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Verein für Gleichberechtigung der Geschlechter
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Vordergründiger Bundeshymnen-Streit vor dem Hintergrund verfehlter Geschlechterpolitik

Ein emotionaler Streit um den Text der österreichischen Bundeshymne hat auch im Ausland Beachtung gefunden. Der Text wurde Ende 2011 vom Nationalrat verholprigt (statt: "Heimat bist du großer Söhne" jetzt "Heimat großer Töchter und Söhne" - vom Versmaß her eine Silbe zuviel) und wurde vom steirischen Volks-Rock&Roller Andreas Gabalier beim Formel-1-Zirkus am 22. Juni in Spielberg in der von Paula von Preradovic stammenden Originalfassung gesungen. Die grünen Wiener Frauen finden das "unmöglich", ernteten dafür aber im Volk weitaus mehr Gegenwind als Zustimmung. Österreich ist im übrigen nicht dafür bekannt, daß man sich streng an Gesetze hält. Und gerade bei den Grünen stand ja ziviler Ungehorsam hoch im Kurs. Gabalier meint, 90% der Österreicher wünschten sich den alten Text der Hymne zurück, sie seien bei der Änderung nicht befragt worden. Auch die "Interessengemeinschaft Autoren" zeigte für Gabalier Verständnis. Gabalier im Interview mit "Österreich" (29. Juni): "...auch ich finde Frauenrechte wichtig. Aber ich glaube, dass Frauen in Österreich schon lange nicht mehr minderwertig behandelt werden. 2014 muss man diesen ganzen Gender-Wahnsinn nicht auch noch betonen." "Ich habe das bei Länderspielen erlebt. Man sollte die Hymne mit Freude und Stolz singen. Aber wenn es zu der neuen Passage kommt, wird das positive Gefühl emotional unterbrochen und die Menschen fangen an, zu tuscheln. Die Leute wollen die neue Hymne einfach nicht."

Andreas Unterberger kommentiert in seinem Blog http://www.andreas-unterberger.at : "... Aber wenn sich ausgerechnet die grünen Frauen darüber erregen, dass Andreas Gabalier im Fernsehen den Bundeshymnen-Text von Paula von Preradovic und nicht den holprigen von einigen Kampffeministinnen verwendet, dann kann man Gabalier nur gratulieren. Preradovics Hymnen-Text wird im übrigen völlig unverändert bei sämtlichen Anlässen verwendet, wo ich dabei war, selbst wenn der politisch korrekte Text eingeblendet wird, den die Obrigkeit verordnet hat. Ob das nun ein Länderspiel oder eine ÖVP-Veranstaltung ist. Und dass bei Grünen jemals die Bundeshymne gesungen wird, würde mich ehrlich gesagt doch sehr überraschen. Noch mehr Sympathien gewinnt der Mann aber, wenn er mutig darauf hinweist, dass Österreich "ganz andere, viel wichtigere und dringendere Probleme hat, mit welcher sich die Politik beschäftigen und im besten Fall auch lösen sollte". Präziser kann man es gar nicht sagen. ..." Hubert Patterer in der Grazer "Kleinen Zeitung" (29. Juni): "Das Bewusstsein hat sich gewandelt, sodass die (ursprüngliche) Verszeile als verletzende Diskriminierung (der Frauen) empfunden werden kann und auch wird. ... Am anderen Ende nervt das jakobinische Eiferertum der Tugendwache." Der Ärger bei Männern über die Textänderung der Hymne gilt wohl in erster Linie dem bei dieser Gelegenheit aufkommenden, sonst gerne verdrängten Gefühl zunehmender Diskriminierung der Männer durch eine verfehlte Geschlechterpolitik bzw. Praxis, die nur Frauen fördert - soeben kündigte Heinisch-Hosek eine neue Aktion zur Gesundheit, aber nur von Frauen, an - und auch "Gender Mainstreaming" in diesem Sinne praktiziert. Und natürlich hatte oder hat Österreich, was Spitzenleistungen anbelangt, ungleich mehr "große Söhne" als "große Töchter". Jetzt hat eine Fraueninitiative mit "Wir sind die Töchter" auf sich aufmerksam gemacht und Frauen aus Heinisch-Hoseks Ministerium haben sich ihr angeschlossen, vielleicht weil sie sich für "große Töchter" halten? Und auf ihre Schulmeisterei Gabaliers auf Facebook hin hat die Ex-Lehrerin Heinisch-Hosek an die 18.000 meist negative Postings erhalten, leider auch unqualifizierte. http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/3832503/Nein-fur-das-Schulmeistern-des-Souveraens-werden-Sie-nicht-bezahlt (4.7..2014)

Schulische Benachteiligungen von Buben/Burschen hauptsächlich Migrantenproblem?

Wenn man schulische Benachteiligungen von Burschen schwerlich leugnen kann, lassen sie sich immer noch kleinreden. Indem man sie quasi auf ein Migrantenproblem reduziert und schon wird die Zahl der Betroffenen stark verkleinert. Und wenn es dem Feminismus dient, darf oder muß die übliche starre feministische Einteilung in "die Männer" und "die (benachteiligten) Frauen" vorübergehend aufgehoben werden, denn "die Burschen und die Mädchen als einheitliche Gruppen gibt es nicht". So Frau Elli Scambor, Chefin in der profeministischen, von öffentlichen Geldern abhängigen, 2013 umbenannten "Männerberatung Graz" in ihrem Kommentar in der "Kleinen Zeitung" vom 30. Juni ("Burschen als Bildungsverlierer?"; nicht online). Es gehe "nicht mehr um Geschlecht (allein), sondern um eine Reihe von Faktoren, denen letztlich mit diversitäts- uns lebenswertorientierenden Maßnahmen begegnet werden muss". Der Ansatz hat etwas für sich, aber wann wendet ihn Frau Scambor auch auf Bereiche an, in denen nach feministischer Lesart (nur) Frauen benachteiligt sind? http://diestandard.at/2000001766465/Abkehr-vom-maennlichen-Ernaehrer-Modell
(30.6.2014)

Heinisch-Hosek bläst "Gewalt gegen Frauen" wieder auf und ignoriert die gegen Männer

Eine Studie, in der nach Gewalterfahrungen ausschließlich von Frauen gefragt wurde, hatte Anfang März die übliche Alarmismusspirale auch in der österreichischen Politik und den Medien ausgelöst, obwohl Österreich ein vergleichsweise gutes Zeugnis ausgestellt wurde. Die grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek hätte sich vor 35 Jahren nicht vorstellen können, daß sich heutzutage noch immer jede dritte Frau in der EU und jede fünfte Frau in Österreich körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt sehe. In der fragwürdigen Studie wurde allerdings nach Gewalterfahrungen in der Vergangenheit (ab dem 15. Lebensjahr) gefragt und der Gewaltbegriff ist ausgesprochen weit gefaßt. Wie Heinisch-Hosek nun bekanntgab, soll im Herbst eine neue (wie üblich einseitige) Werbekampagne durchgeführt werden.

http://diestandard.at/2000002340061/NGOs-und-Frauenministerium-machen-gegen-Gewalt-an-Frauen-mobil http://diestandard.at/1392687262537/Heinisch-Hosek-lobte-Gewaltschutzgesetz http://www.cuncti.net/streitbar/691-von-monstern-und-papageien-die-eu-studie-zur-gewalt-gegen-frauen (26.6.2014)

Am 1. Juli saftige Tariferhöhungen bei steirischen Öffis (sofern man Ziele überhaupt erreicht)



Das ist der berühmte Grüne See bei Tragöß am Fuße des Hochschwabs. Dieses steirische Top-Ausflugsziel ist wie viele andere bekannte oder weniger bekannte Ziele an Wochenenden den Postbus-Einsparungen zum Opfer gefallen (obwohl der Bus manchmal sogar überfüllt war). Damit wird der positive Trend der letzten Zeit bei (vor allem jüngeren) Städtern, auf einen PKW zu verzichten, bestraft, indem ihr Bewegungsradius immer weiter beschnitten wird. Auch alpine Vereine beklagen diese Entwicklung.
Hingegen wenden die ÖBB, zu denen der Postbus mittlerweile gehört, Milliardensummen für fragwürdige Tunnelprojekte auf. Der Koralmtunnel zwischen Steiermark und Kärnten beispielsweise, eine Erfindung des Gigantomanen Jörg Haider, müßte ab 23 Uhr alle zwei Minuten von einem Güterzug durchfahren werden, wenn sich der Bau rentieren sollte, was aber vollkommen unrealistisch ist. Verkehrsexperte Hermann Knoflacher konstatiert bei den Österreichern einen anerzogenen "Tunnelblick", sie würden immer den größten Lügnern folgen ("Ganze Woche" 18. Juni).
Aufgrund einer vor zwei Jahrzehnten vereinbarten und noch immer gültigen Tarifautomatik steigen am 1. Juli wie alljährlich die Tarife des Verkehrsverbundes Steiermark um das 1,75-fache des Verbraucherpreis-Indexes des Vorjahres, also um durchschnittlich 3,5%. Die Jahreskarte sollte damit für eine Verbundzone 407 Euro kosten, die Politik wollte aber den Preis aus optischen Gründen mit 399 Euro ("nur" +2,8%) nicht über die 400-Euro-Marke steigen lassen, dafür steigen andere Tarife stärker (Halbjahreskarte +4,5%, Monatskarte +5,2%, Wochenkarte +5,5%). Damit liegt die Feinstaubhauptstadt Graz bundesweit an der Spitze, denn in Wien ist die Jahreskarte, bei ungleich größerem Angebot, mit 365 Euro gedeckelt, Tirol und Salzburg sollen dem Wiener Beispiel folgen. Wien hat noch dazu eine Jahreskarten-Ermäßigung für Senioren über 60 Jahren. Gegen die Preiserhöhungen gab es viele Unmutsäußerungen. Selbst dem Verein Fahrgast Steiermark, der noch jede Preiserhöhung toleriert hatte, reichte es diesmal. Er kritisierte, daß der Verkehrsverbund den vertraglichen Erhöhungsspielraum voll ausreizt. Frauenorganisationen haben hingegen wie immer geschwiegen, obwohl Frauen die Mehrzahl der Fahrgäste darstellen. Der Verkehrsverbund argumentierte in der Vergangenheit gerne mit gestiegenen Treibstoffpreisen - nach deren Preisentwicklung hätten die Tarife aber diesmal sogar sinken müssen. Denn im Jahr 2013, dessen Indexentwicklung die Berechnungsbasis für die Verbund-Tariferhöhungen bildet, sanken beispielsweise die Dieselpreise um -3,8%.
(18.6.2014)

Männer sind keine Schweine/Gender Mainstreaming als Förderung privilegierter Frauen
Zwei besonders lesenswerte aktuelle Beiträge!
http://manndat.de/geschlechterpolitik/interview-mit-sandra-hermann.html
http://www.cuncti.net/streitbar/757-genderdebatte-diversity-fuer-die-privilegierten
(18.6.2014)

2,5 Millionen Euro für Grazer Frauenhaus-Umbau
"Jeder, der unsere Großküche sieht, der schreckt sich", sagt Michaela Gosch, Leiterin des Grazer Frauenhauses. Eine neue Küche bekommt sie nicht, sondern gleich ein neues Haus: Die großzügige Stadt Graz steckt nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluß 2,5 Millionen Euro in den Umbau, der Anfang 2015 beginnt. Für Frauenstadträtin Martina Schröck (SPÖ) ein "Freudentag". Das 1981 gegründete Frauenhaus gehe "völlig neue Wege". Gosch: "Wir gehen als Erste in Österreich raus aus der Anonymität. Wir wollen uns nicht länger verstecken." Obwohl Schröck derzeit Frauenprojekte evaluieren läßt, hat sie die nicht gerade billige Investition auch ohne Evaluierung absegnen lassen.
Willkommensgrüße an einer Wand im Frauenhaus in zehn verschiedenen Sprachen könnten die politisch unkorrekte Frage provozieren, ob nicht zugewanderte Kulturen ein Problem darstellen. Die Frage nach der Herkunft von Tätern ist aber für Gerald Winter-Pölsler von der "Kleinen Zeitung" tabu. Stattdessen schreibt er (14. Juni): "Das Bild zeigt: Gewalt gegen Frauen ist keine Frage der Nationalität". Auch Gewalt gegen Männer ist in diesem Sinne keine Frage der Nationalität, aber kein Politiker würde für Projekte dagegen Millionen Euro locker machen.
(14.6.2014)

Nachlese zum Vatertag und: Eine Hand wäscht die andere


In der Schweiz waren Männerbenachteiligungen dem "SonntagsBlick" am 8. Juni eine Titelgeschichte wert.
http://www.blick.ch/news/schweiz/die-maenner-im-jahr-2014-jetzt-reichts-id2899521.html

Sogar der Wiener "Standard" kam nicht umhin, zum Vatertag ein Väterproblem zu erwähnen.
http://derstandard.at/2000001852230/Von-den-spezifischen-Beduerfnissen-obdachloser-Vaeter

In der Grazer "Kleinen Zeitung" wurde dem Vatertag extra viel Raum gewidmet. Der Therapeut und Pädagoge Josef Christian Aigner warnte darin vor den Folgen männerloser Erziehung. "Die Frauenministerin hat aber gleichzeitig diese unsäglich dumme Gewaltkampagne gemacht, in der der Vater ins Bild schaut und die Kinder Schutzwesten tragen. Da wird das Bild des bösen Vaters transportiert und viel Männerfeindliches verbreitet." http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3651896/sehnsucht-nach-vaetern-spuerbar-gefaehrlich.story

Es handelt sich dabei um ein erstmals zu Weihnachten 2007 erschienenes Plakat, finanziert von der damaligen Frauenministerin Doris Bures (SPÖ), das ihr viel Kritik auch von Frauen eingebracht hatte. Der subventionsabhängige profeministische Tendenzbetrieb "Männerberatung Graz", neuerdings "Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark", unterstützte Bures hingegen. Er fand die Kampagne gut und entließ einen Mitarbeiter, der in einem privaten Leserbrief Kritik an dieser Kampagne geübt hatte. Die Männerberatung müsse bestrebt sein, die sie fördernden Stellen nicht zu vergrämen. http://www.freimann.at/gesinnung_gelb.htm
(10.6.2014)

Kein Interesse an Feminismus: Genderprofessorin ist verzweifelt

Österreichs Paradefeministin Elfriede Hammerl im Wiener "Profil" (6. Juni): "Eine Universitätsprofessorin klagte mir kürzlich ihr Leid. Gendervorlesungen mit traditionell feministischem Inhalt würden mehr und mehr auf Unwillen stoßen. Wen interessierten schon ökonomische Gerechtigkeit oder die Aufteilung der Reproduktionsarbeit? Alte Hüte. Langweilig. ­Gefragt sei die Transgender-Thematik, darüber müsse debattiert werden." http://www.profil.at/articles/1423/567/375783/elfriede-hammerl-weiblichkeit
(6.6.2014)

Schwarze Löcher in der Statistik
Aufwendige milliardenteure Tunnelprojekte wie der Semmering-Basistunnel bringen nach einer neuen deutschen Analyse keinen volkswirtschaftlichen Nutzen, sondern Schaden. Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) war aber schon als Frauenministerin für die Förderung fragwürdiger Projekte zuständig und wird sich auch jetzt kaum umstimmen lassen. http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/3816493/Deutsche-Kritik-am-neuen-Semmeringtunnel

"Die Jungen werden abgehängt" titelt der "Standard". Aktuelle Studien kommen zum Ergebnis, daß "die älteren Menschen in Ländern wie Deutschland und Österreich erstmals mehr aus dem System heraus(bekommen) als sie einzahlen, und das ist historisch einmalig." Daß der ansonsten "gendersensible" "Standard" der Frage nachgeht, welches Geschlecht dafür verantwortlich ist und Nutzen zieht, ist nicht zu erwarten.
http://derstandard.at/2000001794911/Die-Jungen-werden-abgehaengt
(5.6.2014)

Steirischer Arbeitslosenzuwachs: 61,7% mehr Männer als Frauen

Ende Mai waren in Österreich 160.397 Männer (+16,7% gegenüber Mai 2013) und 130.495 Frauen (+14%) beim AMS als arbeitslos vorgemerkt, zusätzlich waren 79.251 Personen (Geschlecht nicht ausgewiesen) in Schulungen (+1,3%) wie Kritiker sagen versteckt. In der Steiermark stieg die Zahl arbeitsloser Männer von 17.385 (Mai 2013) um 2615 auf exakt 20.000 (+15%), bei den Frauen gab es einen Anstieg von 14.953 um 1.617 auf 16.570 (+10,8%). 9.309 Personen waren in Schulung (+1,3%).
Das steirische AMS hat für heuer einen Anteil von 51,3% an Fördergeldern für Frauen vorgesehen. Da pro arbeitslosem Mann somit deutlich weniger Fördergeld zur Verfügung steht, sind Männer auch stärker von der Zuweisung zu von Kritikern so genannten Sinnlos-Kursen betroffen, die im Paket eingekauft werden und daher auch nicht auf die speziellen Bedürfnisse der Betroffenen eingehen können.
Österreichweit sind verglichen mit Mai 2013 zusätzlich +22.930 Männer als arbeitslos vorgemerkt, um 42,7% mehr als Frauen (+16.067). Die Arbeitslosenzahlen der Männer liegen beständig über denen der Frauen, das Verhältnis Männer/Frauen beträgt österreichweit und steiermarkweit ca. 55:45 (ohne Schulungsteilnehmer). Wie berichtet (fehl)interpretiert das AMS das "Gleichstellunggebot" anscheinend so, daß eine Angleichung verhindert werden soll, auch wenn dadurch Männer diskriminiert werden. Buchempfehlung: Ulrich Renz, Die Tyrannei der Arbeit http://www.zeit.de/karriere/beruf/2013-10/buchtipp-ulrich-renz-tyrannei-arbeit
(3.6.2014)


Kein Geld für Männergesundheitszentrum

Die Stadt Graz löst den Vertrag mit dem "Frauengesundheitszentrum" auf, da die Subventionskosten explodiert sind. Im Jahr 1996 ging es noch um 30.000 Euro, inzwischen sind die jährlichen Kosten für die Stadt auf 184.901 Euro gestiegen, jährlich kommen aufgrund einer Indexklausel etwa 10.000 Euro dazu. Mit dem Geld der Stadt werden zweieinhalb (!) Dienstposten finanziert, insgesamt erhält das Zentrum von 14 Stellen Förderungen in Höhe von zuletzt 670.000 Euro. Frauenstadträtin Martina Schröck (SPÖ) ist zwar Feministin, hat aber nun die Notbremse gezogen, um die automatische Indexierung abzuschaffen, zumal die Budgetsituation der Stadt angespannt ist. Sylvia Groth, Soziologin und Geschäftsführerin, hat gegen die Neuverhandlung erfolglos mobilisiert und wurde dabei von "Standard", Grünen, KPÖ und dem "Grazer Frauenrat" unterstützt. http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3642398/184-901-euro-fuer-2-5-dienstposten-pro-jahr.story
Einmal abgesehen von der Frage, ob die Förderung des Grazer Frauengesundheitszentrums angemessen ist: Auch die jüngsten statistischen Zahlen über die Lebenserwartung in Österreich belegen, dass Männer im Schnitt fünf Jahre kürzer als Frauen leben (78,5 gegenüber 83,6 Jahre). Daher besteht dringender Bedarf nach einem Männergesundheitszentrum.
(29.5.2014)

Zum Ergebnis der EU-Wahlen

Bei den EU-Wahlen in Österreich gewann die FPÖ erwartungsgemäß Stimmen und zwei Mandate, aber auch Grüne und Neos je ein Mandat dazu, während die ÖVP eines verlor. Die Liste Hans-Peter Martin ist nicht mehr angetreten, auch das von Auflösungserscheinungen geplagte "Team Stronach" hat verzichtet.

Bei den Kleinparteien schlug sich das Bündnis "EU-Stop" am besten und erreichte mit 2,8% einen Achtungserfolg, der noch deutlicher geworden wäre, wenn nicht Meinungsforscher die Gruppierung als unbedeutend (unter 1%) abqualifiziert hätten. Bei den unter 30jährigen wählten laut Sora-Institut 18% der Männer und 14% der Frauen ÖVP, bei der SPÖ 14 bzw. 22%, FPÖ 33 bzw. 16%, Grüne 17 bzw. 32%, Neos 13 bzw. 16% (Schwankungsbreite 3,2%). http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/eu-wahl14.html
http://fm4.orf.at/stories/1739383/

Das Trommelfeuer der Medien zur Erhöhung der Wahlbeteiligung blieb erfolglos. EU-Gegner und Kritiker wurden nicht nur von den etablierten Pro-EU-Parteien, sondern auch z.B. vom eigentlich zur Objektivität verpflichteten ORF als "Anti-Europäer" verunglimpft. Wie schon vor zwanzig Jahren vor dem EU-Beitritt ("Gemeinsam statt einsam") wurde medial häufig suggeriert, ein auf sich allein gestelltes Österreich wäre verloren und nur die EU könne die Probleme lösen. Dieses Geschäft mit der Angst hat auch 2014 eine gewisse Wirkung nicht verfehlt.

Der Geschlechter-Gap bei den Stimmen für die einzelnen Parteien ist bei FPÖ und Grünen am größten, das Verhältnis bei den Jüngeren jeweils 2:1 zugunsten der Männer (FPÖ) und Frauen (Grüne). FPÖ und Grüne sind auch die Parteien, die die meisten Stimmen jüngerer Wähler erhielten. Die Schlußfolgerungen unterscheiden sich , laufen jedoch seit Längerem aufs Gleiche hinaus: Während die Grünen sich als "Frauenpartei" konsequent für Frauenbevorzugung einsetzen, versucht H.C.Strache (FPÖ) wenngleich mit geringem Erfolg den Gap zu verringern und Frauen z.B. damit zu ködern, daß er Frauenbevorzugungen wie den früheren Pensionsantritt unangetastet lassen will. Daß ihm dadurch die männlichen Wähler davonlaufen könnten, befürchtet er offenbar nicht. Ein Trugschluß? Politikberater Thomas Hofer kommentierte ("Standard" 27. Mai), die FPÖ sei glorios gescheitert, ihre Basis zur Wahl zu bringen. "Die FPÖ hatte zu wenig klare Botschaften, was sie will." Seine (Straches) Klientel sei vor allem zu den Nichtwählern abgedriftet, von Männern unter 30 Jahren gingen zwei Drittel erst gar nicht zur Wahl.
(27.5.2014)

Conchitamania
Seit bald 2000 Jahren warten Christen auf die Wiederkehr. Die Kunstfigur Conchita Wurst (recte Tom Neuwirth), die den Song Contest 2014 gewonnen hat, scheint bewußte oder unbewußte Sehnsüchte zu bedienen: Der Kopf an überlieferte Christusbilder angeglichen, mit Frauenkleidern Verschmelzungsphantasien der Geschlechter bedienend (womit wir dem Wunsch, göttliches Ebenbild zu sein, vielleicht ein Stück näher kommen). Mit dem Lied "Phönix" wird quasi Auferstehung gefeiert, nur die Wundertätigkeit läßt noch zu wünschen übrig. Für das Boulevardblatt "Österreich" ist Conchita aber bereits ein "Wunder": "Alle lieben sie." (18. Mai). Das französische feministische Kollektiv La Barbe (Der Bart) strahlt: "Sie müssen zugeben, daß unsere neueste Werbekampagne bei der Eurovision richtig gut gelaufen ist." ("Presse" 17. Mai). Die grüne EU-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek, die Frauen, Lesben und Schwule bei der EU vertritt, soll laut einem Sprecher ihres Unterstützungskomitees die Rolle von Wurst im EU-Parlament übernehmen.

Die Botschaft des neuen Hoffnungsträgers lautet "Toleranz". Diese wird aber nicht unbedingt jenen entgegengebracht, die Zweifel an der Conchitamania anmelden. Sie gelten schnell als "homophob" und schweigen daher lieber. Sogar der harmlose Satz des Chefredakteurs der Grazer "Kleinen Zeitung" Hubert Patterer "Ein begabter, in seinem Geschlecht verunsicherter junger Mann singt sich furios über die Anfeindungen hinweg" ließ die grüne feministische Grazer Stadträtin Lisa Rücker für die "Grünen andersrum" zur Feder greifen und leserbriefend protestieren. Dabei sind es doch profeministische Strömungen wie im Berliner Verein "Dissens", die es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht haben, die geschlechtliche Identität von Buben durch Verunsicherung gezielt in Frage zu stellen. Zugleich wird Männlichkeit an sich im öffentlichen Diskurs häufig abgewertet oder lächerlich gemacht. Mit ein Grund, daß Heranwachsende bei ihrer Suche nach "positiver" Identität nicht selten bei Rechtsaußengruppen oder zum Beispiel Islamisten landen.
(19.5.2014)


Flexibler Pensionsbeginn findet immer mehr Anhänger
Immer mehr Politiker in Deutschland sprechen sich für einen flexiblen Rentenbeginn aus, den die Arbeitnehmer selbst bestimmen können (FAZ 12. Mai: "Die Rente mit 60 - oder auch erst mit 70"). Unterstützung für die "Flexi-Rente" kommt auch von Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) im Interview im "Spiegel" (19. Mai). Auch der Verein Freimann hat eine Abkehr von starren Altersregelungen hin zum selbstbestimmten Pensionsantrittszeitpunkt vorgeschlagen.
(19.5.2014)


Ein seltsames AMS-Interview
In der Beilage der steirischen "Kronen-Zeitung" vom 14. Mai mit dem Titel "Wirtschaft Steiermark" ist zu lesen "baten wir die stellvertretende Chefin des steirischen Arbeitsmarktservices, Christina Lind, zum Interview". Feststellung des anonymen Interviewers: "Die Arbeitslosenquote ist bei Frauen, gering Qualifizierten sowie bei älteren Personen besonders hoch." Eine Falschaussage, die auf einer Aussage von Lind selber fußt, siehe Link im untenstehenden Beitrag vom 6. Mai. Tatsächlich sind konstant mehr Männer als Frauen arbeitslos und kommen im April 2014 auf zwei zusätzliche steirische arbeitslose Frauen drei zusätzliche arbeitslose Männer (Vergleich mit April 2013). Wer da wohl Frau Lind interviewt hat?
(14.5.2014)

Arbeitslose: Männer stärker betroffen, doch AMS fördert lieber Frauen

Im April waren in Österreich 170.567 Männer (+13,4% gegenüber April 2013) und 136.950 Frauen (+11,6%) arbeitslos gemeldet, dazu kommen noch 82.772 Personen in Schulung. Die Aussichten sind düster, vor allem Ältere haben es sehr schwer, wieder eine Arbeitsstelle zu finden. Bei den über 50jährigen gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 22,2%.

In der Steiermark nahm die Zahl arbeitsloser Männer um 2.125 (+10,9%) auf 21.552 und die Zahl arbeitsloser Frauen um 1.420 (+9%) auf 17.253 zu (ohne Schulungsteilnehmer). Die stv. Landesgeschäftsführerin des AMS Steiermark und Frauenreferentin Christina Lind behauptet dazu mit einem Grad an Realitätsferne, wie er unter Frauenreferentinnen anscheinend nicht untypisch ist, auf der Webseite des steirischen AMS: "Besonders betroffen davon (Arbeitslosigkeit) sind derzeit Frauen, Ältere und Personen mit Vermittlungseinschränkungen." "Wie schon in den letzten Monaten ist auch im April die Arbeitslosigkeit unter Frauen fast gleich stark gestiegen wie die unter Männern." http://www.ams.at/_docs/600_medieninfo-monatsdaten_1404.pdf

Das steirische AMS ist bekanntlich auf die diskriminierende Praxis stolz, auch 2014 über 50% der Fördergelder (Zielwert 51,3%) für Frauen auszugeben. Die Behauptung der Frau Lind kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß auf zwei zusätzliche arbeitslose Frauen in der Steiermark drei zusätzliche arbeitslose Männer kommen, Männer also zahlenmäßig stärker von Arbeitslosigkeit und deren Zunahme betroffen sind und daher jedenfalls in Summe stärker als Frauen gefördert werden müßten.

Dazu kommt, daß vor allem für die mittlere und ältere Männergeneration Arbeitslosigkeit einen weit einschneidenderen Eingriff in ihr Leben als für Frauen bedeutet. Der Grund liegt darin, daß sich arbeitslos gewordene Frauen eher in einen ihnen gewohnten Bereich, nämlich den Haushalt, zurückziehen können, während Männer vor allem bei längerer Arbeitslosigkeit oft in ein Nichts fallen.

In einer Reaktion auf unsere Beschwerde schreibt Frau Lind unter anderem, das AMS würde entlang seiner quantifizierten Ziele agieren, die das Eigentümergremium (das sind die Sozialpartner) vorgibt. Das Arbeitsmarktservice weise im Arbeitsmarktservicegesetz auch Gleichstellungsziele auf, "die sich auf den Umstand beziehen, existenzsichernde Erwerbsarbeit für Männer und Frauen zu gewährleisten sowie der Segregation am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken." Mit den Gleichstellungszielen ist offenbar nicht gemeint, die Zahl arbeitsloser Männer an die Zahl arbeitsloser Frauen anzugleichen (wie es im Falle umgekehrten Grades der Betroffenheit wohl selbstverständliches Ziel wäre), sondern im Gegenteil einem Angleichungstrend entgegenzuwirken.

http://derstandard.at/1397522519799/Arbeitsloe-Betreuungse-vermissen-persoenlich
(6.5.2014)

Tussikratie: Falsche Frontlinie in Geschlechterdebatte

Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling, Autorinnen des von uns schon erwähnten Buches "Tussikratie", im Gespräch mit der Wiener "Presse am Sonntag": "Die Geschlechterdebatte suggeriert eine falsche Frontlinie - hier die Männer, da die Frauen. ... Männer haben kein Bewußtsein für die Unterdrückung, die ihnen durch das geläufige Männerbild angetan wird."

Der Soziologe Gerhard Amendt zu diesem Thema: "Mir wird immer klarer, dass Männer sich selbst vernachlässigen, weil sie innerlich darauf geeicht sind, zuerst einmal an Frauen zu denken. Sie denken auch an sich, aber selbst dann ist es an die Frage gebunden, ob sie das im Dienste des Wohlbefindens von Frauen tun oder ob sie sich egoistisch über Frauenbelange hinwegsetzen. Dass es dazu keine Forschung gibt und auch keine geben wird, hat damit zu tun, dass damit alles in Frage gestellt würde, was Männer bislang von Frauen erpressbar macht und womit sie sich, nicht minder gewichtig, auch selbst unter Druck setzen und damit auf Glück und Zufriedenheit verzichten. Die Kultur der Schuldzuweisung, die die Grundform der meisten Feminismen bildet, würde ins Leere greifen. Dass die meisten Männer sich gegen die Schuldzuweisungen des Feminismus nicht wehren, bestätigt diese These."


Tatsächlich kultivieren Feministinnen das Trugbild des aufgrund seines Geschlechts zum Beispiel am Arbeitsmarkt privilegierten Mannes, ein Bild, das sich viele Männer aus Bequemlichkeit zu eigen gemacht haben, zumal da es das Selbstwertgefühl hebt und kein Nachdenken über die eigene Rolle erfordert. Hier treffen sich Feministinnen zum Beispiel mit H.C.Strache (FPÖ). Als die "Kleine Zeitung" am 25. April ein Symbolbild (Frau mit gerunzelter Stirn und Daumen nach unten) als Titelbild zur Schlagzeile "Frauen dürfen nichts billiger kriegen" brachte, waren Leserbriefe sowohl von Frauen wie auch Männern vorprogrammiert, die sich mit der üblichen Falschbehauptung, Frauen würden ein Viertel weniger Geld für gleiche Arbeit bekommen, gegen Gleichbehandlung zu Wehr setzten.

Thomas Wirnsberger, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Großarltal, will zwar künftig keinen Gratis-Schipaß für Frauen mehr anbieten, aber "besondere Leistungen, Ermäßigungen und ein Rahmenprogramm schon". Er will auch an der Bezeichnung "Ladies Week" festhalten. Solche Wochen finden auch bei der Elektronikkette Red Zac statt.


http://diepresse.com/home/leben/mensch/3800610/Unter-Tussis

http://www.cuncti.net/streitbar/720-politik-heizt-feindseligkeit-zwischen-den-geschlechtern-an

(4.5.2014)


Aus für diskriminierendes "Preiszuckerl" nur für Frauen


Die jährliche Aktion der Hotels und der Planaibahnen im Ennstal "Schiurlaub speziell für Frauen - Schiwelt amade Ladies Week" mit Gratis-Schipaß, Gratis-Schitesttag und Gratistag mit einem Schiführer für Frauen, die in der letzten Märzwoche sieben Übernachtungen buchen, wird nicht mehr wiederholt, weil Imageschäden wegen Diskriminierung und Schadenersatzklagen von Männern befürchtet werden. Gleichbehandlungsanwältin Theresa Hammer bestätigte, daß es sich um einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz handelt.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3613362/preiszuckerl-fuer-frauen-sind-verboten.story
(25.4.2014)

Studie über negative Auswirkungen von Geschlechtsstereotypen auf Männer
Sandra Hermann über ihre Bachelorabschlußarbeit
- Text als pdf hier: >>Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob sie eher einem Mann oder eher einer Frau unvoreingenommen gegenüber treten können? Trauen sie Gutmütigkeit und Fürsorge eher einer Frau oder eher einem Mann zu? Sind Aggressionen und Wut eher männliche oder eher weibliche Eigenschaften? Und wie kommen Sie zu Ihrem Urteil? Genau dies habe ich mich auch gefragt und bin fast über mich selbst erschrocken, wie schnell wir Dinge, Personen oder Personengruppen in eine bestimmte Schublade stecken und welche Auswirkungen sich dadurch nicht nur auf das alltägliche Miteinander, sondern auch auf Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ergeben. Es kann zu Vorurteilen, Ungerechtigkeit, mangelndem Mitgefühl und fehlender Hilfsbereitschaft bis hin zu Provokationen und Aggressionen kommen. Für die Gruppe der Frauen und andere marginalisierte Gruppen wurde die Gefahr von Vorurteilen und die dadurch entstehende Benachteiligung erkannt und seit geraumer Zeit erfolgreich politisch und gesellschaftlich dagegen angegangen. Doch wie steht es um die andere Hälfte der Menschen – inwiefern kommt die gleiche Förderung und Unterstützung auch den Männern zugute? Um das herauszufinden habe ich mich in meiner Bachelorabschlussarbeit mit dem Titel: "Männer sind Schweine!": Negative Auswirkungen von Geschlechtsstereotypen auf Männer am Institut für Psychologie / Lehrgebiet Sozialpsychologie an der FernUniversität in Hagen mit diesem Thema befasst und hierfür wissenschaftliche psychologische Erkenntnisse zusammengetragen und ausgewertet. Ich habe mich mit dem in unserer Gesellschaft vorherrschenden Männerbild, Geschlechtsstereotypen und sich den daraus resultierenden Problemen für die Gruppe der Männer beschäftigt, in der Hoffnung, dass auch für Männer geschlechtsstereotypes Handeln und Denken erkannt und hinterfragt wird Empathie und Unterstützung nicht von der Geschlechtszugehörigkeit abhängt ein harmonischeres Verhältnis innerhalb der Geschlechter entstehen kann Voreingenommenheiten und Ungerechtigkeiten erkannt und abgebaut werden können dadurch in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein differenzierteres Männerbild entstehen kann, als es momentan vorherrscht Meine Hoffnung ist es, dadurch bei den Lesern eine Überprüfung der eigenen Einstellung und Sichtweisen zu diesem Thema anzuregen und bewusster die Gesamtsituation zu diesem Thema wahrzunehmen, um damit das Miteinander für alle zu verbessern.<<
(15.4.2014)

Leben wir in einer "Tussikratie"?
Arne Hoffmann in einer Buchrezension über das im März bei Heyne erschienene Taschenbuch.

Übrigens: Der Verein Freimann verwendet den Begriff "Makulismus" nicht.
http://www.genderama.blogspot.co.at/2014/04/neues-buch-fragt-leben-wir-in-einer.html
(15.4.2014)

Grazer feministische "Primadonna" Grete Schurz wird 80

An Selbstbewußtsein hat es ihr nicht gefehlt: Grete Schurz, die sich selber als "Primadonna" bezeichnet. In den 1980er Jahren war es ihr langweilig geworden, nachdem die Kinder außer Haus waren, sie brauchte eine Beschäftigung, begann Psychologie zu studieren und startete ihre Karriere als Feministin. 1986 setzte sie die Einrichtung der Frauenbeauftragten der Stadt Graz durch und blieb bis 1994 in dieser Funktion. Mittlerweile ist der Feminismus innerhalb und außerhalb des Grazer Rathauses fest verankert und der kostspielige Posten einer eigenen Frauenbeauftragten überflüssig geworden, was selbst Frauenstadträtin und Feministin Martina Schröck (SPÖ) zu ahnen scheint. Aber für Jubelartikel zum Geburtstag am 29. April, zum Beispiel in der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 13. April aus der Feder von Gerald Winter-Pölsler, ist in den Medien immer Platz. (13.4.2014)

"Manche Frauen bekommen alle Karrierechancen und nehmen keine davon"

Warum Frauen zum Gutteil selber schuld sind, wenn sie auf der Karriereleiter nicht nach oben kommen (wollen) und warum sie gegen Quoten ist, erklärt Barbara Potisk, Finanzvorstand im Feuerfest-Konzern RHI, im "Standard"-Interview (Print 12.4.). Im übrigen sucht auch "Neos"-Gründer Matthias Strolz noch dringend Frauen, die die Chance Karriere in seiner Partei ergreifen. Medien wie "Profil" hatten ihm vorgeworfen, zuwenig Frauen in Spitzenpositionen zu haben. "Neos"-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl ist Angelika Mlinar, die die Partei zum Beispiel in der Frauenquotenfrage ins feministische Fahrwasser führen will und nur von "Wählerinnen" statt "Wählerinnen und Wählern" spricht. http://derstandard.at/1395364885105/Wir-fallen-in-ein-neues-Biedermeier
(12.4.2014)

Arbeitlose werden "versteckt", Männer bei Fördergeldern weiterhin diskrimimiert

Österreich erkauft sich seine im EU-Vergleich günstigen Arbeitslosenzahlen durch kostspielige Frühpensionierungen und Weiterbildungsprogramme, kritisierte die Denkfabrik "Agenda Austria". Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug demnach im Jahr 2013 10,2% und nicht 5% (Eurostat) oder 7,6% (AMS).
Im März 2014 waren laut AMS bundesweit 187.374 Männer (+6,2% gegenüber März 2013) und 131.801 Frauen (+16%) arbeitslos, dazu kommen 83.148 Personen in Schulungen. Der stärkere Anstieg bei den Frauen erklärt sich hauptsächlich durch den kalten Winter im März 2013, der die Baubranche getroffen hatte und durch die heuer späteren Ostern, wodurch die Beschäftigtenzahlen im Handel und Tourismus im März gelitten haben.
In Medienberichten wird die Zahl arbeitsloser Frauen hervorgehoben, so sieht z.B. die "Steirerkrone" bei Frauen Handlungsbedarf. Sieben im März 2014 vom AMS als arbeitslos registrierten Frauen stehen aber bundesweit ebenso wie steiermarkweit zehn arbeitslose Männer gegenüber. Eine Gleichstellung bei den Arbeitslosenzahlen wird nicht angestrebt, im Gegenteil: Das steirische AMS will auch 2014 über 50% der Fördermittel für Frauen ausgeben und ist, seinen Inseraten nach zu schließen, auch noch stolz auf diese Männerdiskriminierung.
(2.4.2014)

ÖNORM ohne Empfehlung gegen Binnen-I

Nach Protesten von Feministinnen, die ihr Phallus-artiges Symbol Binnen-I in Gefahr sahen, streicht die zuständige Kommission die Empfehlung, auf das Binnen-I zu verzichten, aus dem Entwurf der Neufassung der ÖNORM A 1080.

Der Verein Freimann argumentierte in seiner Stellungnahme ähnlich wie die Schriftstellerin Isabella Straub, die in der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 23. März 2014 schrieb:
"Vergrabt das Binnen-I an der nächsten Biegung des Sprachflusses! Ich weine ihm keine TränIn nach. Das Binnen-I ist
1) hässlich: ein Balken, brutal ins Herz des unschuldigen Wortes gerammt.
2) tückisch: Oder stolpern Sie etwa nicht über 'PolInnen'?
3) verlogen: ein Schönwetter-Trick. Nie lesen wir von TerroristInnen oder PsychopathInnen.
4) diskriminierend: Wo bleiben Transgender, Hermaphroditen, Intersexuelle? Wenn schon, dann bitte ein ganzes Binnen-ABC. Oder zumindest ein Binnen-XY ungelöst."

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1586391/Was-bitte-soll-das-Wort-LehrerInnen-denn-bedeuten
http://diepresse.com/home/meinung/cultureclash/1578653/Gendersprache
http://diepresse.com/home/meinung/pizzicato/1585819/Diskriminierende-Genderanten
(2.4.2014)

Suche nach (anachronistischer) Grazer Frauenbeauftragter vorerst ausgesetzt

Vorerst wird der Posten der unabhängigen Frauenbeauftragten für das Grazer Stadtgebiet nicht neu ausgeschrieben. Bekanntlich haben sich auf die erste Ausschreibung hin 42 Frauen gemeldet, denen aber mangelnder feministischer Eifer angekreidet und das Bestellungshearing abgeblasen wurde. Es wird zunächst eine Evaluierung von Kosten (laut "Grazer" 80.000 Euro pro Jahr für die Institution, diese Subvention ist etwa das Hundertfache dessen, womit Umweltvereine in der Feinstaubhauptstadt Graz rechnen durften) und Nutzen durch die Donau-Universität Krems abgewartet.

Tatsächlich ist der 1986 geschaffene Posten inzwischen mehrfach anachronistisch geworden. Einerseits weil er kein Gegenüber in Form eines Beauftragten für benachteiligte Männer besitzt, andererseits weil feministisches Treiben durch die Grazer Frauenstadträtin Martina Schröck über Frauenlandesrätin Bettina Vollath (die die neue "Frauen- und Gleichstellungsstrategie 2020" in die Landesregierung einbringt) und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (alle SPÖ) bis zur EU mit Kommissarin Viviane Reding politisch institutionalisiert wurde und wird und Gleichberechtigung der Frauen weitestgehend erreicht ist. Dies zuzugeben würde aber Arbeitsplätze in der "Feminismus-Industrie" in Frage stellen. Bei Vizebürgermeisterin Martina Schröck werkeln zudem zwei Referatsleiterinnen für die Bereiche Frauen und Gleichstellung, Gender Mainstreaming und Gleichbehandlung. In Graz gibt es zahlreiche subventionierte Frauenvereine/-projekte, die ebenfalls in die Evaluierung einbezogen werden sollen. Schröck hat nach Protesten ehemaliger Frauenbeauftragter sowie grüner und kommunistischer Frauensprecherinnen eine Neuausschreibung des Frauenbeauftragten-Postens spätestens für Herbst angekündigt, ohne dies von einem positiven Ergebnis der Evaluierung abhängig zu machen (siehe auch Link).

Die Ende Februar ausgeschiedenen Frauenbeauftragten Maggie Jansenberger war in der Öffentlichkeit, neben dem für die Medien (ausgenommen die steirische "Woche") eher langweilig gewordenen "Wiederkäuen" altbekannter Behauptungen und Forderungen, hauptsächlich im Bereich "Sexismus" aufgefallen. Mit der Falschbehauptung bei einer "Flash-Mob-Demo", "Po-Grapschen" wäre erlaubt, schaffte es das Thema bis in den ORF-"Report", das Boulevardblatt "Österreich" erklärte "Po-Grapschen" sogar zum wichtigsten innenpolitischen Thema. Während in der Steiermark dieses Grapschen - Anlaßfall war ein afghanischer Asylwerber, der sich daraufhin eine Ohrfeige eingefangen hatte - als Anstandsverletzung verwaltungsrechtlich strafbar ist, im Anlaßfall auch bestraft wurde und auch zivilrechtlich geahndet werden kann, verurteilte jüngst ein Richter im gendermäßig gelobten Schweden eine Frau für ihre Ohrfeige als Reaktion auf einen Po-Kniff zu umgerechnet 110 Euro Geldstrafe...

http://diestandard.at/2000001060754/Aufruhr-um-Evaluierung-der-Frauenbeaftragten
(31.3.2014)

Debatte über Gender-Mainstreaming gefordert

Die Historikerin und Publizistin Gundula Walterskirchen findet in der Wiener "Presse" (31. März), es sei trotz "Denkverbotes" höchste Zeit für eine Debatte, ob wir die mit Steuergeld hoch subventionierte Ideologie des Gender Mainstreaming als gesellschaftliches und Bildungsziel anstreben sollen.

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/1584013/Trojanisches-Pferd-Gender_Welches-Geschlecht-solls-denn-sein
(31.3.2014)

Obwohl der ORF keine Mühen scheut: Frauen wollen sich TV-Diskussionen lieber nicht antun


Feministinnen fordern bekanntlich eine stärkere Vertretung von Frauen in Diskussionssendungen z.B. des ORF. Doch diese scheitert keineswegs am ORF, der im Gegenteil keinen Aufwand scheut, den Frauenanteil zu erhöhen (siehe Link), sondern an der fehlenden Bereitschaft von Frauen, sich Diskussionen zu stellen. Reine Männerrunden sind tabu geworden, auch das Debattenthema Männer wird beim ORF neuerdings tunlichst vermieden, hingegen stellt der Ausschluß von Männern bei Frauenthemen anscheinend kein Problem für den ORF dar. Als vor Jahren in einer ORF-Diskussionsrunde über das Thema Männer nicht die Hälfte der Teilnehmer Frauen waren, beklagte sich eine Teilnehmerin bei der Diskussionsleiterin, diese Unterrepräsentanz wäre in skandinavischen Ländern nicht denkbar. Womit wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen wurde.

http://diepresse.com/home/kultur/medien/1583766/Die-Frauenangelegenheit

Eine interessante Diskussion über Männlichkeit fand am 27. März im privaten "Servus-TV" ("Talk im Hangar 7"). Die Runde war sich einig, daß Männeranliegen vernachlässigt werden. Der Philosoph Konrad Paul Liessmann sprach die unterschiedlichen Maßstäbe an, wenn es um Männer- oder Frauenleid geht, Christine Bauer-Jelinek erneuerte ihre Forderung nach bedingungslosem Grundeinkommen, der Theologe Paul Zulehner wünscht neben individueller auch politische Hilfe für Männer. Tatsächlich werden Männer mit ihren Problemen weitgehend alleingelassen, auch die angebliche Männerpartei FPÖ hält an Männerbenachteiligungen fest (Zwangsdienste nur für Männer oder unterschiedliches Pensionsantrittsalter 60/65). Obwohl Männer viel geduldiger als Frauen sind, finden nach einer neuen deutschen Umfrage 64% der Männer, daß es mit der "Frauenemanzipation" mittlerweile reicht.
(30.3.2014)

Rezension des Filmes "Stromberg" aus Männersicht

Bernd Stromberg kommt jetzt auch in die Kinos. Wer ihn nicht kennt: Das war die Hauptfigur einer TV-Serie (Büro-Satire), die seinerzeit auf "Pro Sieben" gezeigt wurde und schon damals polarisierte. Johannes Meiners hat den Film in Hinblick auf Reproduktion von Geschlechterklischees und dergleichen aus männlicher Perspektive analysiert.

http://man-tau.blogspot.de/2014/03/lasst-das-mal-den-papa-machen-der.html
(25.3.2014)

"Equal Pay Day"-Propaganda: Und wieder grüßt das Murmeltier

Das internationale Frauennetzwerk Business and Professional Women (www.bpw.at) hat den 19. März zum ersten Equal-Pay-Day 2014 ausgerufen, im Vorjahr war es noch der 5. April. Die Businessfrauen, die mittels künstlich erzeugter Empörung ihre Karrieren voranbringen wollen, berufen sich auf eine Einkommensdifferenz von 21,26% im Vergleich der mittleren Bruttojahreseinkommen von ganzjährig Vollzeit beschäftigten Frauen gegenüber Männern im Jahr 2012. Die Statistik Austria, die in ihren Genderstatistiken die aussagekräftigeren Medianwerte verwendet, kommt für 2012 auf eine Differenz von 18,3% (39.848 Euro Männer, 32.540 Euro Frauen), netto ist die Differenz prozentuell und absolut geringer.
Bei den Equal-Pay-Day-Kampagnen wurden immer wieder unrichtige und/oder widersprüchliche Behauptungen aufgestellt, allen voran von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Auch das Netzwerk BPW hat dabei kräftig mitgemischt, die eine oder andere Behauptung jetzt aber von der Webseite entfernt.

http://www.wien-konkret.at/soziales/gleichbehandlung/beruf/einkommensschere/

Stellungnahme der Wirtschaftskammer:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1574725/Eine-Geschlechterkluft
(18.3.2014)

Wieder unverschämte Tariferhöhung bei steirischen Öffis

Aufgrund einer vor zwei Jahrzehnten vereinbarten und noch immer gültigen Tarifautomatik steigen am 1. Juli wie alljährlich die Tarife des Verkehrsverbundes Steiermark um das 1,75-fache der Inflationsrate des Vorjahres, also um durchschnittlich 3,5%. Die Jahreskarte sollte damit für eine Verbundzone 407 Euro kosten. Die Politik will aber den Preis aus optischen Gründen mit 399 Euro nicht über die 400-Euro-Marke steigen lassen, dafür sollen andere Tarife etwas stärker steigen. Damit liegt die Feinstaubhauptstadt Graz bundesweit an der Spitze, denn in Wien ist die Jahreskarte, bei ungleich größerem Angebot, mit 365 Euro gedeckelt, Tirol und Salzburg sollen dem Wiener Beispiel folgen. Wien hat noch dazu eine Jahreskarten-Ermäßigung für Senioren über 60 Jahren.

Gegen die Preiserhöhungen gab es viele Unmutsäußerungen. Selbst dem Verein Fahrgast Steiermark, der noch jede Preiserhöhung toleriert hatte, reichte es diesmal. Er kritisierte, daß der Verkehrsverbund den vertraglichen Erhöhungsspielraum voll ausreizt. Frauenorganisationen haben hingegen wie immer geschwiegen, obwohl Frauen die Mehrzahl der Fahrgäste darstellen. Der Verkehrsverbund argumentierte in der Vergangenheit gerne mit gestiegenen Treibstoffpreisen - nach deren Preisentwicklung hätten die Tarife aber diesmal sogar sinken müssen.
(15.3.2014)


AMS-Wien mit neuem Konzept für Aktivierungskurse

Mehr als 500 Millionen Euro bekommt Österreichs AMS pro Jahr für seine Aus- und Weiterbildungsprogramme vom Staat überwiesen und beauftragt ausschließlich externe Bildungsinstitute, die großteils den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP nahestehen. Im Vorjahr gab es in Wien 300 Beschwerden von Arbeitslosen, die ihrer Meinung nach ungeeignete Kurse besuchen mußten. Die Hälfte der Beschwerden war laut AMS berechtigt. Volksanwalt Günther Kräuter (SPÖ) leitete ein amtliches Prüfverfahren ein. "Viele Angebote sind völlig überteuert und helfen den Arbeitslosen überhaupt nicht", resümiert er seine Untersuchung. Das AMS Wien startet ab November mit einem neuen Konzept zumindest für die 16 Millionen Euro teuren Aktivierungskurse (Bewerbungstraining), wobei den Arbeitslosen mehr Auswahl geben soll. Das Konzept könne auch auf andere Bundesländer übertragen werden. Martin Mair vom Verein "Aktive Arbeitslose" (www.aktive-arbeitslose.at) sprach von einem Schritt in die richtige Richtung.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1573533/AMS-Wien-streicht-sinnlose-Kurse
(12.3.2014)

Wirtschaft gegen Frauenquoten

Und wieder wird in Österreich und Deutschland das Thema Frauenquote durchgekaut, anstatt daß, wenn schon, über eine Quote für (parteiunabhängige) Querdenker nachgedacht wird. Langsam scheint aber die Wirtschaft ihre relative Sprachlosigkeit/Zurückhaltung gegenüber feministischer Zwangsbeglückung auch aus den Reihen der ÖVP-Frauen zu überwinden.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1572145/Frauenquote_OVP-geht-auf-Distanz

http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-11-2014-wirtschaft-protestiert-gegen-frauen-quoten-plaene_id_3671957.html

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-die-quote-spaltet-die-frauen-seite-all/9596960-all.html

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/weibliche-chefs-machen-weniger-gewinn-12842136.html
(12.3.2014)

Pölzlbauer ("Frauenring") behauptet: Feministische Anliegen werden verschwiegen

Wie alljährlich nahm der Frauentag in der "Kleinen Zeitung" am 8. März bei den Printmedien den meisten Platz ein. Auch kritische Stimmen (z.B. Christine Bauer-Jelinek, Autorin des Buches "Der falsche Feind") kamen zu Wort.

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/tribuene/3568930/wenn-fuss-gaspedal-schmerzt.story

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/frauentag/3569093/frauen-muesst-kaempfen.story

Die Behauptung von Redakteurin Birgit Pichler in ihrem Bericht über die sogenannte Lohnschere, sie klaffe noch weiter auseinander als in den vergangenen Jahren, trifft allenfalls für den EU-Durchschnitt zu, in Österreich schließt sie sich. Die Leser mußten den gegenteiligen Eindruck gewinnen. Dies wurde aber von uns in der "Kleinen Zeitung" am 11. März via Leserbrief richtiggestellt, ebenso die Behauptung, 60 Millionen Frauen würden im Jahr in der EU Opfer von Gewalt.

Eine andere Art von Kritik, nämlich an Politik und Medien, allerdings ausgesprochen realitätsfern, kam von Christa Pölzlbauer vom "Österreichischen Frauenring" in ihrem Debattenbeitrag in der "Kleinen Zeitung" vom 8. März ("Frauenpolitik: Das große Schweigen"): "Feministische Themen werden in österreichischen Medien - wenn überhaupt - nur am Rande angesprochen. Damit bleibt allerdings die so oft gepriesene Kontrollfunktion der Medien aus - und PolitikerInnen aller Parteien können die Frauenpolitik weiterhin bequem unter den Tisch fallen lassen." Sie wirft der Regierung vor, Frauenpolitik aktuell auszuklammern. Frauen und deren Anliegen sollten in den Medien stärker in den Mittelpunkt der Berichterstattung gestellt werden. Anders ausgedrückt: Pölzlbauer will offenbar Medien für ideologische Ziele instrumentalisieren und redaktionelle Spielräume einengen. Als das Nachrichtenmagazin "Profil" einmal in einer Titelgeschichte Übertreibungen entlarvte, gab es bekanntlich einen großen Aufschrei - eine Kontrollfunktion der Medien gegenüber feministischen Behauptungen ist natürlich unerwünscht.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1574725/Eine-Geschlechterkluft

http://www.cuncti.net/streitbar/692-der-frauentag-und-wo-die-wirklichen-frauenprobleme-liegen
(11.3.2014)

"Standard"-Kommentar überrascht teilweise
"Wir sind gewaltig überfordert", schrieb Petra Stuiber am 8. März im Wiener "Standard", den die neue Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid in den letzten Jahren weg von der früheren Devise geführt hat, Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Stattdessen wurden immer wieder dieselben feministischen Mythen aufgewärmt, was der Leserschaft anscheinend weniger gemundet hat, denn jetzt muß die Redaktion zehn Prozent der Belegschaft abbauen.
Stuibers Kommentar zum Frauentag geht in den Schlußabsätzen sogar in eine jedenfalls für den 8. März ungewohnte Richtung. "Wer permanent unter Druck steht, droht zu explodieren, unabhängig vom Geschlecht". Will der "Standard" künftig über bloße Frauenpolitik hinausdenken?

http://derstandard.at/1392687548834/Wir-sind-gewaltig-ueberfordert

(8.3.2014)

Französische Mütter begehren auf

Im Vorzeigeland für die Vereinbarung von Familie und Beruf, dem Vorbild für deutsche und österreichische Politikerinnen, gärt es. Die Mütter begehren auf, sie wollen mehr Zeit für ihre Kinder.

http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/familienpolitik-frankreichs-muetter-begehren-auf/9544976.html
(5.3.2014)


Alarmismus nach fragwürdiger EU-Gewaltstudie

Eine neue Studie, in der nach Gewalterfahrungen ausschließlich von Frauen gefragt wurde, hat die übliche Alarmismusspirale auch in der österreichischen Politik und den Medien ausgelöst, obwohl Österreich ein vergleichsweise gutes Zeugnis ausgestellt wurde. Die grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek hätte sich vor 35 Jahren nicht vorstellen können, daß sich heutzutage noch immer jede dritte Frau in der EU und jede fünfte Frau in Österreich körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt sehe. In der Studie wurde allerdings nach Gewalterfahrungen in der Vergangenheit (ab dem 15. Lebensjahr) gefragt und der Gewaltbegriff ist ausgesprochen weit gefaßt.
http://diestandard.at/1392687262537/Heinisch-Hosek-lobte-Gewaltschutzgesetz

http://www.cuncti.net/streitbar/691-von-monstern-und-papageien-die-eu-studie-zur-gewalt-gegen-frauen
(6.3.2014)


Die "Zeit" zum Frauentag: "Was will das Weib?"

Miriam Lali in der Hamburger "Zeit" (6. März):
"Die europäische Frauenbewegung ist dabei, zu einer Art Staatsfeminismus zu werden ... Nicht Befreiung und die Suche nach Glück ist der Hauptantrieb dieser Geisteshaltung, sondern der Schutz vor 'Übergriffigkeit' durch Männer ... Man kann natürlich nicht alles dem Feminismus in die Schuhe schieben, aber eins scheint doch sicher zu sein: Mut macht er den Frauen zu Beziehungen nicht und zur Gründung einer eigenen Familie erst recht nicht. Man verharrt einfach ein Leben lang in der Adoleszenz-Pose, wie ein Blick in die EMMA zeigt ... Feminismus ist die Antwort - aber was war noch einmal die Frage? ... Was will das Weib? Es zeigt sich immer wieder - viele Feministinnen kennen die Frauen eigentlich nicht besonders gut."
(6.3.2014)


Arbeitslosenrekord, aber Männerarbeitslosigkeit kleingeredet. Förderwesen diskriminiert Männer

Ende Februar waren inklusive Schulungsteilnehmern 440.843 Menschen in Österreich arbeitslos, das sind gegenüber dem Februar 2013 plus 36.837 Personen oder +9,1%. Ohne Schulungsteilnehmer sind 225.992 Männer und 130.753 Frauen arbeitslos gemeldet (+9,3%), die Männerarbeitslosigkeit ist somit um 72,84% höher als die Frauenarbeitslosigkeit. Gegenüber dem Februar 2013 stieg die Zahl arbeitsloser Frauen etwas stärker an als bei den Männern, was auf den milden Winter (Baubranche) zurückgeführt wird. Da die Gesamtzahl arbeitsloser Frauen aber deutlich geringer als die der Männer ist, ergaben sich Anstiege um 13,5% (Frauen) bzw. 7% (Männer). Diese Prozentzahlen wurden in den Medien einseitig in den Vordergrund gerückt: "Situation unter Männern verbessert", "deutlich unter Schnitt gestiegen" (Standard-online), "Frauen aktuell stärker betroffen" (AMS-Steiermark-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe).

In der Steiermark sind 33.034 Männer (+1.529) und 17.965 Frauen (+1.705) arbeitslos gemeldet, 9.968 Personen befinden sich in Schulung (4.413 Männer und 5.555 Frauen). Das AMS Steiermark sprach am 6. März von der "höchsten Frauenarbeitslosigkeit seit 15 Jahren" und hält sich zugute, 2014 über die Hälfte des jährlichen Förderbudgets von 140 Mio Euro für Frauen auszugeben. Die von Frauenministerin Heinisch-Hosek geforderte Halbe-Halbe-Aufteilung der AMS-Fördergelder war schon diskriminierend, sie benachteiligt die größere Zahl arbeitsloser Männer. Das unter feministischem Einfluß stehende AMS Steiermark geht noch darüber hinaus. Von Feministinnen wird bekanntlich häufig Ergebnisgleichheit gefordert in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Nach dieser Denkschule müßte der männliche Arbeitslose sogar stärker gefördert werden als die weibliche, bis bei den Arbeitslosenzahlen Gleichstand erreicht ist.
(6.3.2014)


Nur Etikettenschwindel: Neue Bezeichnung für Feminismus gesucht

In der "Presse" definiert Feministin Sibylle Hamann den Feminismus auf ihre Weise und versucht sich an einer Ehrenrettung des Begriffes. Würde der Feminismus bloß die von ihr genannten Ziele wie Gleichberechtigung vertreten, ohne - nachdem sie bereits weitgehend erreicht sind - darüber hinauszugehen, wäre nichts dagegen einzuwenden. Feminismus sucht in der Praxis leider nicht den Schulterschluß mit benachteiligten Männern im Kampf um Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit, sondern will vielmehr das Monopol auf die Opferrolle und die daraus resultierende Dividende für Frauen, häufig solche aus ohnehin gehobenen Schichten. Daß dies benachteiligte Männer nicht begeistert, müßte auch Frau Hamann einsichtig sein. Es geht nicht nur um die bloße Ersetzung des Begriffs Feminismus durch einen besser klingenden, sondern vielmehr um eine grundsätzliche Haltungsänderung.
http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/sibyllehamann/1570506/Sie-reden-wie-eine-Sie-leben-wie-eine-Dann-sind-Sie-eine

Der Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung (der Frau Hamann sicherlich wohlbekannt ist) wird übrigens in einem neuen Infopaket zur Gleichstellungspolitik herausgearbeitet:
http://www.cuncti.net/haltbar/689-infopaket-zur-gleichstellungspolitik

Die steirische SPÖ-Landesrätin Bettina Vollath schlug unterdessen vor, den "negativ konnotierten" Begriff Feminismus durch Equalismus zu ersetzen.
http://diestandard.at/1392687249376/Steirische-Gleichstellungsstrategie-holt-Maenner-ins-Boot
(5.3.2014)


Grazer Frauenbeauftragtenwesen: Bewerberinnen diskriminiert

Feministinnen pflanzen sich biologisch eher selten fort. In Graz haben sie nun aber auch Probleme, eine Nachfolgerin für die scheidende unabhängige (jedoch von der Stadt bezahlte) Grazer Frauenbeauftragte zu finden. Die erste Ausschreibung erbrachte 42 Bewerberinnen, darunter aber keine mit dem nötigen "feministischen Background", wie es von Seiten der feministischen Jury heißt. Das für 26. Februar angesetzte Hearing wurde verschoben, die Stelle wird nun erneut ausgeschrieben. Offenbar hat die Jury Angst, eine unabhängige Frauenbeauftragte könnte unabhängig denken und handeln.

http://www.graz.at/cms/beitrag/10227952/1618648/
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3558118/keine-frauenbeauftragte.story

In einen Kommentar in der Grazer "Kleinen Zeitung" warf Redakteur Christian Weniger daraufhin Frau Pschaid vor, mit ihrer Begründung für die Ablehnung aller 42 Frauenbeauftragten-Bewerberinnen diese zu diskriminieren.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3563220/priska-pschaid.story

Eine Zweiteilung dieses Amtes, wie von Weniger angedacht, würde praktisch in Summe zu einer Vierteilung der Frauenbeauftragten-Agenden führen, hat doch Frau Priska Pschaid ihr Amt "Frauen und Gleichstellung" inklusive Gender Mainstreaming gegen ihren Widerstand mit der jetzigen "Gleichbehandlungsbeauftragten" der Stadt, Silvana Rabitsch, teilen müssen, die beim seinerzeitigen Hearing angeblich gleich qualifiziert war. Der "Grazer" berichtete am 28. März 2010: >>"Sinnvollerweise sollten die Bereiche Gleichbehandlung und Gender Mainstreaming von einer Person vollzeitig abgedeckt werden. Dafür hat bereits im Dezember (2009) ein Hearing stattgefunden - dann ruhte die Sache und jetzt will man die beiden Aufgabenbereiche erst wieder auf zwei Damen aufteilen", zeigt sich Frauenstadträtin Elke Edlinger enttäuscht. <<

Vielleicht kann die Stadt für jede der mehrere Dutzend subventionierten Frauenorganisationen eine Beauftragte ernennen, womit dann doch noch alle 42 gleich gut oder schlecht qualifizierten Bewerberinnen für die Frauenbeauftragte diskriminierungsfrei versorgt werden könnten -:).

(3.3.2014)

Frauentag: Hilfsbedürftige "Superwomen" mobilisieren

Am 8. März gibt es nach mehr als zehn Jahren wieder eine Demo am Frauentag in Graz, für die die Stadt Graz in ihrer "BIG" die Werbetrommel rührt: "Superwoman fliegt auf das Programm am internationalen Frauentag". "Superwoman" ist eine Grafik der Grazerin Veronika Dreier, die in seltsamem Kontrast zur von Feministinnen betonten Förderungsbedürftigkeit der Frauen steht. Gefordert werden Verhütungsmittel und Abtreibung auf Krankenschein (sozusagen nach dem Motto: Mein Bauch gehört mir, aber zahlen müssen andere), eine Frauenquote von 50% oder 51% (das dürfen sich die Männer anscheinend noch aussuchen) in Führungs- und Entscheidungspositionen usw.

(2.3.2014)
Frauen an der Macht halten andere Frauen eher unten

Frauen gelten als freundlicher und hilfsbereiter, auch und vor allem im Umgang mit anderen Frauen. Aber wenn sie an Positionen der Macht sind, verhalten sie sich ganz anders. Sie halten andere Frauen eher unten.

http://diepresse.com/home/science/1569996/Das-kooperative-Geschlecht-Das-maennliche
(3.3.2014)

Landesrätin Edlinger-Ploder zurückgetreten

"Frauenpower? Nicht in der Politik!" schreibt der "Grazer" am 2. März über den Rücktritt von ÖVP-Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder. Die Tochter des ORF-Redakteurs Klaus Edlinger hat seit 2003 verschiedene Ämter in der steirischen Landesregierung innegehabt, darunter auch das Verkehrsressort. In diesem konnte sie der Politiker-Lieblingsbeschäftigung "Bänderdurchschneiden" nachgehen, doch ging die Förderung des öffentlichen Verkehrs (dort wo er bereits gut war) auf Kosten schlecht versorgter Regionen, in denen das Angebot kontinuierlich zurückging und -geht. Auffällig waren ihre relativ hohen Ausgaben für externe Beratungstätigkeiten, doch blieb dann offenbar kein Geld mehr für die Inangriffnahme wichtiger Projekte (Die Mitarbeit von Verkehrsexperten war zwar erwünscht, aber ohne Bezahlung). Somit paßte sich Edlinger-Ploder der Entwicklung auf anderen Gebieten an, wo ja auch die Schere immer weiter auseinandergeht.

Konnten die Verschlechterungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs noch weitgehend aus der politischen Diskussion ausgeklammert werden, gelang dies Edlinger-Ploder als Spitalslandesrätin nicht mehr, wo ihre Zusperr-Aktivitäten auf massiven Unmut stießen und sie letztendlich resignieren ließen. Da sie aber über zehn Jahre in der Landesregierung war, dürfte sie einen stattlichen Pensionsanspruch besitzen.

(2.3.2014)

Thilo Sarrazin: In Genderdebatte auch kritische Stimmen hören

Thilo Sarrazin kritisiert in seinem neuen Buch, daß es in Deutschland zunehmend Denkverbote gäbe. In der Euro-Rettung und in der Genderdebatte müßten auch kritische Stimmen gehört werden.

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/thilo-sarrazin-es-regiert-die-gleichheitsideologie-seite-all/9527174-all.html

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-sarrazin-und-die-propagandisten-des-politisch-korrekten-mainstream-seite-all/9531300-all.html

(25.2.2014)
Arbeiterkammer: Feminismus schlägt Sozialismus

Die SPÖ-dominierte Arbeiter(?)kammer macht sich in einer neuen Studie mit der Forderung nach einer verpflichtenden 40%igen Frauenquote für Managerinnen stark. Wozu soll das eigentlich gut sein? Worum sich die AK zu kümmern hätte, hat der Rechnungshof in seinem Einkommensbericht 2012 (Kurzfassung Seite 20) ausgeführt:

"Der Vergleich der Entwicklung der hohen und niedrigen Einkommen zeigt, dass die Einkommensschere seit 1998 auseinanderging und sich dieser Trend nach einer kurzen Gegenentwicklung 2006 und 2007 in den letzten vier Berichtsjahren fortgesetzt hat. Während die hohen Einkommen real nur leicht stiegen, fielen die niedrigen Einkommen sehr stark ab." Daran werden Quotenforderungen für Spitzenpositionen nichts ändern, sie lenken nur von den eigentlichen Problemen ab.

http://media.arbeiterkammer.at/PDF/AK_Frauen_Management_Report_2014.pdf

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/gleichstellung-der-geschlechter-wie-uns-die-frauenquote-die-freiheit-raubt/9504426.html
(23.2.2014)



Heinisch-Hosek gendert Österreichs Berge


SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat, ohne es an die große Glocke zu hängen, vor Jahresfrist die bewährten Vereine für Männerbestattung mit Studien beauftragt, um die Namen der österreichischen Berge zu gendern. Es sei höchste Zeit, den Überhang maskuliner topografischer Bezeichnungen abzubauen und die Unterschiede einzuebnen, findet die Ministerin. Besonders stört sie, daß Österreichs höchster und symbolträchtigster Berg Großglockner heißt. Es handle sich eindeutig um eine patriarchale Vergewaltigung des weiblichen Begriffs Glocke.

Mit der Umbenennung in GroßglocknerIn soll jetzt am Faschingsdienstag ein unübersehbares Zeichen für Gleichstellung und gegen patriarchale Gewalt gesetzt werden: Eine Gedenktafel wird im Rahmen einer Feierstunde am Gipfel des "schwarzen Berges" angebracht, Grußbotschaften von Heinisch-Hosek, Viviane Reding und Alice Schwarzer werden verlesen. Um eine ausgewogene Geschlechterverteilung bei der Feier zu gewährleisten, fliegen Hubschrauber des Bundesheeres eigens Frauen zum Gipfel. Heinisch-Hosek beabsichtigt übrigens, spezielle Aufstiegshilfen an die Spitze für Frauen auch beim Bergsteigen dauerhaft zu institutionalisieren, um bei den Besteigungszahlen Gleichstellung zu erreichen.

Von Seiten der Männlichkeitsentsorgungsvereine kam die Anregung, die weiblichen Bezeichnungen von Bergen beizubehalten und nur die männlichen zu gendern. Die aus der scheidenden Grazer Frauenbeauftragten Maggie Jansenberger bestehende "Watchgroup gegen Sexismus" möchte hingegen Männern das Besteigen "weiblicher" Berge vermiesen, da es sich dabei um das Ausleben schmutziger Männerfantasien handeln könnte.
(Satire, 21.2.2014)

Grazer Frauenbeauftragte: Nächste Feministin ante portas

Das 1986 geschaffene Amt der "Unabhängigen Frauenbeauftragten" für das Grazer Stadtgebiet wird neu ausgeschrieben. 42 Frauen haben sich für die Nachfolge von Maggie Jansenberger beworben. Am 26. Februar findet ein Hearing statt, eine Vorauswahl trifft eine Jury mit bekennenden Feministinnen, die Letztauswahl aus einem Dreiervorschlag liegt bei einer weiteren Feministin, der Grazer SPÖ-Vizebürgermeisterin Martina Schröck. Beauftragte für benachteiligte Männer sind (noch) kein Thema in der Grazer Stadtpolitik.
Während Schröck (womit sie allerdings nicht alleine ist) die nötige Sensibilität für Gleichbehandlung benachteiligter Männer fehlt, will sie beim Postenschacher um die Neubesetzung der Leitungsstelle des städtischen Wohnungsamtes einen ÖVP-Kandidaten verhindern, weil eine Frau beim Hearing ebenso gut abgeschnitten habe.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3554941/kampf-geschlechter.story
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/gleichstellung-der-geschlechter-wie-uns-die-frauenquote-die-freiheit-raubt/9504426.html
(21.2.2014)

... und wie halten Männer posttraumatische Belastungsstörungen aus?

In einer Dissertation prüfte Heidi Siller, welchen Einfluß das Geschlecht auf die Traumabewältigung von Auslandseinsatzkräften hat. Immer wieder behaupteten bisherige Studien, daß Frauen öfter eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln als Männer, was offenbar unrichtig ist. Dabei spielt der Wissenschaft die Neigung von Männern einen Streich, immer zu funktionieren, Belastungen solange es geht zu leugnen oder zu verdrängen.
Kürzlich war übrigens im deutschen TV aus einem Bericht zu ersehen, wie mühselig es für einen in Afghanistan eingesetzten deutschen Soldaten war, mit der Traumasituation zurechtzukommen und Rechtsansprüche durchzusetzen. Letztlich hatte er doch juristischen Erfolg und unterstützt jetzt Leidensgenossen, zu ihrem Recht zu kommen.

http://diepresse.com/home/science/dissertation/1563243/Wie-halten-die-Frauen-das-aus
(16.2.2014)

Bascha Mika: "Der Feminismus ist regelrecht verkommen"

Die deutsche Feministin Bascha Mika (ehemalige Chefredakteurin der Berliner "taz" und künftig in der Chefredaktion der "Frankfurter Rundschau") im Gespräch mit Carina Kerschbaumer in der "Kleinen Zeitung":
"Der Feminismus vor allem in Deutschland ist regelrecht verkommen, weil er ausschließlich von einer Person geprägt und vieles andere verhindert worden ist. Es war alles auf den Schwarzer-Feminismus zugeschnitten, und damit ist die wirklich emanzipatorische Debatte verödet.
Frage: Was wäre die wirklich emanzipatorische Debatte?
B.M.: Eine, die sich nicht nur auf zwei, drei Kernthemen konzentriert, die hauptsächlich mit Sexualität zu tun haben, und die nicht mit einem verstellten Blick auf die Wirklichkeit schaut. Männer sind nicht nur Täter, sondern auch Opfer; Frauen sind auch Täterinnen. ..."

Siehe zu Alice Schwarzer auch:
http://www.cuncti.net/streitbar/680-zerstoerte-chancen-esther-vilar-begegnet-den-wundern-im-alice-land
(16.2.2014)

Zehn Jahre MANNdat

Seit nunmehr zehn Jahren betreibt der deutsche Verein MANNdat (www.manndat.de) verdienstvolle Aufklärungsarbeit über Benachteiligungen für Männer. Wir gratulieren!
Der Verein hat ein umfangreiches Forderungsprogramm und tritt als (ehrenamtliches) Gegengewicht zu feministischen Lobbies auf, die nicht nur vom Staat, sondern auch von Teilen der Industrie (z.B. Krupp-Stiftung) aufgepäppelt wurden. Wichtig wird es sein, nicht nachzulassen. Denn obwohl der Feminismus, ursprünglich eine Basisbewegung, bei Frauen auf dem Rückzug ist, hat sich seine überzogene Spielart mittlerweile zu einer Top-Down-Industrie (mit Tendenzen zur Selbstbereicherung, vgl. den Fall Alice Schwarzer) ausgewachsen, die sich das Mäntelchen politischer Korrektheit umgehängt hat und versucht, ihren Eigennutz als Gemeinwohl zu verkaufen. Wobei die Zustände in Österreich teilweise schlimmer als in Deutschland sind.

Eugen Maus, Gründungsmitglied und Vorstand von MANNdat 2004-2011, schreibt zum Jubiläum:
http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=12536
(14.2.2014)

Geschönte Arbeitslosenstatistiken nerven zunehmend

In jeder ORF-"Zeit-im-Bild"-Hauptabendsendung, die über die monatlichen Arbeitslosenstatistiken berichtet, folgt wie das Amen im Gebet der Hinweis, Österreich hätte im EU-Vergleich die geringste Arbeitslosenrate. Diese Regierungspropaganda geht aber zunehmend auf die Nerven. Franz Schellhorn, Direktor der "Agenda Austria", dazu in der "Kleinen Zeitung" (10.2.):
"In keinem EU-Land ist die offizielle Arbeitslosenquote niedriger als in Österreich. Nicht erwähnt wird, dass in keinem EU-Land so viele ältere Menschen im erwerbsfähigen Alter (55 bis 64) im Vorruhestand sind wie in Österreich. Mit anderen Worten: Österreich erkauft sich seinen guten Platz in der Statistik mit kostspieligen Frühpensionierungswellen und (nicht ganz unumstrittenen) Weiterbildungsprogrammen. Legt man die 'versteckte Arbeitslosigkeit' offen, ist Österreich nicht Musterschüler der EU, sondern respektable Nummer vier." Dazu auch der Kommentar von Peter Michael Lingens im "Profil" (10.2.):

http://www.profil.at/articles/1406/575/372515/peter-michael-lingens-kein-kraut-arbeitslosigkeit
(10.2.2014)

Gerichtsgutachter unter Druck - Neutralität gefährdet

Bei einer Befragung gab nahezu jeder vierte gutachterlich tätige Sachverständige im medizinisch/psychologischen Bereich an, bei einem von einem Gericht in Auftrag gegebenen Gutachten in Einzelfällen oder häufig (wenige Nennungen) bei einem Gutachtenauftrag eine Tendenz signalisiert bekommen zu haben. Unter humanmedizinischen Gutachtern gab dies knapp jeder Fünfte, unter psychologischen Gutachtern fast jeder Zweite an. Grundsätzlich sollten Gutachter ihre Gutachten unbeeinflusst erstellen. Die Signalisierung einer Tendenz bei Auftragserteilung durch den Auftraggeber steht dem entgegen. Kommt eine wirtschaftliche Abhängigkeit des Sachverständigen von Gutachtenaufträgen dazu, wovon bei einem Anteil von mehr als 50 Prozent Gutachtenhonoraren an den Gesamteinnahmen auszugehen ist, ist die geforderte Neutralität gefährdet.
Der Gesetzgeber ist gefordert, für die Unabhängigkeit und Neutralität des Gutachterwesens Sorge zu tragen, damit das Vertrauen in das Gutachterwesen und in die Funktionsfähigkeit unseres Rechtssystems erhalten bleibt, schreibt aerzteblatt.de.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/154014/Gerichtsgutachten-Oft-wird-die-Tendenz-vorgengeben

(7.2.2014)


Männererfindungen für den Haushalt: Undank ist der Welten Lohn

Katharina Prügger, Redakteurin des Wiener Gratis-"Weekend-Magazin" (angeblich 1,127 Millionen Leser in Österreich), in ihrem männerabwertenden Kommentar "Der Erfindergeist. Männer im Haushalt" (7.2.):
"Für Männer müsste es für jeden Haushaltsschritt Hilfsmittel geben - möglichst technisch. Das zeigt sich auch auf meiner Recherche in Sachen Erfindungsgeister. Wegwerfwindeln, der Kaffee-Filter und der Vorläufer des Schnellkochtopfs? Weibliche Erfindungen. Und kaum geht es darum, selbst keinen Finger zu krümmen: Elektroherd, Küchenmaschine und Mikrowelle - Männererfindungen."
Frau Prügger wäre eine andere Recherche zu empfehlen - wie es wäre, würde sie alle "technischen" Männererfindungen (z.B. auch die Waschmaschine) aus ihrem Haushalt verbannen.
(7.2.2014)

Unterschätzt: Gewalt gegen Männer

Am 14. Februar finden wieder weltweit Tänze gegen Gewalt an Frauen statt (Aktion "One Billion Rising"). Deren Einseitigkeit wird durch viele Gewaltstudien belegt, zum Beispiel durch eine 2013 erschienene Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, in der "Körperliche und psychische Gewalterfahrungen in der deutschen Erwachsenenbevölkerung" untersucht wurden. Ziel war es, in einer bundesweit repräsentativen Gesundheitsumfrage Daten zu körperlicher und psychischer Gewalt in unterschiedlichen Sozialräumen (Partnerschaft, Familie, Arbeitsplatz, öffentlicher Raum) aus Opfer- und Täterperspektive sowohl bei Männern wie auch bei Frauen zu erheben. Das Fazit spricht für sich und entspricht so gar nicht dem Geschmack derjenigen, die ausschließlich Gewalt an Frauen problematisieren.

http://edoc.rki.de/oa/articles/repfVFL9MKm0A/PDF/24FsYksH0Ap7s.pdf
(6.2.2014)

Unterschätzt: Männer in der Angehörigenpflege

Rund 5 Millionen ältere Menschen werden in Deutschland von etwa ebenso vielen Angehörigen zu Hause betreut und gepflegt. Etwa 35 Prozent dieser sorgenden Angehörigen sind Männer. Das heißt, daß rund 1,8 Millionen Männer, die von der Öffentlichkeit weitgehend übersehen werden, sich ganz selbstverständlich um ihre pflegebedürftigen Angehörigen kümmern und somit eine tragende Säule der Altersversorgung sind. Pflegen ist längst auch Männersache - obwohl alle Welt nur über die Leistung der Frauen in der Pflege spricht. Ein neues Buch "Unterschätzt: Männer in der Angehörigenpflege: Was sie leisten und welche Unterstützung sie brauchen" will die einseitige öffentliche Wahrnehmung ändern. "Dieses Buch will Männer, die ihre Angehörigen pflegen, aus ihrem Schattendasein holen. Denn diese Männer werden hinsichtlich ihrer Pflegetätigkeit nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ weit unterschätzt. Mein Anliegen ist, sichtbar zu machen, wie Männer Betreuung und Pflege gestalten, was sie dafür an Unterstützung brauchen, wo ihre Pflege an Grenzen gerät und warum unsere Gesellschaft immer mehr auf pflegende und sorgende Männer angewiesen sein wird." (Eckart Hammer, Buchautor)

http://www.amazon.de/gp/product/3451612658
(6.2.2014)

Alice Schwarzer: "Feministischer Totalschaden"

So titelt Petra Stuiber vom "Standard". "Gibt es eine dankbarere Zielscheibe für Spott und Hohn als Alice Schwarzer? Da muss man wohl lange suchen - noch dazu, wo es Schwarzer ihren Gegnern wahnsinnig leicht macht. Wie sie auf die Enthüllung ihrer Schwarzgeldaffäre reagiert, kommt einer Selbstdemontage gleich." Und Birgit Baumann schließt ihren "Standard"-Kommentar: "Immer öfter musste Schwarzer feststellen, dass junge Frauen sich oder ihre Geschlechtsgenossinnen nicht vornehmlich als Opfer männlicher Überlegenheit sehen wollen..."
Schwarzer, die vom Establishment als moralische Instanz gewürdigt, finanziell unterstützt und mit dem Bundesverdienstkreuz behängt worden war, hat 200.000 Euro Zinsensteuer für ihr Schweizer Konto für die letzten zehn Jahre nachbezahlt, doch bestand das Konto schon seit den 1980er Jahren. Es besteht daher der begründete Verdacht, daß weit mehr Geld der Steuer hinterzogen wurde. Jetzt will Schwarzer eine Stiftung mit zunächst einer Million Euro (aus Schwarzgeld?) gründen, die selbstverständlich nur Frauen zugute kommen soll. Schwarzer, die mit der Parole "Das Private ist politisch" hausieren gegangen war, beklagt jetzt den Bruch des Steuergeheimnisses. Lieber wäre ihr, die ein Buch "Die große Verschleierung" geschrieben hat, natürlich gewesen, die Verschleierung hätte weiterhin funktioniert.

http://diestandard.at/1389859191640/Eine-moralische-Instanz-steht-am-Steuerpranger

http://derstandard.at/1389859142059/Feministischer-Totalschaden

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7948-steuergestaendnis-von-alice-schwarzer

http://www.emma.de/artikel/alice-schwarzer-gruendet-stiftung-314253

http://www.genderama.blogspot.co.at/2014/02/alice-schwarzer-geht-stiften.html

http://www.genderama.blogspot.co.at/2014/02/schwarzers-dubiose-finanzen-so.html

http://www.genderama.blogspot.co.at/2014/02/cicero-alice-schwarzer-der-erich.html

http://www.genderama.blogspot.co.at/2014/02/jetzt-auch-das-noch-der-fall-alice.html

(4.2.2014)

Arbeitslosigkeit steigt - mehr Männer betroffen (auch wenn Gegenteil behauptet wurde)

Ende Jänner waren in Österreich 369.837 Menschen (+31.416 oder +9,3% gegenüber dem Zeitpunkt vor einem Jahr) arbeitslos, zusätzlich befanden sich 79.831 Menschen in Schulungen. Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg gegenüber dem Zeitpunkt vor einem Jahr bei Männern um 17.043 auf 236.801 und bei Frauen um 14.373 auf 133.036. In der Steiermark nahm die Arbeitslosigkeit bei Männern um 1.749 auf 34.740 zu, bei Frauen um 1.422 auf 18.330. Obwohl weitaus mehr Männer als Frauen von Arbeitslosigkeit und der Steigerung betroffen sind, wurden in der Grazer "Kleinen Zeitung" ebenso wie auf diestandard.at die jeweiligen prozentuellen Zuwächse in den Vordergrund gerückt, die die Arbeitslosigkeit bei Frauen als größeres Problem erscheinen lassen: "Auffällig ist, dass mehr Frauen als Männer auf Arbeitssuche sind (Anm.: Das stimmt weder für die Gesamtzahlen noch für die Anstiegszahlen, siehe oben). Bei Männern gab es einen Anstieg von 7,8 Prozent, bei Frauen von 12,1 Prozent. ", schrieb die Onlineausgabe der "Kleinen Zeitung" am 3.2. und "Frauen im Nachteil" deren Printausgabe am 4.2.2014.
(4.2.2014)

Grüne und Vorzugsstimmen

Der Verfassungsausschuß im Parlament hat gegen die Stimme der Grünen die Senkung der Vorzugsstimmenhürde bei der EU-Wahl von sieben auf fünf Prozent der jeweiligen Wählerstimmen beschlossen. Laut § 63 der Wahlordnung für die EU-Wahl in Österreich kann der Wähler für einen Kandidaten der von ihm gewählten Liste eine Vorzugsstimme vergeben.
Die grundsätzlichen grünen Vorstellungen für Vorzugsstimmen auf diversen Wahlebenen sind u.a. aus folgendem Link ersichtlich:
http://www.gruene.at/ots/demokratie-wir-fordern-einheitliches-vorzugsstimmensystem
Aus dem letzten Absatz geht hervor, daß pro Wahlebene zwei Vorzugsstimmen zur Verfügung stehen sollen, wovon (mindestens) eine auf eine Frau entfallen muß, ansonsten die Vorzugsstimmenabgabe ungültig ist.

Madleine Petrovic, ehemalige Vorsitzende der Grünen, will laut "Profil" jetzt über Vorzugsstimmen auf der Liste der Grünen ins EU-Parlament kommen.

(3.2.2014)

Ein Jahr "Obsorge neu"

Carina Kerschbaumer kommentiert in der Grazer "Kleinen Zeitung" (3.2.):
"Als Meilenstein verkauft, entpuppte sich die Reform nach zwölf Monaten Praxis am ersten Geburtstag aber als alles andere als ein Meilenstein. Nach wie vor fehlt an vielen Standorten einer der wichtigsten Bausteine der Reform: Psychologen und Sozialarbeiter, die in strittigen Obsorgefällen die von Richtern angeordnete sechsmonatige Probephase begleiten sollen.
In gleicher Weise ist offen, ob Psychologen und Sozialarbeiter später gegenüber dem Gericht zur Verschwiegenheit verpflichtet sind."

Die Grazer Rechtsanwältin Evelyn Postl fordert in der "Kleinen Zeitung" (1.2.) Sanktionen bei der Entfremdung von Kindern:
"Das reformierte Kindschaftsrecht ist aber dort weniger hilfreich, wo das Kind selbst den Kontakt zu einem Elternteil ablehnt. Die Praxis zeigt, dass der abgelehnte Elternteil in diesen Fällen häufig keine Chance zur Durchsetzung der gemeinsamen Obsorge hat, bzw. sein Besuchskontaktrecht weiter eingeschränkt wird und in den schlimmsten Fällen der Kontakt zum Kind sogar gänzlich abbricht, weil die Gerichte die Gründe der Besuchskontaktverweigerung verkennen. ... Die Ablehnung eines Elternteiles ist nämlich in vielen Fällen Folge einer vom anderen Elternteil herbeigeführten psychischen Erkrankung des Kindes, die man als Elternentfremdungssyndrom ("PAS"/Parental Alienation Syndrome) bezeichnet. ... wenn das Kind vom hauptsächlich betreuenden Elternteil gegen den anderen Elternteil massiv negativ beeinflusst wird... Bei der Entfremdung handelt es sich um kein Kavaliersdelikt, sondern um eine negative Beeinflussung des körperlichen und seelischen Kindeswohles. PAS wird daher auch als psychischer Kindesmissbrauch bezeichnet.
Es ist daher ... dringend notwendig, dass der Gesetzgeber die Entfremdung ausführlich gesetzlich regelt bzw. strafrechtlich sanktioniert."
(3.2.2014)

Steirische Einkommensstatistik 2012

Laut Statistik Austria (2013) verdienten steirische Männer im Jahr 2012 bei Vollzeitarbeit durchschnittlich 44.761 Euro und Frauen 34.230 Euro brutto. Bei Teilzeitarbeit kehrte sich das um, Männer verdienten nur 12.975 Euro, Frauen 17.113 Euro. Die steirische Frauenlandesrätin Bettina Vollath forderte laut "Kleiner Zeitung" (31.1.) einen "Schulterschluss, um die Einkommensschere endlich Vergangenheit sein zu lassen". Womit sie selbstverständlich nicht die Schere bei Teilzeitarbeit meint. Und Bernd Hecke stieß in seinem Kommentar schuldbewußt ins gleiche Horn: "Das ist der Punkt: Frauen arbeiten, übernehmen mehrheitlich immer noch ohne jede Gage den Großteil der Kindererziehung und fallen dabei um Karrierechancen und Pensionszeiten um. Der Dank dafür: Die Steirerinnen verdienen netto im Schnitt um 20,6 Prozent weniger als wir Männer. Es ist höchste Zeit, das zu ändern!"

Dabei ließ er die umgekehrte Schere bei Teilzeit - im Gegensatz zum "Grazer" vom 2.2. (aus demselben Styria-Verlag), der "Frauen verdienen mehr" titelte - ebenso außer Acht wie die unterschiedliche Art der Erwerbsarbeit und den früheren Pensionsantritt der Frauen, was sie um Gehaltsvorrückungen umfallen läßt. Die deutsche Feministin Bascha Mika sagte übrigens in einem Interview mit der "Presse am Sonntag" (2.2.): "Aber sie (Anm.: Die Frauen) brauchen auch andere Dinge, über die sie sich definieren - etwa den Beruf. Sonst bricht ihnen mit dem Älterwerden ein Teil ihrer Identität weg." Was nicht gerade für das ungleiche gesetzliche Pensionsantrittsalter in Österreich spricht, an dem Feministinnen wie Frauenministerin Heinisch-Hosek hartnäckig festhalten.

Siehe auch: Unsere LINKS, unter "Gehaltsunterschiede".
(2.2.2014)
"
"Frauen haben es in der Wissenschaft schwerer"

So wurde auf der Titelseite des "Standard" (1.2.) ein Interview mit Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny angekündigt. In diesem sagte sie:
"Wir haben das im Europäischen Forschungsrat untersucht, es gibt ein Muster: Bei Bewerbungen für Stipendien wird anfangs generell gesiebt, erst bei der Entscheidung, wer zum Interview eingeladen wird, gabelt sich der Weg. In der Physik und den Sozial- und Geisteswissenschaften haben Frauen, die es so weit geschafft haben, bessere Chancen weiterzukommen, in den Lebenswissenschaften die Männer. Wir haben keine Idee, warum. Offenbar läuft im Gehirn der Entscheidenden unbewusst eine Maschinerie ab: 'Es geht um eine Frau, der trauen wir nicht zu viel zu.'"
Daß von dieser "Maschinerie" laut Frau Nowotny Männer in der Physik und den Sozial- und Geisteswissenschaften betroffen sind, bekümmert offenbar weder sie noch den "Standard", obwohl letzterer nach Eigenangabe "immer auch die andere Seite beleuchtet".

http://derstandard.at/1389858959280/Forscher-sind-Aufklaerer-sicher
(2.2.2014)



Regierung will Elternteilzeit beschneiden

Elternteilzeit ist ein gesetzlich geregelter Anspruch auf Herabsetzung der bisherigen Arbeitszeit bzw. auf Änderung der Lage der bisherigen Arbeitszeit. Dieser Anspruch gilt nur für Eltern, die mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt leben bzw. die Obsorge für das Kind innehaben. Zusätzlich hängt der Anspruch auf Elternteilzeit von der Betriebsgröße und von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab. Die Bestimmungen über die Elternteilzeit traten mit 1. Juli 2004 in Kraft. Gesetzlicher Anspruch auf Elternteilzeit besteht bis das Kind sieben Jahre alt geworden ist. Bei der letzten Regierungsklausur wurde beschlossen, den Anspruch um zwei bis drei Jahre kürzen. Damit sollen Frauen dazu gebracht werden, schneller wieder Vollzeit zu arbeiten. Elternteilzeit könne ein Karrierehindernis sein, begründet Frauenministerin Heinisch-Hosek im "Falter".

(22.1.2014)

Grüne gegen Senkung der Schwelle für Vorzugsstimmen bei EU-Wahl

Daniela Musiol, Verfassungssprecherin der Grünen, vermißt ein "gendergerechtes Persönlichkeitswahlrecht". Der geltende Gleichheitsgrundsatz mache dieses notwendig. Die Grünen wünschen Ergebnisgleichheit wie bei der 50%igen Frauenquote im grünen Parlamentsklub und "können nur einem gendergerechten Vorzugsstimmensystem ihre Zustimmung geben". Daher stimmten sie am 21. Jänner im Verfassungsausschuß des Wiener Parlaments gegen die Senkung der Schwelle für Vorzugsstimmen bei der EU-Wahl, weil Erfahrungen aus anderen Ländern, wie etwa Südtirol, zeigen würden, daß in erster Linie männliche Kandidaten von einer Personalisierung des Wahlrechts profitierten. "Wir Grüne beachten bei unserer basisorientierten Listenerstellung eine paritätische Liste und konnten daher immer die 50%-Frauenquote im grünen Parlamentsklub sichern." Daß bei der letzten EU-Wahl 2009 die österreichischen Grünen mit Ulrike Lunacek und Evelin Lichtenberger zwei Frauen und null Männer ins EU-Parlament geschickt haben, dürfte kein Problem sein, denn die offenbar nach oben offene Frauenquote wurde ja erfüllt.
(21.1.2014)

"Männer sind wie Hunde"

"Männererziehung leicht gemacht" lautete das Thema der "Barbara Karlich Show" am 20. Jänner. Am Podium auch Elke Morri, die im Vorjahr das "Skandalbuch" "Herbert sitz. Männer sind wie Hunde", einen "Erziehungsratgeber", geschrieben hat. Morri verteidigte ihr Buch als "männerfreundlich". Sie habe nämlich bemerkt, daß Frauen ihre Hunde besser als ihre Männer behandeln würden...
http://www.heute.at/love/herz/art23704,904002
http://www.bild.de/unterhaltung/erotik/sex-fun/autorin-sagt-maenner-sind-wie-hunde-31279924.bild.html
(20.1.2014)

Frauen und Männer wollen keine genderpolitisch zugewiesene Rollen spielen

Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung Austria (GfK) zum Thema Rollenbilder ergab, daß die Menschen in ihren Ansprüchen "bescheidener" geworden sind und diese in Richtung traditioneller Werte etwas zurückgehen. Menschen wollen keine genderpolitisch zugewiesene Rolle mehr spielen, sondern selbst wählen und entscheiden können. Rund die Hälfte der Befragten empfinden die modernen neuen Geschlechterrollen als anstrengend.
http://www.gfk.com/at/news-und-events/presse/pressemitteilungen/seiten/frauen-und-maenner-in-oesterreich.aspx
(15.1.2014)

Ex-Frauenministerin Verkehrsministerin Doris Bures wieder der Diskriminierung beschuldigt

Christian Singer will vom Verkehrsministerium die runde Summe von 315.000 Euro nach Steuern. An aktivem Verdienstentgang und der Minderung von Pensionsansprüchen. Der Spitzenjurist fühlt sich aufgrund seines Geschlechts bei der Vergabe der Leitung der Gruppe "Telekommunikation und Post" übergangen. Den Job bekam Sabine Joham-Neubauer, die von der Telekom-Regulierungsbehörde RTR ins Ministerium wechselte. Obwohl sie im Bewerbungsverfahren von der hausinternen Begutachtungskommission nur auf Platz vier gereiht wurde und Singer die höchste Punktezahl erhielt.
Die Gleichbehandlungskommission im Bundeskanzleramt mochte diesmal zwar keine Diskriminierung feststellen. Diese Kommission scheint allerdings eine gewisse Schlagseite zu haben. Zu entscheiden, ob eine Diskriminierung vorliegt oder nicht und eine Entschädigungssumme festzusetzen, ist letztendlich Sache der Zivilgerichte.
http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/doris-und-die-maenner/45.403.636

Und in Sachen des viele Milliarden Euro teuren Bahnausbaus (insbesondere Tunnels) gehen die ÖBB von viel zu optimistischen Prognosen aus, wie ein internes Papier der ÖBB bestätigt. Auch für diese Steuergeldverschwendungen ist letztendlich Doris Bures verantwortlich.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1546067/OBB_Zahlentricks-auf-dem-Weg-ins-Milliardenloch
http://derstandard.at/1388651011553/Bahnausbau-I-Budgetaere-Buechse-der-Pandora
(15.1.2014)

Journalisten: "Das selbstgerechte Milieu der Meinungspriester"

Auch Journalisten schwimmen gerne mit dem Strom.
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1544577/Das-selbstgerechte-Milieu-der-Meinungspriester
(11.1.2014)

Sonderprüfung wegen sinnloser AMS-Kurse

Volksanwalt Günther Kräuter läßt das AMS überprüfen. da die Beschwerden über "sinnlose Kurse" nicht abreißen. Im Dezember 2013 waren 66.864 Arbeitslose in Schulungen (plus 7,1% gegenüber dem Vorjahr) und gelten daher Statistik-beschönigend nicht als arbeitslos.
http://www.krone.at/Oesterreich/Sinnlose_AMS-Kurse_Volksanwalt_schaltet_sich_ein-Unzumutbar-Story-389181
(10.1.2014)

Warum Frauen nichts falsch und Männer nichts richtig machen können

Als Frau kann man heute eigentlich nichts falsch machen: Wenn es mit der Karriere nicht klappen will, sind die männlichen Strukturen im Betrieb daran schuld. Wenn die Kinder nerven, dann liegt es daran, dass ER sich nicht zuständig fühlt. Und wenn eine Frau erst gar keine Kinder bekommt, dann ist dafür eine Mischung aus beidem verantwortlich. Egal wo es hakt – Männer sind ignorante Egoisten. Und Frauen damit fein raus. Oder?
Am 3. März 2014, nicht unpassend zum internationalen Frauentag am 8. März, erscheint im Heyne-Verlag das Buch "Tussikratie" von Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling.
http://www.amazon.de/Tussikratie-Frauen-nichts-falsch-richtig/dp/3453200667/
Dazu passend auch ein Interview mit Prof. Gerhard Amendt:
http://www.freiewelt.net/interview/geschlechterdebatte-neue-variante-der-hexenverfolgung-10020642/
(8.1.2014)

Das Jahr fängt ja gut an: "Die Zeit" über die "Not am Mann"

Die linksliberale Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" eröffnete das neue Jahr 2014 in ihrer Ausgabe vom 2. Jänner mit der vielbeachteten Titelgeschichte "Not am Mann" über Männerprobleme. Zwei Journalistinnen beschreiben darin Schieflagen in der Gesellschaft, gegen die politisches Gegensteuern nötig wäre und wenn man auch nicht jeden Satz unterschreiben wird, so scheint doch die Zeit des Ignorierens zu Ende zu gehen. Was gerade am Jahresanfang durchaus hoffnungsvoll stimmt.
http://www.zeit.de/2014/02/maenner-krise-maennerbewegung
(3.1.2014)

Ein etwas anderer Neujahrsgruß

Hey Männer, Zeit wird's, aufzuwachen,
Ihr habt ja nicht mehr viel zu lachen.
Ihr seid Melkkühe der Nation,
Goldesel ohne gerechten Lohn.
Nach Kräften strampelt ihr euch ab,
nehmt oft die Arbeit mit ins Grab.
Wer denn wohl zuletzt dann lacht,
wenn ihr euch selbst kaputt gemacht?
Und die Politiker ganz oben
nur Männer schelten, Frauen loben.
Verlasst endlich das Hamsterrad
und brecht furchtlos euer Schweigen.
Verlasst den alten Dulderpfad,
ihr könnt es denen oben zeigen!
(1.1.2014)


Zur Frauenquote in Aufsichtsräten

Die Frauenquote in Aufsichtsräten soll in Deutschland nach den Willen der Großen Koalition ab 2016 kommen. Aus Sicht des Geschlechterforschers Gerhard Amendt ist die Quote aber das falsche Instrument: Sie infantilisiert Frauen, löst bei Männern Schuldgefühle aus und zementiert traditionelle Rollenklischees.
http://www.cicero.de/berliner-republik/gender-dogma-warum-frauenquote-weiblich-geschlecht-entmuendigt/56700
Das deutsche Wirtschaftsmagazin "Wirtschaftswoche" schreibt (Printausgabe 16.12.):
"Die Arbeit der Konzernkontrolleure der großen Konzerne hat sich verbessert. Die Allianz hat im Ranking der besten Aufsichtsräte die Nase ganz vorne. Fraglich ist, was passiert, wenn die Frauenquote kommt. ... Die geplante Quote hätte für einige Kontrollgremien dramatische Konsequenzen: Beim Autozulieferer Continental etwa sitzt bislang nur eine Frau im 20 Köpfe zählenden Aufsichtsrat, mit Quote müssten auf einen Schlag sechs Männer durch Frauen ersetzt werden. Ähnlich die Situation bei HeidelbergCement. Unter den zwölf Aufsehern ist nur eine Frau, bei Neuwahlen müssten drei Männer ausscheiden, obwohl das Potenzial geeigneter Frauen begrenzt ist. Die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote hält Ruhwedel darum für falsch: 'Es ist weder sinnvoll noch realistisch, erfahrene Aufsichtsräte abzuberufen, um sie durch weibliche Mitglieder zu ersetzen, ein geplanter Übergangsprozess ist besser als kurzfristiger Aktionismus.'"

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/kontrollgremien-befriedigendes-zeugnis-fuer-die-aufsichtsraete/9237968.html
(19.12.2013)

Zur Debatte über Prostitution

Mit ihrer (beispielsweise vom "Spiegel" naiv genannten) Forderung nach einem Prostitutionsverbot hat Alice Schwarzer einigen Gegenwind geerntet.
http://www.sueddeutsche.de/leben/alice-schwarzer-in-der-prostitutionsdebatte-kaeufliche-koerper-kaeufliche-seelen-1.1834875
Auch der Soziologe Walter Hollstein nimmt Stellung:
http://www.cuncti.net/lebbar/644-sauberer-sex

Würde man abseits dessen, was landläufig als Prostitution bezeichnet wird (gekaufter Sex), den Prostitutionsbegriff weiter fassen, könnte man beispielsweise auch das Verhalten mancher von Auftraggebern abhängiger Institutionen, die ihre Geldgeber nicht vergrämen wollen, dazu zählen, vgl. z.B. Beitrag vom 12.12. über das "Frisieren" einer deutschen Gewaltstudie.
Elke Schmitter im "Spiegel" (16.12.):
"Der Aufruf zur Abschaffung der Prostitution geht von einer Menge Vermutungen aus, die allesamt nicht belegbar sind. ... Die harmonische Verbindung von Geist, Körper und Seele mit einer passenden Biografie ist ein Ideal unserer Zeit. Wir sollen alle möglichst mit uns identisch sein. Dennoch findet man es allgemein wenig anstößig, wenn ein humanistisch gebildeter Hedgefonds-Manager Anleihen verkauft, die ihre Rendite der Kinderarbeit in afrikanischen Kobaltminen verdanken oder die Umwelt nachhaltig schädigen. Er ist eben jung und braucht das Geld, und dass er dabei möglicherweise auch gegen die eigenen moralischen Grundsätze verstößt, betrachten wir nicht als Skandal, sondern als Betriebsunfall des Kapitalismus. Wenn aber eine Frau oder ein Mann sich nicht geistig prostituieren, sondern körperlich, dann soll das skandalöser sein? Warum soll die leibliche Integrität mehr gelten als die geistige und moralische?"
(16.12.2013)

Heinisch-Hosek bleibt Frauenministerin

Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bleibt in der künftigen rotschwarzen Bundesregierung Frauenministerin und übernimmt dazu auch noch die Agenden der Unterrichtsministerin von Claudia Schmied. Die Zuständigkeit für den öffentlichen Dienst gibt sie an den bisherigen Staatssekretär und künftigen Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (gleichfalls SPÖ) ab.
In einer Bilanz ihrer Tätigkeit in der abgelaufenen Regierungsperiode hatte sie ihre angebliche "Seriosität" betont. Wenn beispielsweise Herumwerfen mit falschen Prozentsätzen zum "Gender Pay Gap" (siehe Link) ein Merkmal von Seriosität sein soll, so hat die Ministerin natürlich recht. Man kann gespannt sein, was an zusätzlicher "Gender-Indoktrination" auf die Schüler losgelassen werden soll.
http://www.wien-konkret.at/soziales/gleichbehandlung/beruf/einkommensschere/vergleiche/

Dazu der Auszug aus dem Kommentar von Andreas Unterberger auf seinem Blog www.andreas-unterberger.at:

"Wer schützt unsere Buben vor dieser Ministerin?
Das gibt es in keinem Land der Welt: Die selbe Ministerin ist künftig gleichermaßen für alle Schulen wie auch für die Frauen (und NUR für die Frauen) zuständig. Das gibt allen Anlass, sich um das Los von Buben in diesem Schulsystem zu sorgen. Dort droht die Indoktrination mit feministisch-genderistischem Schwachsinn in den nächsten Jahren absolut unerträgliche Ausmaße anzunehmen. Ist doch die neue Doppelministerin Gabriele Heinisch-Hosek überdies die weitaus schärfste Chefideologin, die die SPÖ seit langem hatte. Insbesondere im Vergleich zu Waschlappen a la Hundstorfer, Faymann oder Stöger.

Die Verschmelzung von Bildungsauftrag mit dem feministischen Propagandaauftrag muss zwangsläufig zur Erziehungs-Katastrophe führen. Wobei zugegebenermaßen unserem Schulsystem auch schon etliche der bisherigen „Reformen“ eine gewaltige Verschlechterung gebracht haben. In der künftigen Heinisch-Schule wird den Kindern dann aber auch noch die von allen naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen widerlegte Gender-Theorie eingetrichtert werden. Die da behauptet, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bloß Produkte der Erziehung wären, dass man sich das eigene Geschlecht auswählen könne. ...
Gewiss: Auch unter einer Claudia Schmied war das innere Sehnen der Ministerin nicht gerade bubenfreundlich. Aber sie hat sich diesbezüglich zumindest nach außen neutral gegeben. Und es waren überwiegend schon die Feigheit und der Opportunismus vieler Lehrer selber, weshalb aus Lehrern und Schülern „Lehrende“ oder „Lehrpersonen“ und „Lernende“ oder „SchülerInnen“ gemacht wurden. Der sprachliche Kotau der Lehrer vor der Politischen Correctness hat sich keine Sekunde darum geschert, dass gegenderte Texte nachweislich schlechter lesbar und schlechter verständlich sind als deutsche. Das bestätigen ja indirekt auch die regelmäßig schlechten Lesetest-Ergebnisse der letzten Jahre (die natürlich auch – aber eben nur: auch – mit der extrem hohen Migrantenanzahl zusammenhängen).
Wenn also unsere Schulen der Speerspitze des Genderismus ausgeliefert werden, dann muss man dringend überlegen, ob man für die eigenen Buben nicht einen vor der Politik geschützten Fluchtplatz findet. Was aber alles andere als leicht sein wird. Denn der Versuch der Bundesländer, die Schulen der Bundeskompetenz zu entreißen, dürfte ja gescheitert sein. Und Schweizer Internate sind so teuer, dass nur Industrielle sich diese für den eigenen Nachwuchs leisten können (die für die anderen Kinder dann die Gesamtschule fordern).
Bisher hat man ja noch über jene Wiener Gemeindekindergärten scherzen können, in denen Buben bei Faschingsfesten Feen- und Prinzessinnenkleider anzulegen hatten, um ihnen nur ja alle männlichen Charaktereigenschaften zu rauben. Jetzt haben aber die Schulen eine oberste Chefin, die sich ganz deklariert dazu da fühlt, um die Botschaft des Genderismus auszubreiten.
Und auf ÖVP-Seite wagt man ja nicht einmal, dem Schwachsinn wenigstens verbal entgegenzutreten. Haben doch auch die schwarzen Wissenschaftsminister nie Kritik an der universitären Geldverbrennung durch die progressive Vermehrung von Genderprofessuren geübt. ..."
(12.12.2013)


Deutsche Gewalt-Studie wurde "frisiert"


Gewalt gegen Frauen nehme epidemische Ausmaße an, schrieb die Grazer "Kleine Zeitung" (26.11.) anläßlich des Starts der Aktion feministischer Gruppierungen "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". Um dann einzuräumen, daß es für Österreich keine Zahlen dazu gibt, nur "Schätzungen".
Ein deutscher Poster beschrieb die Manipulationen in einer deutschen Gewalt-Studie, an der er mitarbeitete und die er "frisieren" mußte, anschaulich. Männliche Gewaltopfer mußten aus der Studie herausgenommen werden.
http://www.genderama.blogspot.co.at/2013/12/hausliche-gewalt-wir-mussen-die-manner.html

Auch Grazer Feinstaubwerte "frisiert"

Das österreichische Immissionsschutzgesetz-Luft erlaubt 25 Überschreitungstage jährlich des Feinstaub-Grenzwertes von 50 Mikrogramm (PM-10-Tagesmittelwert), die EU-Luftqualitätsrichtlinie läßt 35 Überschreitungstage zu. Die Weltgesundheitsorganisation WHO kommt allerdings mittlerweile zum Schluß, daß der Grenzwert auf 10 Mikrogramm gesenkt werden müßte.
Bis 11.12. lagen die Grazer Meßstellen Don Bosco (mit 43 Tagen) und Petersgasse (mit 40 Tagen) bereits deutlich über der 35-Tages-Grenze, ab der Strafzahlungsbescheide von der EU drohen.
In der Steiermark werden allerdings etwa 40% der Überschreitungstage "herausgerechnet". Grundlage dafür ist die IG-L-Winterstreuverordnung (BGBl. Nr. 131 aus 2012 Teil II) zum Immissionsgesetz Luft, in deren § 3 Abs. 1 bestimmt wird, daß der Beitrag der Splittstreuung (mineralische Partikel) vom PM-10-Tagesmittelwert abgezogen werden darf, wenn das Verhältnis der Tagesmittelwerte von PM-2,5 zu PM-10 an derselben Meßstelle nicht größer als 0,50 ist.
In Graz liegt dieses Verhältnis beim Jahresmittelwert immer über 0,71.
(12.12.2013)

Steuerhinterziehung leicht gemacht

Von sieben Milliarden Euro ausständigen Steuerschulden könnten laut Steuerrechtsexperten Werner Doralt 1,7 Milliarden sofort eingetrieben werden, wenn die Finanzstrafverfolgungsbehörden mehr Personal hätten. Doralt vermutet, der Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst sei von den Parteien bewußt auch für den Finanzbereich vorgesehen, um ihre Klientel zu begünstigen. Ein Vertreter der Finanzbediensteten in Wien sagte, ebenfalls in der ORF-Sendung "Report", aufgrund des - immer größer werdenden - Personalnotstandes könnte nur ein Teil der Verdachtsfälle verfolgt werden (zum Beispiel drei von zehn).
(10.12.2013)


Internationaler Männertag 19. November


Michail Gorbatschow hatte zwar seinerzeit den 3. November als Weltmännertag (mit Fokus Gesundheit) ausgerufen, doch steht sein Komitee heute nicht mehr dahinter. Relevant ist daher der 19. November, was sich aber in der Medienwelt noch nicht überall herumgesprochen hat.

In einem Interview nahm der Soziologe und Männerforscher Walter Hollstein zur Männerfrage Stellung:

http://www.bild.de/ratgeber/2013/interview/maennerforscher-redet-klartext-33235840.bild.html

Dazu ein treffendes Posting:
"Aus den überwältigenden medialen Reaktionen lässt sich ablesen, dass sich noch viel ändern muss: Der nächste Emanzipationsschub findet statt, wenn Männer beginnen, ihr Leben selbst zu gestalten: Ohne sich aus Angst vor dem Alleinsein den Willen der Partnerin zu eigen zumachen. Ohne präventives Nachgeben. Ohne Scham für das eigenen Geschlecht. Ohne Schuldgefühle. Ohne den täglichen feministisch-genderistischen Manipulationen der Informationen der Mainstream-Medien aufzusitzen. Ohne Dämonisierung alles Männlichen. Ohne Glorifizierung des Weiblichen. Einfach so. Selbstbewusst. Offensiv. Bereit, das beredte Schweigen endlich zu brechen. Das würde allen Menschen unserer Gesellschaft gut tun. Und es wäre männlich. ..."

Im kommenden Jahr wird des Ausbruchs des ersten und zweiten Weltkriegs vor 100 bzw. 75 Jahren gedacht, und man kann fast darauf wetten, daß die nur im feministischen Sinne "gendersensible" Öffentlichkeit bei der Erwähnung von 20 bzw. 50 Millionen Kriegstoten das Geschlecht der Opfer weiterhin nicht hinterfragt. Siehe auch:
http://man-tau.blogspot.de/2013/10/vom-privileg-sich-opfern-zu-durfen-und.html

Österreichs Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek behauptete zwar, ihr Wirken sei auch im Interesse der Männer, bestritt aber in einem Interview das Vorhandensein von Männerdiskriminierungen. Erst als es parteipolitisch opportun war, fand sie im Vorfeld der Bundesheer-Volksbefragung im Jänner die Zwangsverpflichtung für Männer diskriminierend. Bei dieser Befragung hat die Mehrzahl der eigentlich gar nicht betroffenen Frauen diese Zwangsverpflichtung nur für Männer (unter dem zynischen Begriff "Allgemeine Wehrpflicht") gutgeheißen, was in den Medien verschwiegen wurde. Umgekehrt wäre es kaum denkbar, daß Männer Frauendiskriminierungen mitbeschließen oder zementieren dürften.
(18.11.2013)

Frauenhausbetreiberinnen jubilieren

Vor 35 Jahren wurde in Wien das erste "Frauenhaus" eröffnet, 30 gibt es in Österreich. In der "Kronenzeitung" vom 16. November wurde vom ehemaligen Linzer Bürgermeister Hugo Schanovsky (SPÖ) eine Breitseite gegen Männer abgefeuert. "Frauenhäuser sind das Spiegelbild einer Gesellschaft, in der der eine Teil den anderen schlägt. Unsere Gesellschaft wird erst dann eine menschliche Gesellschaft sein, wenn es keiner Frauenhäuser mehr bedarf." Der 1927 geborene Schanovsky ist mit seiner einseitigen Schuldzuweisung offenbar nicht auf der Höhe der Zeit und ignoriert auch die Erfahrungstatsache, daß subventionsgestützte Organisationen aus Eigeninteresse in erster Linie am Erhalt und wenn möglich der Ausweitung ihrer Tätigkeitsfelder interessiert sind. Erinnern wir uns nur an die Manipulation der Anrufstatistik einer Wiener Frauen-Notrufnummer, um die Höhe ihrer Subventionierung zu rechtfertigen.

In den 1990er Jahren wurde zudem das Wegweisungsrecht geschaffen, um tatsächliche oder vermeintliche Gewalttäter polizeilich aus der Wohnung weisen zu können. In der "Barbara Karlich Show" vom 15. November berichtete ein Mann allerdings, daß es in seinem Fall für eine Wegweisung bereits ausreichte, daß er einer Auseinandersetzung mit seiner Frau aus dem Wege ging.

Anette Aslan plädiert in einem Leserbrief in der "Presse" vom 17. November für Wohnprojekte, zum Beispiel betreute Mutter-Kind-Einrichtungen, wo Frauen lernen können, sich selbst besser zu reflektieren und vor allem zu verstehen, um dann eine gesunde und sinnvolle Erziehung ihren Kindern angedeihen lassen zu können. "Damit meine ich nicht Frauenhäuser, wo solche Frauen das ganze Gegenteil von Vorbildlichkeit erfahren, sondern ihre eigenen Psychosen unter staatlicher Aufsicht und Betreuung nur noch verstärken. Es muss Wohnprojekte geben, die gemischt sind und wo das 'Gesunde' überwiegt. Wo es Arbeit gibt für die Väter und wo gemeinsame Verantwortung der Wohngruppe den Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt."
(17.11.2013)

Neues Buch von Prof. Amendt

Arne Hoffmann bespricht ausführlich die Neuerscheinung von Prof. Gerhard Amendt "Von Höllenhunden und Himmelswesen. Plädoyer für eine neue Geschlechterdebatte."

http://ikaruverlag.com/[http://ikaruverlag.com/]
http://www.genderama.blogspot.co.at/2013/11/professor-gerhard-amendt-von.html
(15.11.2013)

Budget-Tohubawohu der Bundesregierung

Schon vor drei Jahren gab es medialen Wirbel, als die Pensionskommission eine große Finanzierungslücke ausmachte und Reformen anmahnte. Seniorensprecher Andreas Khol wies dieses Ansinnen damals als nicht faktengerecht zurück. Nun gab es wieder Schlagzeilen, daß bis 2016 zur Finanzierung der Pensionen laut Experten rund fünf Milliarden Euro fehlen. Unter anderem tritt Christian Keuschnigg vom IHS für eine schnellere Angleichung des Frauenpensionsalters ein. Der deutsche Experte Bernt Rürupp hält das frühere gesetzliche Pensionsantrittsalter für Frauen für "diskriminierend", weil sie durch kürzere Beitragszeiten automatisch niedrigere Pensionen hätten. Was in den Medien übrigens nie thematisiert wird: Männer zahlen (anders als Frauen) in die Pensionskassen etwa soviel ein wie sie daraus entnehmen. Die Pensionsfinanzierungslücke ist in diesem Sinne tatsächlich ein "Frauenproblem".

Das niedrigere gesetzliche Pensionsantrittsalter für Frauen, das erst 2024 beginnend bis 2034 schrittweise angeglichen werden soll, ist übrigens ein anachronistisches Relikt aus Kaisers Zeiten. Damals war unter anderem die Überlegung, es Männern zu ersparen, wenn sie in Pension gehen, den "Hausmann" spielen zu müssen, weil ihre gewöhnlich etwas jüngeren Frauen noch erwerbstätig sind.
(26.10.2013)

Erster österreichischer Männernotruf eingerichtet
Die Einrichtung eines 24-Stunden-Männernotrufes war ein Anliegen unseres Vereins, der die Einführung in der Steiermark grundsätzlich begrüßt. Sie ist eine Premiere in Österreich und es ist zu hoffen, daß der Dienst auf das ganze Bundesgebiet ausgeweitet wird. Frauennotrufnummern rund um die Uhr sind heute eine Selbstverständlichkeit. Wären Frauenorganisationen nicht primär an Subventionen, sondern tatsächlich am Verschwinden männlicher Gewalt interessiert, müßten auch sie sich für Männernotrufe stark machen. Es konnte ja wohl nicht so weitergehen, daß Männer ohne Soforthilfe dastehen und z.B. nach einer polizeilichen Wegweisung bloß einen Zettel in die Hand gedrückt bekamen mit der Telefonnummer einer profeministischen "Männerberatung", die trotz hoher Subventionen nur acht Stunden die Woche Telefondienst macht.
Die Ausführungen des neuen Vereins Männernotruf (siehe Link zur Presseunterlage) bedürfen jedoch einer Korrektur. Männer dominieren die Selbstmordstatistik (die Steiermark nimmt einen Spitzenplatz in Österreich ein), wie der neue Verein richtig feststellt. Sie sind aber auch überwiegend Opfer von Gewalttaten. Zahlreiche Studien belegen, daß sich im familiären Umfeld Gewalt zwischen Männern und Frauen in etwa die Waage hält (siehe Links 2 und 3). Nur bei schweren Gewalttaten dominieren Männer. Von ihren Frauen mißhandelte Männer scheuen oft aus Scham die Anzeige bei der Polizei, zumal sie, wie Erfahrungen belegen zurecht, fürchten müssen, nicht ernst genommen und belächelt zu werden. Damit scheinen diese Männer aber auch in der Polizeistatistik nicht auf.
Der neue Verein will anscheinend Männern in akuten Krisensituationen durch gutes Zureden wieder Hoffnung geben, um sie vor Kurzschlußhandlungen zu bewahren und sie dann an Institutionen weitervermitteln, die ebenfalls dem Dogma "Mindestens 90% der Gewalttäter sind Männer" verhaftet sind und Männer dazu bringen wollen, sich mit ihrer Situation (z.B. Kindesentzug durch die Ex-Partnerin) abzufinden. Wie nicht anders zu erwarten stellt der neue Verein keine (politischen) Forderungen, um Männerbenachteiligungen abzubauen.

Zwar wird durch objektiv bestehende Männerbenachteiligungen und das häufige Schlechtmachen alles Männlichen Frust aufgebaut oder verstärkt, doch sind Männer einerseits wenig solidarisch und neigen andererseits zur Problemverdrängung (solange bis es nicht mehr geht). Politik und Medien machen sich dies zunutze und lieber einen Bogen um das Thema, zumal sie es gewohnt sind, nur feministischen Pressure Groups nachzugeben.
http://www.maennernotruf.at/presse-info_maennernotruf.pdf
http://iaiz.aim-site.de/fileadmin/PDF/Publikationen/Doege/Maenner_d_ewigen_Gewalttaeter.pdf

http://csulb.edu/~mfiebert/assault.htm

Per Mail erreichte uns folgende Stellungnahme:

>>Ich bin von der Presseinfo des Männernotrufs schockiert. Es geht ja wieder nur darum, "die mehrheitlich weiblichen Opfer zu schützen". Aggression kommt nicht vor, weil "Männer mit ihrer Rolle nicht zurecht kommen" oder so ein Stereotyp. Ich glaube, meistens kommt sie vor, weil die Frau dem Mann jahrelang vorführt, dass sie am stärkeren Hebel sitzt - Aggression aus Unterdrückung.<<
In der Tat wird Obmann Eduard Hamedl mit der Aussage zitiert: "In erster Linie sollen Frauen und Kinder, die meist die Opfer sind, geschützt werden." Der Mann und seine Bedürfnisse scheinen somit auch für den neuen Verein zweitrangig. Allerdings hat es in Österreich jahrzehntelange Tradition, daß Fördergelder für Geschlechterprojekte reserviert sind, die einen Nutzen für Frauen versprechen.
(21.10.2013)

"Väter-WGs" für Graz beantragt

Die Stadt Graz will die Einrichtung von Väter-Wohngemeinschaften, nach dem Vorbild der "Väter-Boardinghäuser" in München, prüfen. Der Antrag dazu stammt von ÖVP-Gemeinderat Andreas Molnar. Damit soll verhindert werden, daß Männer nach einer Trennung "auf der Straße stehen". Die Männer-WGs sollen kindgerecht strukturiert sein, damit die Väter in Absprache mit Müttern oder Jugendamt ihre Kinder zu sich holen können. Michael Leitner von der Caritas hält den Antrag für sinnvoll. Molnar will, daß die Väter etwa ein Jahr lang günstigen Wohnraum und Betreuung bekommen. Wieviele Männer in Graz eine solche WG brauchen, wird erst erhoben (Quelle: "Grazer" 20.10.).
(20.10.2013)

"Väter ohne Rechte - Väter ohne Kinder"

Unter dieser Überschrift berichtet "Krone bunt" (20.10.) über Väter, die ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen. "Es gibt einen regelrechten Obsorgetourismus in Österreich. Weil Mütter hier alle Rechte haben und Väter so gut wie keine." Der Verein "Väter ohne Rechte" hat eine eigene Notrufnummer eingerichtet, bei der sich täglich bis zu vier Väter melden.
(20.10.2013)

Der Frust der Männer wird zunehmen

Bestseller-Schriftsteller Leon de Winter warnt im Münchner "Focus" (14. Oktober) vor einer Entmännlichung der Gesellschaft. Jungen dürften nicht wie defekte Mädchen behandelt werden. Walter Hollstein wiederum schätzt Männlichkeit als eine hoch riskante Lebensform ein, die Probleme haben viel mit den Arbeitsstrukturen zu tun. Die Frustration der Männer werde zunehmen (Berner Zeitung, 17.10.).
Hollstein: "Ich kritisiere meine Geschlechtsgenossen schon lange dafür, daß sie ihre Anliegen nicht formulieren. Eine Erklärung ist, daß wir Männer das nicht gelernt haben. Von Buben erwartet man früh, dass sie ihre Probleme selber lösen. Das Zweite ist, daß immer mehr Männer Angst haben, ihre Bedürfnisse zu formulieren, weil sie befürchten, die Liebe und Aufmerksamkeit der Frauen zu verlieren."
http://www.bernerzeitung.ch/kultur/kunst/Der-Frust-nimmt-zu-Maennlichkeit-ist-eine-hochriskante-Lebensform/story/13367085

Männer dominieren bei den Krankheiten, was Feministinnen selbstverständlich nicht zugeben wollen oder dürfen. So behauptet beispielsweise die Beauftragte für Frauengesundheit der Stadt Wien und Gesundheitspsychologin an der Uni Salzburg Beate Wimmer-Puchinger "Die Depression ist weiblich". Es seien zu zwei Dritteln Frauen, die unter psychischen Problemen leiden. Maria-Anna Pleischl, Präsidentin des Verbandes für Psychotherapie, sieht das anders. Frauen gestehen sich psychische Probleme eher ein als sie zu unterdrücken oder zu ersäufen. Der Trend bei den Invaliditätspensionisten aus psychischen Gründen ist zwar seit 2005 bei Frauen von 31 auf 42% und bei Männern von 20 auf 25% gestiegen. Aus den Pensionszahlen lasse sich aber nicht schließen, daß Männer psychisch gesünder sind, meint Pleischl, schließlich drücken sich derartige Krankheiten auch somatisch aus: "Männer gehen dann eben wegen orthopädischer Schmerzen statt psychischer Gründe in Frühpension." ("Standard" Wien, 18.10.).
(18.10.2013)

40% Frauen in Aufsichtsräten als EU-Zwangsmaßnahme unter dem Deckmantel der "Objektivität"

SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner freut sich über das Abstimmungsergebnis in den Ausschüssen Recht und Frauen des EU-Parlamentes. Dessen Plenum soll im November einen Bericht (Richtlinie) über die "ausgewogene" Vertretung von Frauen und Männern bei den nicht geschäftsführenden Direktoren bzw. in den Aufsichtsräten beschließen, um bis 2020 "tatsächlich bessere Ausschreibungsverfahren" sowie 40% Frauenanteil in Aufsichtsräten zu erreichen. Dabei soll es nicht um eine "klassische" Frauenquote, sondern im Kern angeblich um "objektive und transparente Auswahlverfahren bei der Bestellung im Aufsichtsrat" gehen, deren Ergebnis - 40% Frauen bis 2020 - aber zugleich vorweggenommen wurde. Der von der EU-Kommission vorgeschlagene Anwendungsbereich wurde auf alle börsenotierten Unternehmen ausgeweitet, ausgenommen Klein- und Mittelunternehmen unter 250 Beschäftigten.

Regner, stellvertretende Vorsitzende des Rechtsausschusses, will künftig weitere öffentliche Unternehmen mit an Bord nehmen und verhandelte diese Zielsetzung in den Richtlinienentwurf hinein.
Mit der Abstimmung liegen nun auch konkrete Sanktionen bereit. Regner: "Wir haben härtere Strafen für Unternehmen
vorgesehen, wenn die Voraussetzungen - 40 Prozent Frauen in Unternehmen bis 2020 zu erreichen - nicht erfüllt werden. Die sozialdemokratische Fraktion hat erfolgreich den Katalog an Sanktionen auf den Ausschluß von EU-Strukturfonds und den Ausschluß von öffentlichen Ausschreibungen erweitert."

In Norwegen, dem Vorbild für die EU, wird die Frauenquote mittlerweile als gescheitert eingestuft:
http://www.genderama.blogspot.co.at/2013/10/norwegen-frauenquote-als-manahme-der.html[http://www.genderama.blogspot.co.at/2013/10/norwegen-frauenquote-als-manahme-der.html]
(14.10.2013)

Wieder Falschbehauptungen zum "Equal Pay Day"

Die Grazer SPÖ-Vizebürgermeisterin Martina Schröck wärmt via Graz-Homepage wieder das Märchen von "derselben Arbeit" auf: "Frauen verdienen weniger als Männer. Das ist keine Neuigkeit, sondern ein Skandal. Männer haben bereits bis zum 5. Oktober durchschnittlich so viel verdient, wie Frauen bis zum 31. Dezember 2013 für dieselbe Arbeit verdienen werden." Judith Schwentner, grüne Frauensprecherin, ist vorsichtiger und spricht von "gleicher Arbeitszeit". Laut SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek habe sich der Gap seit dem Vorjahr um ein halbes Prozent verringert (ATV Aktuell, 8. Oktober). Im April sprach sie von 25,5%, jetzt sind es 23,2% - seltsame "Gendermathematik".

http://www.wien-konkret.at/soziales/gleichbehandlung/beruf/einkommensschere
http://www.wien-konkret.at/soziales/gleichbehandlung/beruf/einkommensschere/vergleiche/
(10.10.2013)

Frankreich: Tendenz weg von außerhäuslicher Kinderbetreuung

SPÖ-Kanzler Faymann forderte laut "Standard" einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplätze auch für unter Dreijährige. Laut SPÖ-Online (10.10.) soll er "ab dem ersten Geburtstag" gelten.
In Frankreich scheint hingegen langsam eine Trendwende in Sicht, denn die frühe staatliche Betreuung hat ihren Preis. Frauen fühlen sich zunehmend entfremdet von ihren Kindern.
http://www.zeit.de/2013/37/frankreich-kinder-staatliche-fruehfoerderung
(10.10.2013)




Zum Ergebnis der Nationalratswahl


Die große Koalition hat deutlich Stimmen verloren, zusammen aber noch die absolute Mehrheit. SPÖ-Klubobmann Josef Cap sieht in erster Linie ein Kommunikationsproblem der SPÖ-ÖVP-Koalition mit den Bürgern. SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek dürfte er zwar nicht gemeint haben, doch gerade sie malt beständig ein düsteres Bild der Lage der Frauen und bemüht sich nach Kräften, den sogenannten Gender-Pay-Gap in unrealistischer Weise aufzublasen. Damit erleichtert sie es der FPÖ, der Regierung Versagen vorzuwerfen. Diese Partei hat ohne Rücksicht auf Budgetprobleme das Blaue vom Himmel gefordert und sich auch in Richtung Interessensvertretung der Frauen zu positionieren versucht, ohne aber bei diesen wie erhofft punkten zu können. Laut Wählerstromanalyse des Sora-Instituts wählten 29% der Männer (später auf 28% korrigiert), aber nur 16% der Frauen FPÖ (diese Prozentpunkte sind nach dem Endergebnis noch etwas nach unten zu korrigieren), womit aber die FPÖ gegenüber der deklarierten "Frauenpartei" Grüne bei den Frauenstimmen weiterhin die Nase vorn hat. Die vor einem Jahr von Matthias Strolz gegründeten Neos sind die einzige Partei, die es gewagt hat, eine rasche Angleichung des gesetzlichen Frauenpensionsalters (beginnend mit 2014 statt 2024) zu fordern und sind für ihren Mut belohnt worden. Die vom Wählervotum enttäuschten Grünen sind zu einseitig fokussiert. Sie fordern Chancengleichheit für Frauen (womit sie Ergebnisgleichheit/Frauenbevorzugung meinen, wie aus dem Wahlprogramm ersichtlich), nicht aber Chancengleichkeit für Männer und negieren damit die veränderte Wirklichkeit.

"Alle leiden unter dem Stillstand", äußerte Sozialexperte Bernd Marin im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung" (15.9.). Die Frauenministerin stelle sich taub. "Das frühere Pensionsalter der Frauen ist ein zutiefst reaktionäres Überbleibsel, das Frauen schadet und verhöhnt. Ein paternalistisch vergiftetes Bonbon."

Kurz vor der Wahl rief sich auch die Grazer Frauenbeauftragte Maggie Jansenberger mit einer Wortspende in Erinnerung. "Frauenquoten sind nur für SPÖ und Grüne ein Thema", bemängelt sie. Aber sie interessieren, dem Wahlergebnis nach zu schließen, auch immer weniger Wähler. Nur 42% der Frauen und 32% der Männer haben laut Sora diese Quotenparteien gewählt. Der steirische Landeshauptmann Franz Voves beklagte nach der Wahl auf Radio Steiermark, daß die SPÖ den Kontakt zur Arbeiterschaft verloren hat. Kein Wunder, leidet diese auch auch unter dem Stillstand, kann aber mit abgehobenen Forderungen wie "Mehr Frauen in Spitzenpositionen" wenig anfangen oder mit dem nur in Österreich alljährlich gleich zweimal veranstalteten Theater um den "Equal Pay Day" - vgl. unsere Analyse vom 8.4.2013. Noch immer findet sich beispielsweise auf http://www.gehaltsrechner.gv.at/geleitwort/ die Falschbehauptung der SPÖ-Frauenministerin, Frauen würden für die gleiche Arbeit um 19% weniger Lohn bekommen.

Auch in Deutschland mehren sich die Zeichen, daß es den Männern langsam reicht.
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7498-institut-allensbach-erhebung-zur-frauenquote

Der "Standard"-Journalistin und Feministin Beate Hausbichler macht die Anfälligkeit junger Männer für die FPÖ Kopfzerbrechen. Sie plädiert auf diestandard.at für Umerziehungsmaßnahmen in der Schule, Vorbild: Das "Grüne-Männer-Manifest" der deutschen Grünen. Auf der dortigen Webseite findet sich allerdings u.a. der Kommentar von Tabea Schüle (29.7.2012): "Ich bin das grüne Männermanifest mal Satz für Satz durchgegangen. Ergebnis: In dem Text finden sich 11 positive und keine negativen Aussagen über Frauen, keine positiven und 32 negative Aussagen über Männer."

Die Printredaktion des "Standard" (2.10.) beginnt nun möglicherweise aber, Probleme von Männern nicht mehr unter den Teppich zu kehren. So schreibt sie zu den neuen Arbeitslosenzahlen für September: "Besonders Männer sind von Arbeitslosigkeit gefährdet. ... Auch im September hat die Arbeitslosigkeit unter Männern (plus 15,1 Prozent) stärker zugenommen als unter Frauen (plus 12,9 Prozent)."

http://www.wien-konkret.at/politik/nationalratswahl2013/nationalratswahlergebnisse-oesterreich/
http://www.wien-konkret.at/politik/partei/neos/
(2.10.2013)

250.000 Arbeitslose fehlen in der geschönten Statistik

Eine Viertelmillion Österreicher sind versteckte Arbeitslose, sagt die kürzlich gegründete Denkfabrik Agenda Austria. Unter Einrechnung der verdeckten Arbeitslosigkeit fällt Österreich in der EU vom ersten auf den vierten Platz zurück. Statt 220.000 sind 470.000 Menschen arbeitslos. Agenda-Chef Franz Schellhorn warf der offiziellen Statistik Verschweigen vor, etwa dadurch, daß mittlerweile fast nur noch die EU-Zahlen und nicht die nationalen Berechnungen herangezogen würden. Dadurch werden knapp 60.000 Menschen, die sich in Schulungen befinden, übersehen, aber auch 190.000, die einen Job annehmen würden, aber offiziell nicht als arbeitslos aufscheinen, weil sie etwa bereits Sozialhilfe beziehen. 81.000 versteckte Arbeitslose sind Menschen im Alter von 55 bis 64 Jahren. Die Agenda empfiehlt einen Umbau des Pensionssystems wie in Skandinavien, also ein höheres Pensionsantrittsalter - auch für Frauen.

Der steirische AMS-Chef Karl-Heinz Snobe hatte zudem schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, daß die guten österreichischen Zahlen auch durch Frühpensionierungen erkauft wurden.
(26.9.2013)

Buchneuerscheinung: Sind Frauen die besseren Mörder?

Frauen sind die besseren Mörder, aber nicht die schlechteren Menschen. Sie töten raffinierter, kreativer und entschlossener, aber sie sind nicht böser als Männer. Dieses Buch ist eine tiefenpsychologische Reise in die Abgründe der weiblichen Seele. Gerichtspsychiaterin Dr. Sigrun Roßmanith, die auch prominente Mörderinnen untersucht hat, zeigt, wen und warum Frauen töten und wie sie dabei vorgehen. Oft haben Frauen, die töten, eine lange Opfergeschichte, sei es durch sexuellen Missbrauch oder häusliche Gewalt. Der Tatort ist zumeist Beziehung und Familie. In spannenden Fallgeschichten aus ihrer Praxis gibt die Autorin Einblicke in den bizarren Alltag von Mord und Totschlag und berichtet über ihre außergewöhnlichen Begegnungen mit Täterinnen. Dabei wird klar: Das ganz normale Böse könnte in jeder von uns stecken, und damit auch eine potenzielle Mörderin.
http://www.weltbild.at/3/18209255-1/buch/sind-frauen-die-besseren-moerder.html
(25.9.2013)

Zum Massaker von Annaberg

Leserbrief Verein Freimann (erschienen Kronen-Zeitung Wien, 21. September):

Eigentlich ist es erstaunlich, dass in unserer Gesellschaft nicht mehr Männer "durchdrehen". Es gibt zwar Frauennotrufnummern, aber für Männer in Krisensituationen noch immer keine adäquaten Angebote. Männerberatungsstellen, so es sie gibt, haben das überholte Bild des vom sogenannten Patriarchat profitierenden Mannes verinnerlicht. Männer stehen unter dem Druck, zu funktionieren und keine Schwäche zeigen zu dürfen, nehmen Hilfsangebote seltener als Frauen an uns versuchen oft, ihre Probleme durch Verdrängung zu bewältigen, was aber auf Dauer kaum funktioniert. Es stellt sich im konkreten Fall zudem die Frage, wieso einem Mann, der seine Frau durch Krebs verloren hat, nicht psychologische Hilfe angeboten wurde.
(21.9.2013)

Zum Euro-Desaster

Auf diese tiefschürfende Analyse von Matthias Elbers haben wir bereits hingewiesen. Nun liegt sie in aktualisierter Form vor.
http://www.afd-hessen.org/wp-content/uploads/2013/09/Das-Euro-DesasterV2_2013-September.pdf
(21.9.2013)

Die politische Linke und der Feminismus

Ausführliches Interview mit Prof. Günter Buchholz - sehr lesenswert!
http://cuncti.net/streitbar/553-die-politische-linke-und-der-feminismus
(14.9.2013)

Fünf Jahre für falschen Vergewaltigungsvorwurf

Eine 48jährige Deutsche hat einen Mann mit dem falschen Vorwurf der Vergewaltigung für fünf Jahre ins Gefängnis gebracht. Jetzt muß sie selbst fünf Jahre hinter Gitter.

http://diepresse.com/home/panorama/welt/1452382/Falscher-Vergewaltigungsvorwurf_Fuenf-Jahre-Haft

(13.9.2013)

Anhebung beim gesetzlichen Frauenpensionsalter bringt Arbeitsplatzgewinn

Eine sofortige Angleichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen an das für Männer würde laut AMS-Vorstand Johannes Kopf zwar für 30.000 ältere Frauen Arbeitslosengeldbezug statt Pension bedeuten, aber bis zu 62.000 würden zusätzlich beschäftigt werden, wodurch der Budgetzuschuß ins Rentensystem sinken würde (Quelle: "Kronenzeitung"-Wirtschaftsmagazin, 7.9.). Karl Ettinger kommentiert in der Wiener "Presse" (6.9.): "Ansonsten ist Faymanns SPÖ hauptsächlich damit beschäftigt, Tabuzonen einzurichten. Wer es nur wagt, über eine frühere Anhebung des Frauenpensionsalters vor 2024 zu sprechen, wird von den Sozialdemokraten gleichsam als asoziales Individuum abgestempelt."

Tatsächlich hat der Tabudruck offenbar Leserbriefredaktionen (rühmliche Ausnahme: "Ganze Woche" Wien, 11.9.) abgehalten, unseren Leserbrief zu veröffentlichen:
>>Das Pensionssicherheitsproblem wäre keines, würden nicht Frauen mehr aus den Kassen entnehmen als einzahlen - ein Tabuthema. Feministinnen verweisen lieber auf um angeblich 40% niedrigere Frauenpensionen, wozu Pensionssexperte Theodor Tomandl erklärte: "Da zählen auch die Witwenpensionen dazu, und die sind nur ein Zuschuß." Auch das Argument fehlender Arbeitsplätze für ältere Frauen ist nach den deutschen Erfahrungen nicht haltbar: Nach Statistiken der Bundesagentur für Arbeit hat sich die Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter deutscher Frauen zwischen 60 und 65 Jahren seit dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht, was auf die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters zurückgeführt wird. Ein Vorschlag wäre ein geschlechtsunabhängiger, selbstbestimmter Pensionsantritt in einem Korridor zwischen 60 und 70 Jahren, wobei es unter 65 Jahren Abschläge und darüber Zuschläge gibt.<<

Im Blattaufmacher "Die Wahlkampfmärchen und die Wirklichkeit" schreibt die "Presse" (29.8.): "Ein Märchen dürfte auch die Behauptung sein, daß man das Frauenpensionsalter nur mit Zwei-Drittel-Mehrheit frühzeitig anheben kann. Zwar gibt es eine Verfassungsbestimmung, diese legt aber nur fest, daß es zulässig ist, wenn Frauen bis 2024 (Anm.: genauer 2034) besser behandelt werden. Sie müssen es aber nicht. Man könnte auch einfachgesetzlich vor 2024 das Frauenpensionsalter erhöhen, sagt ein führender Rechtsexperte zur 'Presse'. Man brauche aber immer einige Jahre Vorlaufzeit, um den Vertrauensschutz zu gewährleisten."
(11.9.2013)

Arbeitslosigkeit stark gestiegen

Im August waren 323.111 Österreicher arbeitslos, wovon 60.024 in Schulungen "versteckt" wurden. Der Anstieg (ohne Schulungen) betrug bei Männern im Jahresabstand 15% (auf 138.297) und bei Frauen 11% (auf 124.790). In der Steiermark gab es Anstiege um 16,2% (Männer) bzw. 11,7% (Frauen), in Graz um 20% bzw. 18,2%. Der stärkere Anstieg bei den Männern wird weder vom AMS noch in den Medien thematisiert. Sorgen machen den Verantwortlichen anscheinend hauptsächlich die Frauen. So ortete Christina Lind, Vize-Chefin des Grazer AMS, laut steirischer "Kronenzeitung" vom 3.9. "vor allem im Bereich der Frauenbeschäftigung massive Probleme", denen mit einer noch im September beginnenden Stiftung begegnet werden soll.
(4.9.2013)

"Superheldin" Heinisch-Hosek bangt um ihren Job

ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm will das Frauenministerium abschaffen und ins Familienministerium integrieren. Was eigentlich angesichts ständiger Klagen über Belastungen von Frauen durch Familienarbeit logisch wäre. Frauenbevorzugungsministerin Heinisch-Hosek ist natürlich dagegen. Sie hat eine SPÖ-Kampagne "Superheldinnen" ins Leben gerufen, mit der sie bei der Comic-Figur "Superwoman" Anleihe nimmt, die von der Grazerin Veronika Dreier nach der Vorlage "Superman" geschaffen wurde. Wie sich das mit der vom Feminismus betonten Hilfsbedürftigkeit von Frauen verträgt, bleibt unklar, aber Widersprüche sind wir ja von Feministinnen gewohnt - zum Beispiel bei den Prozentzahlen über die angebliche Lohnlücke (vgl. Beitrag 8.4.2013). Die ständigen Falschaussagen und Übertreibungen versucht unterdessen FPÖ-Chef HC Strache parteipolitisch zu nutzen, indem er den Frauenfreund gibt und der Regierung Versagen vorwirft.
(1.9.2013)

Pensionsantrittsalter regt weiter auf: Korridorregelung wäre besser
Das unterschiedliche gesetzliche Pensionsantrittsalter (60/65) bleibt weiter ein Aufreger, wie zahlreiche Leserbriefe beweisen. Manche schlagen eine Absenkung für Männer vor. Die von unserem Verein vorgeschlagene Korridorregelung (z.B. 60 bis 70) einheitlich für beide Geschlechter wäre nicht nur gerecht, sondern wohl auch die Lösung, auf die sich SPÖ und ÖVP am ehesten einigen können sollten. ÖVP-Chef Michael Spindelegger bestritt zuletzt, das Frauenpensionsalter 2014 anheben zu wollen und sprach von einer "Zeitungsente". Er werde sich hüten, einen konkreten Termin für einen Einschnitt zu nennen - schließlich "wird das davon abhängen, wie es wirtschaftlich läuft" -, sich nur daran orientieren, ob das Pensionssystem sicher sei und Jahr für Jahr genau prüfen, welche Maßnahmen nötig seien. Der "Standard" vom 14. August zitiert ihn mit dem verunglückten Satz: "Ich schließe nicht irgendeinen Schritt aus, der uns morgen auf den Kopf fällt." Bundeskanzler Werner Faymann bemüht sich aus parteitaktischen Gründen, die Pensionsdebatte am Köcheln zu halten. Daß das Pensionsdefizit nicht von den Männern verursacht wird, erwähnen die Parteien wohlweislich nicht.
Das Nachrichtenmagazin "Profil" schrieb am 5. August: "Tatsächlich schadet das niedrige Pensionsalter den Frauen: Sie verpassen dadurch Gehaltsvorrückungen, Beförderungen und gelten trotz ihrer höheren Lebenserwartung auf dem Arbeitsmarkt früher als 'alt' als Männer." Für eine sofortige Anpassung des Frauenpensionsantrittsalters sind laut "Profil"-Umfrage 44% der Österreicher, die Mehrheit davon Männer (63%).
(14.8.2013)

Medizinuni-Aufnahmetests: Frauen wiederum schlechter
Der Aufnahmetest für das Medizinstudium an den drei Unis in Wien, Graz und Innsbruck wurde heuer vereinheitlicht und frauenfreundlicher gemacht. Trotzdem haben Männer wiederum besser abgeschnitten. Die Vizerektorin der Med-Uni Wien, die im Vorjahr gegen Proteste der Hochschülerschaft die Auswertung an ihrer Uni geschlechtergetrennt so hinbog, daß Frauen auf ca. 50% Studienplätze kamen, kündigte bereits an, den Test 2014 in "weiterentwickelter" Form durchführen zu wollen, um den offenbar im Schnitt ungeeigneteren Frauen noch weiter entgegenzukommen.

http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1439809/Medizintest_Frauen-wieder-schlechter
(9.8.2013)

K.O.-Tropfen: Einseitige Schuldzuweisungen

In halbseitigen Inseraten des Bundespressedienstes z.B. in der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 7. August heißt es unter der Überschrift "K.O.Tropfen - Nicht mit mir!": "Ihre Wirkung ist, besonders in Kombination mit Alkohol, unkalkulierbar und lebensgefährlich. Die Täter nutzen die hilflose Lage der Opfer aus, um Straftaten wie Vergewaltigungen oder Diebstahl zu begehen."
Alice Schwarzers "Emma" schrieb im Herbst 2011:
"Über das Ausmaß der Vorfälle wissen Experten so viel, wie die Opfer über das, was sie erlebt haben: so gut wie nichts. Es gibt, klagt der Bundesverband der Frauennotrufe, weder eine Statistik noch aktuelle Fallzahlen auf Bundesebene, geschweige denn eine Dunkelzifferstudie."
Was Stellen wie das Frauenministerium aber nicht daran hindert, das K.O.-Tropfen-Problem ausschließlich nach dem Schema: Männer sind Täter/Frauen sind Opfer, abzuhandeln.
http://www.bka.gv.at/site/7729/default.aspx
Auch das ähnliche Inserat des Bundespressedienstes richtet sich nur an Frauen, wie aus der gesamten Aufmachung und dem Tip "Mit Freundinnen kommen, mit Freundinnen gehen" zu entnehmen. Männer, die von Frauen mittels K.O.-Tropfen bestohlen wurden, können dies wohl nur geträumt haben.
(7.8.2013)


Wechsel an Spitze der Männerpartei

Der Vorarlberger Hannes Hausbichler, bisher stellvertretender Parteiobmann, ist neuer Obmann der 2008 gegründeten österreichischen Männerpartei, die ihren Sitz von Wien nach Vorarlberg verlegt hat. Parteigründer Oliver Peter Hoffmann bleibt der Partei als einfaches Mitglied erhalten. Die Männerpartei hat in Vorarlberg die nötigen Unterstützungserklärungen für eine Kandidatur bei den Nationalratswahlen gesammelt.
(6.8.2013)

Systematische Männerbenachteiligung durch das AMS am Beispiel Kärnten

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Juli neuerlich gestiegen, gegenüber Juli 2012 um 14,4% auf 136.559 bei Männern und um 10,6% auf 119.935 bei Frauen (jeweils ohne Schulungsteilnehmer).
"Die Gleichstellung am Arbeitsmarkt für Frauen und Männer ist gesetzlicher Auftrag und Ziel des Arbeitsmarktservice", schreibt das AMS Kärnten in einem Inserat in den "Wirtschaftsnachrichten Süd" (7-8/2013) unter der Schlagzeile "AMS Kärnten fördert Frauen". "Das AMS Kärnten wird 2013 insgesamt rund 25.000 Personen fördern. Dabei liegt der Schwerpunkt bei den Frauen: 52 Prozent des Budgets kommen Frauen zugute", macht 35 Millionen Euro.
Das AMS Kärnten vermerkte in seinem Jahresbericht 2012 (ausgerechnet unter"Gender Mainstreaming"):
"Die Vorgabe, wonach zumindest 51,50% des AMS Kärnten Budgets für Frauen einzusetzen sind, wurde auch 2012 mit 52,39% erfüllt."
Aber auch in Kärnten sind die arbeitslosen Männer in der Überzahl: 2012 waren 11.540 Männer und 9.313 Frauen beim AMS vorgemerkt, eine Zunahme gegenüber 2011 um 4,1% bei Männern und 2,9% bei Frauen.
Zum ersten Halbjahresbericht 2013 schreibt das AMS Kärnten selbst:
"Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 11,6 Prozent zugenommen, wobei vor allem Männer (+15,8%) von dieser Zunahme betroffen waren; Frauen +5,9%".
Kommentar überflüssig.
(2.8.2013)

Verlogener Streit um das Frauenpensionsalter

Die Ankündigung von ÖVP-Vizekanzler Michael Spindelegger, bei den künftigen Regierungsverhandlungen eine Vorziehung der Pensionsantrittsalterangleichung von Frauen zu verhandeln, hat Proteste ausgelöst. Die SPÖ hält am Korridor 2024-2034 fest, in dem das gesetzliche Antrittsalter schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben werden soll. Bekanntlich hatte der Verfassungsgerichtshof 1990 das unterschiedliche Antrittsalter (65/60) für verfassungswidrig erklärt, worauf damals die Großparteien einen Aushebelungsbeschluß im Nationalrat faßten, mit dem die Verfassung abgeändert wurde.

Unterstützung fand Spindelegger beim Vorarlberger ÖVP-Landeshauptmann, wurde aber von der parteiübergreifenden Feministinnenlobby inklusive Bundeskanzler Werner Faymann eingebremst, sodaß die Forderung keinen Eingang ins ÖVP-Wahlprogramm gefunden hat. ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm wärmte die Falschbehauptung auf, Frauen würden heute immer noch um 25% weniger als Männer bei gleichbleibender Arbeit verdienen. Auch für SPÖ-Frauenbevorzugungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek stellt sich die Frage in der nächsten Legislaturperiode nicht, weil "Frauen noch lange nicht gleichen Lohn für gleiche Arbeit erreicht" hätten (vgl. hiezu aber unsere Dokumentation auf dieser Seite vom 8.4.2013). Heinisch-Hosek bzw. Kanzler Faymann orteten eine zynischen Verhöhnung von Frauen, Carina Kerschbaumer schrieb auf diese Wortwahl bezugnehmend in der "Kleinen Zeitung" vom 24. Juli von einem "verlogenen Streit". Matthias Strolz, Parteichef der NEOs, schrieb im "Standard" vom 27. Juli: "Wer bei der Anhebung des Pensionsalters für Frauen bis 2024 wartet, der handelt grob fahrlässig. Es ist ein Zukunftsraub im großen Stil. Es ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation."
http://www.brandeins.de/lesen/was-wurde-aus/was-wurde-aus-den-besserverdienerinnen.html
(27.7.2013)


"Österreich kein Frauenparadies"


Frauenbevorzugungsministerin Heinisch-Hosek zog Bilanz über ihre Arbeit in der auslaufenden Legislaturperiode, in der es noch nicht gelungen sei, Österreich zum frauenpolitischen Paradies zu machen. ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm, selbst Feministin, warf in einer Reaktion der Ministerin, die gerne Ministerin bleiben will, Bevormundung der Bevölkerung vor.
http://www.tt.com/Nachrichten/6878537-2/heinisch-hosek-mit-zwiesp%C3%A4ltiger-bilanz-und-drei-gro%C3%9Fen-zielen.csp
(16.7.2013)

"Gleichbehandlung": Drittgereihte Kandidatin vorgezogen

Seltsame Direktorenbestellung an der Berufsschule Fürstenfeld.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/hartbergfuerstenfeld/fuerstenfeld/3348161/umstrittene-besetzung.story
(4.7.2013)

"Gleichstellung" nur für Frauen!

Unser Verein hat aufgrund untenstehender Einladung für Frauen bei der Grazer Bürgermeisterstellvertreterin Martina Schröck angefragt, ob sie bereit wäre, auf das (übrigens auch für Gender Mainstreaming zuständige) Referat Frauen & Gleichstellung einzuwirken, damit dieses nicht nur für Frauen tätig wird.
Doris Kirschner, Büroleiterin von Frau Schröck, teilte dazu am 27. Juni mit, diese gäbe uns (zwar) recht, daß das Thema gemeinsame Obsorge beide Geschlechter betrifft. "Laut Geschäftseinteilung für den Grazer Magistrat ist das Referat Frauen & Gleichstellung unter anderem zuständig für die Organisation von Veranstaltungen für Grazer Frauen (Geschäftseinteilung Punkt 0006-1203)." "Die Bürgermeisterstellvertreterin wird NICHT auf das Referat einwirken, die übertragenen Aufgaben zu negieren."
Wir fordern eine Änderung der Geschäftseinteilung, sollte diese Männer bei Veranstaltungen ausschließen, die auch sie betreffen.

>>Fachvortrag Gemeinsame Obsorge
Das Referat Frauen & Gleichstellung:Kostenlose Informationsveranstaltung für Frauen!
Seit 1.2.2013 gilt das KindNamRÄG 2013. Bereits im Vorfeld sorgten die damit verbundenen Änderungen im Familienrecht für Aufsehen, Verwirrung und Diskussion.
Wo liegen die grundlegenden Unterschiede und Neuerungen im Vergleich zum ursprünglichen Familienrecht? Was bedeuten die Änderungen für Familien und PartnerInnenschaften mit Kindern, für Frauen mit Kindern im Trennungsfall, .... in der Praxis? Was heißt "Gemeinsame Obsorge"? Was ist dabei zu beachten? Was ist neu bei der Kontaktregelung?
Die Veranstaltung bietet neben einer kurzen fachlichen Einführung praxistaugliche Antworten auf diese Fragen und ist bemüht auch persönlichen, themenspezifischen Anliegen und Fragen Raum zu geben.
Wir freuen uns auf Sie!
am: Mittwoch, 26. Juni 2013
um: 18.00 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden)
im: Frauenraum & Info-Café palaver, Lendplatz 38, 8020 Graz
Leitung: Mag.a Barbara Scherer, Juristin, Mediatorin, Rechtsberatung/Frauenservice
Aus organisatorischen Gründen wird höflich um Anmeldung gebeten unter:
frauenreferat@stadt.graz.at bzw. Tel.: +43 316 872-4672<image001.png>
Kostenlos! Bitte rasch anmelden!<<
(27.6.2013)

Gegenderte Gesetzestexte

SPÖ und ÖVP haben im Verfassungsausschuß des steirischen Landtages die "geschlechtsneutrale" Formulierung aller Gesetzestexte beschlossen. FPÖ-Klubobmann Georg Mayer: Die Reformpartner sollten sich nicht hinter Pseudo- und Scheinprojekten verstecken.
(26.6.2013)

Streik der Männer


Der Soziologe Walter Hollstein über ein Phänomen, das um sich greift. Plus eine Buchbesprechung von Arne Hoffmann.
http://www.sueddeutsche.de/leben/abschied-vom-starken-geschlecht-invasion-der-loser-1.1715009
http://bazonline.ch/leben/Single-maennlich-sucht-keineHeirat/story/21073501 http://www.cuncti.net/streitbar/485-der-streik-der-maenner

(26.6.2013)

Bürgermeister schlägt Wellen

Well I'm standig by a river but the water doesn't flow (Chris Rea, Road to hell). Auch der Mur im grünen Herzen des Grazer Feldes wurde durch ein Kraftwerk die Lebendigkeit genommen. Am 14. Juni tauchte Bürgermeister Siegfried Nagl gemeinsam mit ESTAG-Vorstand Christian Purrer für eine P.R.-Aktion die Füße ins stehende Wasser, um mit Wassertreten für kurze Zeit etwas Leben zu simulieren. "BIG", die offizielle Hauspostille der Stadt Graz, schrieb unter der Überschrift "Plitsch-Platsch!": "Diese Herren sind mit allen Wassern gewaschen."
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3314400/ein-paradies-aber-erst-80-jahren.story
(25.6.2013)



Uni Zürich: Feministische Definitionsmacht

Bei der soeben an der Uni Zürich zu Ende gegangenen Vorlesungsreihe "Der Mann" hat sich wieder einmal die feministische Definitionsmacht gezeigt. Prof. Walter Hollstein berichtet.
http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/32008/frauenmanner/
(11.6.2013)

Heinisch-Hosek: ORF soll noch feministischer werden

Bei einer Tagung in Wien forderte die Feminismusministerin offensivere Strategien gegen Männerrechtler und Feminismuskritiker.
http://www.genderama.blogspot.co.at/2013/06/osterreichs-frauenministerin-fur.html
(9.6.2013)

"Macho, Macho, muß man lieben"

Prof. Gerti Senger in der "Krone bunt" (9. Juni):
"Es gibt eine neue Debatte: Sind Machos eigentlich sexy? Lodert unter dem Ärger über das Machogehabe eine versteckte Schwäche dafür? Die Antwort nehme ich vorweg: Männer mit Machotouch stehen bei den Frauen hoch im Kurs. ...
Justament die Powerfrauen klagen darüber, dass der neue Mann zwar viel dazugelernt habe,aber dass halt doch der Machotouch fehle. Je femininer die Männer werden, und das werden sie zwangsläufig in einer immer femininer werdenden Welt, desto stärker wird bei den Frauen das Verlangen nach Kerlen, die noch in Verbindung mit ihren maskulinen Energien sein können.
Der domestizierte, durch und durch verhäuslichte, "verhausschweinte" Mann, um die Worte des Verhaltensforschers Konrad Lorenz zu gebrauchen, ist ebensowenig gefragt wie der enthaarte, geschminkte Metrosexxuelle. Jetzt ist 'Macho light' angesagt. Arme Männer, leicht habt ihr's nicht mit uns Frauen..."
(9.6.2013)

Uni Leipzig will nur weibliche Personenbezeichnungen verwenden

Die Uni Leipzig hat sich entschlossen, in ihrer Grundordnung in Hinkunft ausschließlich weibliche Personenbezeichnungen zu verwenden, der Dekan der juridischen Fakultät hat inzwischen dagegen protestiert. Die Uni folgt damit der Promotionsordnung des Karlsruher Institutes für Technologie und der Promotionsordnung für Mediziner und Zahnmediziner der Medizinischen Hochschule Hannover. Letztere hat allerdings den Unfug im Februar wieder rückgängig gemacht.

Die Satireabteilung des "Spiegel" macht sich ihre Gedanken (Link) und in Österreich stellt sich die Frage, ob oder warum Frauen nicht als Teil der Allgemeinheit wahrgenommen werden wollen. Im Jänner hat ja die Mehrheit der Frauen für eine "allgemeine Wehrpflicht" gestimmt, die nicht für Frauen gilt.

In einem Leserbrief an die Grazer "Kleine Zeitung" wiederholte in einer Reaktion auf Leipzig Univ.-Professorin Daisy Kopera vom "Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen" der Uni Graz die Mär, Frauen müßten, vor allem an den Universitäten, um auf der Karriereleiter gleich schnell emporzukommen, doppelt so gut wie Männer sein. Ob Frau Dr. Kopera doppelt so gut wie Männer ist, darf bezweifelt werden, zumal Stellen für Gleichbehandlung und Gleichstellung einer Spezies angehören, die eher gewohnt oder gewillt ist, nur die halbe Arbeit zu leisten, indem Männeranliegen ausgeblendet werden. Vollinhaltlich zuzustimmen ist hingegen dem Satz der Schreiberin "Beginnen wir endlich damit, sowohl Fach- als auch Führungkompetenzen von Frauen und Männern mit Fairness zu beurteilen, und hören wir damit auf, mit zweierlei Maß zu messen." Ob dies ernst gemeint ist und sich der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen künftig wohl daran orientieren wird?
http://www.spiegel.de/spam/satire-spiegel-online-uni-leipzig-will-herr-dozentin-sagen-a-903886.html
http://www.cicero.de/salon/herr-professorin-genderwahn-auf-dem-vormarsch/54699
(7.6.2013)

"Wir pfeifen auf Binnen-I und Töchterhymne!"

Eine Abrechnung von Sibylle Manhart-Stiowicek in einem Gastkommentar in der Wiener "Presse" (Print 29. Mai):
"Warum ist gegenwärtig die Debatte über die Rolle der Frau von vornherein zum Scheitern verurteilt? Weil das Denken dahinter von vorgestern ist. Und die damit verbundenen Maßnahmen niemandem helfen - schon gar nicht den Frauen."

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1412230/Wir-pfeifen-auf-BinnenI-und-Toechterhymne
(29.5.2013)

Strafe für "Po-Grapscher" ausgesprochen

Der afghanische "Po-Grapscher" von Graz erhielt eine Verwaltungsstrafe von 300 Euro wegen öffentlicher Anstandsverletzung. Sollte die Strafe rechtskräftig werden und er nicht bezahlen, wäre ersatzweise eine fünftägige Haftstrafe möglich. In der "Kronenzeitung" vom 26. Mai wiederholte Gertrude Aubauer die Falschbehauptung, der Mann wäre ohne Konsequenzen davongekommen (Hingegen fand sie recherchierenswert, ob die Justizministerin oder die Frauenministerin Opfer von Grapschern geworden sind - sie sind es nicht).

Entstanden ist die Aufregung über den Fall durch den Fehler der Rechtsanwältin des Opfers, die trotz oberstgerichtlicher Judikatur die Staatsanwaltschaft einschaltete. Als dies erwartungsgemäß nichts fruchtete, begann eine Politkampagne, die von der Grazer Frauenbeauftragten, dem ORF-"Report", der Boulevardzeitung "Österreich" und der Frauenministerin angeheizt wurde. Frauenbeauftragte Jansenberger behauptete im Rahmen eines "Flash-Mobs", Po-Grapschen sei erlaubt, was ebenso falsch ist wie die Behauptung ihres "8.-März-Komitees", Frauen würden für die gleiche Arbeit 23,7% weniger verdienen.
(26.5.2013)

Kein Ansturm auf gemeinsame Obsorge

Seit 1. Februar ist eine gemeinsame Obsorge einklagbar. Der Richter darf nach einer sechsmonatigen Testphase ein gemeinsames Sorgerecht anordnen. Väterorganisationen haben erklärt, Anträge seien wenig sinnvoll. Denn das neue Gesetz sieht vor, daß auch bei gemeinsamer Obsorge vom Gericht ein Elternteil bestimmt wird, bei dem das Kind primär wohnt und dieser Elternteil darf allein über den Aufenthalt des Kindes entscheiden, sogar auswandern.
(26.5.2013)

"Männer leben länger gesund" - Ursachen der früheren Sterblichkeit nicht untersucht

Anläßlich der Abschlußkonferenz eines dreijährigen EU-Foprschungsprojektes wurden in Wien Gesundheitsdaten vorgestellt, die eine bessere Berechnung der Kosten im Sozial- und Gesundheitswesen gewährleisten sollen. Weshalb Männer früher sterben, wurde aber noch nicht untersucht. Die Restlebenserwartung im Alter von 65 Jahren ist in Österreich von 1981 bis 2006 sowohl bei Frauen wie auch bei Männern um 4,3 Jahre gestiegen und betrage derzeit bei Frauen 21,4 Jahre und bei Männern 17,9 Jahre. Männer, so sie es bis 65 geschafft haben (im Durchschnitt leben Männer etwa sechs Jahre kürzer) sterben nach dieser Statistik 3,5 Jahre früher. Ohne gesundheitliche Einschränkungen leben angeblich Frauen in diesem Abschnitt 6,9 Jahre, Männer hingegen 7,4 Jahre, also ein halbes Jahr länger. Laut Statistik Austria steigt die Lebenserwartung jährlich um etwa drei Monate.

Der Grund für die angeblich etwas längere Gesundheit von Männern dürfte wohl auch darin zu suchen sein, daß Männern von Jugend an beigebracht wird, zu "funktionieren" und keine Schwächen zu zeigen, sodaß sie gesundheitliche Probleme häufiger verdrängen und diese somit in geringerem Ausmaß in der Statistik aufscheinen. Um die Ursachen der früheren Männersterblichkeit und ihre Behebung kümmert sich die Politik ebensowenig wie um die Schieflage beim gesetzlichen Pensionsantrittsalter: Bei dessen Gleichstellung gehört Österreich zu den Schlußlichtern in Europa, obwohl Frauen auch danach von der längeren Lebenserwartung profitieren würden.
(17.5.2013)

"Heinisch-Hoseks Liebäugeln mit dem Zwangssystem DDR"

"Es ist paradox: Während vermehrt neue Arbeitszeitmodelle, Auszeiten und Sabbaticals überlegt und schon genutzt werden, will die Politik ausgerechnet zeitlich ausgelastete junge Mütter in den Vollerwerb treiben und damit überfordern. Das nährt den Verdacht, dass es dabei vor allem um Macht und Kontrolle und der Wirtschaft um billige Arbeitskräfte geht und nicht um das Wohl der Frauen." (Gastkommentar der Publizistin Gundula Walterskirchen in der "Presse", Print 11.5.2013).

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1400643/HeinischHoseks-Liebaeugeln-mit-dem-Zwangssystem-DDR

In einem Interview mit der "Presse" hatte sich die SPÖ-Frauenministerin u.a. abfällig über den Muttertag geäußert, den sie "überholt und konservativ" findet.
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/660220/HeinischHosek_Maenner-duerfen-nicht-Ernaehrer-sein


Für Aufregung sorgt auch die Behauptung von Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), Kinder hätten in Krippenplätzen bessere Entwicklungschancen sowie Mitterlehners Reaktion auf ein darauf bezugnehmendes Mail einer besorgten Mutter: MItterlehner empfindet die "nahezu geifernde Aufregung" über seine "angebliche Aussage" befremdend.
Für den Präsidenten des Katholischen Familienverbandes Alfred Trendl sollte vor allem die uneingeschränkte Wahlfreiheit der Eltern bei der Entscheidung zwischen Familien- und Erwerbsarbeit Priorität haben.
(15.5.2013)

Neuer Anlauf für EU-Austritts-Volksbegehren

Eine überparteiliche Initiative startet einen neuen Anlauf:
[http://www.eu-austritts-volksbegehren.at]
(13.5.2013)

Mehr Männer von Diskriminierung betroffen

Die im Vorjahr ins Leben gerufene "Antidiskriminierungsstelle" in Graz hat 425mal für Betroffene - davon 61% Männer - interveniert.
(11.5.2013)

"Gedrängel vor der Göttin"

Im Projekt "Lendwirbel" ging es in der Grazer Mariahilferstraße eine Woche lang um die Frau im öffentlichen Raum und ihre angebliche Diskriminierung. Beweise dafür bot die Ausstellung keine, im Gegenteil, das Foto "Referat für Frauen und Gleichstellung / Letzte Türe links" bot eher Anlaß zur Frage, wo denn ein Referat für benachteiligte Männer zu finden wäre. Die Feministin Selma Etareri, Inhaberin des Töpfereigeschäftes "Da Loam", hatte über ihrer Auslage ein Transparent "Grüß Göttin" aufgehängt, was auf der vom der Grazer Frauenbeauftragten bis hinauf zur Frauenministerin unterstützten Webseite http://lostspace.weblog.mur.at[http://lostspace.weblog.mur.at/] gefeiert wurde. Der schweigende Gott paßt allerdings gut zu dem, was derzeit (zu) viele Männer machen, wenn es um ihre Rechte und Befindlichkeiten geht. Ob sich durch eine Geschlechtsumwandlung Gottes daran etwas ändert, bleibt abzuwarten. Die evangelische Kirche startete unterdessen eine Plakataktion, bei der unter anderem darauf hingewiesen wird, daß bei ihr (im Gegensatz zur katholischen Kirche) Frauen in allen Ämtern zu finden sind.
(11.5.2013)

"Der Quotenstaat opfert die Gleichberechtigung"

Die deutsche "Wirtschaftswoche" online zur Frauenquote.

http://www.wiwo.de/erfolg/trends/frauenpolitik-der-quotenstaat-opfert-die-gleichberechtigung-seite-all/8181748-all.html
(9.5.2013)

"Frauen werden anders beurteilt"

Die Salzburger haben bei der Landtagswahl Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) abgewählt, was "Standard"-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid zum Kommentar "Frauen werden anders beurteilt" inspirierte.

Burgstaller gab sich im Finanzskandal lange ahnungslos, selbst als die Beamtin, die daran schuld sein soll, bei ihr vorsprach.
(8.5.2013)

"Zuwenig Frauen bei ORF-Diskussionen"

Die Frauensprecherin der Grünen Judith Schwentner möchte den Frauenanteil bei ORF-Diskussionen erhöhen. Laut Robert Stoppacher (ORF) weichen Frauen jedoch oft den Livesendungen aus, weil sie sich eine Teilnahme nicht zutrauen.
(8.5.2013)

"Gender-Zensur" im Kindergarten der TU Graz

Das pädagogische Konzept der "Nanodiversity" - der neuen Kinderbetreuungseinrichtung der TU Graz für Kinder vom Säuglingsalter bis zum Ende der Schulpflicht - beinhaltet die Schwerpunkte "Naturwissenschaft und Technik" sowie "Gender und Diversity". Mit letzterer hat die Kinderbeauftragte der TU, Berlinda Nikolla, offenbar Schwierigkeiten, denn sie bezeichnete laut "Graz live" Prinzessinnen-Zeichnungen vierjähriger Mädchen als geschlechtsstereotypische "Fehler, die abgesprochen werden müssen". Ein involviertes Mädchen wurde laut "Graz live" sogar kommentarlos von der Einrichtung ausgeschlossen.
(8.5.2013)



"Po-Grapschen" kein Fall für Staatsanwaltschaft

ÖVP-Justizministerin Beatrix Karl hat sich in einem Punkt gegen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) durchgesetzt: Die Reform des Sexualstrafrechts wird ohne neues Delikt "Po-Grapschen" beschlossen. Dieses ist damit zwar kein Fall für die Staatsanwaltschaft, aber verwaltungsstrafrechtlich und zivilrechtlich ahndbar.
(3.5.2013)

"Perverse Effekte einer Frauenquote"


Die deutsche "Wirtschaftswoche" beschäftigte sich am 22. April auf fünf Seiten mit Managerinnen in DAX-Konzernen, die die Erwartungen nicht erfüllt haben. Der Hauptartikel steht mittlerweile online.

http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/chef-position-durch-quote-die-entzauberten-top-managerinnen/8090774.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article115668090/Perverse-Effekte-einer-gesetzlichen-Frauenquote.html

http://le-bohemien.net/2012/11/29/die-biologische-klasse-und-die-auflosung-von-klasseninteressen/
( 28.4.2013 )

Norwegen: Wehrpflicht auch für Frauen!

Die Koalitionsparteien im Gleichstellungs-Vorzeigeland Norwegen haben beschlossen, die Wehrpflicht ab 2015 auch für Frauen einzuführen.

http://translate.google.at/translate?hl=de&sl=no&u=http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/politikk/Stortinget-vedtar-verneplikt-for-kvinner-14-juni-7181087.html&prev=/search%3Fq%3Dhttp://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/politikk/Stortinget-vedtar-verneplikt-for-kvinner-14-juni-7181087.html%2523.UXkefEr-uSr%26client%3Dfirefox-a%26hs%3DPt1%26rls%3Dorg.mozilla:de:official
(22.4.2013)


Frauenquoten als Instrument für Chancenungleichheit

Thomas Petersen, deutscher Kommunikationswissenschafter und Meinungsforscher und Projektleiter beim Institut für Desmoskopie Allensbach im Wiener "Standard":

"Es ist also ein simpler statistischer Taschenspielertrick, mit dessen Hilfe die verpflichtende Frauenquote als Instrument zur Durchsetzung von Chancengleichheit erscheint. Tatsächlich ist sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Gegenteil: Ein Instrument zur Etablierung von Chancenungleichheit."

http://derstandard.at/1363708203030/Frauenquoten-und-Statistik-Tricks

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/6772-der-bundestag-lehnt-die-frauenquote-ab

(18.4.2013)


Rüffel für Doris Bures von der Gleichbehandlungskommission


Die vormalige Frauenministerin Doris Bures bevorzugt als Verkehrsministerin Frauen, bekam aber jetzt Probleme mit der Gleichbehandlungskommission. Bei der Stellenbesetzung der neugeschaffenen Sektion "Verkehrs" entschied sie sich wegen des Geschlechts für eine Frau, obwohl diese bei einem internen Hearing nur Zweitgereihte war. Der erstgereihte Mann hatte mit seiner Beschwerde bei der Gleichbehandlungskommission Erfolg. Auch wenn deren Gutachten nicht rechtsverbindlich sind, dürfte die Sache für das Ministerium und damit die Steuerzahler teuer werden.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/1388402/Doris-Bures-und-die-Waffen-der-Frauen
(13.4.2013)

Gezerre um Frauenquote in Grazer Holding

Der Beschluß des Gemeinderates, Aufsichtsräte stadtnaher Gesellschaften qualifikationsunabhängig mit 40% Frauen zu besetzen, blockiert die Besetzung des Aufsichtsrates der Grazer Holding. Die Grünen stellen die Sinnhaftigkeit der Quote, bei der Genitalien vor Sachkenntnisse gehen, ungewollt in Frage. Die Parteien haben jeweils ein Nominierungsrecht. Die Grünen sind nicht bereit, ihren Kandidaten Markus Scheucher, der als Holding-Kenner gilt, in einen anderen Aufsichtsrat zu verräumen, wie dies Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) vorgeschlagen hat, um mit einem Tausch die Quote zu erfüllen. Grünen-Klubchef Gerhard Wohlfahrt ärgert, daß sich die FPÖ nicht an die Frauenquote gebunden fühle. Deren Klubchef Armin Sippel spricht von Männerdiskriminierung.
(9.4.2013)

"Equal Pay Day": So manipulieren Feministinnen ungeniert!


Frauen können nicht rechnen, befindet Karin Zauner in den "Salzburger Nachrichten" (5. April). Vielleicht rechnen sie aber damit, daß keiner nachrechnet oder nachschaut? Aber auch ohne Rechenkünste sollte klar sein: Wenn ich mich wie das internationale Frauenkarrierenetzwerk BPW, die Frauenministerin (in Widerspruch zu ihrem "Gehaltsrechner" und ihrem "Einkommensbericht 2012") und die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner nicht von einem möglichst hohen, aber überholten Wert von minus 25,5% (aus 2009 und für "Vollzeit" statt "Ganzjährig Vollzeit" und "Arithmetisches Mittel" statt "mittleres Einkommen" (Median)) verabschieden kann, kann ich mich schwerlich über "seit Jahren absoluten Stillstand" (Schwentner) beklagen. Und wenn das Netzwerk BPW die "rote Tasche als Symbol für das Defizit in den weiblichen Geldbörsen" propagiert, sollte es sich auch für die Nettoeinkommen interessieren. Die Gender-Statistik der Statistik Austria und der Rechnungshof verwenden jetzt in ihren Vergleichen nur Median-Werte.
"Das mittlere Einkommen (oder Medianeinkommen) bildet die gesellschaftliche Situation von Armut und Reichtum in einer Gesellschaft besser als das Durchschnittseinkommen ab." http://de.wikipedia.org/wiki/Mittleres_Einkommen

Für 5. April 2013 (wie im Vorjahr) hat das Netzwerk "Business and Professional Women", das "gleichen Lohn für gleiche Arbeit" fordert, den "Equal Pay Day" ausgerufen, denn:
Das Einkommen ganzjährig vollzeitbeschäftigter Frauen liegt in Österreich laut Daten der Statistik Austria 25,5 Prozent unter dem vollzeitbeschäftigter Männer. (APA, 4. April 2013)
Anm.: Abgesehen davon, daß es hier nicht um gleiche Arbeit geht: Korrekt wären (Medianwerte): 18,5 Prozent (mittleres Bruttojahreseinkommen) bzw. 15,6 Prozent (mittleres Nettojahreseinkommen) (Werte für 2011 der Statistik Austria 2012 für ganzjährige Vollzeitbeschäftigung). Siehe Tabellen auf Seiten 47/48 des Berichtes des Rechnungshofes, Reihe Einkommen 2012/1 und die Daten der Gender-Statistik der Statistik Austria:
http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/2012/berichte/einkommensbericht/Einkommensbericht_2012.pdf
http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/gender-statistik/einkommen/062503.html
Aber auch für die >durchschnittlichen< Jahresbezüge (unselbständig Erwerbstätiger mit ganzjähriger Beschäftigungsdauer bei Vollzeitbeschäftigung) stimmt der Wert von -25,5% nicht, es wären rund 23% (2011) bei Bruttobezügen (und netto weniger).

"Dass wir noch immer 25,5 Prozent Lohnunterschiede haben, ist traurige Realität", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des heutigen Equal Pay Day. (Aussendung Heinisch-Hosek, 5. April 2013)

Bei der Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern herrscht seit Jahren absoluter Stillstand. ...Das Einkommen ganzjährig vollzeitbeschäftigter Frauen liegt nach Statistik Austria im Schnitt um 25,5 Prozent unter dem durchschnittlichen Jahreseinkommen vollzeitbeschäftigter Männer. (Aussendung Judith Schwentner, Grüne Frauensprecherin, 4. April 2013).

Der Gender Pay Gap hat sich in den letzten Jahren in Österreich vergrößert und liegt 2009 bei 25,5%. (Alexandra Weiss, Politikwissenschafterin, beschäftigt im "Büro für Gleichstellung und Gender Studies" der Universität Innsbruck, auf http://www.equalpayday.at)

Berücksichtigt man die Unterschiede im Beschäftigungsausmaß (Teilzeit, unterjährige Beschäftigung) und beschränkt den Vergleich auf ganzjährig Vollzeitbeschäftigte, dann lagen (Anm.: 2011) die Bruttoeinkommen der Frauen (31.598 Euro) immer noch um 18,5% unter jenen der Männer (38.776 Euro). ... Betrachtet man nur die ganzjährig Vollzeitbeschäftigten, zeigt sich ebenfalls ein leichter Rückgang der geschlechterspezifischen Einkommensdifferenz von 22,5% 2004 auf 18,5% 2011. ... Vergleicht man die auf Bruttostundenverdienste standardisierten Löhne und Gehälter von Voll- und Teilzeitbeschäftigten in der Privatwirtschaft, dann hat sich laut Eurostat aber auch der "Gender Pay Gap" von 25,5% 2006 auf 23,7% 2011 verringert. (Webseite STATISTIK AUSTRIA - Einkommen, letzter Stand 6. März 2013, zum Teil fast wortgleich auf dieStandard.at 5. März 2013).
Anm.: Der Eurostat-Wert für 2006 von minus 25,5% bei Bruttostundenlöhnen in der Privatwirtschaft war häufiger Gast in Grafiken (auch in Frauenberichten, dort aber immerhin mit Hinweis auf Stand 2006), in denen mit anderen EU-Ländern verglichen wurde. Österreich sei demnach gemeinsam mit Tschechien in der EU am letzten Platz, lautete die falsche Botschaft (für 2010) von Ministerin Heinisch-Hosek zum Equal-Pay-Tag 2012 (Quelle: Kurier.at, letztes Update 20. August 2012: "Niedrigere Frauengagen: Österreich ist EU-Schlusslicht"). Das Nachrichtenmagazin "profil" hat aber schon im April 2012 auf Unstimmigkeiten hingewiesen, so wurde im Grafik-Vergleich (u.a. im "Kurier") der EU-Länder Estland unterschlagen.

Im Bundesdienst beträgt der um das Beschäftigungsausmaß bereinigte Gender Pay Gap 15%, während der Einkommensunterschied zwischen ganzjährig vollbeschäftigten Frauen und Männern in Österreich 21% ausmacht (Durchschnittseinkommen unselbstständig Beschäftigter, Quelle: Allgemeiner Einkommensbericht des Rechnungshofes (Reihe Einkommen 2010/1)).
Aus: Einkommensbericht 2012 von Frauenministerin Heinisch-Hosek, http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=48968
Anm.: Der Bericht von Heinisch-Hosek bezieht sich auf denselben (mittlerweile überholten) Rechnungshofbericht wie die Protagonistinnen der 25,5%-Behauptung. Aus dem Bericht der Frauenministerin geht auch hervor, daß der Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst (Bundesdienst) trotz für Männer und Frauen gleicher Entlohnungsschemata auch auf die in den letzten Jahren vermehrte Einstellung von Frauen (Bevorzugung bei "gleicher Qualifikation") zurückzuführen ist, also Frauenförderung den Gender Pay Gap paradoxerweise erhöht. Das bei Beamten gleiche Regelpensionsantrittsalter führt wiederum dazu, daß Frauen nicht um Vorrückungen am Karriereende umfallen, was die Gehaltsunterschiede verringert.

Wenn man die Teilzeitbeschäftigung herausrechnet und nur mehr die Stundenlöhne vergleicht, dann zeigt sich: Frauen verdienen immer noch um 21,3 Prozent weniger als Männer.
Vergleich der Bruttostundenverdienste, Medianeinkommen
Frauen 12,2 Euro, Männer 15,5 Euro. Quelle: Einkommensbericht des Rechnungshofes 2010.
Aus: Informationen zum Gehaltsrechner - Initiative der Frauenministerin,
http://www.bka.gv.at/site/6326/default.aspx

Anders betrachtet verdienten Frauen um 21,1 Prozent weniger als Männer, die Lücke verkleinerte sich so gesehen um 1,6 Prozentpunkte. In den vier Jahren zwischen 2006 und 2010 sind die Bruttolöhne für Frauen um 13,7 Prozent, jene für Männer um 11,3 Prozent gestiegen. (dieStandard.at, 12. Juli 2012)

Stichwort gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Wie sieht es nun mit Behauptungen aus, Frauen würden beim Gehalt diskriminiert?
Das haben wir hier schon am 6. Oktober 2011 untersucht, Auszug:

... Denn noch immer verdienen Frauen bei gleicher Tätigkeit rund ein Viertel weniger als Männer. Nur weil sie Frauen sind. ...
(Inserat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im "Standard" 4. Oktober 2011- in Widerspruch zu einem früheren Inserat, in dem von 15 Prozent die Rede war)

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das fordern wir Frauen seit über 100 Jahren. Diese Forderung ist heute aktueller denn je. Denn noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit um 18% weniger als Männer.
(Frauenministerin Heinisch-Hosek, 2011, 2012 auf http://www.gehaltsrechner.gv.at/geleitwort)

Also wenn ich gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit möchte, dann schau ich, dass ich auch vergleichbare Tätigkeiten heranziehe, und da bleibt dieser unerklärliche Rest von 12 Prozent. ...
(Frauenministerin Heinisch-Hosek in Ö1 "Journal Panorama" 5. Oktober 2011)

ANMERKUNG: Der Wert von "12% ungeklärtem Rest" stammt aus einer 2009 publizierten Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) der Sozialpartner, in dem erklärbare Gehaltsunterschiede "herausgerechnet" und Daten aus den Jahren 2004 bis 2006 verwendet wurden, in denen eine andere Wirtschaftslage vorhanden war. Die Differenz ist inzwischen sicherlich geschrumpft und würde sich weiter verflüchtigen, würden auch andere Faktoren des Erwerbslebens entsprechend berücksichtigt, die Männer eher in Anspruch nehmen, aber auch Frauen offen stünden: Lohnverträge mit höherem Risiko (variablem Lohnanteil), Bereitschaft zum Pendeln, zu Überstunden und ungünstigen Arbeitszeiten usw. Zudem kann ein Unternehmer aus der Praxis zum Schluß kommen, daß ein Mitarbeiter trotz gleicher Arbeit(szeit) produktiver als ein anderer ist, also mehr leistet und sich daher auch ein höheres Gehalt verdient hat.

BUCHHINWEIS: Walter Krämer: So lügt man mit Statistik (Piper-Verlag München 2011, Euro 9,95)

2013 geht das widersprüchliche unseriöse Herumwerfen mit Zahlen ungeniert weiter:

"Von diesem Viertel kann man rund 15 bis 18 Prozent überhaupt nicht erklären - das heißt, da sind Teilzeit, Überstunden und Berufswahl schon herausgerechnet. Das sind die reinen Diskriminierungsprozente, die übrig bleiben." (Frauenministerin Heinisch-Hosek, Aussendung 5. April 2013). Anm.: Dazu aber aus Heinisch-Hoseks Hause im "Frauenbericht 2010", Seite 198: "Bei der Interpretation dieses Effektes ist jedoch zu berücksichtigen, dass das verbleibende Lohndifferenzial sowohl auf Diskriminierung aufgrund des Geschlechts als auch auf nicht beobachteten lohnrelevanten Unterschieden beruhen kann und der Anteil der Diskriminierung somit tendenziell überschätzt wird." Und sogar Ines Schilling, Leiterin der Sektion II im Frauenministerium, widerspricht Heinisch-Hosek in der "Presse" vom 30. März 2013 indirekt, indem sie 10% Geschlechterdiskriminierung angibt.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das fordern wir Frauen seit über 100 Jahren. Diese Forderung ist heute aktueller denn je. Denn noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit um 19% weniger als Männer.
(Frauenministerin Heinisch-Hosek, aktuell auf http://www.gehaltsrechner.gv.at/geleitwort)
Anm.: Die Ministerin hat bei ihrer Manipulation neuerdings einen weiteren Prozentpunkt (gegenüber 2011, 2012) zugelegt.

Aber ganze 12 bis 15 Prozent der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen ergeben sich rein aus dem Umstand, dass eine Frau eine Frau ist. (Frauenministerin Heinisch-Hosek aktuell auf der Webseite http://www.equalpayday.at -bemerkenswerterweise ein etwa 50%iger "Rabatt" gegenüber dem Inserat im "Standard" vom 4. Oktober 2011)

Genauere Analysen des "unerklärlichen Bereiches" dürften eher unerwünscht sein, weil damit das Dogma der Frauendiskriminierung nur an Boden verlieren könnte. Siehe auch:
http://karrierebibel.de/warum-frauen-und-manner-gleich-bezahlt-werden-und-dennoch-unterschiedlich-verdienen/

Im wesentlichen lenkt die Debatte über (eindeutig kleiner werdende, aber aufgeblasene) Einkommensdifferenzen zwischen Männern und Frauen nur von der tatsächlichen sozialen Bruchlinie und anderen Problemen (z.B. Geldentwertung) ab. Wo die Schere auseinandergeht, steht im Einkommensbericht 2012 des Rechnungshofes (Kurzfassung Seite 20): "Der Vergleich der Entwicklung der hohen und niedrigen Einkommen zeigt, dass die Einkommensschere seit 1998 auseinanderging und sich dieser Trend nach einer kurzen Gegenentwicklung 2006 und 2007 in den letzten vier Berichtsjahren fortgesetzt hat. Während die hohen Einkommen real nur leicht stiegen, fielen die niedrigen Einkommen sehr stark ab." Carina Kerschbaumer kommentierte in der "Kleinen Zeitung" vom 5. April: "Der heutige Tag provoziert Männer - vor allem jene, die ebenfalls wenig verdienen."

Übrigens gibt es nur in Österreich zwei "Equal-Pay-Day"-Tage jährlich. Das Frauennetzwerk BPW will den EPD 2009 in Österreich eingeführt haben, die ÖGB-Frauen wiederum wollen 2007 die ersten gewesen sein. Die "Lösung" dieses Urheberstreits waren zwei Tage jeweils im Frühling und Herbst, denn: "Je mehr Aufmerksamkeit, desto besser". Die "Presse" kommentierte am 6. Oktober 2012: "Sturheit a la Östereich".
(8.4.2013)

Feministische Opferdemagogie

Eva Novotny projizierte in ihrem Artikel "Unter Männern" im "Spectrum" der "Presse" vom 30. März anscheinend ihre Unfähigkeit, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und sich in Männer hineinzuversetzen, auf Männer, die sich gewissermaßen gegen Frauen verschworen haben sollen.
http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1382492/Unter-Maennern
(31.3.2013)

"Wir werden plattgemacht"

Der Hirnforscher Joachim Bauer im "Standard"-Interview über unfaire Arbeitsbedingungen.
http://derstandard.at/1363705762600/Wir-werden-plattgemacht
(23.3.2013)



Nachlese zum "Frauentag"

Alice Schwarzer wollte den Frauentag bereits 2010 durch "365 Tage im Jahr für Menschen" ersetzt sehen. Die feministische Publizistin Sibylle Hamann stellte in der Wiener "Presse" Bedingungen auf, bei deren Erfüllung der Frauentag überflüssig wäre.

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/sibyllehamann/1352267/Nein-wir-brauchen-keinen-Frauentag-mehr-Selbstverstaendlich-nicht

Die Internetkommentare dazu sind fast ausschließlich negativ. Aufgrund des Widerspruchs druckte die "Presse" in der Print-Ausgabe zwei ablehnende Leserbriefe ab:
"Frau Hamann hat vergessen zu erwähnen, dass auch gleich viele Männer wie Frauen Kinder zur Welt bringen und stillen sollten. Außerdem sollten nicht nur gleich viele Männer wie Frauen Wäsche waschen und bügeln, sondern im Gegenzug auch gleich viele Frauen wie Männer Rasen mähen, Autoreifen wechseln und Reparaturen im Haushalt durchführen. Wenn es nach dieser Gleichmacherei unterschiedlicher Individuen doch noch Platz für Unterschiede gibt, sollen wir das alles am besten auch noch gesetzlich nivellieren." (DI Andreas Käfer, 8. März)
"Darf ich entgegnen und neu beginnen: Wenn Frauen endlich Frauen und Männer endlich Männer sein dürfen; wenn Frauen sich nicht mehr dafür rechtfertigen müssen, ihre Kinder selbst zu betreuen, anstatt sie mit wenigen Monaten in fremde Hände und Wertvorstellungen zu übergeben, und dies auch noch freiwillig; wenn Männer sich nicht dafür entschuldigen müssen, einer Frau die Tür aufgehalten zu haben; wenn Frauen sich nicht mehr benehmen und kleiden müssen wie mittelmäßige Männer, um gesellschaftlich Geltung zu erlangen; wenn akzeptiert wird, dass Frauen tatsächlich auch freiwillig in Teilzeit erwerbsmäßig tätig sind und deren Männer nicht mehr für unverbesserliche Machos gehalten werden, die mit ihrem Mehrgehalt ihre Frauen ja nur unter Druck setzen wollen; wenn eingesehen wird, dass zwischen Frauen und Männern tatsächlich Unterschiede bestehen und welch ein Verlust es wäre, diese wegzudiskutieren - ja, wenn endlich typisch weibliche und typisch männliche Lebensentwürfe und Erwerbsbiografien auch als selbstgewählt angenommen und verstanden und nicht nur als abschaffungsbedürftig mit allen politischen Mitteln bekämpft werden - dann brauchen wir in der Tat keinen Frauentag mehr!" (Mag. Isabella Grasser, 13. März)

Arne Hoffmann kommentiert die Lage in seinem Blog:
"Widerstand gegen den Feminismus bedeutet also längst nicht mehr Geschlechterkampf Mann gegen Frau, sondern Widerstand der Bevölkerung gegen eine selbsterklärte 'Elite' aus Medien, Politik und akademischem Betrieb, wo man Kritik am Feminismus inzwischen nur noch zu bekämpfen weiß, indem man sie als 'frauenfeindlich' und 'rechtsradikal' verunglimpft. In Wahrheit stehen die Feminismuskritiker den jungen Frauen weltanschaulich wesentlich näher als die eifernden Feministen. Man kann nur raten, wie unsere Gesellschaft aussehen würde, wenn diese massive, geschlechterübergreifende Ablehnung des Feminismus nicht dermaßen stark tabuisiert, sondern immer wieder Thema in unseren Medien wäre."
(13.3.2013)

Frank Stronach: Alter feministischer Wein in neuen Schläuchen?

Karin Strobl, Chefredakteurin der Regionalmedien Austria und neben ihrer Tätigkeit als Journalistin seit 2007 Vorsitzende des "Frauennetzwerks Medien", im Interview mit Parteigründer Frank Stronach ("Woche" 13. März, Auszüge):

"Strobl: Laut Wählerstromanalyse des Politologen Peter Filzmaier werden Sie von männlichen, frustrierten Ex-FPÖ-Wählern gewählt.
Stronach: Was der Filzmaier sagt, interessiert mich überhaupt nicht. ...
Strobl: Österreich rangiert bei der Gehaltsschere in der EU unter ferner liefen. Frauen bekommen hierzulande für dieselbe Arbeit um bis zu ein Viertel weniger Gehalt. Ist das fair?
Stronach: Das ist ein Zeichen dafür, daß die Österreicher sehr chauvinistisch sind. Frauen müssen in Österreich doppelt so gut sein wie ein Mann, damit sie die Hälfte verdienen."

Für eine Partei, die Wahrheit, Transparenz und Fairneß auf ihre Fahnen geschrieben hat, ist dieser (nicht erstmalige) Ausrutscher Stronachs, mit dem er feministische Behauptungen noch übertrifft, was nicht im Interesse seiner Wählerschaft ist, verblüffend. Und statt die Österreicher als "chauvinistisch" zu beleidigen, hätte er Gegenfragen stellen können: Wo ist ein konkretes Beispiel einer Frau, die für dieselbe Arbeit und Leistung ein Viertel weniger erhält? Wieviele Frauen haben sich nach dem Gleichbehandlungsgesetz beschwert? Seine Partei sollte das Gehaltsscherendogma unvoreingenommen überprüfen - soviel Zeit muß sein, im Interesse von Wahrheit, Transparenz und Fairneß.
(13.3.2013)

Entschädigung wegen Altersdiskriminierung

Ein 51-jähriger erhält Schadenersatz nach dem Gleichbehandlungsgesetz, weil er wegen seines Alters nicht genommen wurde. Daß die Stelle noch immer frei ist, spielt keine Rolle.

http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1354294/Einer-diskriminiert-keiner-bevorzugt
(11.3.2013)

Warum gibt es eigentlich Feministen?

fragte der Webblog "man tau". Auszüge aus dem lesenswerten Text:

Weil Feminismus karrierefördernd ist
Es ist allerdings in den vergangenen Jahren deutlich geworden, dass es für junge Männer in den Sozialwissenschaften regelrecht eine Karriereoption ist, männer- und jungenfeindliche Texte zu verfassen – in der Regel protegiert durch etablierte Akteurinnen. Hinrich Rosenbrock, Marcel Helbig oder Thomas Viola Rieske sind Beispiele dafür. Auch in den Parteien, insbesondere in den sich als links verstehenden, ist es karrierefördernd, wenigstens ab und zu feministisch klingende Äußerungen zu formulieren.
...
Weil Männer Angst haben (und Anna Freud Recht hatte).
Eher leuchtet es mir ein, männlichen Feminismus als Ausdruck von Angst zu sehen. Natürlich gibt es in manchen Bereichen einen großen Gruppendruck, der Angst aufbauen soll... Aber mehr noch: Feministische Positionen zu übernehmen bietet einem Mann die Möglichkeit, sich von im Umlauf befindlichen Stereotypien – Männer als Gewalttäter, als sozial unfähig, als Auslaufmodell, als machtfixiert etc.pp. – zu distanzieren und sich selbst als besseren Mann zu präsentieren. Anstatt sich klar gegen die Stereotypien zu stellen, identifiziert man sich mit ihnen, reproduziert sie und kann sie so auf die anderen Männer verschieben.

http://man-tau.blogspot.de/2013/03/warum-gibt-es-eigentlich-feministen.html
(11.3.2013)

Profeministische EU-Männerstudie/Männermanipulation als "Frauenstrategie 2020"?

Die neue steirische Frauenlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ), die bereits von 2005 bis 2009 in dieser Funktion war und jetzt Elisabeth Grossmann abgelöst hat, will eine "Frauenstrategie 2020" mit Gleichstellungszielen erarbeiten und beim Internationalen Frauentag 2014, also in einem Jahr, präsentieren. Soweit es feministischen Zielsetzungen nützt, sind auch Männer für den Diskussionsprozeß eingeladen und erwünscht.

Gemeinsam mit Frau Elli Scambor vom profeministischen Tendenzbetrieb "Männerberatung Graz" (der seine Subventionen nach Eigenangabe in Gefahr sähe, sollte der Eindruck der "Frauenfeindlichkeit" entstehen und sich gerade umbenennt in "Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark") präsentierte die für Männerangelegenheiten unzuständige Frauenlandesrätin zum Internationalen Frauentag eine EU-Studie vom Dezember 2012 über Männer, in deren Schlußfolgerungen es wörtlich heißt:

"Um Risiken, die mit Einbeziehung der Männer in der Gleichstellungspolitik verbunden sind, zu vermeiden – zum Beispiel vorrangige Behandlung von Themen, bei denen Männer oberflächlich betrachtet benachteiligt werden – ist eine enge Verknüpfung von kritischer, pro-feministische Männer- und Männlichkeitsforschung mit Gleichstellungsstrategien und -politiken entscheidend."

http://www.politik.steiermark.at/cms/dokumente/11835324_7149719/4855f257/2012%2012%2013_Executive%20Summary_Role%20of%20Men_German.pdf

Beide wiesen die These zurück, daß Männer das neue benachteiligte Geschlecht sind. Scambor begründet dies u.a. mit dem Vorteil, daß Männer weniger familiäre Betreuungsarbeit leisten würden, bezeichnet es aber in Widerspruch dazu als (zu behebenden) Nachteil für Männer, daß sie kaum in Familien anwesend seien (Unter anderem Inserat auf Steuerzahlerkosten in "Grazerin", 10. März).
(10.3.2013)

Auch Samsung in "Po-Grapscherei" verwickelt

Der Fall des afghanischen "Po-Grapschers" von Graz regt Frauenministerin Heinisch-Hosek nach wie vor auf ("Krone" 8. März), weil der Täter freigesprochen worden sei (was so nicht stimmt). Die Frauensprecherin der Grünen Judith Schwentner forderte hingegen einheitliche Sanktionen gegen "Po-Grapschen", die mit bis zu 2.000 Euro im Verwaltungsstrafrecht verankert werden sollten. Was in der Steiermark im Steirischen Sicherheitsgesetz längst geschehen ist.

In einem TV-Werbespot des koreanischen Samsung-Konzerns wird einem Mann auf den Po gegrapscht, was im Internet kritisiert wurde. Dem Ö1-Wirtschaftsmagazin "Saldo" vom 8. März zufolge hat der Konzern aber ernstere Verfehlungen aufzuweisen: Keine unabhängigen Betriebsräte und rigoroses Vorgehen gegen Mitarbeiter, die sich gewerkschaftlich organisieren wollen. Sonderüberwachung unliebsamer Mitarbeiter usw. Verwendung hochgiftiger, krebsauslösender Stoffe in der Produktion ohne Information der Belegschaft. Laut "Saldo" hat Koreas Staatspräsident den obersten Konzernchef begnadigt, nachdem er wegen Korruption verurteilt wurde.
(8.3.2013)

"Nulltoleranz für Beschneidung"

titelte der Gastbeitrag von EU-Kommissarin Viviane Reding in der Grazer "Kleinen Zeitung" am 8. März (auf einer von elf Seiten, die sich mit dem Internationalen Frauentag beschäftigen). Gemeint hat Reding ausschließlich die Beschneidung von Frauen und Mädchen, gegen die und generell gegen alle Formen der Gewalt gegen Frauen die EU vorgehen wolle. Unterdessen mußte Reding trotz Unterstützung durch Ministerin Heinisch-Hosek einen Rückschlag hinnehmen: Die Vertreter der EU-Staaten blockierten ihr Vorhaben, verpflichtende Frauenquoten durch die EU vorschreiben zu können.
(8.3.2013)

Wessen Rechte und welche Frauen werden eigentlich vertreten?

>>Der nächste Internationale Frauentag steht vor der Tür, und auch heuer werden wir uns der gleichen Diskussion stellen wie in den Jahren zuvor. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit werden Feministinnen fordern. Wir haben freilich Recht damit. Die Frage, die sich mir stellt, ist: Wessen Lohn und wessen Arbeit sind gemeint? Wessen Rechte und welche Frauen werden eigentlich vertreten? Denn Frauen sind keine homogene Gruppe. Die Macht ist unterschiedlich verteilt. Auch unter Frauen. Meine These ist, dass nicht-privilegierte Frauen mit nicht-privilegierten Männern mehr gemeinsam haben, als mit den Frauen aus der sogenannten Oberschicht. Wie sollen wir gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn die Kooperationen hinsichtlich gesellschaftlicher Veränderungen schon an der Trennung durch soziale Rollen und Scheinidentitäten im Vorfeld scheitern?<<

http://diestandard.at/1362107348888/Frauentag-Nicht-alle-Frauen-verfuegen-ueber-ein-Einkommen
(7.3.2013)

Antifeminismus nimmt "bedrohliche Formen" an

Frauenministerin >>Heinisch-Hosek hingegen hat hat erkannt, dass die antifeministische Szene "bedrohliche Formen annimmt". Derzeit könne die Frauenministerin diese Entwicklung jedoch nur mit Staunen beobachten. Für Juni plant sie gemeinsam mit den Aktivistinnen der Plattform 20.000frauen eine Enquete zum Backlash, aber auch Grundlagenforschung zum Thema Antifeminismus in Österreich müsse man sich längerfristig überlegen.<<

http://diestandard.at/1361241447570/Heinisch-Hosek-will-starkes-frauenpolitisches-Finish

Das Endziel der Frauenministerin ist, daß Männer die Hälfte der Familienarbeit leisten und nur noch 50% der Führungspositionen innehaben. In ihrem Büro hängt der die Hausarbeit verachtende Spruch "Das Leben ist viel zu kurz, um Hemden zu bügeln". Wozu hat sie schließlich einen Mann, der laut ihrer Aussage die Wäsche übernimmt?
(6.3.2013)

"Die Frauen haben ihre Waffen verloren"

Was bleibt nach der totalen Emanzipation von der Spannung zwischen den Geschlechtern? Der Wiener Philosoph Robert Pfaller über die Herrschaft der Belästigten, Ohrfeigen und die Lust am erotischen Rollenspiel.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/der-philosoph-robert-pfaller-im-gespraech-die-frauen-haben-ihre-waffen-verloren-12100411.html
(2.3.2013)



Frauen im Regen stehen gelassen

Gegen Mehrfachbelastung von Frauen wendet sich das Grazer "8.März-Komitee" unter der Federführung der Frauenbeauftragten für das Grazer Stadtgebiet, Maggie Jansenberger. Zur allfälligen Überlastung trägt aber zweifellos die Angstmache der Frauenministerin bei, die den Frauen das Schreckgespenst der Altersarmut an die Wand malt und sie damit von Teilzeitarbeit weg zu Vollzeitarbeit dirigieren will, selbst wenn sie diese finanziell gar nicht nötig haben.

Bei den zahlreichen Forderungen des Komitees findet sich die altbekannte Gehaltslückenlüge "Frauen verdienen für die gleiche Arbeit durchschnittlich 23,7% weniger als Männer", hingegen fehlt wieder einmal der blinde Fleck "Öffentlicher Verkehr". Dieser wird überwiegend von Frauen benutzt, Angebot und Service verschlechtern sich kontinuierlich. Zwar stecken die ÖBB oder vielmehr die dafür geradestehenden Steuerzahler Unsummen unter anderem in fragwürdigste Tunnelprojekte, das Service für die Kunden wird jedoch insbesondere beim Postbus, der zu den ÖBB gehört, immer schlechter.

Ernestine Vogrinic beschwert sich in einem Leserbrief (G7/Kleine Zeitung 3. März): "Ich bin Pensionistin und benutze den Bus von Eggersdorf nach Graz, Andreas-Hofer-Platz. Dabei vermisse ich seit Jahren die da gewesene Infrastruktur. Waren das schöne Zeiten, als einem Information, Buffet, Gepäckaufbewahrzung und Toiletten zur Verfügung standen. Nun habe ich erfahren, dass ... der Busbahnhof auf den Marburger Kai verlegt wird. Da gibt es dann wieder gar nichts und Busfahrende werden wieder im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen gelassen. Ist das der verbleibende Post-Service? Ich kann das nicht nachvollziehen..."
(5.3.2013)

Saftige Tariferhöhung des steirischen Verkehrsverbundes

Die Tarife der Halbjahres- und Jahreskarten (für eine Verbundzone) wurden bei der letzten Erhöhung vom 1. Juli 2012 "nur" um 3,7% angehoben, weil es Wunsch der Politik war, den Preis der Jahreskarte der Wiener Linien (365 Euro) nicht zu überschreiten. Der steirische Preis soll nun aber ab 1. Juli 2013 um 6,3% auf 388 Euro verteuert werden, was vergleichsweise unberechtigt erscheint.

Wien hat ein viel größeres Angebot und gewährt im Gegensatz zum Verkehrsverbund Steiermark auch auf die Jahreskarte eine Seniorenermäßigung (ab 60 Jahren) auf 224 Euro neben weiteren Leistungen (Gratisbeförderung Hund und Fahrrad, Vorteilsscheckheft). Der durchschnittliche Preis der Jahreskarte ist daher in Wien weit geringer als in Graz, von der künftigen Erhöhung ab 1. Juli ganz abgesehen.

Der steirische Verkehrsverbund trickst bei den Städtevergleichen regelmäßig, indem er die bei ihm fehlende Seniorenermäßigung bei Wochen-, Monats-, Halbjahres- und Jahreskarten unter den Tisch fallen läßt.
(5.3.2013)

Markus Theunert über "Co-Feminismus"

Wie kann moderne Gleichstellungspolitik aussehen? Das fragt Markus Theunert in seinem neuen Buch - und entlarvt dabei augenscheinlich profeministische Männer als Saboteure der Emanzipation.

http://www.theeuropean.de/julia-korbik/5949-maennlichkeitsbilder-und-emanzipation

Als Diskussionsbeitrag ist das neue Buch willkommen, auch wenn man Markus Theunert nicht in allen Punkten zustimmen wird.
(2.3.2013)

Frauen sind nicht die besseren Menschen

Frauen seien sanftmütiger, klüger, teamfähiger, einfach die besseren Menschen. Elisabeth Raether erklärt im "Zeit Magazin" (28. Februar), warum das nicht stimmt:

"Dass Frauen gutherzig sind, war lange männliches Wunschdenken. Heute können Frauen sich so fühlen, als hätten sie immer auf der richtigen Seite der Geschichte gestanden, auf der Seite der Entrechteten. Dabei ist die Gruppe der Frauen viel zu heterogen, um allgemeine Behauptungen aufzustellen. Oft genug gehörten Frauen zur herrschenden Klasse und waren Teil des Systems. Frauen zu Schoßhündchen zu machen war im Biedermeier eine gesellschaftliche Idee, deren Sinn darin lag, die Härten des Frühkapitalismus abzufangen. Damals erschienen die großen Frauenromane, Effi Briest, Anna Karenina, Madame Bovary – Frauen galten als diejenigen, die noch Liebe empfanden in einer kalten, funktionalen Gesellschaft. Ist es Zufall, dass gerade heute die Frauen wieder zu besseren Menschen stilisiert werden? Geht es darum, dem entfesselten Kapitalismus, vor dem sich derzeit viele fürchten, ein menschliches Antlitz zu verleihen, ohne die tieferen Strukturen infrage zu stellen? Als wäre es leichter, von jemandem gefeuert zu werden, der einem die Kündigung in sanftem Ton unter Einsatz seiner sozialen Intelligenz ausspricht."

http://www.zeit.de/2013/10/Boese-Frauen-Gewalt-Verbrechen-Mitlaeuferinnen
(28.2.2013)

Männer, das geschmähte Geschlecht

Eine treffende Kolumne von Michael Klonovsky (FOCUS 4. Februar), jetzt auch online:

http://www.focus.de/kultur/medien/ein-zwischenruf-von-michael-klonovsky-das-geschmaehte-geschlecht_aid_911976.html
(26.2.2013)

Selbstbeschränkung statt "gläserner Decken"

Die feministische grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker verlor bekanntlich bei der Grazer Gemeinderatswahl Wählerstimmen und den Vizebürgermeistertitel, der einer anderen Feministin (Martina Schröck, SPÖ) zugeschanzt wurde. Die ÖVP von Bürgermeister Siegfried Nagl verhinderte, daß die Wahlgewinnerin Elke Kahr (KPÖ) Vizebürgermeisterin wurde. Umso erstaunlicher das "Steigbügelhalten" der KPÖ bei der Wahl von ÖVP-Vertretern zu Bezirksvorstehern. So lagen bei den gleichzeitig mit der Gemeinderatswahl abgehaltenen Bezirksratswahlen ÖVP und KPÖ im Bezirk Gries bei Wählerstimmen und Mandaten praktisch gleichauf (Ganze 14 Stimmen Vorsprung der ÖVP vor der KPÖ). Anstatt das Amt der Bezirksvorsteherin zu beanspruchen, wozu es entsprechende Signale von Grünen und SPÖ gab, beeilte sich Listenführerin Gerti Schloffer (KPÖ), die Wiederwahl des ÖVP-Bezirksvorstehers anzukündigen, obwohl er seine Wahl vor fünf Jahren damals nur dem "Irrtum" eines KPÖ-Bezirksrates verdankte. Schloffer gab im "Grazer" (24. Februar) an: "Wir können auch als Vize gute Arbeit für Gries machen. Wir akzeptieren das Wahlergebnis". Das Gespräch mit einem Kommunisten, der sie von der Wahl des ÖVP-Kandidaten abhalten wolle, habe die Entscheidung der KPÖ-Bezirksräte zur ÖVP-Wahl leichter gemacht. Ob ihr diese schräge Argumentation abgenommen wird?

Die kürzlich verstorbene ehemalige Nationalbankpräsidentin Maria Schaumayer hätte höhere Positionen in der Politik (Bundeskanzlerin oder Bundespräsidentin) erreichen können, was ihr aber zu anstrengend war, wie sie im Gespräch mit dem "Falter" 2009 angab. Das klang schon glaubwürdiger.

http://www.falter.at/falter/2009/08/25/jenseits-von-kraehwinkel/
(24.2.2013)

Bei grundlegenden Fragen wird am Volk vorbei regiert

Bei den grundlegenden Fragen deutscher Politik wird am Volk vorbeiregiert, stellt Klaus Funken, früher wirtschaftspolitischer Referent der SPD-Bundestagsfraktion, fest. Der Einfluß der Bürger tendiert selbst bei Wahlen gegen Null. Politische Berichterstattung verkommt zum seichten Politainment, wird Teil der Unterhaltungskultur. Der Fall Himmelreich sei ein Paradebeispiel unfairen Journalismus.
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38594/1.html

Während aber beim Bauprojekt "Stuttgart 21" immerhin ein Notausstieg zur Debatte steht, werden in Österreich Milliarden für den ÖBB-Ausbau auf offener Bühne verbrannt, und alle Kontrollinstanzen versagen.

http://derstandard.at/1361240874695/Im-Ringelspiel-der-Verantwortungslosigkeit
(23.2.2013)

"Sexismus" - die neue Prüderie?

"Was ist Sexismus?" fragt die Webseite feminismus.101.de in ihrem "Einmaleins des Feminismus". Ihre Kurzdefinition:
"Sexismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Gender (sozialem Geschlecht) sowie Einstellungen, Stereotypen und kulturellen Elemente, die diese Diskriminierung begünstigen. Ein historisches und aktuell fortgesetztes Machtungleichgewicht vorausgesetzt, wonach die Klasse der Männer gegenüber der Klasse der Frauen privilegiert ist, ist Macht oder auch Herrschaft ein wichtiger, aber oft übersehener Teil der Definition. Sexismus besteht aus Vorurteilen gepaart mit Macht. Daher lehnen Feministinnen die Auffassung ab, dass Frauen gegenüber Männern sexistisch sein könnten, denn Frauen fehlt die institutionalisierte Macht, die Männer haben."

Der Soziologe Gerhard Amendt beschäftigt sich in seiner Analyse mit diesem einseitig verbogenen Kampfbegriff.

http://www.cuncti.net/streitbar/365-sexismus-die-neue-pruederie
(19.2.2013)

Studentengelder für Cafe verschleudert

Im März 2012 wurde das von der Österreichischen Hochschülerschaft an der Uni Wien geförderte Studentencafe "Rosa" geschlossen. Trotzdem muß bis Ende 2016 weiter monatlich 4.000 Euro Miete bezahlt werden, das Projekt hat bereits fast 500.000 Euro (inklusive Ablöse- und Umbaukosten) verschlungen. Das Cafe sollte "basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch" sein.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Personen (ÖH-Funktionäre), da der Betrieb des Cafes laut Feststellung des Wissenschaftsministeriums rechtswidrig gewesen sei. Für die Hochschülerschaft ist das Projekt am wirtschaftlichen Konzept gescheitert, nicht jedoch an der Idee.
(16.2.2013)

"Die Lösung liegt im Dialog"

Der Geschlechterforscher und Mediator Willibald Walter in der "Zeit" (7/2013):
Männerfeindliche Witze und Werbung sind seit einiger Zeit en vogue.
Übergriffiges Verhalten und Sexismus gibt es in der Arbeitswelt in beide Richtungen.
Männer und Frauen sollten nicht übereinander reden, sondern miteinander.
Die Lösung liegt im Dialog - jenseits der Skandalisierung.

http://www.zeit.de/2013/07/sexismus-belaestigung-arbeitsplatz-mediation
(13.2.2013)

Gleichbehandlungsgesetz gilt auch im "inneren Dienst"

Das Gleichbehandlungsgesetz des Landes Salzburg verbietet, wie auch jenes des Bundes und der anderen Länder, Diskriminierungen bei Beförderungen und der Zuweisung höher entlohnter Verwendungen von öffentlich Bediensteten. Das Land argumentierte gegen eine Beschwerde eines Beamten, organisationsrechtliche Verfügungen (hier: interimistische Übernahme der Stelle eines karenzierten Chefs) seien davon nicht erfaßt, verlor jedoch mit dieser Ansicht beim Verwaltungsgerichtshof. Der Vorwurf der Diskriminierung eines Beamten muß nun inhaltlich geprüft werden.
(Quelle: Die Presse, Rechtspanorama, 11.2.2013)
(11.2.2013)

Einkommensverteilung: Schockierende Ahnungslosigkeit in der EU

Die britische Sozialwissenschaftlerin und Expertin für Geschlechter- und Arbeitsmarktfragen Catherine Hakim über "Gender Pay Gap", Lebensstilpräferenzen moderner Frauen und die Gleichstellungspolitik der EU.
http://www.freiewelt.net/nachricht-11800/einstellungen-von-frauen-haben-sich-geaendert--.html
(8.2.2013)

"Gerichtsgutachter verpfuschte Kindern ihr Leben"

"Wegen fehlerhafter Obsorge-Gutachten wurden Familien zerrissen. Die Justiz ermittelt in 13 Fällen gegen den Sachverständigen. Trotzdem wollen ihn drei Richter schützen." "News" beschäftigte sich am 24. Jänner neuerlich mit einem Fall, der mittlerweile auch im ORF und sogar in deutschen Medien Wellen geschlagen hat. Jetzt ist der "News"-Text auch im Internet abrufbar.
http://www.kindergefuehle.at/fileadmin/pdf/News_20130124.pdf
(8.2.2013)



Steirische Einkommensstatistik als Aufreger

In den Medienberichten in "Kleiner Zeitung" und "Steirerkrone" vom 15. Februar über die soeben vorgestellte steirische Einkommensstatistik 2011 fiel wieder einmal das Wort "ungerecht", Frauen seien benachteiligt.

Leserbrief Verein Freimann ("Kleine Zeitung" 16. Februar):
Die Bruchlinie in der Gesellschaft verläuft nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen sozialen Schichten, wo die Schere auseinandergeht. Wenn Frauen durchschnittlich weniger verdienen als Männer, so auch weil Frauen in der Regel noch immer Männer mit höherem Status als Partner wählen. Das setzt Männer unter stärkeren Druck, mehr zu verdienen, um die Familie mitversorgen zu können.

Frauen können sich eher leisten, ihren Neigungen nachzugehen und nicht in erster Linie auf den Gehaltszettel zu schauen. Wenn sie aber, was oft bevorzugt wird, Teilzeit arbeiten, weist die jüngst veröffentlichte steirische Statistik (für 2011) für sie einen deutlich höheren Durchschnitts-Jahresverdienst von 16.618.- Euro gegenüber 12.998.- Euro der Teilzeit arbeitenden Männer aus.
(16.2.2013)

Po-Grapsch-Debatte läuft falsch

Gegen Handgreiflichkeiten können sich Frauen mit einer Ohrfeige wehren und jeder hat dafür Verständnis, schreibt ein Poster unter einen Leserbrief auf www.krone.at.

Der afghanische Po-Grapscher in Graz (übrigens ein Wiederholungstäter) geriet danach aber erst recht in Rage, denn es habe ihn noch keine Frau geschlagen. Seither wird landauf, landab debattiert, ob die Gesetzeslage ausreicht, wobei der ausländische Hintergrund des Täters sorgfältig ausgeklammert wird, zuletzt auch in einem Kommentar des Journalisten Peter Huemer ("Ist Österreich dümmer als andere Länder?"). Die Diskussion müßte vielmehr darüber geführt werden, wie man Ausländer, die Frauen nicht respektieren und auch durch eine Ohrfeige nicht zu stoppen sind, wirksam und vorbeugend einbremsen kann.
Sollte ein ausländischer Po-Grapscher aufgrund verschärfter Gesetze strafrechtlich verurteilt und abgeschoben werden, darf man gespannt sein, ob Gruppen wie "SOS-Mitmensch", die Peter Huemer nahestehen, wie sonst üblich protestieren.
(15.2.2013)

Was nicht im Blickpunkt steht: Mehr Männer Opfer von Gewalt

Die (korrekt formuliert) "Unabhängige Frauenbeauftragte für das Grazer Stadtgebiet" Maggie Jansenberger hatte für den 14. Februar in Graz zu einer "Tanz-Flashmob"-Aktion gegen Gewalt an Frauen aufgerufen.

Frauenministerin Heinisch-Hosek zeigte sich bei der Präsentation der letzten "Frauenbarometer"-Studie im November 2012 zum Thema Gewalt "alarmiert". Jede zweite Frau in Österreich hätte persönliche Erfahrungen mit Gewalt. Männer sind aber noch häufiger betroffen, wie die Wiener "Presse" (29. November 2012) aus der Studie entnimmt: "Jeder zweite Österreicher hat Gewalt wie Handgreiflichkeiten, Schläge und Körperverletzung am eigenen Leib erfahren, wobei mehr Männer (57%) davon betroffen waren als Frauen (45%)."

Gewalt an Frauen ist beklagenswert, aber der selektive Blick feministischer Organisationen, für die der Mann grundsätzlich Täter und die Frau Opfer ist, erschwert es, einer tatsächlichen Problemlösung näherzukommen. Jedes Gewaltopfer ist eines zu viel, egal welches Geschlecht es hat. Während für Frauen bereits ein umfangreiches Hilfsangebot besteht, fehlt Gleichwertiges für Männer. Unter anderem gibt es noch immer keinen "Männernotruf" für Männer in akuten Krisensituationen.
(14.2.2013)



Männer werden als naive Dodln hingestellt

"Wenig beachtet wird, wie sehr Männer z.B. in manchen Werbungen unbeschadet als naive Dodln hingestellt werden können.
Ein anderes, ärgerliches Beispiel ist das Sicherheitsvideo der Austrian Airlines. Seit vielen Jahren zeigt dort eine tüchtige Frau (gut so!), wie es geht, und ein belämmerter Mann stolpert durchs Bild, klemmt sich die Krawatte ein, hält die Security Instructions verkehrt herum und rennt gegen einen Laternenpfahl. ...
Wären die Rollen umgekehrt verteilt, hätte es längst einen Aufschrei der Medien und der Politikerinnen und Politiker gegeben."
(Leserbrief von Manfred Perko, evangelischer Pfarrer, Graz-Liebenau, in "Kleiner Zeitung" 10. Februar).
(10.2.2012)

"Eigenleben" von Falschbehauptungen

Die Falschbehauptung bei der "Flashmob-Demo" vom 26. November 2012 der Grazer Frauenbeauftragten Jansenberger, Grapschen wäre erlaubt, beginnt anscheinend ein Eigenleben zu führen (obwohl sich die Betroffene von der Demo distanziert hat). "Da macht Ministerin Karl die Frauen quasi zum Freiwild! ... Ich hoffe, dass sich Ministerin Karl besinnt." (Martin Reiter, Leserbrief in Grazer "Kleiner Zeitung" 10. Februar). Ein anderer Leserbriefschreiber behauptete in der "Kleinen Zeitung" vom 4. Februar, würde ein Unternehmer die bei ihm beschäftigten Frauen durch Männer ersetzen, müsse er ihnen 30% mehr Lohn bezahlen - ein Märchen, das durch noch so viele Wiederholungen (mit noch so vielen unterschiedlichen Prozentzahlen) nicht wahrer wird.
(10.2.2013)

Zu den sexistischen Nebenwirkungen universitärer Frauenförderung

Warum führen viele weibliche Studierende nicht automatisch zu vielen Professorinnen? Wenn die Gründe dafür vor allem im Privatleben liegen, die Maßnahmen zur Frauenförderung aber auf universitäre Verfahren zielen, dann haben sie nur schwache, dafür aber schädliche Wirkungen.

Der Artikel von Stefan Hirschauer ist in der Zeitschrift "Forschung und Lehre" des Deutschen Hochschulverbandes erschienen. Der Autor ist Professor für "Gender Studies" und bringt mit der gebotenen Vorsicht die Problematik der Bevorzugung von Frauen durch immer drastischere "Gleichstellungsmaßnahmen" im deutschen Hochschulwesen auf den Punkt.
http://www.forschung-und-lehre.de/wordpress/?p=12209

Bei dieser Gelegenheit ein Link zu einem Artikel von Prof. Günter Buchholz, der die "Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik" initiiert hat:
http://www.freitag.de/autoren/guenterbuchholz/von-der-frauenemanzipation-zur-frauenprivilegierung

http://frankfurter-erklaerung.de/
(8.2.2013)

Fall "Po-Grapscher": Falsche Darstellung im Wiener "Standard"

Die Soziologin Laura Wiesböck hat in ihrem "Standard"-Kommentar (6. Februar) angeblich "Licht in die dunklen Ecken der Debatte" bringen wollen, aber ihr Beispiel des Grazer Po-Grapschers unvollständig geschildert und kommt zu falschem Schluß.
http://derstandard.at/1358305738827/Licht-in-die-dunklen-Ecken-der-Debatte

Hellen wir also die "dunklen Ecken der Debatte" tatsächlich auf: Die Frau hat dem Fremden nach dem Grapschen als Reaktion eine Ohrfeige verpaßt, die ein Einheimischer vermutlich schuldbewußt weggesteckt hätte. Beim Täter handelt es sich aber um einen Afghanen, der vermutlich abstammungsmäßig Probleme damit hat, Frauen respektvoll zu begegnen. Er fuhr ihr nach und schlug ihr mit den Worten "Ich wurde noch nie von einer Frau geschlagen" Richtung Kopf, traf aber nur den Fahrradhelm.

Richtig ist, daß der Mann die ihm gesetzten Grenzen überschritt, falsch ist, daß er damit recht behielt. Vielmehr läuft gegen ihn ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Anstandsverletzung (§ 2 Abs.2 des Steirischen Sicherheitsgesetzes) mit einem Strafrahmen bis 2.000 Euro, außerdem kommen zivilrechtliche Forderungen auf ihn zu (Also deutlich mehr als eine Buße für ein bloßes "Kavaliersdelikt", wie die Grazer Frauenbeauftragte Jansenberger die derzeitige Gesetzeslage fehlinterpretiert, in der Frauen "Freiwild" seien).

Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz hat am 5. Februar in der Debatte um ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz die Zusammenstellung einer "Rot-Weiß-Rot-Fibel" angekündigt, um Zuwanderern österreichische Grundwerte zu vermitteln. Hat man bisher diesen Personenkreis nicht schon gleich nach der Einreise darauf aufmerksam gemacht, daß Frauen in Österreich gleichwertig sind, nicht bedrängt und nach einer Zurückweisung nicht zum Beispiel mit der Frage belästigt werden wollen, ob sie rassistisch seien? Hat man hier aus falsch verstandener "politischer Korrektheit" etwas unterlassen, was Frauen auf den Kopf fallen kann? Und warum blendet Laura Wiesböck diese Aspekte bei ihrem Anliegen, die "kulturelle (!) Definition von Männlichkeit" zu hinterfragen, ebenso aus wie die schon alltäglich gewordenen medialen Sexismen gegenüber Männern?
(7.2.2013)

"Po-Grapsch-Kommission" eingesetzt...

Bei der ORF-Diskussion "Im Zentrum" (3. Februar) benutzte Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) den Fall des afghanischen Po-Grapschers in Graz abermals, um eine Änderung des § 218 des Strafgesetzbuches (Sexuelle Belästigung) zu verlangen. Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) hielt ebenso wie Rechtsanwalt Gerald Ganzger davon wenig: Verwaltungsstrafen und zivilrechtliche Ansprüche würden ausreichen. Sie hatte aber eine Kommission beauftragt, auch diese Angelegenheit zu prüfen, wofür ein Zeitraum von einem Jahr (bis nach den Nationalratswahlen im Herbst) im Gespräch ist. Karl verwies auch darauf, daß der SPÖ seinerzeit die stattgefundene Verschärfung des § 218 des Strafgesetzbuches zu weit gegangen war und auf den Umstand, daß im Strafrecht der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" gilt.

Heinisch-Hosek, die eine Änderung unbedingt noch vor dem 8. März durchbringen wollte (um sich einen politischen Erfolg am "Frauentag" auf die Fahnen heften zu können, zumal es laut Tageszeitung "Österreich" um "Österreichs Thema Nr. 1" geht), ist damit vorerst gescheitert. Sie will, daß Po-Grapschern künftig bis zu sechs Monate Haft drohen (laut "Österreich", 2. Februar). Die grüne Frauensprecherin Judith Schwentner hatte Heinisch-Hosek hingegen vorgeworfen, sich nicht für landesgesetzliche Verwaltungsstrafen für Po-Grapscher in ganz Österreich engagiert zu haben, sodaß Heinisch-Hoseks Ansinnen möglicherweise dazu dient, von ihrer diesbezüglichen Untätigkeit abzulenken. Auch Feministinnen wie die Publizistin Katharina Krawagna-Pfeifer (SPÖ-nahe) sind gegen eine Verschärfung des Strafrechts.

Die Frauenministerin will, daß der Begriff der geschlechtlichen Handlung im Strafgesetzbuch definiert wird. Der Begriff soll auch Körperpartien, die nicht zur unmittelbaren Geschlechtssphäre gehören, betreffen. Und zwar dann, wenn „aus den Umständen eine sexuelle Tendenz erweislich ist“. Helmut Fuchs, Vorstand des Instituts für Strafrecht an der Universität Wien, zeigte sich zu diesem Vorschlag skeptisch: „Ich halte diese Formulierung für zu unbestimmt, um einen Tatbestand daran zu knüpfen“, sagte er zur „Presse“.
(4.2.2013)

Respekt muß gegenseitig sein!

Leserbrief des Vereins Freimann:
In der gegenwärtigen "Sexismus-Debatte" wird die Forderung nach Respekt für Frauen erhoben - aber auch Männer verdienen Respekt. Verbales sexistisches Eindreschen auf Männer ist geradezu zu einem Volkssport geworden. Sibylle Berg bezeichnet in ihrem Stück "Missionen der Schönheit" alle Männer als "Schweine". Oder erinnern wir uns an die Adaption eines alten "Judenwitzes" in Alice Schwarzers "Emma", Männer in Salzsäure seien ein "gelöstes Problem".
Die pauschale schlechte Darstellung von Männern in Medien vergiftet das Klima und tut den Frauen nichts Gutes, im Gegenteil: Dadurch werden Hemmungen abgebaut, sich zu benehmen, wie es Männern nachgesagt oder von ihnen erwartet wird.
(Erschienen in "Grazer" 3.2., "Kleine Zeitung" 4.2., FOCUS 11.2.)

Meistangeklickter Kommentar in den Medien zur "Sexismus-Debatte":
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5805-bruederle-debatte-und-sexismus

Weitere sexistische "Altdamenwitze" aus Alice Schwarzers "Emma":
http://www.zeit.de/2013/07/Martenstein
(1.2.2013)



"#aufschrei"-Sexismus-Debatte: Einseitiger Sturm im Wasserglas?

In Deutschland wird gerade heftig über "sexuelle Belästigungen" gestritten, ausgelöst durch das "lose Mundwerk" des FDP-Politikers Rainer Brüderle, der vor einem Jahr der "stern"-Journalistin Laura Himmelreich gegenüber zu später Stunde an einer Bar anzügliche Bemerkungen gemacht haben soll. Die Wiener "Presse" blies die Debatte am 27. Jänner zur Blattaufmacher-Geschichte auf. An der "#aufschrei"-Debatte auf "Twitter" hatten sich auch Männer beteiligt, die sich für ihr Geschlecht pharisäerhaft "fremdschämten" und damit selber erhöhen wollten.

In der ARD-Diskussionsrunde bei Günther Jauch (27. Jänner) hatten die Moralwächterinnen einen eher schweren Stand. Hauptsächlich wurden berufliche Abhängigkeitsverhältnisse genannt. Dafür gibt es aber jede Menge Frauenberatungsstellen, die Übergriffe im beruflichen Umfeld abzustellen helfen und darauf schauen, daß keine beruflichen Nachteile entstehen, wenn sich Betroffene wehren (In Österreich nimmt z.B. die Gleichbehandlungskommission Beschwerden entgegen). In der ZDF-info-Sendung "log in" (28. Jänner) beklagte sich die "Aufschrei"-Initiatiorin, ein Student hätte ihr mal aufs Knie gegriffen. Monika Ebeling: Nach vierzig Jahren Frauenbewegung sollten Frauen in der Lage sein, sich zu wehren.

Christine Bauer-Jelinek schreibt auf ihrer Facebook-Seite zur aktuellen Debatte:
"Gleiches Recht für alle:
Wenn jetzt Männern mehr Selbstkontrolle abverlangt wird, dann sollte das auch für Frauen gelten.

Frauen spielen bewusst oder gezielt mit ihre sexuellen Wirkung, reagieren die Männer darauf, wird ihnen allein die Schuld zugeschoben. Dies ist eindeutig auch als Machtstrategie zu bezeichnen, doch das wird vom Feminismus und Teilen der Medien konsequent geleugnet.

Die Sexismus Diskussion wird nicht fair geführt, doch das wird den Frauen mehr schaden als nutzen. Die Männer werden immer weniger Risiko eingehen und den beruflichen Kontakt zu Frauen einschränken. Dann wird es zwar vielleicht korrekter zugehen, aber die Chancen der Frauen auf Vorteilsgewinn werden auch sinken.

Wenn die traditionellen 'Waffen der Frauen' nicht mehr wirken, müssen sie sich erst wieder etwas Neues einfallen lassen."

Walter Hollstein schreibt im "Tagesanzeiger" (29. Jänner):
"Kritik ist selbstverständlich berechtigt, wenn es um männliche Vergehen und Fehler geht. Doch kein Mann muss sich, weil er nun mal eben Mann ist, als Vergewaltiger, Idiot oder Missgeburt der Natur beschimpfen lassen. Da ist Widerstand eine Frage der männlichen Selbstachtung. Auch Empörung, Wut und Korrektur sind mehr als berechtigt, und angesichts der Hasstiraden des ideologischen Feminismus ist es eigentlich befremdlich, dass sie auf Männerseite so moderat ausfallen. Nehmen wir uns ein Beispiel an den Frauen.

Im Grunde genommen wäre es ja ganz einfach: Es geht um Anstand und Respekt. Was man selber nicht angetan bekommen möchte, sollten wir auch nicht anderen antun. Nur eben: Das gilt für beide Geschlechter."

Christiane Hoffmann schreibt im "Spiegel" (28. Jänner):
"Das Klima wird politisch korrekter werden. Das ist keine attraktive Aussicht. Politische Korrektheit zwingt den Alltag, das ganze Leben in ein moralisches Korsett. Der kleine Unterschied wird wegmoralisiert. An die Stelle der alten Tabus treten neue. Ich habe keine Lust auf diese Intoleranz. Ich habe keine Lust, in einem moralpolizeilich gesicherten Umfeld zu arbeiten, wo Männer nicht mehr Männer sind und Frauen nicht mehr Frauen, sondern alle nur noch Arbeitsbienen."

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wärmte soeben wieder ihre Forderung auf, "Grapscher" strafrechtlich zu verurteilen. Ob es sinnvoll ist, überlastete Gerichte und Staatsanwaltschaften dafür einzuspannen, scheint fraglich. Denn dieses Fehlverhalten kann bereits jetzt mittels Landesgesetz als Anstandsverletzung verwaltungsstrafrechtlich geahndet werden.
(29.1.2013)

Feminismus lenkt von der sozialen Frage ab

Christine Bauer-Jelinek im Interview auf "Telepolis":
"Die politische Erkenntnis bei der Erforschung dieses Geschlechterkampfes war für mich, dass es sich eindeutig um einen Stellvertreterkrieg handelt. Wenn man genau hinsieht, wird um nichts Wesentliches gekämpft, was es nicht schon gäbe. Das was erreicht wird, sind Marginalien, ob es nun zehn Frauen mehr in Aufsichtsräten gibt, ist doch total uninteressant. Die Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern stellt sich als Mythos heraus und somit sind diese Kämpfe darum Seifenblasen und Scheingefechte. Die wirklich großen Verwerfungen in unserer Gesellschaft sind das Auseinanderdriften von arm und reich. Die Schere ist keine zwischen den Geschlechtern, sondern eine zwischen den Klassen. Die Einkommen der Reichen steigen in extremen Maßen an, während immer mehr Menschen immer ärmer werden, während der Mittelstand aufgelöst wird. Das kann man zwar hin und wieder in der Fachliteratur lesen, auch in Sonntagsreden hören, aber wirklich etwas dagegen unternommen wird nichts."

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38368/1.html
(28.1.2013)

Richtungsweisend: Schmerzensgeld für ausgegrenzten Vater

Eine richtungsweisende Entscheidung des Obersten Gerichtshofes: Ein Vater, der seinen Sohn nicht mehr sehen durfte, erhielt 2.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Seine Anwältin freut sich über die wichtige Grundsatzentscheidung. Profeministische "Männerberatungsvereine" raten hingegen Betroffenen eher, juristische Auseinandersetzungen zu meiden und "einen Schritt zurückzutreten", sich also quasi mit der Situation abzufinden.
http://www.heute.at/news/oesterreich/noe/art23654,846008

Am 1. Feber tritt übrigens die neue Obsorgeregelung (Familienrechtsnovelle) in Kraft, Gerichte rechnen bereits mit unzähligen Anträgen.
http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1334818/Mehr-gemeinsame-Obsorge-neues-Kontaktrecht-als-Pflicht
(26.1.2013)

Maria Schaumayer, Europas erste Notenbankchefin, verstorben

Im 82.Lebensjahr ist die gebürtige Grazerin Maria Schaumayer verstorben. Sie bekleidete hohe Ämter in Politik und Wirtschaft und stieg im Jahr 1990 für fünf Jahre zur Nationalbankpräsidentin auf. Sie hätte auch die Möglichkeit gehabt, als Kandidatin der ÖVP Bundeskanzlerin oder Bundespräsidentin zu werden, hat aber abgelehnt, wie sie in einem Gespräch mit dem "Falter" klarstellte.

Frauen ist es offenbar weniger wichtig oder zu anstrengend, unbedingt die erste Position zu beanspruchen. Feministinnen wollen das nicht zur Kenntnis nehmen, sehen Frauen immer als Opfer des "Patriarchats" und "gläserner Decken".

In den Nachrufen wird jetzt Schaumayers Einsatz für Frauen in Führungspositionen betont, nicht jedoch ihre Abneigung gegen Quoten und auch nicht ihr freiwilliger Verzicht auf höchste Ämter.
(23.1.2013)

Zivildienst rettet Wehrpflicht

Die Volksbefragung vom 20. Jänner zum Bundesheer brachte bei 52%iger Beteiligung mit rund 60% der Stimmberechtigten (Frauen und Männer ab 16 Jahren) für die derzeitige Regelung ("Allgemeine Wehrpflicht und Zivildienst") eine Bestätigung für die Reformangst der Österreicher, zumindest der älteren Generation ("Kleine Zeitung" 21. Jänner: "Senioren schicken die Jungen zum Heer". Vermutlich haben auch mehr - eigentlich nichtbetroffene - Frauen als Männer für die Wehrpflicht gestimmt - genauere Analysen sind nicht bekannt). Die mitenthaltene Fragestellung, ob der Zivildienst bleiben soll, war hauptentscheidend (von 74% der Wehrpflichtbefürworter als ein Beweggrund genannt). Von der FPÖ auf der rechten bis zur steirischen KPÖ auf der linken Seite hatten sich Politiker für den Status Quo starkgemacht. Natürlich auch Verbände wie das Rote Kreuz, die sich mit den billigen Zivildienern Kosten sparen und damit auch das Lohnniveau im Sozialbereich drücken.

Das von Verteidigungsminister Norbert Darabos ungenügend kommunizierte Alternativmodell Berufsheer und freiwillige soziale Dienste war aber in der jüngeren Generation mehrheitsfähig, obwohl es auch in der SPÖ zum Beispiel aus der Hofburg Gegenwind gab. "Was läßt sich aus der Heeresdebatte lernen?" fragte die Feministin Marlene Streeruwitz im "Standard" (19. Jänner), zum Präsenzdienst schreibt sie: "Halbe Jahre, in denen sinnlos vor sich hingetan werden muß, in denen nichts anderes übrig bleibt, als es auszuhalten. Solche halben Jahre müssen als Bestrafung dafür angesehen werden, ein junger Mann zu sein."

Tatsächlich entdeckten in der Debatte speziell links/grün/alternative Kreise Männerbenachteiligungen, die nicht nur Frau Streeruwitz, sondern auch Frauenbevorzugungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek früher gegenüber dem "Standard" in Abrede stellten. Eine Verpflichtung auch von Frauen zu sozialen Diensten steht bei den Parteien derzeit zwar noch nicht zur Debatte, spätestens eine allfällige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes würde die mutlosen Politiker wie in anderen Fällen von Männerbenachteiligung aber in Zugzwang bringen.

Der Allgemeine-Wehrpflicht-Befürworter Andreas Unterberger schreibt auf seiner Webseite (19. Jänner):
"Selbstverständlich wäre auch längst schon die Dienstpflicht für Frauen zu thematisieren. Es braucht Frauen (die Mehrheit der Studenten ist heute weiblich!) genauso als Sprachen- und Sicherheits-Spezialisten wie auch für soziale Aufgaben. Das Erfreuliche ist: Mit welcher Frau man auch spricht, der Großteil vor allem der jungen ist durchaus bereit zu einer Dienstpflicht. Sie meinen im Gegensatz zu den Berufsfeministen die Gleichberechtigung nämlich ernst. Solche Fragen werden den Bürgern aber nicht vorgelegt."

Stellungnahmen der Frauenchefinnen der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP - SPÖ-Ministerin Gabriele Heinisch Hosek hält die Wehrpflicht für nicht mehr zeitgemäß und lehnt einen Zwangsdienst für Männer ab, hingegen recht eigenartige Argumentation von ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm: "Zusätzlich bekommen (die Männer) eine Ausbildung zum Nulltarif und es entsteht für sie selbst ein Mehrwert" - warum will sie diesen den Frauen vorenthalten?
http://sunny7.at/job/karriere/gleichberechtigung/wehrpflicht-fuer-frauen-kommt-nicht-infrage

Ebenfalls überheblich war der Leserbrief der Grazer Feministin Mag. Lydia Straka in der Grazer "Kleinen Zeitung" (15. Jänner), wonach Frauen ihr Leben lang unbezahlte und meist unbedankte Tätigkeiten verrichten würden und man von Männern mittels Wehrdienst doch auch einen Beitrag fürs Gemeinwohl erwarten sollte. Nach einer deutschen Untersuchung sind 40% der Männer und 32% der Frauen ehrenamtlich tätig - in Österreich wird es kaum viel anders sein.
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=165004.html

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) wollte im ORF-"Report" (22. Jänner) mit der Behauptung, die Österreicher hätten entschieden, daß Frauen nicht für den Zivildienst in Frage kämen, weil der Zivildienst ein Wehrersatzdienst sei, eine Debatte über Frauendienste unterdrücken. Andere hochrangige Politiker behaupteten, die Österreicher hätten für Reformen beim Bundesheer gestimmt - auch die standen nicht zur Abstimmung. Eine Journalistenrunde im Ö1-"Abendjournal - Journal Panorama" (21. Jänner) war sich einig: Es wird sich beim Bundesheer, schönen Worten zum Trotz, kaum etwas ändern.

Auch die Männerpartei fordert Gleichstellung bei der Wehrpflicht und hält das am 21. Jänner vorgelegte ÖVP-"Reformpapier" für das Bundesheer für "Schwachsinn".
http://maennerpartei.at/content/warum-die-%C3%B6vp-forderungen-zur-reform-der-wehrpflicht-schwachsinn-sind
(22.1.2013)

"Saurer Apfel" für Pensionisten, besonders Kleinstpensionsbezieher

Erstmals seit 2005 deckt die Erhöhung der Pensionen die Teuerung nicht mehr ab. In den Schlußbestimmungen zu Artikel 48 Teil 2 des 2. Stabilitätsgesetzes, BGBl. Teil I Nr. 35/2012 (77. Novelle) wurde eigens ein Abschlag vom üblichen Erhöhungsmechanismus, der dem Inflationsausgleich dienen soll, von einem Prozent für das Kalenderjahr 2013 und 0,8 Prozent für 2014 festgesetzt. Lediglich Ausgleichszulagenbezieher erhalten durch die Verordnung BGBl. Teil II 387/2012 vom 27. November 2012 den Anpassungsfaktor für 2013 in voller Höhe (2,8 Prozent).

Der EU-Gerichtshof hatte die Pensionsanpassung von 2008 aufgehoben, weil ganz kleine Pensionen unter der "Mindestpension" geringer angehoben wurden als Pensionen mit Ausgleichszulage, was vom Gericht als unzulässige Diskriminierung von Frauen bewertet wurde, die bei Kleinstpensionsbeziehern die Mehrheit stellen (und z.B. wegen des Partnereinkommens keine Ausgleichszulage beziehen). Um diese Entscheidung zu umgehen, wurden diesmal, gegen den Wunsch der Seniorenvertreter nach Staffelung, alle Pensionen von Kleinst bis Groß mit einheitlichem Prozentsatz erhöht, womit aber Kleinstpensionen abermals unter dem Erhöhungssatz für Ausgleichszulagenbezieher zu liegen kommen. Von einem Protest der Frauenbevorzugungsministerin ist bisher nichts bekannt.

Wobei die Inflationsrate aber nicht die tatsächliche Teuerung des Warenkorbes für Pensionisten widerspiegelt. Darüber hinaus werden zum Beispiel technische Geräte durch zunehmenden Einbau minderwertiger Teile schneller kaputt, was ebenfalls nicht berücksichtigt wird.
(22.1.2013)

"Lohnlücke": "Placebo-Politik" auf wackligen Beinen

In Deutschland wollen nach der SPD nun auch Kreise in der CDU die angebliche Lohndiskriminierung von Frauen in den Wahlkampf ziehen. Die angebliche Lohnlücke aber "steht auf einem wackligen Fundament. Denn auf eine Lohnlücke von 22 Prozent kommt nur, wer alle individuellen Faktoren - also Berufswahl, Qualifikation, Auszeiten aus dem Erwerbsleben - außen vor lässt. Die bereinigte Lohnlücke, die solche Aspekte berücksichtigt, liegt je nach Berechnung zwischen zwei und acht Prozent", schreibt der "Spiegel" (21.1.) unter dem Titel "Placebo-Politik". "Nicht Betriebe sind das Problem, sondern eine falsche Familienpolitik... Die Union will mit ihren Plänen (für Transparenzregeln, Zwang zur Offenlegung von Gehaltsstrukturen) von den Versäumnissen der Koalition ablenken."

Eine nützliche Ablenkungsfunktion hat aber offenbar auch die feministisch geführte Geschlechterdebatte an sich. Angelika Hager schreibt im Wiener "profil" (14.1.): "Die Pariser Feministin Elisabeth Badinter warnt bei einem 'profil'-Besuch in Paris 'vor der Lächerlichkeit der aktuellen Debatten': 'Es ist doch absurd, dass wir im 21. Jahrhundert noch über Stillzeiten und Väterkarenz verhandeln. Die wahren tektonischen Verschiebungen finden nicht mehr zwischen den Geschlechtern, sondern zwischen den sozialen Schichten statt. Dorthin wird sich die Kampfzone der nahen Zukunft verlagern.'"
(21.1.2013)

ADHS-Medikation könnte schaden statt nützen

Der "Spiegel" stellt die beliebte Methode, junge Menschen (bevorzugt Buben) mit Medikamenten ruhigzustellen, in seiner Titelgeschichte in Frage (Seite 116):
"Nicht nur in den USA, auch in Deutschland bekommen immer mehr junge Menschen Medikamente getgen psychische Erkrankungen. Kinder und Jugendliche erhielten den Wirkstoff Methylphenidat gegen ADHS 'mit einer deutlichen Tendenz zur steigenden Dosierungen', meldet der 'Arzneimittelverordnungs-Report 2012'. ... Dabei weiß niemand, was die Mittel im Gehirn genau bewirken. Viele Psychopharmaka verändern zwar den Spiegel bestimmter Neurotransmitter im Gehirn. Ob sie aber dadurch die Ursache von Depressionen, Schizophrenie oder etwa ADHS beheben, ist mitnichten bewiesen. Womöglich haben Psychopillen sogar schädliche Effekte, weil sie das Gehirn dauerhaft verändern - und seelische Störungen so verschlimmern oder gar auslösen. Das sagt der US-amerikanische Journalist Robert Withaker, der viele beunruhigende Studien in einem Buch zusammengetragen hat." (Anatomy of An Epidemic", Broadway Paperpacks, New York; 416 Seiten, 16 Dollar)
21.1.2013)

Achtung Sprachpolizei!

Ulrich Greiner schreibt in der "Zeit" (17. Jänner) unter der Überschrift "Die kleine Hexenjagd" zur Debatte über nicht mehr "korrekte" Wörter in Kinderbüchern:

>>Winston Smith, der Held von George Orwells Roman "1984", ist Angestellter im sogenannten Wahrheitsministerium. Seine Aufgabe besteht darin, Bücher und Zeitungsberichte umzuschreiben, also rückwirkend zu verfälschen. Seine Freundin Julia ist jünger als er, sie ist unter dem Regime des Großen Bruders aufgewachsen. Einers Tages sagt er zu ihr: "Ist dir klar, dass die Vergangenheit tatsächlich ausgelöscht worden ist? Alle Dokumente sind entweder vernichtet oder gefälscht wortden, jedes Buch hat man umgeschrieben, jedes Gemälde neu gemalt, jedes Denkmal, jede Straße und jedes Gebäude umbenannt, jedes Datum geändert. Die Historie hat aufgehört zu existieren."

So weit sind wir glücklicherweise nicht. Es ist nicht Orwells Großer Bruder, der interveniert, sondern der Kleine Bruder politische Korrektheit. Dessen rastlose Tätigkeit sollte man nicht unterschätzen. Er realisiert sich im Tun jener zahllosen, oftmals staatlich bestallten Tugendwächter, die in höherem Auftrag, sei es Feminismus, Antisemitismus oder Antirassismus, agieren und die mit ideologisch geschärftem Nachtsichtgerät dunkle Abweichungen vom Pfad der Gerechten unverzüglich aufdecken. Wer suchet, der findet.<<
(17.1.2013)

Radio Bayern 2 "Zum Stand der Männerpolitik"

In einer nur handwerklich gut gemachten, inhaltlich aber ausgesprochen einseitig profeministischen "Zündfunk Generator"-Sendung vom 13. Jänner auf Bayern 2 "Zum Stand der Männerpolitik: Schuß ins Knie" kam das regierungsabhängige deutsche "Bundesforum Männer" ausführlichst zu Wort, nicht jedoch unabhängige Intiativen, denen Rechtsextremismus angedichtet wurde. Und was den angeblich hauptsächlich bei Männern zu suchenden Veränderungsbedarf angeht: Solange Frauen nach dem statushöheren Mann suchen, wird dieser dem Zwang zur Karriere schwerlich entkommen können.
(14.1.2013)

Wie verblendete Politiker Europa ruinieren und unsere Demokratie zerstören

"Die Eurokrise ist mehr als eine bloße Staatsschuldenkrise. Es handelt sich um eine umfassende Strukturkrise der Gemeinschaftswährung. Die Politiker blenden diese Tatsache beharrlich aus. An der Währungsunion soll unverändert festgehalten werden – koste es, was es wolle. Dieser Aufsatz zeigt die wahren Ursachen der Eurokrise auf und arbeitet die enormen volkswirtschaftlichen Kosten heraus, die das Währungsexperiment bisher verursacht hat und weiter verursachen wird, wenn kein Umdenken stattfindet. Sollte die Politik mit ihren verfehlten Rettungsmanövern fortfahren, drohen nicht nur finanzielle, sondern auch massive politische Verwerfungen. Die Eurokrise hat das Zeug, die Fundamente, auf denen unser Gemeinwesen ruht, zu zerstören. Die Lage ist ernst: Demokratie, Rechtsstaat, Frieden und wirtschaftliches Wohlergehen sind in Gefahr."

http://www.matthiaselbers.de
(14.1.2013)



Wehrpflicht-Diskussion wird hitziger

Laut Verfassungsjuristen Heinz Mayer könne Österreich mit einer Wehrpflicht nur für Männer internationale Pflichten verletzen. Er glaubt (im Gegensatz zu anderen Experten), daß eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Chancen hätte, sobald echte Gleichberechtigung erreicht sei. Für Frauenbevorzugungsministerin Heinisch-Hosek ist Gleichstellung "noch lange nicht erreicht". Bundespräsident Heinz Fischer hatte 2010 in einem Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" gesagt, daß für ihn aus Gleichbehandlungsgründen auf lange Sicht eine Wehrpflicht für Frauen vorstellbar wäre. Der Grüne Peter Pilz schreibt in seiner Zusammenfassung "Die Spindelegger-Falle": "Für alle, die volle Gleichberechtigung von Frauen wollen, gibt es nur zwei Lösungen: Die Abschaffung der Wehrpflicht oder die Ausweitung beider Zwangsdienste auf Frauen".

http://www.peterpilz.at/data_all/PKFrauenWehrpflicht.docx

Nach dem Ethiker Univ.-Prof. Kurt Remele ("Kleine Zeitung" 9.1.) ist die zwangsweise Vorbereitung junger Männer auf militärische Einsätze, für die sie systemimmanent unzureichend ausgebildet und gering motiviert sind, menschlich und christlich blanke Unmoral. "Nur mit einem fachlich und ethisch exzellent ausgebildeten Profiheer läßt sich die Anwendung militärischer Gewalt heute allenfalls ethisch rechtfertigen". Der Militärexperte Erich Reiter hält die Wehrpflicht für "militärisch und ökonomisch blanken Unsinn" und der Philosoph Gerald Krieghofer hält die Wehrpflicht für eine "Tochter der Sklaverei".

http://derstandard.at/1355459748125/Die-Wehrpflicht-ist-eine-Tochter-der-Sklaverei
(9.1.2013)

Frauenwunsch: Versorgung

Den höchsten Verkuppelungskoeffizienten haben laut Elisabeth T. Spira, Macherin der ORF-Sendung "Liebesg'schichten und Heiratssachen", Beamte. "Die gehen weg wie die warmen Semmeln...Für einen Beamten nehmen die Frauen viel in Kauf, da schwingt die Hoffnung auf Versorgung mit." ("profil" 7.1. Seite 67). Schon 2007 benannte "Psychologie heute" die unterschwellige (Über-)Forderung vieler Frauen an den Mann: "Versorge mich, aber laß mich unabhängig sein."

Die Macherinnen der Sendereihe "Mythos Powerfrau - die neue Form der Unterdrückung?" des "Feminismussenders" Ö1 veranstalteten im Radiokulturhaus eine Podiumsdiskussion zum Thema, die am 7.1. gesendet wurde. Am Podium nur Frauen, aus dem Publikum nur Frauenstimmen (Zumindest ein Mann hatte sich im Publikum zu Wort gemeldet, wurde aber bei der Sendung herausgeschnitten). Die üblichen oft falschen Vorwürfe gegen die Männer durften hingegen von Frauen breitgetreten werden, so etwa daß Männer kaum ehrenamtlich tätig wären oder Frauen das Zwei- bis Dreifache leisten müßten, wenn sie an die Spitze kommen wollten, dort wo die vielen mittelmäßigen Männer sitzen würden usw.usf. Da würde einiges über Männer, aber wohlweislich nicht mit Männern geredet.
(7.1.2013)



Langzeitarbeitslosigkeit steigt rapid an

Im Dezember 2012 gab es in Österreich um 36% mehr Langzeitarbeitslose als im Dezember 2011. Als langzeitarbeitslos gilt nach der Statistik, wer seit zwölf Monaten keinen Job findet und keine Schulung besucht, die länger als 62 Tage dauert. Rechnet man jedoch die Personen dazu, die an längeren Schulungen teilgenommen haben, sind in Österreich 54.400 Menschen seit über zwölf Monaten arbeitslos. Werden auch diejenigen hinzugerechnet, die gerade einen Kurs besuchen, sind 82.434 Menschen Langzeitfälle (12% mehr als vor einem Jahr). Martin Mair, Obmann des Vereins Aktive Arbeitslose, spricht von Schönfärberei mittels (oft fragwürdiger) Schulungen, um die Statistik zu verbessern.
Inklusive 62.457 Schulungsteilnehmern (+11,9%) waren österreichweit 204.681 Männer (+ 6,8%) und 118.300 Frauen (+4,6%) gemeldet, ein neuer Arbeitslosenhöchststand. In der Steiermark stieg die Zahl der arbeitslosen Männer im Österreichvergleich nach Oberösterreich (+9,7%) mit +9,2% am zweitstärksten (Frauen + 5,7%).
(3.1.2013)

 

 

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