Arbeitslose strich mit
der Begründung, "um Arbeitslose rascher in Beschäftigung
zu bringen", was erst Jahre später nach Bartensteins Ausscheiden
aus der Regierung rückgängig gemacht wurde. Wolfgang war
Mitbegründer des Vereins für Arbeitslose "Amsel"
(dessen Namen übrigens von "Geburtshelfer" Viktor
Pölzl erfunden wurde) und auch dort im Vorstand tätig.
(9.11.2011)
Innenministerin
lobt Wehrpflicht (aber nur für Männer)
Bereits 21
von 27 EU-Staaten sind von der allgemeinen Wehrpflicht abgerückt.
In Österreich blockiert die ÖVP die von Verteidigungsminister
Norbert Darabos (SPÖ) gewünschte Umstellung auf ein Berufsheer.
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bezeichnete den
nur für Männer geltenden Dienst in der Wiener "Presse"
als "gut für junge Leute", ohne konsequenterweise
einen Dienst für Frauen zu fordern, was Männer zu geharnischten
Leserbriefen veranlaßte.
Erst wenn mehr
Männer überparteilich organisiert die Handlungsebene betreten,
werden Männerdiskriminierungen von Politik, Kammern und Medien
ernster genommen werden, so wie es bei Väterdiskriminierung
inzwischen gelungen ist.
(7.11.2011)
Frauenklagelieder auch am Welt-Männertag
Am 3. November
war Welt-Männertag, am 19. November findet der (bedeutendere)
Internationale Männertag statt. Der "Gender-Sender"
Ö1 verbreitete lieber in der Sendereihe "Radiokolleg"
über den "Mythos Powerfrau - die neue Form der Unterdrückung"
alte verlogene Klagelieder: 25% weniger Lohn für gleiche Jobs,
Frauen seien nach wie vor aufgrund ihres Geschlechts extrem benachteiligt.
Das Radio beruft
sich auf die "Spezialistin in Sachen Gender- und Diversitätsforschung"
an der Wiener Wirtschaftsuni Edeltraud Hanappi-Egger, die sich über
den fehlenden Schub von Frauenanstellungen wundert (da sie ja billiger
seien) und dies auf "betriebswirtschaftliche Irrationalität"
zurückführen möchte, anstatt ihre Prämissen,
die sie zu falschen Schlußfolgerungen geführt haben,
ideologiefrei in Frage zu stellen.
Am Abend beschäftigte
sich Ö1 wieder mit dem Leid von Frauen, diesmal als Angehörige
gefallener Soldaten des 1. Weltkrieges, deren Leid nicht thematisiert
wurde. Das ORF-Fernsehen, beispielsweise in der steirischen Lokalsendung
"Steiermark heute", sah in Welt-Männertagen lediglich
den Sinn, Männern ins Gewissen zu reden, noch mehr Arbeit im
Haushalt zu übernehmen. Eigentlich sollte der von Gorbatschow
initiierte Welt-Männertag der Propagierung von Gesundheitsvorsorge
und nicht als Druckmittel gegen Männer dienen. Da hätte
sich für die Medien zum Beispiel angeboten, den Ursachen der
erschreckenden Zahl von Männer-Selbstmorden gerade in der Steiermark
nachzugehen (die Selbstmordstatistik wird in den Medien selten erwähnt
oder nach Geschlechtern aufgeschlüsselt) oder der unterschiedlichen
Lebenserwartung der Geschlechter.
Wer etwas Positives über Männer hören oder lesen
will, kann dies beispielsweise auf www.manndat.de.
Am 5. November
ging die mediale Jammerei nahtlos weiter mithilfe des "World
Gender Gap Report 2011", der sich seit 2006 auf angebliche
Benachteiligungen von Frauen konzentriert, Bevorzugungen von Frauen
aber prinzipiell unter den Tisch fallen läßt und schon
aus diesem Grunde ein schiefes Bild ergibt. Der Zustand der vollen
Gleichberechtigung ist nach der im allgemeinen unhinterfragten Methodik
des Reports unerreichbar, was natürlich im Interesse der feministischen
Dauer-Opferpropaganda liegt.
(5.11.2011)
Anrechnung
von Kinderbetreuung bei Vorrückungen?
Bei den Lohnverhandlungen
für die Metaller wurde bereits beschlossen, Kinderbetreuungszeiten
bei den Vorrückungen in den Gehaltsklassen zu berücksichtigen.
Dies soll auf weitere Lohnabschlüsse ausgedehnt werden. Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek dürfte damit aus ideologischen Gründen
nicht glücklich sein. In einem "Sommergespräch"
des "Standard" betonte sie: "Ich möchte auch
nicht, daß sich die Frauen in die Komfortzone zurückziehen.""Wir
müssen viel selbstverständlicher diskutieren, daß
auch Babys und Kleinstkinder Betreuungsplätze brauchen."
Als Beamtenministerin
plant Heinisch-Hosek eine 50%-Quote in allen Verwendungsgruppen
des öffentlichen Dienstes. Damit würde das Leistungsprinzip
außer Kraft gesetzt und Männern auf Jahrzehnte Karrierechancen
genommen, hingegen Karriere für Frauen garantiert, stellt Andreas
Unterberger in seinem Blog zutreffend fest.
(2.11.2011)
Bundeshymnen-Umschreiberinnen vergessen auf das Volk
Ab Jänner
soll ein neuer Text der Bundeshymne gelten, den der parlamentarische
Verfassungsausschuß am 22. November fixieren soll. Die Anpassung
des historischen, von einer Frau stammenden Textes an die Gegenwart
unterbleibt, er wird nur "gegendert". "Brüderchöre"
wandeln sich in "Jubelchöre"; am längsten gefeilt
wurde an "Heimat bist du großer Söhne", die
holprige Neuversion soll lauten: "Heimat großer Töchter
und Söhne".
Damit steht eines der scheinbar vordringlichsten Probleme Österreichs
vor der Lösung: Die Elitenhuldigung wird erweitert, damit sich
die abgehobene rot-schwarz-grüne Parlamentarierinnenriege im
Hymnentext wiedererkennen kann. Jubelchöre der Bevölkerung
bleiben aus, im Gegenteil: 70 Prozent sind gegen eine Änderung
- das "gemeine Volk" wird wohl eher singen: Heimat großer
Söhne, Töchter, uns Kleinen geht es immer schlechter.
Während
Carina Kerschbaumer von der Grazer "Kleinen Zeitung" es
peinlich findet, daß über den Hymnentext parlamentarisch
noch immer diskutiert wird und die "Kronenzeitung" die
sich abzeichnende Änderung feiert, vermißt Gerhard Zeillinger
in einem Kommentar im "Standard" (27. Oktober) eine grundlegende
Diskussion des historischen Textes:
"...Man macht sich Sorgen, ob eine Hymne gendergerecht ist,
aber niemand fragt sich, wie zeitgemäß diese Hymne und
Hymnen überhaupt sind... Das Fragwürdige an dieser Hymne
sind nicht die "Söhne"...Was einem ... eher aufstoßen
müßte, ist jene überkommene gesellschaftliche Vereinfachung,
die ein wenig nach ordnendem Ständestaatdenken aussieht..."
(27.10.2011)
Krieg gegen
Libyen für Demokratie und Frauenrechte?
Die relative
Schnelligkeit, mit der sich die NATO zu sogenannten humanitären
Luftangriffen aufraffen konnte, war wohl in erster Linie den Interessen
von Ölkonzernen geschuldet, die bisher 89% der Gewinne an den
Staat abliefern mußten. Ein anderes kommerzielles Interesse
gilt den großen Grundwasserreserven, die unter dem Wüstensand
schlummern. Diktator Gaddafi war auch wegen seiner Bestebungen,
die afrikanische Union voranzubringen und den Kontinent selbstbewußter
zu machen, im Westen unbeliebt. Libyen ist/war kein einheitlicher
Staat, sondern es herrschten Clans und Stämme innerhalb der
von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Staatsgrenzen.
Vermutlich wird der Übergangsrat früher oder später
wieder zerfallen, weil der bisher einigende Feind Gaddafi von der
Bildfläche geschossen wurde, vielleicht kommt auch bei Wahlen
eine islamisch ausgerichtete Partei ans Ruder wie gerade in Tunesien.
Ob die arabische Welt zur Demokratie findet und es Frauen besser
gehen wird, darf bezweifelt werden. Der Aufstand in der arabischen
Welt war auch weniger der fehlenden Demokratie als der Sorge um
die materielle Zukunft insbesondere der jungen Generation entsprungen,
die keine Perspektiven sah.
(27.10.2011)
Klarstellung
zur Frauen-Durchschnittspension!
Die SPÖ-Frauen
haben einen Text ins Netz gestellt, wonach im Jahr 2009 Männer
aus der staatlichen (gesetzlichen) Pensionsvorsorge durchschnittlich
1296 Euro und Frauen 784 Euro erhielten. Schlagzeilen wie "40
Prozent weniger Pension für Frauen" ("Standard"
Wien) und davon abgeleitete Klagelieder suggerierten Dramatik.
Pensionsexperte
Theodor Tomandl stellt in der Grazer "Kleinen Zeitung"
(25.Oktober) zur Frage der Frauen-Durchschnittspension von 800 Euro
klar: "Da zählen auch die Witwenpensionen dazu, und die
sind nur ein Zuschuss, deshalb ist der Durchschnitt so niedrig."
Was jedoch am unseriösen, aber erfolgreichen Rezept von Feministinnen,
Benachteiligungen durch Vergleich von Äpfeln mit Birnen zu
belegen, wenig ändern dürfte.
In Deutschland
mußte schon vor Jahren die damalige Familien- und Frauenministerin
Von der Leyen die Falschbehauptung vom Netz nehmen, Frauen würden
für gleiche Arbeit um 23% schlechter bezahlt - in Österreich
inserierte Frauenministerin Heinisch-Hosek Ähnliches ungeniert
am 4. Oktober im feminismusfreundlichen "Standard".
(25.10.2011)
Gerät
Frauenpensionsantrittsalter doch ins Wanken?
Quer durch
Parteien, Interessensorganisationen und Expertenköpfe setzt
sich die Erkenntnis durch, daß das niedrigere Frauenpensionsantrittsalter
lediglich ein Scheintriumph der Frauenbewegung war, schreibt das
Wiener Nachrichtenmagazin "Profil".
http://www.profil.at/articles/1142/560/310062/frauenpension-weibsbilder
"Alt werden
vor der Pension macht jünger für den Job" findet
auch Claudia Gigler in der Grazer "Kleinen Zeitung" (25.
Oktober), "daran, dass Frauen derzeit fünf Jahre früher
als Männer als alt und unvermittelbar gelten, und daran, dass
hochqualifizierte Frauen mit 55 kaum noch in höhere Positionen
kommen oder Gehaltssteigerungen erfahren, würde sich etwas
ändern."
(25.10.2011)
Als Mann
schuldlos hinter Gittern
Im Jahr 2006
hat eine heute 25-jährige ihren Grazer Stiefvater wegen sexueller
Übergriffe angezeigt, er wurde allein aufgrund ihrer Aussage
zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Heute plagt die Stieftochter
das schlechte Gewissen, da ihre Anschuldigungen frei erfunden waren.
Doch das Gericht wolle ihr diesmal nicht glauben, berichtet die
"Kronenzeitung".
Ein anderer
Fall, kürzlich auf Puls-4-TV zu sehen: Der von einem Geschworenensenat
mit 5:3 Stimmen schuldig gesprochene und zu 15 Jahren Haft verurteilte
Johannes Genser aus Thal bei Graz. Seine Lebensgefährtin hatte
ihre vier Kinder jeweils nach den Geburten getötet, sie erhielt
lebenslänglich. Daß auch der Mann verurteilt wurde, ist
in der Justizgeschichte ziemlich einzigartig. Zwei Gutachten, eines
vom renommierten Psychiater Reinhard Haller, sprechen für ihn,
trotzdem wurde ein Wiederaufnahmeantrag abgelehnt, ein neuer soll
jetzt folgen.
(24.10.2011)
Gender-Politisierte
Universitäten
Nach seinem
ersten Vortrag entließ die Universität Trier ihren israelischen
Gastdozenten, den Militärhistoriker Martin von Creveld, weil
sich Studenten über "frauenfeindliche" Thesen des
Kriegsfachmanns beschwert hatten.
Über die
österreichischen Zustände kommentiert K.R. zu einem Beitrag
auf www.andreas-unterberger.at (Auszug):
Dem Universitätsrat
reiche die "positive Diskriminierung durch Quotenregelung 60/40
bei akademischen Karrieren" nicht, weshalb Zusatzmaßnahmen
eingefordert werden, um Karrieren von Frauen in Universitäten
zu erzwingen.
Diesem reiche
auch das lange geltende "Gleichbehandlungsgesetz" (welch
zynische Bezeichnung!) im Öffentlichen Dienst nicht, wonach
bei gleicher Qualifikation grundsätzlich eine Frau vorzuziehen
sei.
Bei Antritt
einer in respektable akademische Ehren gehievten Quotenfrau (nicht
eine der Neo-Rektorinnen!) sagte diese, ihr sei künftig Genderpolitik
wichtiger als "Fachtrotteltum": Es müsse zur Anhebung
von Akademikerabschlüssen bei Frauen in techniknahen Berufen
kommen; in technischen Studien müsse man natürlich von
einer zugegebenerweise geringeren Eignung von Frauen ausgehen, was
aber ihre Karrierechancen nicht beeinträchtigen dürfe.
Deshalb sei es schon eine Diskriminierung, wenn man unabhängig
vom Geschlecht gleiche Punkte bei Tests verlange. Zudem seien die
notorisch besseren Noten bei geringeren Leistungen in technischen
Fächern für Mädchen an Höheren Schulen eine
Diskriminierung. In der weiteren Ausbildung spiele unter dem Genderaspekt
fachliche Qualifikation keine prioritäre Rolle, weil sich Absolventen
ohnedies später im Berufsleben "bewähren" müssten
und auch dort "bekanntlich andere als fachliche Kriterien vielfach
eine Rolle spielten", somit könne man aus einer fachlichen
Brillanz während des Studiums ohnedies nicht auf die spätere
Karriere schließen (welch österreichische Argumentation!).
"Selbstverständlich" müssten Stützkurse
(auf Steuerkosten) für Studienanfängerinnen eingeführt
werden, in die nur Studentinnen Zugang haben dürfen. Weitere
"Begleitmaßnahmen" sowie Coaches im späteren
Studiengang seien zur Verfügung zu stellen. Das sei eben auch
ein Aspekt "positiver Diskriminierung" - also allein vom
Begriff her schon etwas "Positives".
Ein Hoch
der intellektuellen Argumentationsredlichkeit. Und erstaunlich,
wo die "Diskriminierung" überall hinkommt.
Es gibt sehr
viele tüchtige Frauen, die mit ihren Leistungen Männern
locker Paroli bieten und trotzdem nicht in den ihren Fähigkeiten
entsprechende Positionen sind. Gerade diese distanzieren sich bezeichnenderweise
von obgenannten unsäglichen Denkweisen und Maßnahmen.
Quotenregelungen und sonstige "positive Diskriminierungen"
sind für diese zu Recht eine Beleidigung. Und "Netzwerke",
"Seilschaften", intransparente Zugänge zu Sozialchancen
gibt es in Österreich mehr als genug. Ist es a priori auszuschließen,
dass diese auch unter Frauen bestehen? Alle diese schädlichen
Kollektive sind aufzudecken und in ihrer Wirkung zu zerstören
und zwar unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit
ihrer privilegierten/privilegierenden Mitglieder. (Zitat Ende)
(24.10.2011)
Die "Occupy"-Bewegung
findet: Macht braucht Kontrolle
Die Politik
müsse endlich wieder die Zügel in die Hand nehmen und
die Deregulierung der letzten 30 Jahre rückgängig machen.
Das oberste Prozent der gesellschaft dominiere alles, findet Ed
Needham, Sprecher der "Occupy Wall Street"-Bewegung.
An den "Banker
mit Herz" zu appellieren, wie es Kanzlerin Angela Merkel tat,
reicht offenkundig nicht aus. Daher gehen jetzt Viele auf die Straße
und fordern ein Ende der Ausbeutung - statt, wie es der feministischen
Auffassung von Gerechtigkeit entsprechen dürfte, Frauen als
Gleichstellungsmaßnahme paritätisch an der Ausbeutung
zu beteiligen.
(23.10.2011)
Auslands-Zwangsheiraten
im Visier
Die Zwangsehe
ist "ein Verbrechen und darf nicht geduldet werden", stellt
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) fest.
Er peilt eine Gesetzesänderung an, damit dieses Delikt der
schweren Nötigung auch verfolgt werden kann, wenn es im Ausland
stattfindet. Schätzungsweise 200 Mädchen/Frauen sind pro
Jahr davon betroffen, werden beispielsweise vorgeblich zum Sommerurlaub
in die Türkei geschickt und kommen als Ehefrauen wieder nach
Österreich.
(23.10.2011)
Frauen als
Vorgesetzte kaum gewünscht
"Eine
Ohrfeige für den Feminismus" nennt Johanna Zugmann in
der "Presse" das Ergebnis einer eben veröffentlichten
Studie des Forsa-Institutes: Danach wünschen zwar 55% der befragten
weiblichen Fach- und Führungskräfte eine Frauenquote,
aber nur 3% eine Vorgesetzte, hingegen 27% einen Mann als Chef.
(22.10.2011)
Quoten als
"ein verheerendes politisches Instrument"
Von Professor
Gerhard Amendt ist soeben das Buch "Frauenquoten - Quotenfrauen"
erschienen (Manuscriptum, A: 9,80 Euro, ISBN: 978-3-937801-73-5).
Zum Inhalt (Verlagsbeschreibung):
Quote
bloß nicht! Spätestens seit dem Parteitag der SPD in
Münster 1988, aber bis in Debatten der siebziger Jahre zurückreichend,
geistert das Phänomen der Frauenquote durch die Politik. Von
Anfang an galt es als politisch fragwürdig und rechtlich umstritten,
nicht zuletzt unter Frauen selbst, die darin eine subtile Diskriminierung
sowie Zweifel an ihrer Leistungsfähigkeit sahen und lieber
auf ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten vertrauten. Heute
sind es vor allem arbeitsmarktpolitische Gründe, mit denen
die Politik die "Quote" rechtfertigen zu müssen glaubt
gegen den Widerstand der Wirtschaft selbst, die darin eher
neue Probleme sieht als Lösungen für die mindere Begeisterung
vieler Frauen für herausfordernde Leitungsfunktionen. Der renommierte
Soziologe Gerhard Amendt untersucht die vielfältigen Facetten
der Quotenpolitik und kommt zu dem Ergebnis, daß Quoten ein
verheerendes politisches Instrument sind. Sie verbiegen um schnell
vorzeigbarer "Erfolge" willen Realitäten, fördern
Mittelmaß und hindern Frauen daran, sich auf dem Wege nachvollziehbarer
Leistungen ihren Platz in der Gesellschaft im Wettbewerb mit Männern
selbst zu suchen. So sind Quoten nicht nur dem Ansehen von Frauen
in höchstem Maße abträglich, weil sie deren Leistungsbereitschaft
infrage stellen und zur Diskriminierung von leistungsstarken Männern
und Frauen führen. Die damit verbundenen Konflikte stören
obendrein das gesunde produktive Beziehungsgefüge und belasten
bereits den sozialen Frieden in Unternehmen, Bildungsinstitutionen
und Verwaltungen.
(22.10.2011)
Europäischer
Gerichtshof: Diskriminierende Pensionserhöhung
Im Jahr 2008
betrug die Pensionserhöhung für Niedrigbezieher unterhalb
des Ausgleichszulagen-Richtsatzes, die wegen anderer Einkünfte
(z.B. Ehegatte) keine Ausgleichszulage bekommen oder auf diese verzichten,
1,7%. Ausgleichszulagenbezieher ("Mindestpensionisten"
mit 747 Euro brutto inklusive Zulage) bis hin zu Pensionen von 1050
Euro brutto erhielten aber einen Erhöhungs-Fixbetrag von 21
Euro mehr, das entspricht 2,81 bis 2%.
Der Linzer
Rechtsanwalt Johannes Winkler hat jetzt beim Europäischen Gerichtshof
Recht bekommen. Der EuGH folgte der Argumentation, daß die
Benachteiligung der Bezieher von Kleinstpensionen eine EU-rechtswidrige
indirekte Frauendiskriminierung darstelle, da laut Statistik mehr
Frauen als Männer betroffen seien.
Nun ist wieder
Österreich am Zug. Viel mehr als eine Korrektur der damaligen
Kleinstpensionen-Erhöhung von 1,7 auf 2%, also um 0,3%, ist
aber nach AK-Einschätzung nicht zu erwarten, wirkt sich also
kaum finanziell aus. Interessant ist aber, daß beim EuGH wieder
einmal die Behauptung von Frauendiskriminierung gezogen hat, obwohl
Männer in gleicher Weise, wenn auch nicht in gleicher Zahl
betroffen sind und einige davon ebenfalls von diesem Anwalt vertreten
werden. Diskriminiert wurde ja die Gruppe der Kleinstpensionisten
gegenüber der Gruppe von "Mindestpensionisten" aufwärts,
unabhängig vom Geschlecht. Bei Diskriminierungen, von denen
mehrheitlich oder ausschließlich Männer betroffen sind,
drücken Gesetzgeber, Justiz etc. hingegen gerne die Augen zu.
Bei künftigen Pensionserhöhungen in Österreich wird
wohl wieder eine prozentuell gleiche Erhöhung für alle
herauskommen.
(20.10.2011)
Die sogenannte
Männertagung in Graz
eines profeministischen
Männerzirkels findet heute und morgen statt. Der Star-Referent
Connell hat bekanntlich das Geschlecht gewechselt und ist zur Frau
geworden (auch eine Möglichkeit, Männerbenachteiligungen
zu entrinnen, die aber nicht allen offensteht, siehe auch unter
"Ungeschminkt"). Solange Veranstalter und Fachreferenten
an Auftragstöpfen hängen, deren Vergabe an Feminismuskompatibilität
gebunden scheint, kann niemand erwarten, daß bei solchen Tagungen
ehrliche Antworten auf Probleme der Männer gesucht und gefunden
werden.
(20.10.2011)
Ab 1.1.2012
Neuregelung der Öffi-Seniorenermäßigungen
Die vom Verfassungsgerichtshof
gesetzte Frist zur Abschaffung der Männerdiskriminierung bei
Seniorenermäßigungen wird vom steirischen Verkehrsverbund
bzw. FPÖ-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann bis zum letzten
Tag ausgereizt. Die Mindereinnahmen durch die Gleichstellung (Seniorenermäßigungen
auch für Männer ab 60 statt 65 Jahren) sollen aber durch
Verschlechterungen ausgeglichen/eher überkompensiert werden:
Die Ermäßigung für Senioren, aber auch die Familienermäßigung
soll von 50 auf 40 Prozent gekürzt werden. Alle zwei Jahre
soll die für Seniorenermäßigung maßgebliche
Altersgrenze um ein Jahr angehoben werden, sodaß sie ab 2022
bei 65 Jahren liegen wird.
Offenbar beibehalten
werden soll der Zwang für Senioren, eine "Vorteilscard
Senior" der ÖBB zu kaufen als Voraussetzung für Ermäßigungen
im steirischen Verkehrsverbund, obwohl sich der Grazer Gemeinderat
vor einem Jahr einstimmig dagegen ausgesprochen hat. Das Angebot
des steirischen Verkehrsverbundes, aber auch der ÖBB wird/wurde
ausgedünnt, die Kursstreichungen beim Postbus dauern seit 1997
an.
Am 1. Juli 2012 sollen die Verbundtarife wie alljährlich um
das 1,75fache(!) der Verbraucherpreisindexsteigerung erhöht
werden, was (wegen der gestiegenen Inflationsrate im Jahr 2011)
einen kräftigen Teuerungsschub bedeuten würde. Im Bundesland
Wien (Wiener Linien) wird der Preis für die Jahreskarte hingegen
ab 1. Mai 2012 um 84 Euro auf 365 Euro gesenkt, außerdem gibt
es dort die Seniorenermäßigung (auch die Monatskarte
wird verbilligt).
Die steirische
Verkehrsverbund GmbH behauptet zwar, ihre Tarife würden österreichweit
zu den günstigsten zählen, läßt aber wohlweislich
unter den Tisch fallen, daß sie im Gegensatz zu anderen für
Dauerkarten (Wochen- bis Jahreskarten) keine Seniorenermäßigungen
gewährt (Siehe auch dazu: Walter Krämer: So lügt
man mit Statistik, Piper-Verlag München 2011). Diese gelten
nur für Stunden- und Tageskarten (24-Stunden-Karte). Die Jahreskarte
für eine Zone, z.B. Graz, kostet derzeit 352 Euro und würde
nach der nächsten Erhöhung wohl teurer als der Normaltarif
für die Wiener Jahreskarte (bei ungleich größerem
Verkehrsmittelangebot in Wien), was LR Kurzmann und die Grazer Verkehrsstadträtin
Lisa Rücker zur Forderung animiert hat, den vertraglichen Erhöhungsautomatismus
zu jedem 1. Juli für Zeitkartenbesitzer nicht auszuschöpfen.
Eine Tarifsenkung schließt Rücker aber aus.
(13.10.2011)
Sozialpartner
beraten über Pensionsantrittsalter
Unter Ausschluß
von Pensionistenorganisationen finden derzeit Verhandlungen von
Sozialpartnern und Gewerkschaft statt, um das faktische Pensionsantrittsalter
anzuheben. Die "heilige Kuh" der sonst auf Gleichstellung
erpichten Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), das
unterschiedliche gesetzliche Pensionsantrittsalter bis 2034, soll
hiebei nicht angetastet werden (lediglich bei Beamten gilt ein einheitliches
Antrittsalter von 65 Jahren). Die rotgrüne Bundesregierung
in Deutschland hatte unter vergleichbaren Voraussetzungen das Antrittsalter
für Frauen von 63 auf 65 Jahre angehoben, was die Unhaltbarkeit
von Heinisch-Hoseks Position unterstreicht. Zuletzt forderte auch
der frühere Leiter der österreichischen Pensionsreformkommission
Georg Tomandl eine raschere Angleichung des Frauenpensionsalters.
(10.10.2011)
Probleme
mit der "Energiewende"
In Österreich
beabsichtigt die Verbundgesellschaft alte kalorische Kraftwerke
mit schlechtem Wirkungsgrad zu reaktivieren, um Vorsorge zu treffen,
damit in Deutschland in diesem Winter das Stromnetz nicht zusammenbricht,
weil die Politik noch intakte Atomkraftwerke abgeschaltet hat. in
Deutschland fehle ein Energieminister, der die neue Politik strategisch
durchdenkt und entschieden umsetzt, wird auch bemängelt. Die
"Energiewende" scheint ins Stocken zu geraten.
Die Wärmedämmstoffindustrie-Lobby
hat erreicht, daß in der deutschen Energieeinsparverordnung
Alternativen wie die Temperiermethode (Wandheizungstechnik) des
Architekten Christoph Schwan (inforadio Berlin, Sendung 12.22 vom
8. Oktober) nicht vorgesehen sind, obwohl die Dämmindustrie
für die Wirksamkeit der Dämmung keine Gewähr bietet,
Wärmedämmung auch Nachteile hat (z.B. Schimmelbildung)
und bei denkmalgeschützten Fassaden oft nicht möglich
ist. Die deutschen Bundesländer weigern sich seit Anfang Juli
übrigens, Zuschüsse für Gebäudeeigentümer
mitzufinanzieren, um Gebäude energetisch zu sanieren.
Der weltweite
Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ist auch in Kritik gekommen,
weil er lohnende Betrügereien ermögliche und in bestimmten
Fällen mehr schade als nütze.
(9.10.2011)
"Piraten"
derzeit im Aufwind
Zwei Prozent
bei der letzten Bundestagswahl, acht Prozent in aktuellen Umfragen
nach ihrem Neun-Prozent-Erfolg in Berlin, wo ihr allerdings fragwürdiges
Programm aber nur für zehn Prozent ihrer Wähler ausschlaggebend
war. Da die Linke in Berlin in der Regierung saß, waren sie
die einzige wählbare Protestpartei (Auch in Österreich
gibt es wie in vierzig anderen Ländern vergleichbare Piraten,
die z.B. für die Nationalratswahl 2013 in den Startlöchern
stehen). Mit ihrer Ansage "Klar machen zum Ändern"
sprechen sie ein Protestpotential an, das von den zunehmend paternalistisch-bevormundenden
Grünen als Erfüllungsgehilfen Brüsseler Anmaßungen
und Establishment-Partei vernachlässigt wird.
Die schwedische
Piratenpartei ist zwar 2009 mit sieben Prozent ins EU-Parlament
eingezogen, bei den Reichtagswahlen 2010 aber mit 0,6 Prozent vergleichsweise
abgestürzt. Die hoffnungsvoll begonnene "AG Männer"
der deutschen Piratenpartei zeigt zwar deutliche Ermüdungserscheinungen,
aber die Piraten bestehen zum größten Teil aus Männern
- und finden gar nichts Schlechtes dabei. Piraten wollen "post-gender"
sein, auch wenn sich zeitgeistige Medien nach Kräften bemühen,
dies als "ewig-gestrig" hinzustellen. Bei der hochgespielten
Quotenhysterie machen sie jedenfalls nicht mit, der Wählerzuspruch
gibt ihnen recht. Zu den großen Zukunftsfragen demografischer
Wandel und Schuldenkrise nehmen sie erst gar nicht Stellung (aber
auch nicht dazu, wer die Verwirklichung mancher überzogener
Forderungen finanzieren soll). Sie fordern mehr Transparenz und
Mitbestimmung, Basisdemokratie, einen neuen Politikstil, auch mit
den Möglichkeiten des Internets.
(6.10.2011)
Heinisch-Hosek
mag "Mädchen" nicht
Das Selbstvermarktungsgenie
Alice Schwarzer weilte zwecks Verkaufsankurbelung ihrer Biografie
in Österreich. In Wien sprach sie mit Sozialdemokratinnen über
das von ihr gewünschte Kopftuchverbot in Schulen und bekam
laut Eigenaussage im Ö1-Mittagsjournal zur Antwort: "Sie
haben recht, aber wir trauen uns nicht".
SPÖ-Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek ignoriert den Kopftuchzwang, dem Schulmädchen
aus patriarchalen Einwandererfamilien ausgesetzt sind. Sie stört
offenbar etwas anderes: "Mädchen sagt man nicht."
(Ö1 "Journal Panorama" 5. Oktober) und widersprach
sich selber: Einerseits sollen Frauen möglichst durchgehend
Vollzeit arbeiten, andererseits möchte sie "Frauen nicht
zwingen, länger zu arbeiten, denn sie haben nichts davon."
Das österreichische Unikum sieht bekanntlich bei Frauen (außer
Beamtinnen) ein gesetzliches Pensionsantrittsalter von nur 60 Jahren
vor.
(6.10.2011)
Wie wäre es mit einem Equal Life Day?
Zieht man die
unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern heran
(82,1 gegenüber 76,4 Jahre) und projiziert sie auf ein Jahr,
so können Männer jeden 6. Dezember den Equal Life Day
begehen - den Rest des Jahres werden sie von den Frauen überlebt
(weiters müssen sie, nach dem unterschiedlichen gesetzlichen
Pensionsantrittsalter, in jedem Jahr bis 16. Oktober arbeiten, Frauen
nur bis 24. September).
Gedenktage
nach diesen Mustern wären wohl längst erfunden und in
Medien rauf- und runtergebetet, würden sie sich als Belege
für Frauendiskriminierung und nicht das Gegenteil eignen. Zudem
würde die gleichstellungsfixierte Politik nicht ruhen und rasten,
bis die gesellschaftlichen Ursachen der kürzeren Lebensdauer
erkannt und beseitigt sind.
(6.10.2011)
Heinisch-Hosek
und Medien: Üble Märchen um Moneten (Equal Pay Day)!
Weniger Geld
für die gleiche Leistung! Unter diesem Motto "hackeln"
Frauen tagein, tagaus und verdienen um stolze 37,2 Prozent weniger
als die Männer. ... Schließlich bekommen steirische Frauen
für die gleichwertige Arbeit um 37,2 Prozent weniger als die
Männer! ...
(Gerald Schwaiger in "Steirerkrone" Graz 1. Oktober)
WIEN. Erkommt
alle Jahre wieder und macht deutlich, dass Frauen und Männer
für die gleiche Arbeit unterschiedlich entlohnt werden. Am
Dienstag verweist der österreichweite Equal Pay Day darauf,
dass Frauen für die gleiche Arbeit um 24,3 Prozent weniger
verdienen als die Männer. ... In der Steiermark sind es 24,5
Prozent. ...
(Kleine Zeitung Graz 3. Oktober)
WIEN. Frauen
verdienen in Österreich um ein Viertel weniger als Männer
- für gleiche Arbeit, für gleichen Einsatz. ...
In Österreich beträgt die Lücke für gleiche
Leistung 25 Prozent. ...
("Standard" Wien/Kommentar Bettina Pfluger "Standard"
Wien 4. Oktober)
... Denn noch
immer verdienen Frauen bei gleicher Tätigkeit rund ein Viertel
weniger als Männer. Nur weil sie Frauen sind. ...
(Inserat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im "Standard"
4. Oktober - in Widerspruch zu einem früheren Inserat, in dem
von 15 Prozent die Rede war)
Gleicher Lohn
für gleiche Arbeit das fordern wir Frauen seit über
100 Jahren. Diese Forderung ist heute aktueller denn je. Denn noch
immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit um 18% weniger
als Männer.
(Frauenministerin Heinisch-Hosek, aktuell auf http://www.gehaltsrechner.gv.at/geleitwort)
Also wenn ich
gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit möchte,
dann schau ich, dass ich auch vergleichbare Tätigkeiten heranziehe,
und da bleibt dieser unerklärliche Rest von 12 Prozent. ...
(Frauenministerin Heinisch-Hosek in Ö1 "Journal Panorama"
5. Oktober)
ANMERKUNG:
Der Wert von "12% ungeklärtem Rest" stammt aus einer
2009 publizierten Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo)
der Sozialpartner, in dem erklärbare Gehaltsunterschiede "herausgerechnet"
und Daten aus den Jahren 2004 bis 2006 verwendet wurden, in denen
eine andere Wirtschaftslage vorhanden war. Die Differenz ist inzwischen
sicherlich geschrumpft und würde sich weiter verflüchtigen,
würden auch andere Faktoren des Erwerbslebens entsprechend
berücksichtigt, die Männer eher in Anspruch nehmen, aber
auch Frauen offen stünden: Lohnverträge mit höherem
Risiko (variablem Lohnanteil), Bereitschaft zum Pendeln, zu Überstunden
und ungünstigen Arbeitszeiten usw. Zudem kann ein Unternehmer
aus der Praxis zum Schluß kommen, daß ein Mitarbeiter
trotz gleicher Arbeit(szeit) produktiver als ein anderer ist, also
mehr leistet und sich daher auch ein höheres Gehalt verdient
hat.
BUCHHINWEIS:
Walter Krämer: So lügt man mit Statistik (Piper-Verlag
München 2011, Euro 9,95)
(6.10.2011)
Der scheinheilige Equal Pay Day
wird aus Publicity-Gründen
gleich zweimal im Jahr gefeiert, die Wiederholung findet heuer am
3. Oktober statt. Den Rest des Jahres arbeiten Frauen angeblich
gratis, wobei unter den Tisch fällt, daß Frauen häufig
in schlechter bezahlte Berufe drängen oder lieber Teilzeit
arbeiten.
Der SPD-Chef
Sigmar Gabriel machte in der Haushaltsdebatte des deutschen Bundestages
am 29. September auf prekäre Berufe aufmerksam, insbesondere
die schlechte Bezahlung der Zeit- und Leiharbeiter: In Frankreich
würden sie um zehn Prozent besser bezahlt als Fixangestellte
als Ausgleich, daß sie nicht deren Sicherheit haben. Ihre
Interessen stehen hingegen in feministisch dominierten Ländern
selten im Blickfeld, weil es sich überwiegend "nur"
um Männer handelt.
(30.9.2011)
Das Prinzip
MERKEL
lautet: >Man
Erfindet "Rettungsschirme", Keine Effektiven Lösungen<.
Bei der Abstimmung über die Aufstockung im Bundestag stimmte
lediglich Die Linke geschlossen dagegen. Finanzminister Schäuble
wich einer konkreten Frage eines Grünen aus, ob der Fonds mittels
des Instrumentes der "Hebelwirkung" einfach noch weiter
aufgestockt werden könnte und die Kanzlerin schwieg in der
Debatte. Die 80 bis 90%ige Ablehnung in der Bevölkerung läßt
Merkel kalt - beim überstürzten Atomausstieg berief sie
sich hingegen auf 80% Zustimmung.
Manfred Kolbe,
Finanzexperte und CDU-Abweichler, hält "Rettungsschirme"
für nicht nachhaltig und sieht die Gefahr einer Überforderung
Deutschlands, Österreichs, der Niederlande und Finnlands, die
die Netto-Hauptlast tragen sollen. Die "Trittbrettfahrer"
(Kolbe im B2-"Tagesgespräch") des Schirmes, USA und
Großbritannien, drängen im Interesse ihrer Spekulanten
auf eine Erhöhung, ohne selbst etwas beitragen zu wollen.
(30.9.2011)
Steht EU für: Extremer Unsinn?
Bei der Europäischen
Zentralbank EZB hat aufgrund einer Fehlkonstruktion jedes Land eine
Stimme (zB. Deutschland genauso wie Malta), sodaß Hartwährungsbefürworter
leicht überstimmt werden. Der Volkswirtschaftler Hans-Werner
Sinn vom Münchner IFO-Institut wunderte sich (in BR alpha)
über den Langmut, weil keine Vertragsänderung beantragt
wird: "Sarkozy würde sich das nicht gefallen lassen."
Südliche
Länder haben zur Freude der Exporteure mit zinsgünstigen
Target-Krediten (die laut Sinn nie öffentlich diskutiert wurden,
zumal die Journalisten damit überfordert sind) Waren aus Deutschland
(Österreich) gekauft - wir werden nach Sinn wohl auf unseren
Forderungen sitzenbleiben. Dadurch hält er auch das Pensionssystem
für gefährdet.
Die Konkursverschleppung
Griechenlands führt dort zu sozialen Unruhen, freut aber die
Spekulanten (z.B. französische Banken). Die USA und Frankreich
bedrängen Deutschland (und Österreich), die Schulden der
Südländer mit Milliardensummen mitzutragen. Orientierungslose
und feige Politiker spielen dabei auf Kosten der Steuerzahler mit,
um nicht als "Anti-Europäer" gebrandmarkt zu werden.
Österreich,
dessen Politik ohnehin von Banken und Baukonzernen diktiert wird,
leidet zudem unter massiver Korruption, deren Schaden in der ORF-Sendung
"Bürgerforum" mit 27 Milliarden Euro jährlich
beziffert wurde.
(28.9.2011)
Handlungsbedarf
bei Altersdiskriminierung
Diskriminierungen
in Österreich zu bekämpfen, ist in der Praxis schwierig
mit unklaren Erfolgsaussichten, sofern sie sich nicht unter Frauendiskriminierung
einordnen lassen. Der Innsbrucker Professor Gustav Wachter, Präsident
der Tiroler Juristischen Gesellschaft, hat nun das Jahrbuch 2011
über Altersdiskriminierung im Neuen wissenschaftlichen Verlag
herausgebracht.
Laut Wachter
ist die Altersdiskriminierung selbst unter Fachleuten wenig bekannt
und die Berater setzen sich damit nicht ausreichend auseinander.
Die Umsetzung der Europäischen Grundrechtecharta vom 1. Dezember
2009 sei in Österreich in einer Reihe von Bereichen mangelhaft,
so auch beim Diskriminierungsverbot.
Übrigens
hat das sozial(istisch)e Musterland Schweden schon seit 1913 ein
einheitliches Pensionsantrittsalter für Frauen und Männer
und ist damit Österreich nach derzeitigem Stand um 121 Jahre
voraus. Derzeit gilt in Schweden ein Korridor von 63 bis 67, wobei
durch Halbierung der Sozialabgaben ab 65 eine längere Behaltedauer
in den Betrieben angestrebt wird.
(23.9.2011)
Technikerinnen
gegen Frauenquote
Nach einer
Umfrage des Ingenieur-Unternehmens IVM halten drei Viertel der Technik-Studentinnen
eine Frauenquote für "nicht wichtig". 73% befürchten
sogar Nachteile im Beruf, weil ihre Qualifikation angezweifelt werden
könnte.
(23.9.2011)
Das Kreuz
mit der politischen Korrektheit
Vor wenigen
Jahren forderten Vertreter der Schwarzen in Graz, auf politische
Korrektheit pochend: "Nennt uns doch Schwarzafrikaner!".
Gesagt, getan, doch nun paßt Clement Itamah von der für
Integration zuständigen Wiener MA 17 auch dieses mittlerweile
in den Medien gebräuchliche Wort nicht mehr. Der Begriff tauche
meist in Zusammenhang mit Kriminalität oder Krieg in entfernten
Regionen auf und er stamme aus der Kolonialzeit. "Das ist ein
Ersatz des Unwortes Neger durch Schwarzafrikaner". Als politisch
korekte Ersatzworte werden Afroeuropäer, Afroösterreicher
oder "österreichische Afrikaner" oder "österreichische
Schwarze" diskutiert, doch der Sänger Topoke kann auch
damit nichts anfangen: "In erster Linie begreife ich mich als
Mensch". Itamah: "Man sollte Menschen nicht wegen ihrer
Hautfarbe beurteilen."
Zwischen "benennen"
und "beurteilen" ist aber noch immer ein Unterschied.
Für die in Österreich Geborenen/Aufgewachsenen erschiene
aber die Bezeichnung "Schwarzafrikaner" wegen des Geografiebezuges
(im Gegensatz zum "unkorrekten", aber umfassenderen "Unwort"
Neger) tatsächlich unpassend.
Die nigerianische
Drogenmafia schicke ihre Leute mit dem Auftrag nach Europa, sich
als Asylanten auszugeben, berichtete (nur) das WDR-Fernsehen. Andere
Medien schwiegen vermutlich aus "politischer Korrektheit".
(21.9.2011)
Bitte alle
Kinderbücher umschreiben!
Männer
gehören zum "extremen Geschlecht", sie riskieren
mehr und müssen dies auch, um die Gunst von Frauen zu erringen.
Daher gibt es auch mehr männliche Helden.
Über ein "Kinderzimmer voll männlicher Helden"
beschwert sich trotzdem die Soziologin Janice McGabe von der Florida
State University: "Das Ungleichgewicht ion der Literatur für
unsere Jüngsten hält sich hartnäckig". Bücher,
Comics, Videospiele oder die meisten Filme: "Es fehlen weibliche
Vorbilder", das habe Folgen für die Gleichberechtigung
in der Gesellschaft. Auch die "Fachgruppe Frauen in der psychosozialen
Versorgung" der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie
bemängelt in einer Studie, Bilder- und Kinderbücher würden
nach wie vor mit Geschlechterrollenklischees arbeiten und den sozialen
Wandel ignorieren.
Eine 50:50-Quotenregelung (je männlichem Held ein weiblicher)
wurde aber bisher noch nicht gefordert.
(21.9.2011)
"Amoklauf
als Krankheit der Gesellschaft"
Der moderne
Amoklauf ist eine Krankheit der Gesellschaft, die aus den USA kommt
und in Deutschland widerstandslos heimisch geworden ist. Das behauptet
der Hypnotherapeut Georg Milzner in seinem Buch "Die amerikanische
Krankheit. Amoklauf als Symptom einer zerbrechenden Gesellschaft."
(Gütersloh 2010).
Der Urspung
der Taten liege im kulturellen Unbewußten der Gesellschaft,
Deutschland fehle es an kulturelle Identität. Es gibt keine
positiven Identifikationsfiguren mehr. Amokläufer sind ein
Spiegelbild des pathologischen Narzißmus unserer Kultur, die
Schwächere verachtet und in der alles auf mediale Aufmerksamkeit
ausgerichtet ist. Milzners These: Beim Amoklauf handle es sich um
eine gesellschaftliche Erkrankung. Milzner kritisiert Medien, die
die Täter groß herausstellen, als späten Triumph
für den Mörder, der seinen Rachefeldzug auch mit dem Ziel
geplant hat, berühmt zu werden. Er schlägt vor, die Täter
dem Vergessen zu überantworten.
Apropos zerbrechende
Gesellschaft: Dazu gehören wohl auch zerbrechende Familien.
Auch Bin Laden und der Norweger Anders B. waren Scheidungskinder...
(20.9.2011)
Unterschiedliche
Karriereorientierung
Weibliche Angestellte
sind zuverlässiger im Beruf als Männer, aber weniger durchsetzungsstark.
Die "typische" Hochschulabsolventin von heute legt mehr
Wert auf "Spaß im Job" und ethische Aspekte des
Berufs als auf Geld und Macht - und sie eignet sich tendenziell
eher als "gute Assistenzkraft" denn als potenzieller Führungsnachwuchs.
Das sind die zentralen Ergebnisse einer Langzeitstudie unter der
Leitung von Heinrich Wottawa von der Ruhr-Universität Bochum.
Befragt haben die Forscher insgesamt knapp 21000 Hochschulabsolventen,
davon über 8200 Männer und 12700 Frauen, in den Jahren
2003 bis 2010. Erhoben wurden acht beruflich relevante Lebensziele
bzw. Werte (Image, ethische Werte, Macht, Geld, Spaß im Beruf,
Familie, Freundschaften und Hobbys) sowie 15 Leistungsdimensionen
- von der Problemlösungsbereitschaft und Leistungsmotivation
bis zur Stressresistenz und Teamorientierung.
Bei allen Befragten stand "Spaß am Beruf" mit weitem
Abstand an erster Stelle, gefolgt von "Familie", "Kontakt
zu Freunden" und "ethischen Werten". Die größten
Unterschiede zwischen Frauen und Männern zeigten sich bei der
deutlich höheren Bedeutung von "Geld" und "Macht"
bei den Männern sowie "Image", "ethischen Werten"
und "Kontakt zu Freunden" bei Frauen.
...
Aus den Daten der Langzeitbefragung haben die Forscher vier unterschiedliche
"Typen" extrahiert...
Und die Forscher schlagen Alarm: Der Anteil der Befragten, Männer
wie Frauen, die als potenzieller Führungsnachwuchs infrage
kommen, ist inzwischen deutlich gesunken: von 32 auf nur noch 23
Prozent bei den Männern, von 23 auf 18 Prozent bei den Frauen.
Besonders auffallend ist der überwiegende Anteil der Frauen
beim Typ "gute Assistenzkraft", der im Erhebungszeitraum
von 28 auf 30 Prozent stieg (bei den Männern: Von 17 auf 18
Prozent)...
Immer weniger Frauen von Typ "potenzieller Führungsnachwuchs"
studieren Wirtschaftswissenschaften, die für eine Führungslaufbahn
in Unternehmen besonders wichtig sind...(32% Männer, 22% Frauen)...
...warnen die Autoren der Studie vor einer "selbsterfüllenden
Prophezeiung": Frauen könnten von vornherein auf den Typ
"Assistenzkraft" festgelegt und abgestempelt und ihr Potential
nicht richtig gefördert werden.
JENS WYLKOP (IDW)"
Anm.: Der vollständige Text kann kostenpflichtig von der Page
www.psychologie-heute.de heruntergeladen werden. Der Schlußsatz
war wohl dem feministischen Zeitgeist geschuldet, der Frauen von
jeder "Verantwortung" freisprechen will (auch wenn sie
selber gar nichts anderes wollen).
(20.9.2011)
Frauenbevorzugung
bei Gehaltserhöhungen gefordert
Die jüngste
Forderung von Wolfgang Katzian (Vorsitzender der Gewerkschaft der
Privatangestellten) nach eigenen Kollektivvertragslohnrunden der
Sozialpartner zwecks zusätzlicher Lohnerhöhungen für
Frauen begeistert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: Die
Wirtschaft solle das nicht blockieren. Auch Frauenpolitikerinnen
fast aller Parteien äußerten sich positiv. Wirtschaftskammerpräsident
und Sozialpartner Christoph Leitl ist dagegen.
Kollektivverträge
wurden bisher geschlechtsneutral abgeschlossen, ein Abgehen davon
wäre natürlich diskriminierend. Sollten Arbeitsnehmer
vom Arbeitgeber zu niedrig eingestuft worden sein, erhalten sie
kostenlosen Rechtsbeistand. Hingegen werden Männer, die durch
Abschläge (infolge des bis 2034 perpetuierten unterschiedlichen
gesetzlichen Pensionsantrittsalters, das z.B. wegen Berufsunfähigkeit
oft nicht erreicht wird) bis zu 15% weniger Pension erhalten können
nur weil sie Männer sind, im Regen stehen gelassen: Bei der
AK bestätigt man allenfalls die Diskriminierung, schränkt
aber gleich ein "Sie werden niemanden finden, der das laut
sagt. Männer sind viel geduldiger als Frauen." Und solange
sich Männer stillschweigend diskriminieren lassen, ohne Gleichberechtigung
einzufordern, wird das Spiel auf Kosten der Männer (denen fortlaufend
schlechtes Gewissen eingeredet wurde und wird, um sie ruhigzustellen)
wohl weitergehen. Verläßliche Verbündete der Feministinnen
sind übrigens manche sogenannte Männerberatungsvereine,
die von Subventionen abhängig sind.
Die wirklichen
Hauptprobleme sind das Auseinanderdriften der Gehälter zwischen
"oben" und "unten" sowie atypische Beschäftigungen.
Hiezu fällt Gewerkschaft/Politikern noch zuwenig ein. Davon
läßt sich mit Forderungen wie der von Wolfgang Katzian
gut ablenken und auch die Wirtschaftskammer hat kein Interesse,
diese heiße Eisen anzugreifen.
Gerade die
verstärkte Aufnahme von Frauen beispielsweise in den öffentlichen
Dienst, der Ministerin Heinisch-Hosek untersteht, führt dazu,
daß die Schere zwischen den durchschnittlichen Einkommen von
Männern und Frauen im Staatsdienst steigt (derzeit 16%), zumal
die neu eingestellten Frauen natürlich weniger Vordienstzeiten
aufweisen. Und in der freien Wirtschaft, in der das Leistungsprinzip
zählt (man mag dazu stehen wie man will), wird nicht nur auf
gleiche Tätigkeit/Anwesenheitsdauer im Betrieb geschaut, sondern
auch auf die Leistungsfähigkeit/Bereitschaft zu Überstunden
und zur Selbstausbeutung. Diese ist bei Männern größer,
da ihr Selbstwertgefühl besonders von ihrer Arbeit abhängt.
Das ist bedauerlich, aber sie stehen auch unter dem Druck der Familie/von
Frauen, die häufig noch immer erwarten, versorgt zu werden.
Männer sind auch bei den Pendlern in der Überzahl, wobei
Kosten dafür und die Stunden, die sie verpendeln, aus den Einkommensstatistiken
wohlweislich ausgeklammert werden.
http://diepresse.com/home/politik/amtshilfe/692401/Staatsdienst_Mehr-Frauen-Lohnschere-groesser?/index.do
(12.9.2011)
Mogelpackung
Eurorettung
Das Heilsbringerthema
"Frauen in die Aufsichtsräte" macht mal Pause, jetzt
steht das "2. Griechenland-Hilfspaket" im Vordergrund.
Verkauft wird es fälschlich als "Euro-Rettung"; laut
Finanzwissenschaftler Max Otte geht es aber um ein Gläubiger-Unterstützungsprogramm,
das gut für Banken (und zum Teil große Unternehmen) ist,
aber schlecht für die griechische und deutsche (und österreichische)
Bevölkerung. "Der deutsche Finanzminister macht seinen
Job nicht." Otte tritt für eine geordnete Insolvenz Griechenlands
(Schuldenerlaß 50%) ein (BR2 "Tagesgespräch"
7.9.)
In Italiens
neuem Sparpaket ist eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters
für Frauen auf 65 Jahre bereits 2014 vorgesehen (Österreich
immer noch 2034!).
(8.9.2011)
Pfarrerinitiative
fordert Reformen
In den 1960ern
erwartete der junge J. Ratzinger in seinen Schriften für die
Jahrtausendwende frauenfreundliche Reformen in der katholischen
Kirche, als Papst steht er auf der Bremse. Eine aus 300 Pfarrern
bestehende Initiative will die Kirche mit einem Forderungspaket
("Aufruf zum Ungehorsam") entstauben. Die katholische
Frauenbewegung schlägt als ersten Schritt weibliche Diakone
vor (Ö1 Mittagsjournal 2.9.).
Gleichberechtigung
in der Kirche wäre wünschenswert, zumal damit das schlechte
gewissen vieler katholischer Männer entlastet würde, das
sie dazu verleitet, die außerkirchlichen Männerbenachteiligungen
zu verdrängen.
(3.9.2011)
Unser Tourentip:
Besuch im Altersheim
Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek ist stolz auf rund 100 männliche Beamte,
die den vor fünf Monaten eingeführten unbezahlten "Papa-Monat"
in Anspruch genommen haben (Ö1 Morgenjournal 2.9.). Am anderen
Ende des Lebens werden alte Menschen oft respektlos in Heime abgeschoben
und keine Ministerin/Frauenpolitikerin bemängelt schwindende
familiäre Kontakte. Selbst die Mutter eines Wanderautors/Tourengehers,
der in unmittelbarer Nähe wohnt und gut zu Fuß ist, klagte:
"Mein Sohn besucht mich nie."
(2.9.2011)
Deutsches
Familienministerium fördert FKK
Die Mitgliederzahl
von FKK-Vereinen ist in letzter Zeit stark rückläufig.
Frau und Mann, gegen den Trend zwei Initiatoren eines FKK-Vereins,
warben in "Vereinskleidung" auf "Spiegel-TV"
(n-tv 29.8.) für FKK, denn Nacktheit sei ein Beitrag zur Gleichberechtigung,
der Verein werde vom Familienministerium subventioniert.
In Los Angeles forderten Frauen bei einem "Go Topless"-Marsch
das Recht, sich wie Männer "oben ohne" zeigen zu
dürfen. Die "Kronenzeitung" schrieb dazu: "Gleichberechtigung
hat viele Facetten". Apropos: In Wien soll im Winter das erste
österreichische Bordell für Frauen eröffnen. Die
Sexualpsychologin Christina Raviola: "Eine gewisse Klientel,
die auch besser verdient, wird dieses Angebot sicher in Anspruch
nehmen." Zielgruppe: Emanzipierte Karrierefrauen (40-65), für
die rund 20 Männer bereit stehen sollen.
(30.8.2011)
Korruptionsanfälligkeit
geschlechtsunabhängig
Bestechlichkeit
sei keine Frage des Geschlechts oder Wohlstands, glaubt der frühere
Staatsanwalt und Rechnungshofspräsident Franz Fiedler. Auf
die Frage der Grazer "Kleinen Zeitung" (28. August) "Im
Zusammenhang mit Korruption fallen kaum Frauennamen..." antwortet
Fiedler: "Weil weniger Frauen an den Hebeln der Macht sitzen.
Wo sie können, werden auch sie korrupt - von Kleopatra bis
Imelda Marcos, der Frau des ehemaligen philippinischen Diktators."
(28.8.2011)
Über
Respekt und sogenannte Rüpel
Die Psychoanalytikerin
Margarete Mitscherlich (94) hält den Respekt der Menschen voreinander
für das Notwendigste. Dazu eine Anekdote: Als der Schriftsteller
Thomas Bernhard seinerzeit bei einer Dankesrede für eine Ehrung
den Österreichern Apathie nachsagte, fand dies der damalige
Kulturminister Piffl-Percevic (ÖVP) offenbar bereits so respektlos,
daß er aufstand und respektlos türeknallend den Saal
verließ (anstatt zu argumentieren, was ihm aber wohl schwer
gefallen wäre) - bald gefolgt von den meisten Anwesenden, die
im Falle des Verbleibens wohl ihre Subventionen in Gefahr gesehen
hätten, wie Bernhard vermutete.
In der Medienlandschaft
mangelt es oft an Respekt vor der Leserschaft und journalistischen
Grundregeln. Einzelne "unabhängige" Gratismedien
verkaufen nicht nur Inseratenplatz, sondern auch die zugehörige
redaktionelle Berichterstattung an die Inserenten. Faule Redakteure
schreiben Presseaussendungen 1:1 ab. Über die Methoden von
Boulevardmedien wurde schon viel geschrieben, aber sogar die seriöse
Grazer "Kleine Zeitung", die mit dem Spruch "Uns
können nur unsere Leser kaufen" wirbt, hat eine Schwachstelle:
In der redaktionellen wöchentlichen Rubrik "Unser Tourentipp",
die der Wanderbuchautor Günter Auferbauer exklusiv verfaßt,
werden ungeniert seine eigenen Bücher/Druckschriften/Auftraggeber
angeführt/angepriesen, die Kollegenschaft ist so gut wie chancenlos.
Die journalistische Grundregel, nicht über eigene Fabrikate
zu schreiben, wird sozusagen in ihr Gegenteil verkehrt. Und was
nicht in der "Kleinen Zeitung" vorkommt, hat nicht stattgefunden
(ebenfalls ein Werbespruch). Der Fall wurde der Chefredaktion gemeldet,
eine Antwort/Reaktion steht bisher aus.
Beantwortet
wurde hingegen folgender Leserbrief/Beschwerde des Vereins Freimann
an die Chefredaktion der "Kleinen Zeitung" wegen einer
redaktionellen Männerabwertung:
"Betr. 'Depressive Männer/Traurige Rüpel' (20. August).
Ein Rüpel ist ein ungehobelter, respektloser, unhöflicher
und
aggressiver Mensch mit schlechten Umgangsformen (Wikipedia). Wie
kommen schwermütige, depressive, also kranke Männer dazu,
in der 'Kleinen Zeitung' als 'Traurige Rüpel' tituliert zu
werden? Männer sind zwar Respektlosigkeiten ihrem Geschlecht
gegenüber gewöhnt, die Frauen auf die Barrikaden treiben
würden, aber diese Abwertung geht doch entschieden zu weit
und bedarf einer Entschuldigung."
Die Antwort
kam per E-Mail von der Gestalterin der Leserbriefseite: "Vielen
Dank für Ihren Hinweis. Sie haben recht, hier hat jemand beim
Titel gehörig daneben gegriffen. Der Ausdruck Rüpel
wäre nur dann gerechtfertigt gewesen, wenn z. B. Depressionen
zu
Gewaltausbrüchen führen würden, davon ist aber in
den Artikel und in der
Studie keine Rede. Ich entschuldige mich hiermit für den Fehlgriff
und
werde Ihre Kritik an die Kollegen weiterleiten. Mit freundlichen
Grüßen,
Hertha Brunner". Eine Entschuldigung im Blatt oder die Veröffentlichung
als Leserbrief unterblieb allerdings bisher.
(28.8.2011)
"Auf den Punkt gebracht"
Für H.K.
aus Deutschland ist die Freimann-Webseite unter den einschlägigen
deutschsprachigen Seiten die Beste. Danke für das Kompliment!
Er vermutet, das auf unserer Startseite abgebildete Bauwerk würde
heute nicht mehr bestehen. Irrtum - wir haben nachgeschaut (Es liegt
übrigens im Naturpark Pöllauer Tal, Oststeiermark, wo
die Uhren etwas langsamer gehen)!
Ein "treuer
Leser", wie er schreibt, aus Wien bescheinigt uns, das Geschlechterverhältnis
würde bei uns "auf den Punkt gebracht".
Apropos Auf-den-Punkt-bringen: Dazu paßt folgende Stellungnahme:
"Ich arbeite
als Psychotherapeutin und erlebe immer wieder sehr direkt die gesellschaftlich
akzeptierte Benachteiligung von Männern, die aber leider häufig
noch nicht einmal den Betroffenen selbst bewußt ist. Viele
Männer scheinen sich damit abgefunden zu haben, ausgenutzt
und auf ihre Funktionen reduziert zu werden. Häufig ist es
Frauen gleichgültig, wie es ihren Partnern geht, solange sie
(die Männer) funktionieren, sich nicht beklagen und ihnen ein
sorgloses Leben ermöglichen. Was mich dabei besonders bestürzt
ist, dass die gesellschaftlich und politisch verankerte männerfeindliche
Mentalität vielen Männern entweder gar nicht bewußt
ist oder von ihnen klaglos hingenommen wird. Selbst ich als Frau
habe Schwierigkeiten, dieses mit meinem Gerechtigkeitsempfinden
zu vereinbaren. Eine männliche Gegenbewegung zum Feminismus
ist längst überfällig."
(18.8.2011)
"Slutwalk"
- "Schlampen" als neue Frauenbewegung?
Die "Welt"
schrieb dazu: "Ins Rollen kam die Bewegung im April in Kanada.
Ein Polizist in Toronto hatte in einem Vortrag an einer Universität
zur Prävention von Vergewaltigungen gesagt: 'Frauen sollten
sich nicht wie 'Schlampen' anziehen, wenn sie nicht Opfer sexueller
Gewalt werden wollen.' Einige Studentinnen gingen daraufhin empört
auf die Straße." Nun sind "Schlampenmärsche"
auch in Europa (Deutschland) angekommen. Das Kulturmagazin von 3-Sat
(15. August) vermutet, es könnte sich um den Beginn einer neuen
Frauenbewegung handeln. Ihre Ziele sind jedenfalls relativ eindimensional/nebulos,
vielleicht auch widersprüchlich.
Frauen werden
in Medien und Werbung mit einem Schönheits- und Perfektionsideal
konfrontiert, das noch aus der NS-Zeit stammen könnte. Um diesen
überzogenen Kult mitzumachen, lassen sich viele Frauen chirurgisch
auf Vordermann bringen, z.B. schon mit 18 Jahren hängende Brüste
optimieren (um 5-6000 Euro). Bei der Kleidung äffen Mütter,
die nicht älter werden wollen, ihre Töchter zu deren Leidwesen
nach. Wenn Töchter ebenfalls regredieren, um sich von den Müttern
abzuheben, ziehen sie häufig kurze Röcke an, wie sie früher
nur bei Kindern und Prostituierten üblich waren. Seinerzeit
kleideten sich manche Frauen übrigens, vermutlich eine Spätfolge
der Hippie-Bewegung, aus Protest gegen die Konsumzwänge im
"Fetzenlook", was aber ein nur kurzlebiger Trend war.
Die "Schlampen"
umfassen auch solche, die dem von den Idolen/der Werbung vorgegebenen
Schönheitsideal nicht entsprechen, sich aber ebenso freizügig
kleiden wollen, ohne deswegen mit Prostituierten verwechselt, angemacht
oder angefaßt zu werden (Männer, ihr müßt
also dazulernen!). In (vorwiegend muslimischen) Migrantenkreisen
werden deutsche Mädchen ohnehin häufig als "Schlampen"
verachtet. Diese versuchen nun anscheinend, sich Freiräume
zu erhalten, die sie durch "Puritanismus" und das Vordringen
migrantischer Sitten (vom Kopftuch bis zur Burka) und Moralvorstellungen
in Gefahr sehen. Was sie natürlich nicht thematisieren, weil
dies politisch "unkorrekt" wäre.
Bei den Märschen
sind laut 3-Sat auch viele Männer vertreten, also Vertreter
eines Geschlechtes, das zwar selber größere Probleme
hat, aber diesen vorzugsweise mit Verdrängung/Verleugnung statt
mit Solidarität und Aktion begegnet.
(16.8.2011)
Satirische" Männerabwertung
Nach einem
Protestbrief verspricht Thomas Götz, stellvertretender Chefredakteur
der Grazer "Kleinen Zeitung", in der Ausgabe vom 7. August
künftig genauere Kontrolle, sprich: Aus feministischer Sicht
Anstößiges nicht mehr zu drucken. Stein des Anstoßes:
In einer Folge der klassischen Comic-Serie "Liebe ist..."
hieß es "...anstelle einer Karriere lieber Plätzchen
zu machen".
Während
Protest bereits wirkt, wenn Karriere nicht als Liebesbeweis dargestellt
wird, werden Männer (warum nur Männer? Weil nur die sich
Schmähungen gefallen lassen?) weiterhin abgewertet. Am selben
Tag, am 31. Juli, stand auf der Kultur(!)seite der "Kleinen
Zeitung" der Spruch "Zur Lage": "Viele Männer
sind Flaschen und ihr Leben ist verkorkst." Darauf aufmerksam
gemacht, antwortete Chefredakteur-Stv. Thomas Götz wie folgt:
"Danke für Ihren launigen Hinweis. Ich glaube nur, dass
die beiden Beispiele nicht vergleichbar sind. Der Spruch 'Zur Lage'
ist eindeutig ein satirischer Beitrag. Der Comic transportiert ein
Frauenbild, das seit einiger Zeit überholt ist." Was übrigens
ein Teil der Frauen gar nicht findet, der Leserbriefseite der "Kleinen
Zeitung" vom 11. August nach zu schließen. Und bei jungen
Frauen wäre jede zweite gerne Hausfrau, wenn der Mann genug
verdient:
http://derstandard.at/1304552595944/Jugendstudie-Jede-zweite-junge-Frau-waere-gerne-Hausfrau-wenn-der-Mann-genug-verdient
(11.8.2011)
Gesellschaftliche
Bruchlinien
Die Jugendrevolte
in England zeigt es wieder: In Gesellschaften gibt es soziale Bruchlinien,
die sich wie im Beispiel England geschlechtsunabhängig zwischen
Ober- und Unterschicht ansiedeln (Die frühere Mittelschicht
gibt es dort kaum noch). Männliche Jugendliche glauben auch
nicht an eine "patriarchale Dividende", die ihnen nach
einer Theorie der (bemerkenswerterweise zur Frau geschlechtsumgewandelten)
australischen Soziologin Connell ein besseres Leben ermöglichen
soll.
Selbst bei
vergleichbaren Tätigkeiten/in den identen Branchen sind Entlohnungen,
unabhängig vom Geschlecht, sehr unterschiedlich geworden, wie
die Feministin Sibylle Hamann am 13. Juli in der Wiener "Presse"
beschrieb:
"... Die Medien sind eine Branche mit extremem Lohngefälle.
Hier gibt es alte, großzügige, quasi unkündbare
Verträge mit automatischen Vorrückungen. Auf der anderen
Seite stehen Pauschalisten und freie Mitarbeiter, deren Zeilenhonorare
stetig gekürzt werden. ... Ähnlich schaut es im Wissenschaftsbetrieb
aus. Dort steht ein beamtetes Establishment, das sich relativ kommod
eingerichtet hat, einem akademischen Prekariat gegenüber; einer
ganzen Kaste von Menschen mit besten Qualifikationen, die dauerhaft
am Existenzminimum leben. Selbst mit vielen durchgearbeiteten Nächten
verdienen sie kaum mehr als das Putzpersonal. ..."
(10.8.2011)
Sollen Frauen
mehr Überstunden machen?
Der Vorsprung
der Männer bei Überstunden auch im öffentlichen Dienst
(70,69%) stört die grüne Nationalratsabgeordnete Judith
Schwentner. Sie will diese "besser verteilen" oder durch
Zeitausgleich abbauen. Sie tritt auch für mehr Vollzeitstellen
für Frauen und Halbtagsstellen für Männer ein (Letzteres
würde die Kluft zu Überstunden leistenden Männern
vergrößern). Tatsächlich werden jedoch Stellen geschlechtsneutral
ausgeschrieben und es ist jeder Bewerberin/jedem Bewerber überlassen,
für welche Stelle mit welchem Stundenpensum er/sie sich bewirbt.
Und solange Frauen besonderen Wert auf das Einkommen ihrer Partner
legen, können es sich Männer kaum leisten, beruflich kürzer
zu treten.
Im übrigen
hat sich der Anteil weiblicher Führungskräfte im öffentlichen
Dienst in den letzten Jahren deutlich erhöht, während
Männer sich angesichts schwindender Karrierechancen von diesem
zunehmend fernhalten. Siehe dazu den treffenden Kommentar in Andreas
Unterbergers Blog:
http://www.andreas-unterberger.at/2011/08/hurra-der-oeffentliche-dienst-wird-immer-besser-pardon-weiblicher/
(8.8.2011)
FRONTAL
kämpft ums Überleben
Die Gründung
des zweiwöchentlich erscheinenden steirischen Nachrichtenmagazins
war der seit Jahren ambitionierteste Versuch, auf dem von zwei Medienkonzernen
dominierten steirischen Pressemarkt Fuß zu fassen. "Frontal"
hat durch die kritische Berichterstattung über Auswüchse
wohl auch dazu beigetragen, daß der Proporz aus der Landesverfassung
eliminiert werden soll. Geschlechterpolitisch stellte sich "Frontal"
zwar nicht gegen den Mainstream, war aber für kritische Leserbriefe
auch des Vereins Freimann zugänglich.
Hingegen fehlte
bei der Auswahl von ständigen Beitragschreibern mitunter die
glückliche Hand: Thomas Mayer, auch "Standard"-Korrespondent
in Brüssel, als EU-Schönredner oder die ehemaligen Landesräte
Gerhard Hirschmann (früher ÖVP) und Kurt Flecker (SPÖ):
Hirschmann war in den 1980er Jahren Landeshauptmann Josef Krainers
untergriffiger "Mann fürs Grobe". Der Sozialpolitiker
Flecker war ein Freund des Schuldenmachens, was bei der EU langfristig
auch nicht funktioniert. "Frontal" selbst steht mit etwa
700.000 Euro in der Kreide, vielleicht weil Fleckers offene Hand
als Landesrat fehlt, mit der er Steiermark-Seiten des Wiener "Falter"
aus dem Landesbudget finanzierte. Möge der Neustart von "Frontal"
im Herbst gelingen!
http://www.frontal.at
(5.8.2011)
Streßtest für Demokratie
Die gegenwärtigen
Versuche, aus den Mordtaten eines verrückten Norwegers und
seinem 1500-Seiten-Konglomerat politisches Kapital zu schlagen (was
z.B. auch die Nazis 1933 aus dem Reichtagsbrand gemacht haben) und
damit die Opfer auszubeuten, sind schlicht widerlich. Ein Beispiel
ist Alice Schwarzers "EMMA"-Webseite, die den Gegnern
des Feminismus Mitschuld in die Schuhe schieben will, so als ob
der irre B. bei der Wahl seiner Opfer zwischen Mann und Frau unterschieden
hätte, was Schwarzer bei einem früheren Amoklauf als Kriterium
bezeichnet hatte. Das Nachrichtenloch im Sommer begünstigt
zwar spekulative Aufbauschungen, doch Michael Fleischhacker ("Die
Presse") hat recht: Es sollte zur Tagesordnung übergegangen
werden.
Heiner Geißler,
Schlichter im Streit um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, kritisierte
bei der Diskussion über die Streßtest-Studie der Schweizer
SMA am 29. Juli das Fehlen von Bürgermitbestimmung in Deutschland,
wo im Gegensatz zur Schweiz Alternativen frühzeitig ausgeschieden
und Betroffene nicht ausreichend in die Entscheidungsfindung eingebunden
werden. Geißler glaubt, daß sich dieses Procedere ändern
muß und wird. Sein überraschender Vorschlag eines Kompromisses
unter dem Motto "Friede in Stuttgart", mit der SMA abgesprochen,
orientiert sich am Umbau des Züricher Bahnhofs. Der grüne
Tübinger Oberbürgermeister und klügste Kopf der S-21-Kritiker,
Boris Palmer, hat den Vorschlag grundsätzlich positiv beurteilt,
die S-21-Befürworter wollen aber stur bleiben, sodaß
ein Ende der Auseinandersetzungen nicht in Sicht ist. Zuvor hatte
Palmer Mängel der Streßtest-Studie der SMA eindrucksvoll
offengelegt.
Die Finanzkrise
zeigt deutlich, daß in Deutschland (analog zu Österreich)
die demokratische Kontrolle durch das Parlament, das auf dem Weg
zu einem Abnicker-Verein für die Regierung ist, kaum noch funktioniert.
Auch der Schriftsteller Günter Grass stieß sich in einem
Interview mit dem Deutschlandfunk an den Verfallserscheinungen.
(30.7.2011)
Vom Hymnenthema zur Pensionsantrittsdebatte...
Die Bundeshymne
soll nach den Ferien geändert werden. Darauf haben sich SPÖ,
ÖVP und Grüne geeinigt, auch das BZÖ unterstützt
die "Vertöchterung" des Textes von 1947, der aber
möglicherweise urheberrechtlich geschützt ist. Auf den
Leserbriefspalten stehen immer wieder neue Textvorschläge,
trotzdem sind nach einer Umfrage 70% der Bevölkerung gegen
eine Hymnentextänderung. Nach dem monarchistischen Habsburg-Begräbnis-Spektakel,
bei dem Bundespräsident und Bundeskanzler in der ersten Reihe
saßen und die Abordnung des Bundesheeres zur alten Kaiserhymne
salutierte, wäre vielleicht der alte Text "Gott erhalte,
Gott beschütze unsern Kaiser" wieder salonfähig,
am ehesten wohl bei der "Kronenzeitung".
Ein anderes
und diesmal ernsteres Medienthema ist die wieder aufgeflammte Diskussion
über die Angleichung des Pensionsalters noch vor 2033, wogegen
die Grünen fundamentalistischen Widerstand leisten:
http://derstandard.at/1310511589273/Laengeres-Arbeiten-fuer-Frauen-Neue-Debatte-um-gleiches-Pensionsantrittsalter-fuer-Maenner-und-Frauen
(21.7.2011)
Die Habsburger
und die österreichische Seele
Der 98jährige
Sohn Otto des letzten, vom Papst 2004 selig gesprochenen Kaisers
Karl (Regentschaft 1916-1918) wurde, von einem Medienspektakel begleitet,
gleich einem Kaiser beigesetzt (ein Antrag auf Seligsprechung ist
noch ausständig). Das Interesse an Europa war sein Steckenpferd
als Pan-Europa-Union-Chef, gab es doch aufgrund dynastischer Heiratspolitik
der Habsburger kaum einen Flecken, auf dem sie nicht Spuren hinterlassen
konnten. Habsburger waren nach ihrem Selbstverständnis Herrscher
von Gottes Gnaden, was sich hauptsächlich in jahrhundertelangen
Bündnissen mit Päpsten äußerte. Die Hierarchie
im Weltlichen wurde auf das Jenseits projiziert. Andersgläubige
wie die Evangelischen wurden im Zuge der Gegenreformation ausgewiesen
und fanden ua. in Ostpreußen eine neue Heimat, die ihre Nachfahren
1945 wieder verlassen mußten.
Die Habsburger
haben ihre dunklen Flecken bis heute verdrängt statt aufgearbeitet.
Sie scheiterten letztendlich daran, einen gerechten Ausgleich in
der eigenen Donaumonarchie zu bewirken, von einem Einigungsprojekt
Europa ganz zu schweigen, an dem sich Napoleon und übrigens
auch ein gewisser Braunauer auf ihre Art vergeblich versuchten und
das dieser Tage auch nicht über dem Berg ist. Die Habsburger
hinterließen leider ein deformiertes, neurosenanfälliges,
von Selbstermächtigung entferntes "Volk der Raunzer, das
die Tat scheut" ("Die Presse"), eine duckmäuserische,
heuchlerische, materialistische Neidgesellschaft mit (auch parteipolitischem)
Konformitätsdruck, die sich aus eigener Kraft ohne Protektion
wenig zutraut und lieber Weltmeister bei den Pro-Kopf-Ausgaben für
Glückspiele ist und sich gegen übertriebene Forderungen
eines ideologischen Feminismus kaum zu wehren weiß, der wie
die Kirchen davon lebt, Schuldgefühle zu erzeugen und auszubeuten
und nach SPÖ und Grünen auch immer öfter die ÖVP
nach seiner Pfeife tanzen läßt.
(19.7.2011)
Nur Geduld!
GVB-Frauenfreifahrt 2011 wird 2099 kompensiert
Gegen die Grazer
Verkehrsbetriebe (Grazer Linien) ist wie berichtet ein Verfahren
bei der Gleichbehandlungskommission in Wien anhängig, weil
nur Frauen am 8. März Freifahrt gewährt wurde. Die GVB
argumentieren in ihrer kuriosen Stellungnahme, sie würden zum
Ausgleich für die Aktion zum hundersten Weltfrauentag (richtig:
knapp hundert Jahre nach der ersten Demo für Frauenrechte in
Wien) zum hundertsten Weltmännertag (der erst 2099 stattfindet)
Männern Freifahrt gewähren. Ob die GVB-Chefin, die Quotenfrau
Barbara Muhr, dann noch in Amt und Würden ist, darf trotz der
bekannten Langlebigkeit von Frauen bezweifelt werden. Muhr betonte
zwar im heurigen Februar ihre grundsätzliche Bereitschaft,
auch für Männer (zB. am Vatertag) eine Freifahrtaktion
durchzuführen, von 2099 war dabei aber noch keine Rede. Die
zum GVB-Bereich gehörenden Schöcklseilbahnen setzten noch
eins drauf und hofierten Frauen zum heurigen Muttertag ebenfalls
mit Frauenfreifahrt (Obwohl sich Medien bemühten, die Beschwerde
gegen die Frauenfreifahrt am 8. März als Einzelaktion abzuwerten,
sprachen in einer Online-Umfrage von G7-Kleine Zeitung 78% von Männerdiskriminierung.)
Noch etwas
früher, nämlich "schon" um 2092, werden übrigens
die "Ausgleichsmaßnahmen" voll wirksam sein, die
die Kraftwerksbetreiber (Estag, Verbund) für die Naturzerstörung
per Kahlschlag beim Bau zweier Wasserkraftwerke in den Murauen des
Grazer Feldes durchführen müssen. Bei der Estag klingt
das kurzfristiger: Gleich nach dem Bau seien die Ausgleichsmaßnahmen
"abgeschlossen" - auch hier wird die Öffentlichkeit
"gepflanzt".
(18.7.2011)
Klartext
eines Psychoanalytikers!
Die Männer
waren immer schon das schwache Geschlecht, sie durften das aber
nicht wissen. Sie sind erst vor 3000 Jahren per patriarchaler Religion
und dem aufgeschriebenen Gesetz in die Geschichte eingetreten. Die
behauptete und geglaubte Macht der Männer ist bis heute nur
der Vordergrundsausdruck matriarchaler Dominanz. Die Frauen herrschen
mit ihrer Opfertechnik, und die Männer wissen von nichts.
Berlin,
Dr. Richard Waxweiler
Psychoanalytiker
(Leserbrief in "Der Spiegel", Ausgabe 26/2011)
Wieder Streit um Bundeshymne
Die Zeile "Heimat
bist du großer Söhne" soll nach einem Antrag von
Parlamentarierinnen von SPÖ, ÖVP und Grünen geändert
werden auf "Heimat großer Töchter, Söhne".
Ziel der "Elitefrauen" im Parlament ist die Integration
von Ihresgleichen in den Hymnentext, nicht jedoch die Hinterfragung
der hinter "großen Söhnen" stehenden Mechanismen.
Würde es ihnen um Wertschätzung des Volkes und Inspiration
für das gemeinsame Ganze gehen, hätten sie eine Textänderung
in Richtung "Menschen, ob groß, Menschen, ob klein/ füreinander
da zu sein" beantragen müssen.
(10.7.2011)
Fiese Scheidungstricks...
Die Schweizer
"Weltwoche" (26/2011) über Tricks im Kampf um Kinder,
Unterhalt und Vermögen: Was Paare so alles tun, um sich eins
auszuwischen oder sich möglichst viele Vorteile zu verschaffen.
Und ein weiterer passender Link aus Österreich.
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2011-26/die-fiesesten-scheidungstricks-die-weltwoche-ausgabe-262011.html
http://www.wien-konkret.at/soziales/scheidung/scheidungstricks-frauen/
(1.7.2011)
"Managerinnen
wollen bessere Männer sein"
"Managerinnen
versuchen, die besseren Männer zu sein. Das zeigt zumindest
eine Studie des deutschen Unternehmens profilingvalues. Insgesamt
wurden dafür 1803 Führungskräfte aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz analysiert. 734 davon waren Frauen.
Einen "typischen weiblichen Führungsstil" gibt es
laut den Studienergebnissen nicht. Ganz im Gegenteil. Frauen in
Führungspositionen erleben einen hohen Anpassungsdruck und
versuchen deshalb, "die besseren Männer zu sein."
Somit sei erfolgreiches Management auch kein geschlechterspezifisches
Thema, heißt es in der Studie."
(21.6.2011, Salzburger Nachrichten)
Verkehrsverbund und LR Kurzmann bei Tarif-Gleichstellung säumig
Der steirische
Verkehrsverbund will die Frist des Verfassungsgerichtshofes bis
zum letzten Tag ausreizen: Erst mit 1. Jänner 2012 soll es
auch für Männer ab 60 (bisher 65) Jahren Seniorenermäßigungen
geben. Voraussetzung für Seniorenermäßigungen bleibt
überdies der umstrittene Erwerb einer "ÖBB Vorteilscard
Senior" (ca. 27 Euro/Jahr), obwohl viele Senioren gar nicht
mit den ÖBB (oder zum ÖBB-Haustarif) fahren (Redakteur
Hans Andrej schrieb in der Grazer "Kleinen Zeitung" vom
30. Novemver 2010 von einem wohl willkom menen Körberlgeld
für die finanzmaroden ÖBB). Der Grazer Gemeinderat hat
im November mit den Stimmen aller Fraktionen in einem dringlichen
Antrag den Verkehrsverbund aufgefordert, anstatt der Vorteilscard
amtliche Ausweise (mit Bild und Geburtsdatum) anzuerkennen.
Der Verein
Freimann hat Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) wiederholt
aufgefordert, auf den Verbund einzuwirken, die Männerdiskriminierung
(60/65) ohne Verzug abzustellen, als Sofortmaßnahme Pensionisten
mit Pensionistenausweis die Ermäßigung zu gewähren.
Am 1. Juli erhöht der Verbund seine Tarife um über drei
Prozent. Seine und Kurzmanns Behauptungen, die Verbundtarife gehörten
im Österreich-Vergleich zu den günstigsten, sind insoweit
irreführend, als die Vergleichstabelle des Verbundes unterschlägt,
daß andere Städte weitergehende Seniorenermäßigungen
(auch bei Langzeit-Tickets, nicht nur Stunden- und Tages-Tickets)
gewähren und dies zu niedrigeren durchschnittlichen Tarifen
führt.
(Presseaussendung, 25.6.2011)
Zur Frauenfußball-WM
Spitzenfußball
ist fest in Männerhand, Frauenfußball zieht hingegen
keine Massen an. Also Handlungsbedarf für die EU-Gleichstellungsbürokratie!
Um Besucherzahlen und Bezahlung gleichzustellen, müßte
den Vereinen entweder eine 50%ige Frauenquote verordnet werden,
wie dies ein Leserbriefschreiber in der "Süddeutschen"
fordert, oder Frauenteams, die eine der Halbzeiten lang spielen.
Wie oft hörten wir den berühmten Satz "Gemischte
Teams sind erfolgreicher!" Also laßt den Worten die Nagelprobe
folgen. Politische Korrektheit und optische Abwechslung müßte
uns eine "Transfer-Union" auch im Fußball doch wert
sein...
(Satire, 24.6.2011)
Feministinnen für US-Bombenwerfer-Denkmal
Im oststeirischen
Pöllau hat der Maler Josef Schützenhöfer am 18. Juni
im Schloßpark, unter Mitwirkung von mit Steuergeldern der
"Steirischen Kulturinititiative" nach Pöllau geholten
US-Künstlern, ein "Liberation 45" genanntes Denkmal
aufgestellt. Es würdigt und idealisiert Besatzungen von US-Bombern,
die Österreich im 2. Weltkrieg mit Bomben beglückt/terrorisiert
haben, es wurde bekanntlich wenig Unterschied zwischen militärischen
und zivilen Zielen gemacht. Auf einem Bildnis des Denkmals reitet
eine Oben-ohne-Schönheit auf einer Fliegerbombe und zeugt von
der damaligen Zerstörungslust und bis heute mangelnden Sensibilität.
Der Maler hat eine Unterstützungsliste organisiert, auf der
sich eine ganze Reihe "Politisch Korrekter", eine "Standard"-Redakteurin
und die Feministinnen Elfriede Hammerl und Marlene Streeruwitz eingetragen
haben.
(23.6.2011)
Angezeigte Mißbrauchsfälle überwiegend erfunden
Leo Lehrbaum,
Leiter der Gruppe "Sitte" des Landeskriminalamtes Niederösterreich,
hat in letzter Zeit eine bedenkliche Entwicklung festgestellt: "Durchschnittlich
vier von fünf Anzeigen entpuppen sich nach den Befragungen
als erfunden!"
http://www.noen.at/news/chronik/art151,140095
(14.6.2011)
Freie Fahrt - für Falschbehauptung?
Die "Grazer
Linien" haben bekanntlich am 8. März Freifahrt nur für
Frauen gewährt. GVB-Chefin Barbara Muhr meinte damals in der
"Steirerkrone", sie könne sich Freifahrt beispielsweise
auch für Männer am Vatertag vorstellen - wozu es aber
heute nicht gekommen ist. Hingegen gab es eine weitere Frauen-Gratisaktion
am Muttertag bei den Schöckl-Seilbahnen.
Laut dem Sprecher
der GVB Gerald Pichler sei vor der Entscheidung für die Frauen-Freifahrt
am 8. März die Gleichbehandlungsanwaltschaft kontaktiert worden
"Und demnach stellen besondere und einmalige Aktionen für
Damen am Frauentag keine Diskriminierung dar" (Pichler laut
"Kleine Zeitung" 15. März). Eine Nachfrage bei der
Gleichbehandlungsanwaltschaft ergab allerdings ein anderes Bild:
Für Aktionen wie am Frauentag gibt es keine explizite Rechtsgrundlage,
die Zulässigkeit solcher Aktionen müßte erst gerichtlich
geklärt werden. Es erscheint somit schwer vorstellbar, daß
die Anwaltschaft den GVB tatsächlich grünes Licht gegeben
haben soll. Mittlerweile ist der Fall bei der Gleichbehandlungskommission
in Wien anhängig.
(12.6.2011)
Mehrheit der Österreicher in ihrem Job frustriert
titelte der
Wiener "Standard" am 10. Juni über das Ergebnis einer
Studie der "Stiftung für Zukunftsfragen", für
die 1000 Personen über 15 Jahren befragt wurden. Für 53
Prozent wären berufliche Aufstiegschancen ein Wunsch, doch
nur 18 Prozent glauben, daß sie welche tatsächlich haben.
Nur sieben Prozent schreiben ihrer Tätigkeit ein hohes Ansehen
zu und nur ein Drittel hat eine Arbeit, die Spaß macht. Nur
jeder Fünfte glaubt, sich in seinem Job selbst verwirklichen
zu können und nicht einmal jeder Sechste kann seine beruflichen
Vorstellungen realisieren. Gerade 20 Prozent haben Erfolgserlebnisse
und erhalten Anerkennung. Frauen sind besonders frustiert.
Auch die Frauenforscherin
und "Öko-Feministin" Claudia von Werlhof meinte in
einer Sendereihe über Ethik des Bayrischen Bildungsfernsehens
BR alpha am 8. Juni, daß das (von der wirtschaftsliberalen
und feministischen Ideologie zwecks "Selbstverwirklichung"
forcierte) Hineindrängen von Frauen in die Erwerbstätigkeit
den Frauen weniger als angepriesen nützt und Belastungen verstärkt.
Die deutsche Feministin Katja Kullmann meinte in einem Interview
mit dem "Profil" (6. Juni), der Geschlechterkampf sei
längst von einem Klassenkampf überlagert.
Dies ist umso
bemerkenswerter, als eine kritische Bestandsaufnahme/Hinterfragung
ihrer Dogmen von den Feministinnen eigentlich kaum zu erwarten ist:
Die Feministin Bascha Mika schreibt in ihrer Alice-Schwarzer-Biographie,
der "Mangel an Streitkultur" sei ein "Grundproblem
der Frauenbewegung", die sich "mit Kritik immer schon
schwergetan" hat. Über gegensätzliche Einschätzungen
werde nicht wirklich diskutiert: "Die Bewegung gebar ihre eigenen
Tabus und Denkverbote. Aus mancher Ecke wehte ein eiskalt dogmatischer
Wind."
(10.6.2011)
EU-Kommission
für rasches einheitliches Pensionsantrittsalter
In ihrer gestern
vorgestellten Beurteilung des nationalen Reformprogrammes der österreichischen
Bundesregierung für 2011 fordert die EU-Kommission, das gesetzliche
Pensionsantrittsalter für Frauen rasch auf jenes der Männer
anzuheben. Feministinnen wie die Journalistin Sibylle Hamann können
sich damit bekanntlich durchaus anfreunden, viele "Rosinenpickerinnen"
wollen hingegen an der Gleichheitswidrigkeit bis 2034 festhalten.
(8.6.2011)
Wie weiter
mit der Wehrpflicht?
Bundeskanzler
Werner Faymann ist wegen des ÖVP-Widerstandes jetzt dafür,
eine Volksbefragung über die männerdiskriminierende Wehrpflicht
erst gemeinsam mit den Nationalratswahlen 2013 abzuhalten. Eduard
Paulus, Präsident der Offiziersgesellschaft, nennt eine Aufschiebung
der Entscheidung über ein Berufsheer "das Dümmste,
was man tun kann". Die oppositionelle FPÖ befürwortet
die Wehrpflicht, Grüne und BZÖ sind dagegen. Die Grünen
planen ein überparteiliches Volksbegehren, das im Frühjahr
2012 zur Unterzeichnung aufliegen könnte.
Nachtrag: Nach der letzten Gallup-Umfrage sind 48% der Österreicher
für die Abschaffung der Wehrpflicht, 44% dagegen.
(8.6.2011)
Sollen sich Männer mit Benachteiligungen abfinden?
Der als "gemeinnütziger
Verein" firmierende Tendenzbetrieb "Männerberatung
Graz" hält wenig von gemeinsamer Obsorge, zieht eine Neuregelung
in Zweifel und rät Männern ab, um die Obsorge zu kämpfen
("Frontal" 1. Juni).
http://www.frontal.at/index.php?option=com_content&view=article&id=86:gesellschaft&catid=36
In einem Gerichtsverfahren
hat der Betrieb bekanntlich seine Abhängigkeit von Subventionen
betont, die in Gefahr wären, sollte der Verdacht aufkommen,
er würde "frauenfeindlich" agieren wollen. Der grundsätzlich
profeministische Kurs, der anscheinend darauf abzielt, Klienten
mögen sich mit Männerbenachteiligungen abfinden, liegt
zwar im Interesse der Vereinsfinanzen. Einen Ersatz beispielsweise
für eine Stelle analog zur Grazer Frauenbeauftragten, die sich
um Männerbenachteiligungen kümmert, stellt dieser Betrieb
sicherlich nicht dar, auch wenn die feministische grüne Grazer
Vizebürgermeisterin Lisa Rücker anderer Meinung ist.
(1.6.2011)
Archaische
Muster wirken noch
In den letzten
Wochen gab es viel Medienberichte und Schelte für mächtige
Männer, die sich gegenüber Frauen Grenzüberschreitungen
erlaubt haben. Feministinnen kamen in Versuchung, die Abwertung
auf das männliche Geschlecht insgesamt auszudehnen, das eben
"so sei" - an einer "Reparatur" des Geschlechterverhältnisses
liegt ihnen offenbar nichts.
Es sollte aber
auch nicht unter den Tisch fallen, daß männliche Macht
auf Frauen schon immer erotisch gewirkt hat, was für Männer
ein guter Grund sein kann, Macht anzustreben. Auch die Macht über
Leben und Tod: Der letzte k.u.k. Wiener Scharfrichter wurde von
Frauen regelrecht "verfolgt"; der Satz "Wenn du eine
Frau willst, mußt du erst eine umbringen" ist natürlich
übertrieben; der "Führer" wäre überfordert
gewesen, hätte er die Wünsche aller Frauen zu erfüllen
versucht, die von ihm ein Kind wollten (Make love, not war, wäre
tatsächlich besser gewesen); usw., siehe auch Link:
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13394887/Frauen-stehen-auf-Bad-Boys.html
(26.5.2011)
Jugend hat
eher "traditionelle" Ansichten (Familie, Beruf)
http://derstandard.at/1304552595944/Jugendstudie-Jede-zweite-junge-Frau-waere-gerne-Hausfrau-wenn-der-Mann-genug-verdient
(mit Link zur Studie)
(24.5.2011)
Gleichstellungsbeauftragte
abberufen
Die Gleichstellungsbeauftragte
(nicht: Frauenbeauftragte) der deutschen Stadt Goslar, Monika Ebeling,
wurde vom Stadtrat mit 25:10 Stimmen abberufen. Der Streit in Goslar
hat erhebliches Medienecho ausgelöst. Vorangegangen war eine
Kampagne von (Alt-)Feministinnen, die Ebeling vorwarfen, sich auch
für Männer einzusetzen - also ihre Aufgabe tatsächlich
ernst zu nehmen. Das SPD-Mitglied Ebeling wurde im Stadtrat nur
vom Großteil der CDU-Fraktion unterstützt.
In Österreich laufen Personen, die sich nicht verbiegen lassen,
übrigens nicht nur Gefahr, versetzt/mit anderen Aufgaben betraut,
sondern gekündigt zu werden (wie durch den profeministischen
Grazer "Verein Männerberatung" erfolgt).
http://www.heise.de/tp/artikel/34/34776/1.html
Kommentar aus dem Münchner FOCUS vom 23. Mai:
Das lila Imperium
Von Alexander Wendt
Es gibt sie
noch, die Siege des nicht mehr so guten alten Feminismus. Zum Beispiel
in der vergangenen Woche in Goslar: Dort ist es einer Ratskoalition
von Linkspartei und FDP gelungen, die Gleichstellungsbeauftragte
der Stadt aus dem Amt zu jagen.
Vorher hatten
die Vertreterinnen von Frauenverbänden ein umfangreiches Sündenregister
der Dissidentin zusammengestellt. Sie habe eine Ausstellung über
Gewalt, in der Männer nur als Täter und Frauen nur als
Opfer vorkommen, als einseitig kritisiert. Sie habe sich als Gleichstellungsbeauftragte
auch für Männer eingesetzt. Sie habe ihre Webseite beispielsweise
mit der Seite eines Scheidungsväter-Blogs verlinkt. Sie seien
nicht "teamfähig". Mit dem Rauswurf der Frau fand
ein altes Mao-Prinzip auch hierzulande seine praktische Anwendung:
"Bestrafe eine, erziehe hundert" - in diesem Fall 800
andere kommunale Gleichstellungsbeauftragte, die sonst auf dumme
Ideen kommen könnten.
Zu Triumphen
dieser Güteklasse kann sich das lila Imperium des Traditionsfeminismus
durchaus noch aufraffen. Unter Benachteiligungsklägerinnen
zählt in der Tat weniger das Argument als vielmehr die Teamfähigkeit,
die Fähigkeit also, sich wechselseitig und solidarisch vernetzt
das eigene Mantra zu bestätigen. Frauen, so lautet ihr erster
Merksatz, sind stets Opfer, während für den Mann das Diktum
der feministischen Klassikerin Andrea Dworkin gilt: "Terror
ist sein Lebenszweck." Zweitens: Frauen werden noch immer ausgebeutet;
sie bekommen 23 % weniger Geld für die gleiche Arbeit. Drittens:
Benachteiligungen können Männer gar nicht treffen, egal,
auf welchem Gebiet.
In einer Studie
zu Gewalt in Paarbeziehungen im Auftrag der evangelischen Kirche
kam der Sozialwissenschaftler Peter Döge 2010 zu dem Ergebnis,
dass sich bei leichter Gewalt beide Geschlechter die Waage halten.
Nur bei der - sehr viel selteneren - schweren Gewalt seien Männer
etwas stärker vertreten. Damit bestätigte er nur die Ergebnisse
früherer Untersuchungen. Ebenfalls Ende 2010 demontierte das
Institut der deutschen Wirtschaft den 23-Prozent-Gehaltsmythos.
Steigen Frauen nach der Babypause sofort wieder in den Beruf ein,
so die Studie, dann schnurrt der Unterschied bei tatsächlich
gleicher Qualifikation und Arbeitszeit auf dünne 4 % zusammen.
Eine Menge
jüngerer Frauen bräuchten diese Studien noch nicht einmal
für ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit. Sie fühlen sich
nicht als Opfer. Sie fühlen sich nicht ausgebeutet. Und sie
wissen durchaus, dass auch Männer benachteiligt sein können
- zum Beispiel beim Streit um Scheidungskinder. Gerade das verbittert
die Feministinnen alter Schule am meisten: Nicht nur, dass ihnen
ihre faktische Deutungshoheit zerbröselt - es geht ihnen auch
noch die junge Generation von der Fahne. Selbst auf die Linientreue
einer Gleichstellungsbeauftragten ist nicht mehr unbedingt Verlass.
Emanzipation, so klagte die Feministin Silvia Bovenschen kürzlich,
sei für junge, gut ausgebildete Frauen heute ein "Schmuddelwort".
Dabei findet niemand den Uraltfeminismus schmuddelig. Nur museal.
Die alten Feministinnen
bringen sich auch noch um ihre unbestreitbaren Erfolge der Vergangenheit,
indem sie ihre Behauptung über die unverminderte Frauendiskriminierung
auf Endlosschleife stellen. In der Gegenwart haben sie außer
giftigen Kommentaren über die angeblich ignorante und undankbare
Töchtergeneration nichts anzubieten. Für das feministische
Thesengebäude muss man mit Schiller feststellen: In öden
Fensterhöhlen wohnt das Grauen. Da hilft auch keine Sanierung
mehr.
(23.5.2011)
Änderung
bei Seniorentickets bei "Grazer Linien" erst 2012?
Nach einem
Bericht der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 19. Mai lassen
sich die "Grazer Linien" (ehemals GVB) mit der Umsetzung
eines Verfassungsgerichtshofserkenntnisses bis Jahresende Zeit.
Ab 1. Jänner 2012 soll laut Gerald Pichler, Sprecher der Grazer
Linien, die Seniorenermäßigung auch für Männer
ab 60 Jahren (bisher: Frauen 60, Männer 65) gelten. Hingegen
vereinheitlicht die Stadt Salzburg die Altersgrenze bereits mit
1. Juni 2011 auf 60 Jahre. Der Grazer FPÖ-Gemeinderat Roland
Lohr kritisiert neuerlich die Grazer Politiker, namentlich die grüne
Verkehrsstadträtin Lisa Rücker, die untätig geblieben
sei.
Die meisten
Tickets der Grazer Linien sind jedoch keine Haustarif-, sondern
Verbund-Tickets. Für den Verkehrsverbund ist FPÖ-Landesrat
Gerhard Kurzmann zuständig, ist aber bisher noch nicht aktiv
geworden.
(19.5.2011)
OGH Wien: Schmerzensgeld für Kindesentzug durch Ex-Partnerin
Der Obersten
Gerichtshof hat erstmals in einem Urteil den Anspruch auf Schmerzensgeld
für einen Vater anerkannt, der unter psychischen Problemen
leidet, weil er seinen Sohn seit vier Jahren nicht mehr sehen darf.
http://www.kindergefuehle.at/fileadmin/pdf/OGH_4Ob8_11x.pdf
(18.5.2011)
Neues von der "Arbeitsfront"
Die Arbeitslosigkeit
in Österreich ist im April neuerlich gesunken, bei Männern
stärker als bei Frauen. Männer waren von der Krise stärker
betroffen, wohl auch wegen vergleichsweise geringerer Unterstützung
durch das AMS, und kehren jetzt wieder auf den Arbeitsmarkt zurück.
Mit knapp 54% sind deutlich mehr Männer arbeitslos, was in
den Medien kein Thema ist und war, auch nicht bei Ansprachen anläßlich
des 1. Mai.
Die "Sozialpartner"
Industrie und Gewerkschaft/AK unterstützen bekanntlich die
E-Wirtschaft bei ihren Kraftwerksbauvorhaben, die angeblich tausende
Arbeitsplätze bringen oder sichern sollen. Der Tod eines rumänischen
Leiharbeiters bei einem Arbeitsunfall am 2. Mai beim Kraftwerksbau
Gössendorf (Grazer Feld) wirft jedoch die Frage auf, wieviele
der "gesicherten" Arbeitsplätze auf Inländer
entfallen. Zudem blieb der steirische ÖGB-Vorsitzende Horst
Schachner bis heute die Antwort auf die Frage schuldig, wieviele
neue Arbeitsplätze im ebenfalls umstrittenen Projekt Murkraftwerk
Graz-Puntigam entstehen sollen. Am 27. Mai 2010 warb er in einem
Inserat in der Grazer "Kleinen Zeitung" mit der fragwürdigen
Behauptung, "auch nach Fertigstellung wird es im Kraftwerk
eine Reihe von Arbeitsplätzen geben".
(3.5.2011)
Hascherls
Comeback...
so lautet Elfriede
Hammerls jüngstes Werk im Wiener "Profil". Sie beschreibt
darin sogenannte unselbständige Frauen, die Angelegenheiten
von ihren Männern erledigen lassen. Was auf Hausfrauen gemünzt
erscheint, kann aber genausogut als Folgeerscheinung der Verinnerlichung
der Opferrolle verstanden werden, die der Feminismus den Frauen
zuteilt. Allerdings hat sich Aufgabenteilung nicht nur in Partnerschaft
und Familie, sondern auch in der Wirtschaft bewährt.
http://www.profil.at/articles/1116/574/294829/elfriede-hammerl-hascherls-comeback
Elfriede Hammerl
(65) gilt als Ikone des feministischen Journalismus in Österreich.
Die "elegante Kämpferin für die Frauenrechte"
(Frido Hütter in seiner "Laudatio" in der Grazer
"Kleinen Zeitung") bekam soeben den "Kurt-Vorhofer-Preis"
der Journalistengewerkschaft und der "Kleinen Zeitung"
verliehen. Ab 1977 war sie unter anderem freie Journalistin, für
Frido Hütter ein "beachtliches Wagnis". Feminismus
ist allerdings in Österreich seit Jahrezehnten "Mainstream",
kein Wagnis, sondern wird gut honoriert - im Gegensatz zu Querdenkern,
die gegen den Strom schwimmen und sich solche Preise eher verdient
hätten.
(29.4.2011)
Männer
sind immer noch Neandertaler...
so lautete
das Männerbashing-Thema der "Barbara-Karlich-Show"
am 26. April. Die Unterhaltungssendung wird fünfmal wöchentlich
in ORF 2/ORF 2E nachmittags ausgestrahlt und behandelt hauptsächlich
Beziehungsfragen, ohne besonderen Tiefgang.
Eine 45-Jährige
(Minirock und Ausschnitt) beklagte, Männer seien Neandertaler,
wiel sie auf Letzteren starren. Ein Mann bezeichnete sich als Frauenmagnet,
er macht sein Ding und, nebenbei, pflegt im Stehen zu pinkeln, was
nicht nur Karlich ungehörig fand. Die Frage des korrekten Pinkelns
zog sich durch die weitere Sendung. Ein (Donaudampfschiffahrts-?)Kapitän
findet keine Frau, obwohl oder weil er so anpassungswillig ist -
das finden Frauen offenbar unspannend und flüchten lieber zu
anders gestrickten Männern, auch wenn sie mit Recht erwarten,
dort schlechter behandelt zu werden (Rat der Expertin: Zumindest
am Beginn der Beziehung nicht zu sehr auf die Wünsche der Partnerin
eingehen, lieber selbst die Richtung vorgeben, sonst wird nichts
daraus!).
Womit sich
eigentlich die Frage gestellt hätte, ob nicht eher Frauen noch
in archaischen Mustern gefangen sind. Doch diese (politisch unkorrekte)
Frage hatte in der Sendung keinen Platz.
(27.4.2011)
EU gesteht: In Sachen Bildung gescheitert
Vier von fünf
Zielen im Bildungsbereich konnten nicht erreicht werden. Europas
Schüler lesen schlecht, Österreichs Schüler noch
schlechter: Der Anteil der schlecht lesenden 15-jährigen Österreicher
ist in den letzten fünf Jahren von 21,5 auf 27,5% gestiegen.
Der EU-Durchschnittswert liegt jetzt bei 20% (Buben 26,6%, doppelt
so viel wie Mädchen mit 13,3%), 2006 waren es 24,1% - das Ziel
der Absenkung auf 17% konnte nicht erreicht werden.
http://diepresse.com/home/politik/eu/651793/EU-gesteht_Im-Bildungsbereich-gescheitert
Die schlechteren
Lesekompetenzen der Buben sind seit langem bekannt (z.B. PISA-Studien
2000, 2003, 2006, 2009), die Verantwortlichen versprachen stets,
etwas zu tun. Dazu müßten jedoch auch Benachteiligungen
von Buben in der Schule beseitigt werden.
(21.4.2011)
Bitte vormerken:
Elterndemo in Hamburg am 25. Juni 2011
mit internationaler
Beteiligung. Vorschau auf:
http://www.youtube.com/watch?v=1RzyK5L20Tw
(21.4.2011)
Suizid: Bei diesem Thema schaut jeder weg
In der Steiermark,
einer Suizid-Hochburg, ist für heuer der überfällige
landesweite Krisennotruf geplant (als Ergänzung zur Telefonseelsorge
142 und zu einem Jugendnotruf). Besonders Männer über
65 sind in Österreich gefährdet. Konkrete Zahlen blieb
der feminismusorientierte "Standard" schuldig, vermutlich
weil die große Mehrheit der Selbstmörder Männer
sind.
http://derstandard.at/1297822150451/Gesellschaft-Bei-diesem-Thema-schaut-jeder-weg
Während
eigene Notrufstellen für Männer nicht existieren, hat
der Wildwuchs bei Frauen-Notrufen schon einige Debatten ausgelöst,
die "Wiener Zeitung" berichtete am 6. März:
"Wien. Sie heißen Mädchentelefon, 24-Stunden-Frauen-Notruf,
Frauenhelpline gegen Männergewalt, Frauensolidarität,
Notruf-Beratung f.
vergewaltigte Frauen & Mädchen, Opfernotruf, NÖ-Frauentelefon,
afz-autonomes Frauenzentrum, Tara-Beratungsstelle gegen Gewalt in
der
Familie, Wave, Lefoe, aoef, ceiberweiber, donnavita, Plattform gegen
Gewalt in der Familie, Frauennotruf Salzburg, und werden ergänzt
von
diversen Dachverbänden (Österr. Frauenring, Netzwerk österr.
Frauen &
Mädchenberatungsstellen) sowie Interventionsstellen, Gewaltschutzzentren
und Frauenhäusern in den jeweiligen Bundesländern. Zwar
werden von den
einzelnen Einrichtungen, allen voran die "Frauenhelpline",
regelmäßig
steigende Zahlen von häuslicher Gewalt an Frauen durch Männer
publiziert,
aber meist nur durch "Anrufe" angebliche Betroffener bei
der
jeweiligen Stelle belegt. Gewalt-Daten umstritten Polizei und Justiz
konnten diese Zahlen bisher nicht bestätigen. Die Chefin der
"Frauenhelpline", Maria Rösslhumer, musste sich nach
einer Anzeige durch
das Frauenministerium im Jahr 2006 Vorwürfe wegen angeblich
nach oben
korrigierter "Gewalt-Anrufe" gefallen lassen. Trotz umfangreicher
Ermittlungen der Wirtschaftspolizei verlief das Verfahren im Sand
und
die damals neue Frauenministerin Doris Bures erhöhte das
"Helpline"-Budget von 300.000 auf 850.000 Euro pro Jahr.
"Jede dieser
Anlaufstellen verschlingt Personal und Steuergeld, während
die
Betroffenen durch diesen Wildwuchs an Notruf-Einrichtungen nur verwirrt
werden", ärgert sich die Wiener ÖVP-Gemeinderätin
Ingrid Korosec. Sie
begrüßt prinzipiell die Einrichtung solcher Gewaltschutzeinrichtungen,
"aber es sollte nur eine zentrale Stelle in Österreich
oder zumindest
pro Bundesland geben, die dafür gut besetzt und optimal beworben
wird".
Mit der Causa Rösslhumer muss sich das Parlament nach einer
Anfrage der
ÖVP-Abgeordneten Korosec und Maria Rauch Kallat 2008 nun neuerlich
befassen: Diesmal hat FPÖ-Abgeordneter Norbert Hofer Aufklärung
über die
Niederschlagung des Verfahrens von Bures gefordert."
(8.4.2011)
FPÖ
gegen Binnen-I - aber was macht Landesrat Kurzmann?
Das Binnen-I
hält mittlerweile sogar ein beträchtlicher Prozentsatz
der Leserschaft der Berliner "taz" für überflüssig,
von der es vor Jahrzehnten erfunden wurde. Grüne waren ursprünglich
Vertreter der Basisdemokratie. Mittlerweile haben sie sich in großen
Teilen dem "Top-Down"-Prinzip der EU verschrieben und
sind Binnen-I-Vorreiter. Interessanterweise kommen andere Sprachen
wie Englisch ohne diese Verrenkungen aus.
Der FPÖ-Parlamentsklub
unterschreibt keine parteiübergreifenden Unterlagen, die der
feministischen Sprachverwirrung unterliegen, sie müssen daher
erst in die offizielle deutsche Rechtschreibung überführt
werden. Und im steirischen Landtag, in den die Partei im Herbst
wieder eingezogen ist, hat sie soeben einen Antrag gegen das Binnen-I
eingebracht.
Aktivitäten
für diskriminierte Männer sind jedoch noch Mangelware.
Der u.a. für den steirischen Verkehrsverbund zuständige
Landesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) läßt nichts von
sich hören, z.B. betreffend die Diskriminierung der Männer
von 60 bis 65 Jahren durch die Tarife des Verkehrsverbundes. Sie
könnte durch Ermäßigung für Pensionisten als
Sofortmaßnahme entschärft werden, wie vom Verein Freimann
gefordert, ein Abwarten einer österreichweiten gemeinsamen
Lösung ist nicht erforderlich. Am 1. Juli erhöht der steirische
Verkehrsverbund, der übrigens ebenfalls die Binnen-I-Schreibweise
anwendet (eine Beanstandung durch Landesrat Kurzmann ist nicht bekannt),
seine Tarife wieder um das 1,75-fache der Inflationsrate (Verbraucherpreisindex)-
eine Beanstandung durch Landesrat Kurzmann ist nicht bekannt.
Der für Verkehrsangelegenheiten zuständige Mitarbeiter
von Landesrat Kurzmann Ronald Kiss teilt mit Mail vom 9. April u.a.
mit, daß eine Nachfrage bei den Verkehrsunternehmen(!) ergeben
habe, daß man (trotz des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes)
keine Veranlassung für eine Änderung der Tarifgestaltung
sehe(!). Womit wir wieder bei der Frage wären: Was macht Landesrat
Kurzmann?
(6.4.2011)
Pro-Quoten-Frau
gescheitert und nach Affäre zurückgetreten
Die steirische
EU-Abgeordnete Hella Ranner (ÖVP) ist zurückgetreten.
Auslöser war eine Zweckentfremdung der EU-Spesenpauschale.
Darüber hinaus hat Ranner durch "Beteiligungen bei Unternehmen,
die nicht funktioniert haben und bei denen meine Mandantin als Haftende
übrig blieb" (so Ranners Anwalt) einen Schuldenberg von
sieben Millionen Euro angehäuft.
Pikant ist Ranners Funktion als stellvertretende Vorsitzende der
bundesweiten ÖVP-Frauenbewegung, die seit Herbst vehement und
erfolgreich Frauenquoten in der Wirtschaft fordert, ohne diese aber
an Leistungsnachweise zu binden, was bei Frauen wie Ranner ja auch
schwerlich funktioniert hätte.
http://kurier.at/nachrichten/2085331.php
(29.3.2011)
Gegen Männerdiskriminierung
bei Öffis
Der Verein
Freimann fordert anläßlich der Diskussion über Tariferhöhungen
ab 1. Juli 2011 die Beseitigung der Diskriminierung von Männern
zwischen 60 und 65 Jahren in den Tarifbestimmungen des steirischen
Verkehrsverbundes, so wie es ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes
vom Dezember 2010 (Anlaßfall Wiener Linien) vorschreibt. Demnach
ist es unzulässig, Männern Seniorenermäßigungen
erst fünf Jahre später als Frauen zu gewähren.
Als SOFORTMASZNAHME
fordern wir Ermäßigungen auch für Männer mit
Pensionistenausweis unabhängig vom Alter, so wie es die Grazer
Linien (GVB) in ihren Haustarifen für Monats- bis Jahreskarten
anbieten:
Grazer Senioren
und PENSIONISTEN mit einem Bruttoeinkommen bis 1400 Euro pro Monat
zahlen rund ein Drittel weniger als beim Verkehrsverbund, bei einem
Einkommen bis 878 Euro pro Monat kostet die Jahreskarte nur 30 Euro.
(Die GVB-Haustarif-Karten gelten an Schultagen Montag bis Freitag
ab 8.15 Uhr, ansonsten durchgehend bei Grazer Öffis mit ein-
oder zweistelligen Liniennummern. Männer von 60 bis 65 Jahren,
die noch berufstätig sind, werden aber im Vergleich zu Frauen
auch bei den GVB diskriminiert).
(24.3.2011)
Dreimal
15 Prozent...
Am 19. März
1911 gingen in Wien 20.000 auf die Straße, um mehr Frauenrechte
zu fordern. Hundert Jahre später sollte dieser Aufmarsch in
gleicher Zahl wiederholt werden. Nachdem aber aus "Unrecht"
mittlerweile "Recht" geworden ist, hat sich die "Pflicht
zum Widerstand" verflüchtigt und bestenfalls 15 Prozent
der erwarteten Menge waren auf den Beinen, obwohl Verkehrsministerin
Doris Bures (vormals Frauenministerin) bei den Bundesbahnen niedrige
Sondertarife für Demonstriererinnen angeordnet hatte. Die jetzige
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, nach Eigendefinitioon
stolze Quotenfrau, war ebenso zu sehen wie zahlreiche Musliminnen,
die es verabsäumten, durch Verzicht auf Kopftücher ein
sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung und Integration zu
setzen.
Wenn immer
wieder behauptet wird, Frauen würden für die gleiche Arbeit
weniger Lohn, beispielsweise 15 Prozent, bekommen, ist die Aufregung
immer groß und die Gleichbehandlungsanwaltschaft oder die
AK bieten sich sofort an, dem nachzugehen und allfällige Ungerechtigkeiten
zu beseitigen. Wenn hingegen Männer z.B. mit 60 Jahren in Frühpension
gehen und 15 Prozent weniger Pension durch Abschläge bekommen,
nur weil sie Männer sind, interessiert das niemanden und die
Gleichbehandlungsanwaltschaft erklärt sich für unzuständig.
(21.3.2011)
Es sind
ja "nur" Männer...
Ein paar Dutzend
Leute bemühen sich, die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima
ohne Rücksicht auf das eigene Leben einzudämmen. Allzuviel
Lob in den Medien haben sie dafür bisher nicht erhalten - es
sind ja "nur" Männer. Wären hingegen Frauen
dabei, seitenweise würden die Heldinnen gefeiert. Rudolf Taschner
verneigt sich in der Wiener "Presse" trotzdem vor dem
Heldenmut der Männer.
http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/642370/Ein-tiefe-Verneigung-vor-den-Helden-von-Fukushima
(17.3.2011)
"Goldröcke"-Zielquoten
in Österreich
Die Regierungsparteien
haben sich auf Frauenquoten für Aufsichtsräte von 55 Unternehmen
geeinigt, in denen der Staat einen Anteil von mehr als fünfzig
Prozent hält, in 44 davon ist der Bund alleiniger Eigentümer.
Bis 2013 sollen 25% und bis 2018 35% der Aufsichtsräte weiblich
sein, von Qualifikationsanforderungen wird nicht gesprochen. Wird
die Quote nicht erreicht, drohen keine Strafen, aber 2018 gesetzliche
Zwangsmaßnahmen.
Wirtschaftsministerium,
Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung haben im Herbst die
Initiative "Zukunft.Frauen" gestartet, in der sich Frauen
in Drei-Monats-Schnellsiedekursen zu Aufsichtsräten ausbilden
lassen können. Ob dies jahrzehntelange Erfahrung ersetzt, ist
äußerst zweifelhaft. Der deutsche "Focus" kommentiert
diese Woche treffend den Quoten-Unsinn ("Quote - für wen?").
(16.3.2011)
Tabuthema
Bezness: Frauen als Opfer ihrer Illusionen
Am 27. März
strahlt der Kultursender ARTE um 22.15 Uhr eine Dokumentation von
Wibke Kämpfer mit dem Titel "Der Prinz aus dem Orient?"
über Bezness aus, ein Geschäft, das im Zunehmen ist. Es
geht um Frauen, die auf vorgespielte Gefühle von ausländischen
Männern hereinfallen, ein Tabuthema, um das sich noch keine
Frauenbeauftragte kümmert.
Die Schweizer
"Weltwoche" vom 10. März schildert den drastischen
Fall einer Schweizerin, die in einen westafrikanischen Staat geflogen
ist, um ihren Mail-Bekannten persönlich kennenzulernen und
daraufhin eingesperrt und vergewaltigt wurde, bis sie bereit war,
die Heiratsurkunde zu unterzeichnen. Oft verlieren Frauen nicht
nur ihre Illusionen, sondern auch viel Geld.
http://www.personality.ch/bezness.htm
http://www.personality.ch
(14.3.2011)
Ariadne
und der Weltnierentag
Eine tolle
Satire hat Alexander Purger in den "Salzburger Nachrichten"
geschrieben: Er bemängelt u.a. das Fehlen einer "partnerschaftlichen
Aufteilung der körperinternen Hausarbeit."
http://mein.salzburg.com/blog/satire/2011/03/ariadne-und-der-weltnierentag.html
(14.3.2011)
Wie die Stecknadeln im Heuhaufen...
mußten
Medienberichte gesucht werden, die sich mit dem 8. März bzw.
dem realen Geschlechterverhältnis kritisch auseinanderzusetzen
getrauten.
Zunächst
einmal der Soziologe und Männerforscher Walter Hollstein, der
im feminismusorientierten Wiener "Standard" (alibihalber?)
die Männerfrage stellen durfte, nachdem er (ebenso alibihaft?)
in der Ö1-Sendung "Im Gespräch" am 3. März
zu Gast war:
http://derstandard.at/1297819762908/Zum-Rollenbild-von-Emanzipationsverlierern-Die-ungestellte-Maennerfrage
Dann Norbert
Bolz, Philosoph und Professor für Medienwissenschaft an der
TU Berlin, der in der "Presse" den Radikalfeminismus aufs
Korn genommen hat: "Mit jedem Schritt der Gleichstellungspolitik
entfernen wir uns weiter vom gesunden Menschenverstand... Das gleiche
Leben von Mann und Frau versöhnt nicht, sondern verbittert."
http://diepresse.com/home/meinung/debatte/639594/Es-lebe-der-Geschlechtsunterschied
Andreas Unterberger
schrieb in seinem Blog "www.andreas-unterberger.at" bzw.
in den "Salzburger Nachrichten" vom 4. März:
"Diskriminiert
sind die Männer
Tag der Zöllner,
Tag der Muttersprache: Von allen PR-Tagen ist der Weltfrauentag
der erfolgreichste. Überflüssig sind sie wohl alle.
Die Weltfrauentag-Ideologen fingieren noch immer eine Diskriminierung
der Frauen. Was in Österreich absurd ist. Auch bei den neuerdings
viel zitierten Aufsichtsräten hat jede der wenigen Frauen,
die sich dafür interessieren und anstrengen, im Schnitt viel
bessere Chancen als einer der vielen Männer, die sich interessieren
und anstrengen.
Die ebenfalls ständig kolportierten höheren Einkommen
von Männern sind Folge von Überstunden, von Karriere-Ehrgeiz
und der Tatsache, dass Frauen Ausbildung und Job weniger nach Verdienstchance
als nach der Freude am Beruf aussuchen. Was nachvollziehbar ist,
aber nicht bejammert werden sollte.
Ansonsten trifft man reihum nur auf gravierende Nachteile der Männer:
Sie sterben im Schnitt um fünfeinhalb Jahre früher als
Frauen, haben aber absurderweise laut Gesetz ein um fünf Jahre
späteres Pensionsantrittsdatum. Sie verlieren den Großteil
der Prozesse um Kinderobsorge. Sie müssen zum Bundesheer oder
Zivildienst, Frauen nicht. Männer sind viel öfter arbeits-
und/oder obdachlos. Sie leiden mehr als Frauen an Alkohol- und vielen
anderen Krankheiten. Sie haben die schwerere Arbeit und mehr Berufsunfälle.
Junge Burschen sind angesichts des im Bildungssystem dominierenden
Feminismus desorientiert und haben wachsende Drop-Out-Raten.
Zunehmend tut sich auch die EU kräftig bei der Männerdiskriminierung
hervor: Sie verbietet jetzt, dass Männer für Lebensversicherungen
weniger zahlen als Frauen (versicherungsmathematisch eine logische
Folge der geringeren Lebenserwartung). Künftig müssen
sie so viel wie die Frauen zahlen, aber kein Institut kann die Versicherungsbeiträge
reduzieren: Denn sonst ginge es bankrott, falls mehr Frauen bei
ihm Verträge abschließen.
Hoch die EU, Hoch der Weltfrauentag, Hoch die Dummheit."
(8.3.2011)
Zur GVB-Gratisbenutzung nur für Frauen am 8. März (Presseaussendung)
Der Verein
Freimann wird alle Männer, die am 8. März als Schwarzfahrer
auf den Linien der GVB (Grazer Linien) beanstandet werden, weil
sie das falsche Geschlecht haben, unterstützen. Wir sammeln
die Unterlagen und leiten sie an die Gleichbehandlungsanwaltschaft
weiter.
Laut Gleichbehandlungsgesetz
darf bei Gütern oder Dienstleistungen bei den Tarifen kein
Unterschied nach Geschlecht gemacht werden. Trotzdem ignorieren
Grazer Linien und steirischer Verkehrsverbund das Erkenntnis des
Verfassungsgerichtshofes vom Dezember 2010, wonach es eine unzulässige
Diskriminierung darstellt, wenn männliche Senioren fünf
Jahre länger als Frauen den vollen Fahrpreis bezahlen müssen.
Als Vorwand für die Säumigkeit dient das Warten auf Tarifänderungenanderer
Verkehrsunternehmen. Die zuständigen Politiker von Land und
Stadt scheinen es nicht eilig zu haben. Einem Antrag an den Grazer
Bürgermeister wurde in der Gemeinderatssitzung vom 17. Februar
von der schwarz-grünen Rathauskoalition die Dringlichkeit aberkannt.
Der Verein
Freimann fordert als Sofortmaßnahme, auch Männern zwischen
60 und 65 Jahren gegen Vorlage des Pensionistenausweises Seniorentarife
zu gewähren, um sie mit Frauen gleichzustellen.
(7.3.2011)
Feministinnen und Migrantinnen
Die Frauenbeauftragte für das Grazer Stadtgebiet Maggie Jansenberger
fordert anläßlich des Weltfrauentages neben anderen Gemeinplätzen
auch "Chancengleichheit für Migrantinnen". Um gleichberechtigt
zu werden, müßten sich diese aber ungestraft von patriarchalen
Elementen ihrer Herkunftskultur lösen können wie Verschleierungen
oder Zwangsverheiratungen, doch Jansenberger hat offenbar nicht
vor, sich mit Patriarchen anzulegen.
Migrantinnen
laufen aber auch Gefahr, Opfer von Feministinnen zu werden. Die
schwedische Politikwissenschaftlerin Andrea Spehar im Ö1-"Europa-Journal"
am 4. März: "Ich kenne viele Feministinnen, die ihren
Haushaltshilfen - Migrantinnen - sehr wenig zahlen." "Die
Frauenbewegung kümmert sich nicht darum." Als eine Ursache
nennt sie die Geringschätzung von Hausarbeit (wie sie ja unter
Feministinnen sehr verbreitet ist). Es gibt zwar ein Gesetz zur
steuerlichen Absetzbarkeit von Haushaltshilfen, aber illegale Beschäftigung
von Migrantinnen sei oft billiger.
In Österreich
gelten nordische Länder als nachahmenswerte Vorbilder, z.B.
in Quotenfragen. Andrea Spehar ist skeptisch, was die Übernahme
von Modellen aus anderen Ländern betrifft: "Sowas funktioniert
oft nicht und bringt dürftige Ergebnisse."
(7.3.2011)
Querdenker und Parteibuchfreie braucht das Land!
WU-Professorin
Edeltraud Hanappi-Egger hat in ihrem neuen Buch mit dem Mythos aufgeräumt,
Frauen, sofern es genügend von ihnen gibt, würden Unternehmenskulturen
verändern. Vielmehr sei es umgekehrt: Es sind die Organisationen,
die die Frauen verändern - sie übernehmen die in der Branche
üblichen Codes und führen sie fort. Damit bestätigt
sie einen Befund der Frauenforscherin Claudia von Werlhof (vgl.
"Aktuell" 26. April 2010): Männer durch Frauen zu
ersetzen, bringt noch keinen Fortschritt.
Wenn schon
Diversifizierung oder Quoten, dann für Querdenker und Leute
ohne Parteibuch - so ließen sich Unternehmenskulturen wirklich
verändern!
(7.3.2011)
Ergebnisloses
ORF-"Bürgerforum"
Der ORF sendete
am 2. März ein "Bürgerforum" zu den Streitthemen
Frauenquoten (wird gerade hochgespielt, offenbar um von wahren Problemen
abzulenken), Aufgabenverteilung bei Hausarbeiten und Obsorge, mit
Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP)
und Frauenbevorzugungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ).
Durch die Begrenzung der Redezeit auf etwa eine Minute gab es zwar
viele, aber wenig tiefschürfende Wortmeldungen.
Die eingespielten Interviews (Straßenbefragungen) und Ergebnisse
von Meinungsumfragen zeigten deutlich, daß die Bevölkerung
bei Frauenquoten und Hausarbeit wenig Handlungsbedarf verspürt.
Vertreter des profeministischen Wiener Vereins Männerberatung
gefielen sich darin, im feministischen Fahrwasser mitzuschwimmen
und werden dafür wohl weiterhin und vermehrt öffentliche
Aufträge erhalten. Die Buchautoren Edi und Patrick Keck forderten
die Pro-Frauenquoten-Parteien auf, zunächst mal ihre internen
Quotenbeschlüsse umzusetzen, wenn ihnen das Thema am Herzen
liegt. Hoffentlich werden dann bessere Frauen gefunden als die steirische
EU-Abgeordnete Hella Ranner (ÖVP), die weniger mit ihrer Politik
als mit ihrer wirtschaftlichen Millionenpleite und Betrugsvorwürfen
von sich reden macht. Ranner ist auch stellvertretende Vorsitzende
der ÖVP-Frauenbewegung, die sich seit dem Vorjahr speziell
in der Quotenfrage radikalisiert hat.
http://steiermark.orf.at/stories/501624/
(3.3.2011)
Aufreger
Frauenarbeitslosigkeit (angeblich +0,5%, tatsächlich gesunken)
Die Arbeitslosigkeit
in Österreich ist im Februar (ohne die in Schulungen versteckten
Personen) gegenüber Februar 2010 bei Männern um 10,2 Prozent
gesunken und bei Frauen geringfügig um 0,5 Prozent gestiegen.
Darob ist gewissermaßen Feuer am Dach: Arbeiterkammerpräsident
Herbert Tumpel forderte in Anbetracht der "gestiegenen Frauenarbeitslosigkeit"
eine Gegensteuerung durch das AMS mit "gezielten Qualifizierungsmaßnahmen",
die Grüne Birgit Schatz spricht von einer "unsinnigen
Budgetpolitik, die für die Einzelnen und die Gesellschaft bedenkliche
Konsequenzen hat". Berücksichtigt man bei den Arbeitslosenzahlen
korrekterweise auch die Schulungsteilnehmer, ist aber die Arbeitslosigkeit
auch bei Frauen (um knapp 5.000) gesunken!
Interessant
ist jedenfalls, daß in vielen Blättern, natürlich
auch im dem Feminismus verfallenen Wiener "Standard",
in den oft langen Artikeln kein Platz für die konkreten Arbeitslosenzahlen
war, die bestenfalls in Grafiken unkommentiert versteckt wurden:
Im Februar 2011 waren 185.906 Männer und 106.352 Frauen arbeitslos.
Wäre es umgekehrt, würde die Schlagzeile natürlich
lauten: Fast doppelt soviele Frauen wie Männer arbeitslos...
(2.3.2011)
Künstliche
Erregungen
Auch die "Feminismusbeauftragte"
der Grazer Grünen, Gemeinderätin Daniela Grabe (Wahlspruch:
Wer nicht Feministin ist, ist Masochistin), meldet sich anläßlich
des Frauentages zu Wort. Sie beklagt den "jämmerlichen
Zustand" von Kunstwerken, die im Frauenprojekt "Woment"
im Grazer Kulturhauptstadtjahr 2003 entstanden sind. Außer
Grabe scheint dies niemand bemerkt zu haben/sich daran zu stoßen.
Den Hauptzweck haben sie jedenfalls erfüllt, nämlich den
"Woment"-Beteiligten finanziell zu nützen. Und wer
bei der Schaffung von Kunstwerken bei der Materialwahl an Langlebigkeit
spart, macht mehr Gewinn, spätestens wenn die Restaurierung
ansteht.
Ein älteres
Kunstwerk von Veronika Dreier, die von Grabe für den Ehrenring
der Stadt Graz vorgeschlagen wurde, war still und leise zu Grabe
getragen worden. Es handelt sich um die nüchtern-schmucklos
gefertigte Telefonnummer des Grazer Frauenhauses, große Ziffern,
die kurz aufgestellt, nach offenbar unvorhergesehener Rufnummernänderung
aber ersatzlos entfernt wurden. Die Stadt Graz ließ sich den
Schildbürgerinnenstreich cirka öS 100.000 (über 7000
Euro) kosten.
Die einzige
bekannte "Woment"-Schöpfung, die Grafik "Superwoman"
von Dreier (als Gegenpart zu Superman), ist u.a. auf einer Hauswand
im Grazer Rathaus zu bewundern, kollidiert aber inhaltlich mit dem
Opferbild der Frau, das Feministinnen ständig vor sich hertragen,
auch wenn es gar nicht stimmt. Zum Beispiel auf der Webseite von
"EMMA", wo behauptet wird, es seien vor allem Frauen,
die Opfer der Schußwaffen werden, die die Schweizer in ihren
Haushalten lagern. Aus der letztzugänglichen Statistik "Schußwaffentodesfälle
in der Schweiz" ergibt sich, daß 2008 von insgesamt 259
Schußwaffentoten nur 13 Frauen waren, davon acht durch Suizid.
(28.2.2011)
Der 8. März:
Ein überflüssiges und abträgliches Ritual (Presseaussendung)
Der internationale
Frauentag 8. März gehört abgeschafft und durch 365 Tage
im Jahr für Menschen, Frauen und Männer, ersetzt. Diese
vor einem Jahr erhobene Forderung von Alice Schwarzer ist begrüßenswert.
Der alljährliche Auftritt professioneller, nicht gemeinwohlorientierter
Geschlechterkämpferinnen ist tatsächlich überholt.
Ein gutes Beispiel
bietet die Frauenbeauftragte für das Grazer Stadtgebiet Maggie
Jansenberger, die zusammen mit ihrem 8.-März-(Faschingsdienstag-)Komitee
in der Grazer "Woche" vom 23. Februar Zustandsbescheibungen
und Forderungen aufgestellt hat, worin alles ausgeblendet wird,
was nicht in das suggerierte, einseitige Klischee der Frau als Opfer
paßt: Zum Beispiel der große Überhang der Männer
in der Selbstmordstatistik, in der die Steiermark bundesweit an
erster Stelle steht - trotzdem gibt es zwar einen Frauen-, aber
keinen Männernotruf.
Männer
dominieren auch bei Arbeits- und Obdachlosigkeit. Ihr Regelpensionsalter
liegt fünf Jahre höher, obwohl sie fünf bis sechs
Jahre früher als Frauen sterben. Sie verdienen zwar häufig
mehr Geld als ihre Partnerinnen, die sich ihre Männer aber
auch meist nach diesem Kriterium ausgesucht haben und großteils
über deren Geld verfügen. Da können es sich Frauen
natürlich leisten, Orchideenstudien zu wählen oder Berufe
zu ergreifen, die zwar schlechter bezahlt, aber erfüllender
sind oder Teilzeit zu arbeiten.
Feministinnen
führen keinen Geschlechterdialog. Sie wollen den Staat für
ihre Zwecke instrumentalisieren, z.B. um den Männern "Beweglichkeit"
vorzuschreiben (sprich: Sie zu manipulieren, zu überfordern
oder auszupressen), ohne aber selber beweglich zu sein oder krankmachende
Strukturen im Wirtschaftssystem zu bekämpfen. Es geht ihnen
vorwiegend um Rosinenpickerei für eine privilegierte Karrierefrauenkaste.
Generelle Probleme von Frauen wie die fortschreitende Ausdünnung
beim öffentlichen Verkehr haben sie kaum interessiert.
Feministinnen
fordern immer nur und kleben an Privilegien. Es fehlt ihnen der
Sinn für Gerechtigkeit und sie sind nicht gemeinwohlorientiert.
Eine löbliche Ausnahme ist Brigitte Trip, die kürzlich
(Grazer "Kleine Zeitung" 11. Februar) auch für Mädchen
ein soziales Jahr vorgeschlagen hat.
(23.2.2011)
Närrisches Treiben in Graz
Hundert Jahre
internationaler Frauentag, diesmal ist der 8. März ein Faschingsdienstag.
Da treten die Feministinnen einen Schritt zurück und überlassen
die Grazer Straßen Amateuren und unpolitischen Narren. Im
offiziellen Medium der Stadt Graz "BIG" (Februar 2011)
sorgen sie aber auf ihre Weise für Humor. Frauenbeauftragte
Maggie Jansenberger findet die Erwartungen an die Frau von heute
zwar problematisch hoch, stößt sich aber erstaulicherweise
nicht daran, daß die Stadt Graz Plakate mit dem Text "Graz,
intergalaktisches Zentrum für Superfrauen" verschenkt.
Die ehemalige,
erste Frauenbeauftragte Grete Schurz probiert es hingegen mit einem
alten männerfeindlichen Witz ("Als Gott den Mann erschuf,
übte SIE nur!") und bedankt sich damit auf ihre Weise
für den kürzlich verliehenen Ehrenring der Stadt Graz.
Und sie erwartet von den Männern Unterstützung - ÖVP-Gemeinderat
Georg Topf ist devot zu Diensten und läßt plakatieren
"Wenn wir Gleichbehandlung wollen, müssen wir Frauen stärken".
In der Redaktion der "BIG" steht es 5:1 für Frauen,
der Männeranteil entspricht in Prozenten ungefähr demjenigen
bei Neueinstellungen in den Grazer Magistratsdienst (nach der letzten
vor ein paar Jahren in der "BIG" veröffentlichten
Statistik).
Am 8. März
spendiert die Stadt Graz allen Frauen Freifahrt bei den Linien der
Grazer Verkehrsbetriebe. Für Männer, die den Frauenförderzirkus
mehrheitlich finanzieren dürfen, gibt es solche Aktionen nicht,
im Gegenteil: Sie dürfen (im Gegensatz zu Frauen ab 60 Jahren)
weiter bis 65 den vollen Fahrpreis bezahlen, obwohl der Verfassungsgerichtshof
diese Diskriminierung für unzulässig erklärt hat.
Einem diesbezüglichen Antrag von FPÖ-Gemeinderat Roland
Lohr wurde in der letzten Gemeinderatssitzung von der schwarz-grünen
Rathauskoalition die Dringlichkeit aberkannt.
(21.2.2011)
Steirischer
Landtag hat generelles Bettel-Verbot beschlossen...
...das die
Gemeinden theoretisch wieder für bestimmte Bereiche außer
Kraft setzen könnten. In Graz waren es vorwiegend ältere
Frauen, die Almosen an meist männliche knieende Bettler verteilten.
Sie wollten damit auch sich selber etwas Gutes tun, wie aus der
Psychologie bekannt. Die Rechnung ging damit für beide Seiten
auf, allerdings riskieren Bettler, was ihnen gar nicht bewußt
zu sein scheint, in der Feinstaub-Hochburg Graz Lungenschäden.
Das hindert aber selbst "Anti-Feinstaub-Parteien" wie
die Grünen nicht, sich massiv für die Duldung der Selbsterniedrigung
einzusetzen.
Da die Bettler
erkennbar aus dem Ausland stammen, gefährden sie auch nicht
die Imagination einer homogenen Gruppe aller einheimischen Männer,
die aufgrund ihres Geschlechtes privilegiert seien und um deren
Benachteiligung sich die Politik folglich nicht kümmern müsse
(Sie "kümmert" sich allerdings insofern, als sie
Benachteiligungen geschaffen hat und beibehält). Einheimische
Männer der unteren Schicht sind im Straßenbild, im Gegensatz
zu den ausländischen Bettlern, meist unauffällig, ihre
Probleme bleiben damit unsichtbar und im politischen Diskurs ausblendbar,
was den "Frauenbevorzugungsparteien" nur recht sein kann.
(15.2.2011)
Bascha Mikas
und ihr Buch "Die Feigheit der Frauen"
Eine ehemalige
"taz"-Chefredakteurin, die medienwirksam jammert, aber
auch mit provozierender Leidenschaft Frauen an die Erwerbsarbeitsfront
schicken will. Mikas hat offenbar erkannt, daß die durch die
feministisch geprägte Gesellschaft mitverantwortete Doppelverpflichtung
der Frauen, Karrierefrau und Opfer zugleich sein zu sollen, einen
Hemmschuh darstellt. Sie rüttelt daher am feministischen Dogma
der Machtlosigkeit der Frauen und will ihnen Selbstverantwortung
zurückgeben, aber nur um sie ihnen gleich wieder wegzunehmen
und ihnen den Weg ins Karriereparadies der Werktätigen aufzudrängen.
Was Frauen wirklich wollen, scheint dabei nebensächlich. Für
die Rezensentin der Ö1-Büchersendung "Kontext"
erscheint manches konstruiert, theoretisch, es fehlen praktische
Beispiele aus dem Arbeitsleben. Denn nicht jeder Posten ist so abwechslungsreich
und interessant wie der einer Chefredakteurin. Widersprüchlich
auch, wenn Mikas die gesellschaftliche Abwertung "unbezahlter"
Arbeit beklagt, aber selber direkt oder indirekt an der Abwertung
beteiligt ist.
(10.2.2011)
Katholische
Frauen arbeiten sich extern ab
Am 19. März
will eine "Plattform 20.000 Frauen" ebensoviele 100 Jahre
nach der ersten Frauendemonstration auf der Wiener Ringstraße
versammeln. Organisiert wird das von den ÖGB-Frauen, der Katholischen
Frauenbewegung und einem Verein "Exit". Melitta Thot von
der Frauenbewegung findet es beschämend, daß es heute
noch Frauenorganisationen brauche, um das Thema Frauenrechte "am
Kochen zu halten". Von den Bundesbahnen wird verlangt, die
Demo durch Fahrpreisermäßigungen zu unterstützen.
Die Frauenbewegung
fordert übrigens zwar eine Reform der Zulassungsbestimmungen
zu kirchlichen Weiheämtern, jedoch lediglich kirchenintern,
nicht öffentlich. Da für eine Demo auf dem Petersplatz
in Rom wahrscheinlich der Mut fehlt, kirchenintern aber nichts weitergeht,
suchen diese Frauen anscheinend Trost darin, Forderungen anderer
Frauengruppen mitzutragen.
(10.2.2011)
Helau und
Hurra, das Gender-Schach ist da!
Brüssel(Fa
Shing). Neuer Erfolg für EU-Quotenkommissarin Viviane Reding:
Der Weltschachverband FIDE hat soeben überfällige Gleichstellungsmaßnahmen
beschlossen. Männer- und Frauenturniere werden zusammengelegt,
Preisgelder sind zur Hälfte Frauen vorbehalten. Schneiden Frauen
schlechter ab, erhalten sie als Frauenbonus die fehlenden Punkte
gutgeschrieben, um die Turniertabelle gleichzustellen. Um Spielniveau
und Akzeptanz macht sich die FIDE keine Sorgen. Nach einer Mc-Kinsey-Studie
strengen sich nämlich Männer besonders an, um Frauen zu
imponieren, sind aber auch gerne bereit, die Früchte ihrer
Arbeit mit ihnen zu teilen.
Die mittelalterlichen
Schachregeln werden teilweise entstaubt. Da die Blickrichtung der
tonangebenden Feministinnen auf die Spitze gerichtet ist, haben
sich Reding und die FIDE König und Dame (Königin, letztere
im Spätmittelalter aus dem arabischen Wesir entstanden) vorgenommen.
Die Dame erhält einen Sonderstatus, sie darf weder bedroht
noch geschlagen werden. Frauenverachtende Damenopfer sind damit
Geschichte. Das schlagen und Opfern "männlicher"
Steine, z.B. Bauern, ist selbstverständlich weiterhin zulässig.
Die Figur des Königs überragte bisher gleichheitswidrig
die Dame und wird nun auf Beschluß des FIDE-Exekutionsrates
einen Kopf kürzer gemacht.
Nicht durchsetzen
konnten sich Linke mit der Forderung nach Einheits-Spielfiguren,
Antirassisten, die eine farbliche Durchmischung der Streitkräfte
verlangen und Islamisten, die dem Wesir nachtrauern. Eine Minderheit
in der FIDE vertrat die politisch unkorrekte Meinung, Frauen könnten
auch ohne Quote gleichziehen, wenn sie bereit sind, ebenso hart
wie Männer zu trainieren - für Viviane Reding undenkbar,
noch 300 Jahre auf Gleichstellung zu warten.
(7.2.2011)
Erfolg beim
EuGH gegen Diskriminierung bei Sorgerechtsstreit
Der europäische
Gerichtshof hat Österreich verurteilt, weil heimische Gerichte
in einem Sorgerechtsstreit den Obsorgeantrag des Vaters nicht geprüft
haben. Nach Gesetz bekam bisher die Mutter bei unehelich geborenen
Kindern automatisch das Sorgerecht, eine gemeinsame Obsorge setzte
ihre Zustimmung voraus. Nun muß das Gericht Obsorgeanträge
lediger Väter inhaltlich dahingehend prüfen, was das Beste
für das Kind ist. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner sieht
sich in ihrer Forderung nach automatischer gemeinsamer Obsorge bestätigt.
Das Urteil ist auch als Ermutigung für benachteiligte Männer
anzusehen, nicht Ratschlägen profeministischer Männerberatungsvereine
zu folgen, "einen Schritt zurück zu machen", sich
also mit dem quasi Unvermeidlichen abzufinden, da die Beschreitung
von Rechtswegen nichts bringen würde.
(4.2.2011)
Frauenquoten-Diskussion,
die nächste (und was dabei verschwiegen wird)
Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek unternimmt einen neuen Vorstoß: Sie
will Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner dafür einspannen,
eine zunächst freiwillige Frauenquote für Aufsichtsräte
in staatsnahen und börsennotierten Firmen von 25% bis 2013
und von 40% bis 2020 durchzusetzen. Wenn diese Selbstverpflichtung
nicht greife, kann sich die Ministerin ab 2014 ein Quotengesetz
nach norwegischem Vorbild vorstellen.
Die negativen
Auswirkungen der norwegischen Quote werden hierzulande unter den
Tisch gekehrt, aber die "New York Times" berichtete am
28. Jänner auch darüber:
http://www.nytimes.com/2010/01/28/world/europe/28iht-quota.html?_r=1
Einen Höhe-
oder eher Tiefpunkt im Pro-Quoten-Einheitsbrei im deutschsprachigen
Raum lieferte hingegen der "Spiegel" vom 31. Jänner
mit der Titelgeschichte "Warum Deutschland die Frauenquote
braucht". Pikanterweise weist das "Spiegel"-Impressum
bei den Textressorts und Mitgliedern der Chefredaktion ein Verhältnis
von 20:0 zugunsten der Männer aus, in der Titelgeschichte wird
ein Verhältnis von 32:2 angegeben: "Es gibt mehr schwule
Ressortleiter als weibliche." Warum führt der "Spiegel"
nicht eine interne Quote ein? Hat er Angst vor verschwiegenen negativen
Auswirkungen? (Und wann kommen Quoten für Schwule, Lesbische,
Transsexuelle usw.?)
(4.2.2011)
Will Bures bei "Öffi"-Seniorentarifen weiter diskriminieren?
Lange genug
haben Verkehrsministerin Doris Bures und Österreichs Verkehrsbetriebe
die Diskriminierung von Männern zwischen 60 und 65 Jahren beibehalten,
denen im Gegensatz zu Frauen Seniorenermäßigungen verwehrt
wurden, obwohl zwei Volksanwälte unter Berufung auf ein Gutachten
der Gleichbehandlungskommission des Bundeskanzleramtes (Link im
Forderungsprogramm Freimann zu Punkt 9) die Gleichstellung gefordert
hatten. Es klingt nach gefährlicher Drohung, wenn Bures auch
nach dem gestern verkündeten Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes
in künftigen Tarifbestimmungen in irgendeiner Form auch weiterhin
auf die "besondere Lebenssituation von Frauen" Bezug nehmen
will.
Frauen sind
mehr als Männer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen,
was von Frauenvereinen erstaunlicherweise nie thematisiert wird.
Ministerin Bures könnte oder sollte mehr für die "Öffis"
tun, die seit dem Jahr 1997 durch Kursstreichungen kontinuierlich
abgebaut wurden. Unrentable Großprojekte wie der Koralmtunnel,
ein Projekt des Gigantomanen Jörg Haider (geschätzte Gesamtkosten
10 Milliarden Euro) verschlingen Mittel, die für die Aufrechterhaltung
und Verbesserung der Infrastruktur in der Fläche fehlen. Statt
hier umzudenken, sucht Bures offenbar nach einer Hintertüre,
um Männerdiskriminierung in irgendeiner Form beizubehalten.
Der Verein
Freimann fordert von den Verantwortlichen in Bund und Land die umgehende
Umsetzung der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes, beispielsweise
durch sofortige Gewährung von Fahrpreisermäßigungen
für Personen mit Pensionistenausweis. Die sofortige Gleichstellung
kann zwar von jedem Mann ab 60 verlangt werden (vgl. Link "Standard"),
aber es kann nicht zugemutet werden, daß in der Praxis jeder
im Abweisungsfalle umständlich dagegen klagen müßte.
http://diestandard.at/1293371146515/Seniorentarife-fuer-Oeffis-Spaetere-Ermaessigung-fu...
http://wien.orf.at/stories/494060/
http://www.wien-konkret.at/soziales/maennerdiskriminierung/wiener-linien/
(21.1.2011)
Bildungsmisere
und Bildungsverlierer
Österreich
hat bei der Bildung im internationalen Vergleich großen Nachholbedarf.
Den unterdurchschnittlichen Bildungserfolgen stehen überdurchschnittliche
öffentliche Ausgaben gegenüber. Vor allem Migrantenkinder
sind schlecht in Lesen, Rechnen und Verstehen von Naturwissenschaften,
ergab die jüngste PISA-Studie 2010. Und: Buben gelten laut
PISA als "Bildungsverlierer", was aber von den Medien
unter den Teppich gekehrt wurde. An höhere Schulen und an Unis
kommt zudem fast nur, wer auch aus "gutem Hause" ist:
Familiärer oder Migranten-Hintergrund fällt für Kinder
und Jugendliche in Österreich viel stärker ins Gewicht
als in anderen Ländern.
(12.1.2011)
Rückblick, Ausblick
Unsere Webseite
will ja nicht in einen Wettstreit um die zeitgeistigste, grellste
oder bunteste treten. Wir konzentrieren uns auf Inhalte und lockern
mit Fotos auf. Dafür gibt es auch Anerkennung, z.B. schreibt
HK.V.:
"Eine ästhetisch wie auch inhaltlich gelungene Website
zum Thema Emanzipation der Männer. Ich schaue immer wieder
gerne herein und betrachte diese wunderbaren Fotos. Aber auch die
Texte sind sehr gut!" Auch A.Z. findet die Webseite ganz toll;
es sei ein Genuß, wieder schwarzweiß-Fotos zu sehen.
In einem Land
wie Österreich ist es allerdings nicht so einfach. Seit Barbara
Rosenkranz bei den Bundespräsidentenwahlen nur mäßig
abgeschnitten hat, kümmern sich auch Parteien am rechten Rand
kaum noch um Geschlechterfragen. Schon vor drei Jahrzehnten titelte
die "Presse": "Das Volk der Raunzer scheut die Tat!"
Der Soziologe Walter Hollstein stellte 1988 im Buch "Nicht
Herrscher, aber kräftig" fest, in katholischen Ländern
würde sich am wenigsten tun. Anneliese Rohrer wundert sich,
was sich die Österreicher alles gefallen lassen und spekuliert
in der "Presse" vom 27. Dezember 2010 unter dem Titel
"Wo ist der "Wutbürger" in Österreich?
Er hüllt sich in Schweigen" über "katholische
Unterwürfigkeit".
In Österreich
dominieren die "Betroffenheitsinitiativen" der ersten
Generation (Trennung/Scheidung). In Deutschland hat sich 2010 einiges
getan. Und das gibt zur Hoffnung Anlaß, daß es auch
in Österreich, wenn auch wie meist zeitverzögert, aufwärts
geht!
6.1.2011)
Neues aus der Anstalt (für Männer-Dressur)
Österreichs
Berufs-Oberfeministinnen wollen die Daumenschrauben bei Männern
weiter anziehen, sind sich aber über die Vorgangsweise uneins.
ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm will "Emanzipationskurse
für Männer". Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
bezweifelt, ob das funktionieren kann, denn "Die Machos kriegt
man sowieso in keinen Kurs für Emanzipation". Die Ministerin
hätte gern eine Diskussion über einen Pflicht-Karenzmonat
für alle Väter. Das wiederum geht nicht nur der ÖVP
zu weit, sondern sogar der grünen Frauensprecherin Judith Schwentner,
der sonst alles, was Heinisch-Hosek sagt oder tut, zu wenig ist:
Schwentner hält Zwangsverpflichtungen für problematisch.
(6.1.2011)
Kommt Aussetzung der Wehrpflicht?
Nach den Vorstellungen
der SPÖ schon. Das Bundesheer soll in ein kombiniertes Berufs-
und Freiwilligenheer (letzteres Soldaten, die sich für zwei
bis vier Jahre melden) umgewandelt werden. Koalitionspartner ÖVP
hält aber an der männerdiskriminierenden Wehrpflicht fest,
auch die FPÖ war schon immer für Wehrpflicht. Ob SPÖ
und ÖVP handelseins werden oder eine Volksabstimmung oder unverbindliche
Volksbefragung kommt, ist noch offen.
(6.1.2011)
Pensionsdiskriminierung der Männer klar gleichheitswidrig
Hermann Hansmann,
Experte der PHH Rechtsanwälte Wien, schreibt im "Wirtschaftsblatt"
(23. Dezember 2010):
"Das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen
von männlichen und weiblichen Sozialversicherten sieht eine
schrittweise Angleichung des Pensionsantrittsalters bis 2033 vor.
Das unterschiedliche Pensionsantrittsalter ist klar gleichheitswidrig,
hier geht es nicht um Schutz und Ausgleich für Frauen im Zusammenhang
mit der Doppelbelastung durch Beruf und Familie, sondern um eine
Diskriminierung der Männer. Da das primäre und sekundäre
Gemeinschaftsrecht grundsätzlich Vorrang vor dem gesamten nationalen
Recht, einschließlich des nationalen Verfassungsrechts, hat,
ist abzusehen, daß auch das Bundesverfassungsgesetz über
unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen
Sozialversicherten in dieser Form bis 2033 nicht bestehen bleiben
kann."
Allerdings:
Mag. Hansmann hat bisher auf Anfrage nicht geantwortet, ob der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte das männerdiskriminierende
österreichische Bundesverfassungsgesetz nicht bereits gutgeheißen
haben könnte, wie von der AK behauptet.
(6.1.2011)
Neuer Leitfaden für "diskriminierungsfreie Sprache..."
Das österreichische
Sozialministerium hat mit finanzieller Unterstützung des EU-Gemeinschaftsprogrammes
"Progress" einen 94seitigen "Leitfaden für diskriminierungsfreie
Sprache, Handlungen, Bilddarstellungen" (Vorwort Sozialminister
Hundstorfer) herausgegeben
https://broschuerenservice.bmask.gv.at/PubAttachments/leitfaden_diskrim_2010_web01.pdf
und bei Remaprint (Rema = Abkürzung Revolutionäre Marxisten)
drucken lassen.
Demnach ist z.B. die Wortwahl "Gewalt in der Familie"
zu vermeiden:
"Keine Neutralisierung der Täterschaft durch die Wortwahl
'Gewalt in der Familie'. Männliche Gewalt an Frauen ist konkret
zu benennen."
Der Mann ist Täter, die Frau ist Opfer - so sieht die "diskriminierungsfreie"
Wortwahl offenbar aus, denn für den umgekehrten Fall gibt es
keine Empfehlung (auch gegenseitige Aufschaukelung ist nicht berücksichtigt).
Dies obwohl der Gewaltbegriff im Leitfaden durchaus nicht auf körperliche
Gewalt reduziert ist: "Mit Hilfe von sprachlichen Äußerungen/Benennungen
kann anderen Gewalt angetan werden, denn wir handeln indem wir sprechen"
(S. 28). Nicht verwendet werden sollen auch Begriffe wie
"Familientragödie", "Fußballerfrauen",
"Ausländer haben eine andere Kultur" usw.
Um Stereotypien zu vermeiden, sollen Zeitungen auch keine Fotos
von muslimischen Frauen mit Kopftüchern mehr bringen, usw.
Das Abbilden und Benennen der Realität ist für Sozialministerium
und EU offenbar schon "diskriminierend", hier ist also
Neutralisierung = Verschleierung durchaus erwünscht. Kommentar
von Andreas Unterberger in seinem "Tagebuch": "Wenn
man ein Problem nicht mehr beim Namen nennen darf, dann ist es auch
nicht mehr vorhanden. So versuchen ja auch kleine Kinder mit der
Realität umzugehen."
(10. Dezember 2010)
Nachlese zum "Antifeminismus-Treffen" in der Schweiz
Am 30. Oktober
fand bei Zürich ein erstes internationales "Antifeminismus-Treffen"
statt. Initiiert u.a. vom bekannten Schweizer Politiker Rene Kuhn,
der in der Wortwahl öfter übers Ziel schießt, aber
trotzdem oder gerade deswegen Medienaufmerksamkeit erlangt hat.
Ein interessanter Vortrag wurde von Michail Savvakis gehalten:
http://www.antifeminismus.ch/downloads/warumantifeminismus.pdf
(10. Dezember 2010)
Kommt mehr
direkte Demokratie?
Die zunehmende
Politikverdrossenheit hat zu Überlegungen geführt, den
(je nach Lesart) "Mut-Bürgern" oder "Wut-Bürgern"
mehr zuzugestehen als nur alle vier oder fünf Jahre eine Partei
anzukreuzen. Damit sollen auch bessere Sachergebnisse erreicht werden.
Bei der Schlichtung zu "Stuttgart 21" wurde klar, wie
unzureichend der Kenntnisstand der Mandatare gewesen war, als sie
dem Projekt zugestimmt hatten. Künftig werden Großprojekte
kaum mehr durchsetzbar sein, wenn nicht alle Fakten auf dem Tisch
liegen, Alternativen ernsthaft geprüft werden und die Bevölkerung
in den Entscheidungsprozeß eingebunden wird.
Der grüne
Tübinger Bürgermeister Boris Palmer nahm bei der Schlichtung
in beeindruckender Weise den vorgesehenen Fahrplan für das
fragwürdige Bahnprojekt auseinander. Maßgeblich, daß
die Schlichtung überhaupt zustande gekommen ist, war aber der
Druck der Bürger. Die Grazer grüne Vizebürgermeisterin
Lisa Rücker hat bei den Koalitionsverhandlungen (im Gegensaz
zur neuen Wiener grünen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou)
auf die Zuständigkeit für Bürgerinitiativenangelegenheiten
verzichtet. Ohne Rückenwind von Bürgerinitiativen sind
aber viele ihrer Vorhaben nicht/kaum umsetzbar.
Österreichs
Grüne standen dem Gedanken der Basisdemokratie seit dem Auftreten
des Populisten Jörg Haider 1986 zunehmend ambivalent gegenüber.
Die Führung vermittelte den Eindruck, sich immer mehr von Bürgern
und Basis zu entfernen, elitäre Feministinnen gewannen an Einfluß
und verlassen sich zur Durchsetzung ihrer Ziele zunehmend auf EU-Vorgaben,
z.B. Gender-Mainstreaming-Direktiven aus Brüssel. Ob Grüne
angesichts von Protestbewegungen wie in Stuttgart zur Basis/Bürgermitbestimmung
zurückfinden, bleibt abzuwarten. Renate Künast, die Berliner
Bürgermeisterin werden will, gab jüngst beim Parteitag
in Freiburg, auf dem sich die Grünen als "Partei der Benachteiligten"
präsentierten, die Losung aus: "50% Frauen in die Aufsichtsräte".
Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder wies im "Fokus"
darauf hin, daß solche Forderungen an der Lebenswirklichkeit
der meisten Frauen vorbeigehen.
(28. November
2010)
Männer - die ewigen Gewalttäter?
Gewalt an Frauen
ist selbstverständlich zu verurteilen. Gewalt an Frauen in
den Familien ist aber keinesfalls ein "Tabuthema" (Grazer
SPÖ-Frauenstadträtin Martina Schröck gestern), sondern
wird von Fraueninitiativen beständig thematisiert und ist in
der Öffentlichkeit längst angekommen. Ganz im Gegensatz
zum Tabuthema Gewalt an Männern.
Dr. Peter Döge
von der Evangelischen Kirche Deutschland hat am 13. November die
Zusammenfassung der Sonderauswertung der Daten der Männerstudie
2009 mit dem Titel "Männer - die ewigen Gewalttäter?"
vorgestellt, 2011 wird dazu ein Buch erscheinen. Die Zusammenfassung
finden Sie auf
http://www.maennerarbeit-ekd.de/Dekade_2010_Sonderauswertung_3_Broschure.pdf
Der Verein
Freimann fordert die Politiker/innen auf, ihre einseitige und wissenschaftlich
unhaltbare Betrachtungsweise (Männer = Täter, Frauen =
Opfer) aufzugeben und dafür zu sorgen, daß auch männlichen
Gewaltopfern die gleiche Unterstützung zuteil wird, die weibliche
Gewaltopfer mit Recht genießen.
(26. November
2010)
EuGH beseitigt Pensions-Diskriminierung, aber nur der Frauen
Mit seiner
im November 2010 bekanntgewordenen Entscheidung hat der Europäische
Gerichtshof die Diskriminierung "Zwangspension für Frauen
mit 60" nun beseitigt. Frauen dürfen nicht mehr gegen
ihren Willen aus Altersgründen in Pension geschickt werden
und können bis 65 weiterarbeiten. Männer, die beispielsweise
mit 60 (zB. aus gesundheitlichen Gründen) in ASVG-Pension gehen,
erhalten hingegen, wenn sie nicht unter die "Hacklerregelung"
(40 Beitragsjahre) fallen, eine 15%ige Pensionskürzung (Abschläge,
4% für jedes Jahr vor 65, max. 15%). Diese Diskriminierung
hatten die herrschenden Parteien mit Bundesverfassungsgesetz verankert,
eine Gleichstellung soll erst 2034 erreicht sein.
(21. November
2010)
Volksbegehren gegen Wehrpflicht nur für Männer
Der Oberösterreichische
Kameradschaftsbund initiiert ein Volksbegehren. Er fordert zwar
eine "Allgemeine Wehrpflicht für alle Staatsbürgerinnen
und Staatsbürger", aber mit wählbaren Alternativen,
z.B. im Sozialbereich. Österreich wird sich allerdings dem
europäischen Trend zur Aussetzung/Abschaffung der Wehrpflicht
nicht entziehen können, weshalb das Ende dieser Männerbenachteiligung
in Sicht ist. "Bevor wir Frauen eine zusätzliche Belastung
aufbürden, sollten wir erst einmal für Chancengleichheit
für Frauen sorgen", kommentiert Landesrätin Elisabeth
Grossmann in FRONTAL das Volksbegehren. Doch diese ist nach jahrezehntelanger
Politik für Frauen weitestgehend hergestellt (heute wird eher
die Masse der Männer benachteiligt), auch wenn Frauenbeauftragte
und -vereine dies nicht zugeben können, um ihre Existenzberechtigung
nicht in Frage zu stellen und jedem, der die Dinge beim Namen nennt,
zumindest politische Unkorrektheit unterstellen. Wer gleiche Rechte
ohne gleiche Pflichten fordert, betreibt Rosinenpickerei. Ex-Nationalbankpräsidentin
Maria Schaumayer hätte übrigens sogar Bundeskanzlerin
oder Bundespräsidentin werden können - keine Spur einer
"gläsernen Decke" -, wollte sich das aber nicht antun.
(17. November
2010)
Studie: Freiwillige
höhere Doppelbelastung der Frauen
In "Psychologie
heute" Dezember 2010 Seite 15 schreibt Marion Sonnenmoser:
Seit Jahren beschweren sich Mütter darüber, daß
Väter sich zu wenig für den Nachwuchs engagieren. Mittlerweile
hat sich das Blatt aber gewendet: Immer mehr Väter verzichten
(zumindest für einige Monate) auf Geld und Karriere, um sich
ihrem Nachwuchs zu widmen. Und auch sonst finden es Väter der
jüngeren Generation heutzutage selbstverständlich, Windeln
zu wechseln oder bei den Schulaufgaben zu helfen. Mütter müßten
eigentlich erleichtert aufatmen, denn endlich herrscht jetzt auch
bei der Kindererziehung Arbeitsteilung. Tun sie aber nicht. Zu diesem
Ergebnis kam ein japanisch-amerikanisches Wissenschaftlerteam um
Takayuki Sasaki von der Osaka University of Commerce, das 78 amerikanische
Doppelverdienerpaare mit acht Monate alten Säuglingen zum häuslichen
Engagement befragte. Obwohl beide Partner einen Vollzeitjob hatten,
investierten die Frauen mehr Zeit in Haushalt und Erziehung als
die Väter und waren daher stärker doppelbelastet. "Schlimmer
noch für die Frauen war aber die Feststellung, daß Väter
sehr fähig und geschickt in der Kinderversorgung sein können",
so die Wissenschaftler. Diese Erkenntnis nagte nämlich am Selbstbewußtsein
der Mütter. Plötzlich fühlten sie sich weniger gebraucht
und mußten Kompetenzen und Fertigkeiten, die sie als ihre
ureigensten betrachtet hatten, auch anderen zugestehen.
Väterliches Engagement ist für Frauen daher ein zweischneidiges
Schwert, weil es einerseits entlastet, andererseits Konkurrenz bedeutet
und das Rollenverständnis als gut sorgende Mutter untergräbt.
Nach Meinung der Wissenschaftler verbringen selbst vollberufstätige
Mütter vermutlich deshalb mehr Zeit als Väter mit Haushalt
und Familienarbeit, um ihrem Selbstbewußtsein etwas Gutes
zu tun und ihrenm Rollenverständnis gerecht zu werden.
(Takayaki Sasaki, Nancy Hazen, William Swann jr.: The supermom trap:
Do involved dads erode moms' self-competence? Personal Relationships,
1/2010, 71-79)
(17. November
2010)
Ein Tabuthema
bröckelt: Wenn Frauen schlagen
Zum "Weltmännertag"
brachten 3Sat und ARD Beiträge zum Thema: Gewalt gegen Männer.
Auch dieses Tabu ist somit ins Wanken geraten.
http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/149186/index.html
(5. November
2010)
Was Großmutter noch erkannt hätte...
Inn der ARD-Themenwoche
"Essen ist Leben" wurde über die eher minderwertige
Industrie-Nahrung und die Tricks mit den Zusatzstoffen mit Recht
hergezogen. Auf WDR5 wurde geraten, nur das zu essen, "was
die Großmutter noch als Nahrungsmittel erkannt hätte".
Und bemerkt: Oft ist Wissen verloren gegangen. Kein Wunder, nach
40jähriger Abwertung der "Frauen am Herd".
(5. November
2010)
Mut zur Lücke: Mehr Wachstum durch weniger Kinder
Die alternde
Bevölkerung gilt als große wirtschaftliche Gefahr für
Länder wie Österreich. Doch die Angst vor einem Schrumpfen
der Bevölkerung ist zumindest übertrieben. Der Wiener
Demograph Wolfgang Lutz meinte im Ö1-"Journal-Panorama",
der Wohlstand ließe sich mit 1,5 bis 1,8 Kindern (derzeit
1,4) pro Frau halten, vorausgesetzt die Jugend bildet sich und gelangt
in höhere Berufe.
Laut einer Studie der TU Wien kann die schrumpfende Kinderzahl auch
zu einer Steigerung des Wirtschaftswachstums führen. Demnach
bräuchten wir uns vor einem Rückgang der Bevölkerung
in Österreich von derzeit 8,4 auf ohne Zuwanderung 7,4 Millionen
Menschen im Jahr 2050 (von der Statistik Austria gestern vorausgesagt)
nicht zu fürchten.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/607306/index.do
(4. November 2010)
Von großen und kleinen "Lohnlücken"
Nach der jüngsten
Mitteilung des deutschen Statistischen Bundesamtes beträgt
der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bei gleicher
Tätigkeit und Qualifikation durchschnittlich acht Prozent.
Nicht berücksichtigt dabei ist das zeit- und geldaufwendige
Pendeln, das bei Männern überwiegt und ihre höhere
Bereitschaft, im Beruf aufzugehen und damit (wenn auch auf Kosten
von Lebensqualität, Gesundheit...) mehr Ertrag für die
Arbeitsgeber zu erbringen. Feministinnen versuchen meist, die "Lücke"
künstlich aufzublasen, da sie die zentrale Grundlage ihrer
Agitation bildet. Bei solcher Betrachtungsweise ist auch kein Platz
für die viel größeren Lohnunterschiede zwischen
Fixangestellten und Zeitarbeitern/Leiharbeitern (ebenfalls überwiegend
Männer) trotz gleicher Arbeit (die Zeitarbeitsbranche erlebt
gegenwärtig einen regelrechten Boom). Angenehm auch für
die "oberen Zehntausend", denn die zunehmenden vertikalen
Ungerechtigkeiten werden durch die auf Horizontales fixierte femi-dominierte
öffentliche Einkommensdebatte in den Hintergrund gerückt.
(3. November
2010)
Der Welt-Männertag
3. November...
...wird im
Gegensatz zum Welt-Frauentag eher unbemerkt begangen. Zufällig
an diesem Tag findet in Deutschland ein "Integrationsgipfel"
statt. Männliche Dominanz bei Einwanderern wird von Soziologen
als Integrationsbremse angesehen. Da aber in westlichen Kulturen
der Mann ständig in Frage gestellt wird, verzichten die Zugewanderten
verständlicherweise darauf, sich so weit zu erniedrigen.
Das männerabwertende
Klima, das die Integration von Ausländern zusätzlich erschwert
und in Verbindung mit (gesetzlicher) Männerdiskriminierung
die Abwanderung von Einheimischen begünstigt, steht nicht auf
der Tagesordnung des Gipfeltreffens. Es besteht jedoch Hoffnung,
daß auch die Tage dieses Tabus gezählt sind.
(21. Oktober
2010)
Auch als
Verkehrsministerin: Doris Bures sorgt für Ärger
Besonders eingesetzt
hat sich die steirische Politik für den Weiterbau des Koralmtunnels
nach Kärnten, eines der wirtschaftlich unsinnigsten Projekte,
die der Gigantoman Jörg Haider initiiert hat. Trotz aller Budgetnöte
und versprochener ausgabenseitiger Budgetkonsolidierung sollen zehn
Milliarden Euro für eine wohl nur fiktive Verkehrsachse verschwendet
werden. Österreichs Verkehrtministerin Doris Bures bleibt,
allen Warnungen von Experten zum trotz, dabei und beweist, daß
Frauen keineswegs per se bessere Politik machen/wirtschaften. Die
Kosten tragen über die Defizitabdeckung bei den ÖBB Österreichs
Steuerzahler. Bures finanzierte übrigens als seinerzeitige
Frauenministerin die berüchtigten Plakate, auf denen Familienväter
dämonisiert wurden.
(21. Oktober
2010)
Zu den Wiener
Wahlen vom 10. Oktober
Wahlsieger
wurde bekanntlich die FPÖ, die von überdurchschnittlich
vielen, vor allem jüngeren Männern gewählt wurde.
Für die Grünen, die den Feminismus im Jahr 2001 offiziell
zu ihren Grundsätzen hinzugefügt hatten, setzte es eine
weitere Niederlage. Dies obwohl Medien wie insbesondere der "Standard"
oder der ORF (z.B. im Radiosender Ö1) laufend freministische
und grüne Zielsetzungen medial unterstützen.
Zu den gleichzeitig
mit den Landtagswahlen stattfindenden Bezirksvertretungswahlen trat
in sechs der 23 Bezirke eine Aktion für direkte Demokratie
an, einschließlich der relativ jungen Männerpartei. Von
den Medien totgeschwiegen, gab es in diesen Bezirken einen Stimmenanteil
von durchschnittlich 0,3 Prozent und keinen Sitz. Die Männerpartei
hält allerdings Wahlbetrug für möglich.
Aber auch bei
besserem Wahlergebnis wäre es wohl für die Männerpartei
sehr schwierig geworden, ihre Anliegen parteipolitisch durchzusetzen.
Bei den schwedischen Reichstagswahlen kandidierte eine feministische
Partei, gleichfalls ohne Erfolg. Alice Schwarzer war wahrscheinlich
gut beraten, ihre Energie nicht in Parteigründungen zu stecken.
(12. Oktober
2010)
"Gehaltsschere": Irreführendes der Frauenministerin
Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte am 28. September einen
für den öffentlichen Dienst gültigen Vergleich. Demnach
liegt die durchschnittliche Entlohnung von Frauen im Staatssold
16 Prozent unter jener der Männer. Fritz Neugebauer, Chef der
Beamtengewerkschaft, findet den Bericht "irreführend".
Frauen würden im öffentlichen Dienst völlig gleich
behandelt. Der niedrigere Durchschnittswert ergibt sich dadurch,
daß Frauen jünger und damit auf der Karriereleiter/bei
Vorrückungen weiter unten sind und weniger Überstunden
machen. Für Heinisch-Hosek dennoch "ein klarer Handlungsauftrag".
Der 29. September
wurde außerdem zum schon zweiten "Equal Pay Day"
im heurigen Jahr ausgerufen. Laut Lohnsteuerstatistik betrage der
Einkommensunterschied in Österreich bei ganzjähriger Vollbeschäftigung
26,9 Prozent. Diese Differenz wurde in der Ö1-Sendung "Von
Tag zu Tag" von den Feministinnen eines Vereins "Frauen
beraten Frauen" zu einem Unterschied "bei gleicher Arbeit"
aufgeblasen. Einem anrufenden Firmeninhaber, der dies in Frage stellte,
wurde mit dem Verweis auf OECD und Statistik Austria das Wort entzogen.
Wenn schon
Forderung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit", dann
bitte im Sinne von "Gleicher Lohn für gleiche Leistung
bei gleicher Arbeit", denn Unternehmern kommt es verständlicherweise
auf den Output an. Die Frauenforscherin und "Ökofeministin"
Claudia von Werlhof geht übrigens nach ihren Beobachtungen
in England davon aus, daß eine allfällige Gehälterangleichung
nur dazu führen wird, daß Männereinkommen nach unten
angeglichen werden.
(30. September
2010)
Neues Buch über Geschlechterdebatte: "Der Männerversteher"
Das von Dr.
Matthias Stiehler im deutschen Beck-Verlag erschienene Buch gehört
zu denen, die die männerpolitische Debatte entscheidend voranbringen
(laut Arne Hoffmann in seiner Rezension, Verhältnisse in Österreich
sind leider analog).
http://ef-magazin.de/2010/09/08/2519-geschlechterdebatte-redeverbote-wie-in-der-ddr
Schwierige Integration in feminisierte Gesellschaft
Über Integration
zu reden ist überfällig. Thilo Sarrazin hat eine Debatte
angestoßen, die auch für Österreich relevant ist.
Bisher hat sich die feminisierte Gesellschaft hauptsächlich
um das Wohl von Frauen gekümmert, alles hatte sich dem unterzuordnen
- Familie, Kind und natürlich auch der Mann, der die Frau auf
Händen tragen und versorgen, sie aber unabhängig lassen
soll. Männliche Tugenden werden konsequent abgewertet, der
Trash-Sender SAT 1 brachte am 7. September mit dem Filmtitel "Sind
denn alle Männer Schweine?" wieder ein Beispiel von Männerverachtung.
Nun werden Integrationsberichte vorgelegt und sowohl von Zuwanderern/Menschen
mit Migrationshintergrund wie von der einheimischen Bevölkerung
wird Beweglichkeit verlangt, damit Integration gelingen kann. Wie
soll es aber für männliche Zuwanderer attraktiv sein,
sich in eine Gesellschaft zu integrieren, die Männern Gleichberechtigung
vorenthält, sie quasi als Werkzeuge zum Nutzen der Frauen begreift
und fortlaufend darüber jammert, wie sehr Männer Frauen
benachteiligen und die Männer damit kleinhält? Ein Zuwanderer
wäre wohl schlecht beraten, als Partnerin eine diese Mainstream-Ansichten
teilende Frau auszusuchen, wenn er Alternativen aus seinem Herkunftsland
hat.
(9. September
2010)
Weiterhin Diskriminierung bei Öffi-Tarifen
Wie jedes Jahr
hat der steirische Verkehrsverbund im Juli die Ticketpreise um das
nahezu Doppelte der Steigerung des letztjährigen Verbraucherpreisindex
angehoben (Faktor 1,75). Diesmal stemmten sich SPÖ, KPÖ
und Grüne, die im Landtag die Mehrheit besitzen, dagegen, konnten
die Preistreiberei aber nicht stoppen. Beibehalten wurde (wie auch
bei anderen Verkehrsunternehmen) die Diskriminierung von Männern
zwischen 60 und 65 Jahren, die im Gegensatz zu Frauen ab 60 Jahren
keine Seniorenermäßigungen erhalten. Für den Fall,
daß die Diskriminierung abgeschafft würde, hat der Verkehrsverbund
mit weiteren Preissteigerungen gedroht.
Politiker wie
Landesrätin Edlinger-Ploder (ÖVP) sprechen von Angebotsverbesserungen.
Tatsächlich wird aber der ÖV in strukturschwachen Gebieten
seit 1997 kontinuierlich ausgedünnt. Fahrpläne sind oft
nicht aufeinander abgestimmt und die Werbung geht nicht selten am
Ziel vorbei. Auch auf die steigende Nachfrage beim Freizeitverkehr,
den der Verbund als "vernachlässigbare Größenordnung"
einstuft, wird unzureichend reagiert, wie unter anderem der Verein
"Fahrgast Graz-Steiermark" feststellt.
Offenbar nach
dem Motto "Quantität statt Qualität" produziert
der Verbund eine Unzahl fragwürdiger "Wanderfolder".
Darin propagiert er beispielsweise die Benutzung eines teuren Taxis
für die Raabklamm-Wanderung, was keine Alternative zum PKW
darstellt. Der Grazer Alpenverein führt hingegen jedes Jahr
am Ostermontag eine Wanderung durch diese längste Klamm Österreichs
mit Hilfe von Öffis durch, auf der Grundlage eines vergriffenen
Wanderfolders von Viktor Pölzl, der vom Verbund nicht mehr
aufgelegt wird.
(28. Juli 2010)
Zur Situation in Wien: "Männerdiskriminierung bei den
Wiener Linien"
http://www.wien-konkret.at/soziales/maennerdiskriminierung/wiener-linien/
Kommt Berufsheer
statt Wehrpflicht?
Am 1. Juli
hat Schweden die Wehrpflicht abgeschafft, nur mehr eine Minderheit
von sieben EU-Staaten hält daran fest bzw. ist in Österreich
und auch anderswo, zB. in Deutschland, die Diskussion entbrannt.
Der grüne
Wehrsprecher Peter Pilz forderte ein freiwilliges soziales Jahr
für beide Geschlechter, auch das BZÖ tritt für die
Abschaffung der Wehrpflicht ein. Da sie nur für Männer
gilt, benachteiligt sie diese und erzieht sie zu Befehlsempfängern.
Hauptgrund, warum andere Parteien und der Bundespräsident am
Status Quo festhalten wollen, ist der Umstand, daß er Vorausetzung
für den alternativen Zivildienst ist, der ebenso schlecht bezahlt
wird. Einige soziale Organisationen profitieren von den geringen
Kosten für bei ihne beschäftigte Zivildiener, was auch
auf das gesamte Lohnniveau im Sozialbereich abfärbt.
(17. Juli 2010)
"Geld oder Leben - was uns wirklich reich macht"
Mit diesem
Titel ist in der Reihe "Quergedacht" im oekom verlag München
(www.oekom.de) ein Taschenbuch von Veronika Brennholdt-Thomsen erschienen
(EUR 8,95). Sie ist Professorin an der Universität für
Bodenkultur Wien und leitet das außeruniversitäre Institut
für Theorie und Praxis der Subsistenz e.V. in Bielefeld.
Unser gesamtes
Tun ist darauf ausgerichtet, "Geld zu machen", um es anschließend
in Dinge zurückzutauschen, die wir wirklich brauchen - wie
essen oder ein Dach über dem Kopf. Was aber, wenn die Verwandlung
nicht mehr klappt, weil sich das Geld in Luft aufgelöst hat?
Spätestens dann ist es an der Zeit, unser Finanz- und Wirtschaftssystem
grundlegend zu hinterfragen.
Die Autorin
plädiert für selbstbestimmtes regionales Wirtschaften
jenseits von Wachstumszwang und Gelddiktat und dafür, handwerkliches
Tun wieder wertzuschätzen.
(16. Juli 2010)
Analog-Fotografie: Die Liebe zum körnigen Bild
Zwar kein eigentliches
Thema für Freimann, aber ein Link zu einem Artikel aus der
Wiener "Presse" dürfte durchaus Interesse finden.
Analoge Fotografie ist in den Bereichen Haltbarkeit, Dia und Schwarzweiß
nach wie vor überlegen.
http://diepresse.com/home/techscience/hightech/579306/index.do
(9. Juli 2010)
--
Alice Schwarzers
"EMMA" über "Die armen Männer"
In der Ausgabe
Sommer 2010 schreibt die "EMMA"-Autorin Annette C. Anton
(auszugsweise):
Männer
und Frauen haben sich in den letzten Jahren in eine Falle manövriert.
Immerhin haben sich die Frauen daraus ein wenig freigestrampelt,
indem sie mit dem Appell, was angeblich ein moderner Vater auch
für die Familie zu leisten hat, ihren Männern das schier
Unmögliche abpressen. Und die Männer tun das, was alle
in Bedrängnis Geratenen tun: Sie kämpfen oder sie flüchten.
...
Die Flucht jedoch ist meist eine Flucht raus aus der Familie und
hinein in noch mehr Arbeit.
...
Während die Frauen bei ihrem Lebensentwurf gewinnen - materielle
Sicherheit, Erfüllung des Wunsches nach Familie und Kindern,
vom Mann finanzierte Aus- und Fortbildungen -, verlieren die Männer
nichts Geringeres als ihre Männlichleit. Alles was sie ausmachte,
im Schlechten wie im Guten: also ihre Autonomie, ihr Machtstreben,
ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Standhaftigkeit, ihr Selbstbewusstsein
- all dies bleibt jetzt auf der Strecke. Und nicht etwa, weil Männer
Elternzeit nehmen, Windeln wechseln und mit den Kleinen auf den
Spielplatz gehen, sondern weil sie sich einem unmöglichen Lebenskonzept
unterworfen haben. Wir haben unsere eigene Überforderung einfach
an sie abgegeben, ohne einer Lösung des Problems wirklich näherzukommen.
Die Männer haben sich unseren aberwitzigen Forderungen gebeugt
und haben uns nichts entgegenzusetzen außer vielleicht die
heimlichen kleinen Fluchten in die Männerbündelei, in
Affären oder in die Karriere.
...
Ja, wir Frauen arbeiten uns seit Jahrezehnten an den Männern
ab und zu Recht kritisieren wir den Männlichkeistwahn. Noch
schlimmer ist es aber, wenn der Weiblichkeitswahn weiterhin in voller
Blüte steht.
(9. Juli 2010)
Väter
wie Windeln entsorgbar?
Bei einer parlamentarischen
Enquete zur gemeinsamen Obsorge, die Justizministerin Claudia Bandion-Ortner
nach deutschem Vorbild einführen will, gab es dafür einige
Unterstützung. Beispielsweise forderte Susanne Ferrari vom
Institut für Zivilrecht in Graz gemeinsame Obsorge "als
Pflicht, nicht nur als Recht" und auch für uneheliche
Kinder. Gegenwind kam von Feministinnen, der Frauenministerin und
Grünen, die ihr scheinbares Ideal und Privilegien der alleinerziehenden
Mütter in Gefahr sehen.
Der Grazer
"Armenpfarrer" Wolfgang Pucher von der Pfarre St. Vinzenz
in Eggenberg gilt als moralische Autorität. Angesichts steigender
Gewaltbereitschaft Jugendlicher in Eggenberg sprach er sich in G7
("Kleine Zeitung") dafür aus, der Jugend klare Grenzen
zu setzen. "Die Jugend tut mir aber auch leid, denn sie lebt
in einer Gesellschaft ohne Väter. Die modernen österreichischen
Väter ahmen die Frauen nach. Sie sind orientierungslos. Da
können die Buben nur chaotisch heranwachsen."
Anscheinend
hat es sich nicht genügend herumgesprochen, wie wichtig Väter
für ihre Kinder - etwa vom sechsten Lebensjahr bis zur Pubertät
- sind, um sie an die Außenwelt heranzuführen. Den pro-feministischen
Ideologen geht es nur darum, Väter in Karenz zu schicken und
zu "Wickel-Vätern" zu erziehen. Die Scheidungsexpertin
Brigitte Birnbaum bei der Enquete: "Man kann Väter nicht
in den Kreißsaal und in die Väterkarenz holen und dann
wieder verjagen."
(9. Juli 2010)
Zentren
für Familien mit Gewaltproblemen nötig
Die Betreiberinnen
des "Frauenhauses Graz" fordern die Finanzierung eines
zweiten Hauses. Der Soziologe Gerhard Amendt hält die Frauenhaus-Ideologie
für den falschen Weg, weil sie zu einer Zurückdrängung
professioneller Interventionen im Bereich gewalttätiger Paar-
und Familienkonflikte geführt hat. Politische Agitation und
Umerziehung von Männern und Frauen ersetzen hierzulande helfende
systemische Intervention für Familien mit Gewaltproblemen.
Obwohl repräsentative Untersuchungen belegen, daß Männer
wie Frauen gleichermaßen oft zuschlagen, wird Frauengewalt
im feministisch dominierten öffentlichen Diskurs ausgeblendet.
Siehe auch: Links, Gewalt.
(31.5.2010)
Frauen wollen (nur) für sich das Gleiche herausschlagen
Die Politologin
und Frauenforscherin ("Öko-Feministin") der Uni Innsbruck
Claudia von Werlhof im Ö1-"Gespräch" am 22./23.
April, Zitate:
Überall
wo Frauen jedenfalls in diese Institutionen hinein und dort aufsteigen
wollen, finden Sie überhaupt keine Veränderung. Die Frauen
haben, obwohl sie massenhaft vergleichsweise zu früher irgendwo
sind, nichts verändert und ich bin an der Uni wo ich was anderes
machen will die ganze Zeit und anderes mache. Da werde ich dann
bekämpft. Ist ja nur logisch, im Grunde genommen. Die meisten
anderen Frauen, die um mich herum etwa im akademischen Leben sind,
sind alle total angepasst und wenn sie sich als Gender-Frauen mit
Gleichberechtigung usw. aufführen, dann ist das ja nur ein
Mitmachen im System. Sie wollen für sich das Gleiche herausschlagen,
also praktisch wir wollen dasselbe tun können. Und sie sagen
ja nicht, wir wollen den Kapitalismus abschaffen oder gar das Patriarchat,
oder wir wollen das Militär nicht mehr haben oder so was, das
sagt ja niemand. Und auch Frauen, die bis dahin kommen, werden sicherlich
das nicht mehr sagen können, da gibt es natürlich eine
Auswahl.
...
Die Frage ist zu untersuchen, ob das (Frauenförderung) überhaupt
was gebracht hat
Was ändert sich durch das Gender Mainstreaming
oder durch das Gender Budgeting. Was ändert sich da? Was ist
denn für Frauen besser geworden? Im Gegenteil: Frauen gerade
jetzt im Neoliberalismus werden immer schlechter bezahlt. Also die
Gleichstellung läuft jetzt ja umgekehrt. Ich war in so ´ner
englischen Kommune wo ich das verfolgt hab, da werden die Männerlöhne
gekürzt und das ist die Gleichheit. Die ganze Tendenz geht
umgekehrt. Und die paar Frauen, die wirklich an irgendwelchen Machtpositionen
oder Managerinnen und so weiter sind, machen ja nichts anderes als
die Männer. Sie machen es nur noch perfekter als sie. Und da
wo die Masse der Frauen ist, die sowieso nicht dahin kommen, wird
das Leben immer schwieriger.
(26. April
2010)
Zum "Equal Pay Day"
Dieser wird
bekanntlich zweimal pro Jahr begangen, um die Zahl feministischer
Gedenktage aufzufetten. Der erste "TrauerInnentag" ist
heuer der 13. April 2010. Bis zu diesem Tag müssen Frauen angeblich
gratis arbeiten, um auf den männlichen Verdienst von 2009 zu
kommen. Dazu folgende Stellungnahme:
Warum sollten
Unternehmen, zumal in der jetzigen Krisensituation, Männer
einstellen, wenn doch Frauen angeblich die gleiche Arbeit um mindestens
15 Prozent billiger machen? Wenn Männern mehr gezahlt wird,
läßt sich dies nur durch höhere Produktivität
rechtfertigen. Männer sind motivierter, sich beruflich zu engagieren
und voranzukommen, weil der berufliche Erfolg ihren Status bestimmt
und ihre Frauen darauf Wert legen.
Frauen entscheiden
nach einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey über drei
Viertel der Haushaltsausgaben. Solange Frauen die "Versorge
mich"-Mentalität nicht ablegen, wird sich an der Tatsache
nichts ändern, daß sich Männer im Beruf mehr anstrengen
müssen, zum Beispiel auch Überstunden leisten, und für
ihre Firma damit auch mehr Ertrag bringen.
(13. April
2010)
Sibylle
Hamann sucht die Männerbewegung
Die Wiener
Feministin und Publizistin Sibylle Hamann hat sich für den
Wiener "Falter" die Väterrechtsbewegung vorgeknöpft.
http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1126
Laut Hamann
werden Vätern die Kontakte zu ihren Kindern "manchmal
aus guten ... Gründen" (welche?) vorenthalten. Die höchst
persönliche Betroffenheit hat zur Bildung motivierter Gruppen
und Vereine geführt, die ihre Baustelle konsequent bearbeiten
und damit ausgelastet scheinen. Diese ist zwar die hervorstechendste
und wohl auch schmerzlichste, aber nur eine von vielen Männerbenachteiligungen.
Hamanns Anpreisung
der Frauenbewegung als logische Verbündete einer "emanzipatorischen
Männerbewegung" wird bei Männerrechtlern nur Kopfschütteln
auslösen. Jedenfalls solange Feministinnen Männer als
Täter und Frauen als Opfer sehen, ihre institutionalisierte
Politik der Frauenbevorzugung durch Männerbenachteiligung fortführen
und sich im Fahrwasser von Neoliberalismus und EU-Bevormundung zu
bewegen scheinen.
Dem Verein
Männerberatung Wien, den Hamann als Argumentationshilfe benutzt,
scheint es eher darum zu gehen, Männer zu "bessern"
und auch psychotherapeutisch an Benachteiligungen anzupassen. In
einer Ö1-Sendung "Von Tag zu Tag" antwortete der
Vertreter dieses Vereins auf die Frage einer alleinerziehenden Anruferin,
was ihr Kind brauche: Sie und später Gleichaltrige - kein Wort
vom Vater.
(9. April 2010)
Frauenservice:
Aus den Augen, aus dem Sinn?
Der Grazer
Verein "Frauenservice" plant laut steirischem Nachrichtenmagazin
"Frontal" ein eigenes "College für Huren",
das "Sexarbeiterinnen" hilft, professioneller zu werden
und fordert die Vergabe eines Gütesiegels für Erotikbetriebe,
die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.
http://www.frontal.at/dox/content/1270023708.pdf
Ob der Verein
aber in der Lage ist, Frauen in Notsituationen qualitativ ausreichend
beizustehen? Vor drei Jahren erlitt eine 34jährige arbeitslose
Ausländerin, regelmäßige Besucherin des Vereinscafes
"Palaver", in diesem einen Nervenzusammenbruch und wurde
in die Sigmund-Freud-Nervenklinik eingeliefert, wo sie volle zwei
Monate ohne soziale Kontakte in der geschlossenen Anstalt verbrachte.
Weder hat der Verein sich selbst um die Frau gekümmert, noch
daran gedacht, ihre Bekannten aus einem Arbeitskreis, der zeitweilig
in diesem Cafe getagt hatte, zu informieren.
(6. April 2010)
Echo
Wir danken
allen, die uns zur Vereinsgründung/Homepage gratuliert/beglückwünscht
haben!
Auswahl:
"Sehr eindrucksvoll" (A.U.)
"Die Homepage ist super!!!" (W.L.)
"Mich spricht die Kombination politischer Inhalte mit ironisch-witzigen
und künstlerischen Beiträgen an." (T.W.)
"Es ist bitter nötig, daß was passiert
Es ist
Zeit." (C.G.)
"Bin der Meinung dass Freimann eine ziemliche Frechheit ist
in einer Welt in der immer noch mehr Frauen an Gewalt durch Männer
Sterben als Männer im Krieg!!!!!!" (S.E.)
Der "Grazer"
berichtete am 21. März 2010 ausführlich über die
Forderungen des Vereins.
(31.März 2010)
Feministin Ute Scheub über "Heldendämmerung"
Die Feministin
Ute Scheub macht derzeit mit ihrem 400-Seiten-Streitschrift-Buch
"Heldendämmerung" Furore. Positiv und bemerkenswert:
Sie anerkennt, daß auch Männer Opfer sind. Andererseits
sollen Männer aus Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft
und Gesellschaft verdrängt und durch Frauen ersetzt werden.
Dabei stellt sie, wie übrigens auch viele Männerrechtler,
nicht das Wirtschaftssystem in Frage. Sie überträgt stattdessen
unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung als Ziel die Femi-Anmaßung
"Frauen sind die besseren Menschen" auf die Spitzenpositionen
und verheißt unter dieser Voraussetzung auch den Männern
bessere Zeiten - möchte offenbar deren Frust für Femi-Ziele
instrumentalisieren.
Frau Scheub
möchte weiters den Männern die Chancen, die mit einer
Veränderung ihrer Rollenbilder verbunden wären, schmackhaft
machen. Doch dazu bräuchte es einen wechselseitigen, basisorientierten
Prozeß, keinen der wie der Genderismus von der EU von oben
herab aufgezwungen/übergestülpt wird.
(24. März
2010)
Sofortmaßnahmen zur Gleichstellung am 1. April in Kraft
Nach der Schelte
der Brüsseler EU-Kommission für Österreich, weil
die EU-Richtlinie zur Gleichstellung noch nicht umgesetzt worden
sei, soll der Grazer Gemeinderat folgende Sofortmaßnahmen
beschließen:
1.) Umbenennung
der Herrengasse in Gendergasse.
2.) Nachrüstung
der männlichen Denkmal-Figuren an der Rathausfassade mit Kochlöffeln
und Schürzen, um die Grazer Männer an ihre Pflicht zu
erinnern, die Hausarbeit halbe-halbe zu teilen.
3.)Verleihung
von Ehrenringen - durch die Ehrenringbeauftragte Gemeinderätin
Daniela Grabe - an die vier Frauen im Komplex des ErzherzogIn-JohAnna-Denkmals
auf dem Hauptplatz, da sie von patriarchal denkenden Kunstschaffenden
einst soweit unterhalb des Prinzen angesiedelt wurden, daß
sie ihm nicht das Wasser reichen können.
Die Maßnahmen
sollen am 1. April um 11.11 Uhr in Kraft treten.
(24. März
2010)
Alice Schwarzer: "8. März abschaffen!"
Die Feministin
Alice Schwarzer forderte soeben den "gönnerhaften 8. März"
endlich abzuschaffen: "Und machen wir aus dem einen Frauentag
im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer".
Bravo! Dazu folgendes Gedicht:
Der
Mann, das wissen wir ja schon,
ist Fußabstreifer der Nation.
Angeblich wäre er defekt,
doch was er braucht, ist mehr Respekt.
Derselbe wird ihm vorenthalten
von denen, die das Land verwalten.
Zwar sind oft Männer an der Macht -
Beherrschten hat es nichts gebracht.
Ein paar erfreuen sich am Licht,
Männer im Dunklen sieht man nicht.
Politikern, die sich nichts trauen
und Medien geht es nur um Frauen.
Und gutes Geld bringt immer wieder
das Singen alter Klagelieder.
Zwar ist die Platte nicht mehr jung,
ausgeleiert und mit Sprung,
unzeitgemäßes Ritual -
doch lohnt es sich noch allemal,
den Opferstatus aufzufrischen
und alte Mythen aufzutischen.
Am Jüngsten Tag werden wir sehen,
wenn die Toten auferstehen
und aufwärts in den Himmel schweben,
wird altes Klagen neu anheben.
Denn Feministinnen sind ausgeschlossen -
an "gläserner Decke" angestoßen.
Viktor Pölzl
10. März 2010 |
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