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Verein für Gleichberechtigung der Geschlechter
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Richtige Männer stellen sich ihrem Problem"

Im Münchener Nachrichtenmagazin "Focus" vom 6. Februar befaßt sich der Soziologe und Männerforscher Walter Hollstein im Artikel "Lieber tot als schwach - Männer und Suizid" mit dem wegen seiner "desaströsen Geundheitsbilanz" "eigentlich schwachen Geschlecht". Rund drei Viertel der Suizidtoten in Deutschland sind Männer.

Hollstein stellt die Frage, warum die Nöte des männlichen Geschlechts so eklatant vernachlässigt werden und nennt drei Gründe: Den von Frauenbewegung und Feminismus auf Bedürfnisse von Frauen gelenkten und dadurch fokussierten öffentlichen Blick. Etwa 250 Lehrstühle für Frauen- und Geschlechterforschung, aber keinen einzigen für Männerforschung. Das mangelnde Engagement der Männer für das eigene Geschlecht.

Männer vermeiden es, als Folge der gesellschaftlichen Erziehung, nach Möglichkeit, um Hilfe nachzusuchen. Gesellschaftlich müßte sich der Slogan des "Deutschen Familienverbandes" durchsetzen: "Richtige Männer stellen sich ihrem Problem".

In Österreich weist der noch inoffizielle "2. Männerbericht" für das Jahr 2008 (wo bleiben neuere Zahlen?) 962 Männer- und 303 Frauensuizidfälle aus.
(6.2.2012)



Das Land Steiermark spart, oder auch nicht

Die Politik behauptet zwar, eisern sparen zu müssen und kündigte einschneidende Maßnahmen an, aber für so manche Projekte gilt der Sparzwang nicht. So haben Land und Stadt Graz gemeinsam das Füllhorn über einer neuen "Antidiskriminierungsstelle" ausgeschüttet, aber für einen Beauftragten für benachteiligte Männer gibt es keinen Cent (siehe hier Bericht vom 18.1.2012).

Nun hat es auch die grüne "Diversitätsexpertin" und Feministin Edith Zitz geschafft, nach ihrem Abgang als gutdotierte Landtagsabgeordnete für einen von ihr neugegründeten Verein 220.000 Euro aus Landesmitteln zu erhalten. Aufgabe des Vereins soll es sein, Migranten leichter zur Anerkennung ihrer in der Heimat erworbenen Diplome zu verhelfen, berichtet die "Steirerkrone". Fragt sich, ob dieses Ziel nicht billiger zu erreichen wäre.
(3.2.2012)

Mangelhafte Umweltkenntnisse bei Grazer ÖVP

Die ÖVP führt derzeit eine Volksbefragung in Graz durch, in der es unter anderem um ein verpflichtendes Sozialjahr (acht Monate) für alle Staatsbürger und Staatsbürgerinnen bis zum 27.Lebensjahr geht, das die Grazer und die steirische ÖVP gefordert hat (vgl. Bericht hier vom 31.12.2011).

Abgefragt wird auch das umstrittene Kraftwerksprojekt Murstaustufe Graz-Puntigam, das in seltener Einigkeit ÖVP, SPÖ und FPÖ befürworten. Die Behauptung in Siegfried Nagls Begleitbroschüre ("Graz braucht dich"), durch den Bau würde "die CO2-Belastung der Bevölkerung deutlich reduziert", ist aus der Luft gegriffen und zeugt von geringer Kenntnis des Grazer Bürgermeisters/der Grazer ÖVP über ökologische Zusammenhänge. CO2 ist kein die Atmungsorgane belastender Luftschadstoff (wird von jedem Menschen ausgeatmet), sondern nur im globalen Ausmaß klimarelevant. CO2-Einsparung ist zwar sinnvoll, es wäre allerdings bei einem seriösen Vergleich die CO2-Verursachung (plus Feinstaub, Stickoxide etc.) durch die Baumaßnahmen und die Fällung von an die 8000 jahrzehntealten, bisher aus CO2 Sauerstoff produzierenden Bäumen gegenzurechnen, was ebenso unter den Tisch fällt wie z.B. die Gefahr für das Grundwasser.

Auch in einem anderen Bereich fehlen dem Grazer Bürgermeister Umweltkenntnisse. Er kündigte an, die nächtliche Beleuchtung in der Stadt, vor allem in den Randbezirken, auszubauen, was nicht nur Geld kostet. Slowenien hat bereits ein Lichtverschmutzungsgesetz, aber auch in Oberösterreich und Wien laufen Initiativen an, die nächtliche Lichtverschmutzung einzudämmen.
(3.2.2012)

Streit um das Pensionsantrittsalter

Die Auseinandersetzung um eine Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters wird heftiger. Alle ÖVP-Bünde haben sich am 26. Jänner dafür ausgesprochen, SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek lehnte die Forderung postwendend als "zynisch" ab. Dieses Wort fand sich nun auch im Leserbriefteil der "Kronenzeitung", was nach bestelltem Protest aussieht. Die Angleichung des Pensionsalters wurde auch von Frau Univ.-Prof. Eva Pichler von der Wirtschaftsuniversität Wien aufgrund der leeren Pensionskassen, aber auch aus Gerechtigkeitsüberlegungen, gefordert ("Ungeschminkt", 7.12.2011). Der Verein Freimann hat einen Vorschlag zum Pensionsantrittsalter gemacht (Selbstbestimmter Pensionsantritt im Korridor 57-70, hier am 17.12.2011), der das Zeug in sich hätte, den Gegnerinnen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
(2.2.2012)

Arbeitslose Steiermark: Nur Frauen Sorgenkinder?

WIe allmonatlich präsentierte das steirische AMS die Arbeitslosenzahlen des abgelaufenen Monats. Die "Steirerkrone" bezeichnete in ihrem Bericht Frauen als Sorgenkinder des AMS, für die (wie schon bisher) besondere Förderungsmaßnahmen ergriffen werden sollen.

Die Zahl arbeitslos gemeldeter Männer ist in der Steiermark von Jänner 2011 bis Jänner 2012 von 29.774 auf 30.470 gestiegen, die der Frauen von 14.972 auf 16.042. Es sind also weiterhin rund doppelt so viele Männer wie Frauen arbeitslos.
(2.2.2012)



Machwerk eines Ausgrenzers und Diskussionsverweigerers

Der 26jährige Sozialpsychologe Hinrich Rosenbrock hat im Auftrag der den Grünen nahestehenden, auch aus Steuergeldern finanzierten Heinrich-Böll-Stiftung eine sogenannte Expertise über die "Antifeministische Männerrechtsbewegung" erstellt, um Männerrechtler in ein schlechtes Licht zu rücken. Darin verwechselt er absichtlich oder unabsichtlich das Gleichberechtigungsgebot im deutschen Grundgesetz mit einem Gleichstellungsgebot und kommt aufgrund dieser und anderer falscher Prämissen zum Schluß, Männerrechtler seien extrem oder verfassungsfeindlich. Über Rosenbrocks Polemik könnte man zur Tagesordnung übergehen, doch da er Vorurteile aus feministischen bis männerhassenden Kreisen bedient, die keinen Dialog mit Männerrechtlern wollen und auch ausdrücklich von einem Dialog abrät, wird sein Pamphlet wohl noch öfter dazu mißbraucht werden, sie auszugrenzen und abzuwerten. Der ursprüngliche Versuch, sie zu ignorieren, war ja wenig erfolgreich. Rosenbrock ist auf die Theorien des australischen Soziologen, neuerdings Soziologin Connell, Erfinder(in) der sogenannten patriarchalen Dividende, der sich von seiner Männlichkeit auch physisch verabschiedet hat, fixiert und rechnet sich wohl eine gute Karriere als Dividende seines komplizenhaften Profeminismus aus.

Die feministische Webseite "dieStandard.at" wertete die breitgefächerte Männerrechtsbewegung, die laut Rosenbrock aus dem "frustrierten Teil der 'teiltraditionellen' Männer und der kleinen Gruppe der 'Lifestyle-Machos'" bestehen soll, pauschal als "radikal-antiemanzipatorische Einheit" ab und unterstellt kritischen Meinungsäußerungen im eigenen Online-Forum "antifeministische Interventionen". Bei solchen Verrenkungen und Delegitimierungsversuchen geht es darum, demokratischen Diskussionen auszuweichen, um die eigenen Vorurteile nicht auf den Prüfstand stellen zu müssen.
(25.1.2012)

Heinisch-Hosek oder: Henne-Ei (Frauenquoten)

Das Wiener Beratungsunternehmen Ernst&Young hat bei den 300 größten börsennotierten Unternehmen Europas die Jahre 2005 und 2010 verglichen. Unternehmen würden demnach besser abschneiden, wenn zumindest eine Frau in der Führung sitzt. Für "Zeit-online" bleibt aber ungeklärt, wie groß der Anteil weiblicher Kompetenz an diesem Phänomen ist: "Sorgen Frauen für einen wirtschaftlichen Schub? Oder ist es vielmehr so, daß in wirtschaftlich ohnehin erfolgreichen Unternehmen ein moderneres Klima herrscht, das Personalentscheidungen auch an der Managementspitze nicht vom Geschlecht abhängig macht?"

Diese Henne-Ei-Frage hatte auch die Schweizer "Weltwoche" bezüglich einer immer wieder genannten Mc-Kinsey-Studie aufgeworfen: Könnte es sein, daß es sich Unternehmen, denen es wirtschaftlich gut geht, eher leisten können, Frauen im Management zu beschäftigen? Die "Weltwoche" wies außerdem darauf hin, daß sich der angeblich positive Effekt, der aus der Mc-Kinsey-Studie herausgelesen wird, auf US-Unternehmen beschränkte, in denen auch unterhalb der Führungsebene der Frauenanteil hoch war. Dies könnte auf branchenspezifische Ursachen hindeuten.

Tiefschürfende und fundierte Überlegungen sind aber nicht Sache unserer Frauenministerin, die es mit Statistiken ohnehin nicht genau nimmt (vgl. ihre widersprüchlichen Angaben zum "Gender-Pay-Gap", hier berichtet am 6.10.2011). Für sie ist klar: "Da geht es nicht nur um Gleichstellung, sondern auch um ökonomischen Nutzen." ("Standard" 23.1.). Sie will staatsnahen Unternehmen Quoten bei der Aufsichtsratsbesetzung vorschreiben und auch "die Vorstände sind mir zu männerlastig". Sie habe schon Verbündete bei einigen ATX-Vorständen gefunden, die mit einer vorgeschriebenen Quote für Aufsichtsräte durchaus sympathisierten. Kein Wunder, welcher Vorstand wäre nicht an Aufsichtsräten ohne langjährige Erfahrung interessiert, die ihm nicht ins Handwerk pfuschen können?

Bei der soeben abgehalten Siemens-Aktionärsversammlung in Deutschland wurde die Forderung nach fixen Frauenquoten von den Aktionären zu 93%, also fast einhellig abgelehnt. Heinisch-Hosek will aber die Rechte von Eigentümern aushöhlen und hofft auf Unterstützung aus Brüssel für ihre paternalistischen Zwangsmaßnahmen: "Im März wird auch Kommissarin Reding aktiv werden." Von einem modernen Klima, das Personalentscheidungen nicht vom Geschlecht abhängig macht ("Zeit-online"), kann bei Reding und Heinisch-Hosek nicht die Rede sein.
(25.1.2012)

Zweiter "Österreichischer Männerbericht" wird vorgestellt

Der zweite "österreichische Männerbericht" liegt inoffiziell vor und wird, wenn er den Sozialausschuß des Parlaments passiert hat, offiziell vorgestellt. In den Medien schreiben bekanntlich Frauen über Frauenthemen und überwiegend Frauen (häufig Feministinnen) über Männerthemen - so sieht die "Gleichstellung" in der Berichterstattung aus. Folgerichtig berichtet eine Feministin auf "dieStandard.at" (24.1.): Beate Hausbichler liest aus dem "Männerbericht" heraus, es gehe den Männern in Österreich in Bezug auf Einkommen, berufliche Position und Berufseinstieg "sehr gut". Daß laut dem Bericht z.B. 132.000 erwerbstätige Männer der Gruppe der "Working poor" zugehörig sind, läßt sie unter den Tisch fallen.

Aber auch der, selbstverständlich teilweise von Frauen geschriebene, neue "Männerbericht" selber ist vom deutlichen Bemühen gekennzeichnet, vom kritischen ersten "Männerbericht" (2006) abzurücken, obwohl es kaum Fortschritte gegeben hat, und damit die im wesentlichen auf Frauenförderung konzentrierte/beschränkte Politik in besserem Licht erscheinen zu lassen/zu legitimieren.
(25.1.2012)

Österreich in der "Durchschnittsfalle"

Das neue Buch des Genetikers Markus Hengstschläger "Die Durchschnittsfalle. Gene - Talente - Chancen" hat Staub aufgewirbelt. Der Durchschnitt ist Konzept der österreichischen Bildungspolitik. Bernd Schilcher beschreibt ihn in seiner Rezension in der "Presse" als "Liebling der Österreicher. Es ist so beruhigend, im Mainstream zu schwimmen, nicht aufzufallen, sich nicht besonders anstrengen zu müssen. So ist die Mittelmäßigkeit seit fast 250 Jahren unser wichtigstes Bildungsziel." Hengstschläger im "Standard": "Es gibt offensichtlich nichts Schöneres, als sich in die Phalanx der Gleichen einzureihen. Das ist das Todesurteil eines Landes. Fortschritt hängt nur von Peaks und Freaks ab." Und diese wären in Zeiten des Wandels und wachsender Herausforderungen unentbehrlich.
(23.1.2012)

Warum Macht Politiker und Manager verblendet

Umgeben von Ja-Sagern und getäuscht vom übermächtigen Selbstbild eigener Wichtigkeit, verlieren Politiker und Manager den Blick für die Realität. Die Grenze zur Selbstüberschätzung verläuft fließend - Macht sorgt häufig dafür, daß sie überschritten wird.

Der Sozialpsychologe Gerben vann Kleef von der Universität von Amsterdam ist davon überzeugt, daß offensichtliche Mißachtung jeglicher Anstandsregeln dazu beiträgt, daß der Querschläger sein Image pflegt. "Regelbrecher wirken mächtiger", sagt van Kleef, "weil sie den Eindruck machen, sie könnten sich alles erlauben."

http://www.wiwo.de/erfolg/management/das-wulff-syndrom-warum-macht-politiker-und-manager-verblendet/6088568.html
(23.1.2012)

Männer: Die verweichlichte Generation?

Christoph Scheuermann in seinem Essay im "Spiegel" über das "neue Haßobjekt" des weinerlichen Mannes: Dieser sei der Annahme verfallen, Frauen unbequeme Wahrheiten nur im Gewand des Büßers überbringen zu können. Er sei das Gegenteil des Anpackers. Demgegenüber gäbe es bei Frauen "eine gewisse Sehnsucht nach dem Macho, die sich seit einiger Zeit immer verzweifelter äußert." Vielleicht ist der unentschlossene Mann aber nur deshalb vorsichtig, weil er fürchtet, wenn er sich auf eine Beziehung einläßt, früher oder später finanziell unter die Räder zu kommen. Soll schon vorgekommen sein.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,809420,00.html
(19.1.2012)

Bundeshymne und kein Ende

Der Wiener Sessler-Verlag erhebt als Rechtsnachfolger Einspruch gegen die Textänderungen bei der Bundeshymne. In Paula von Preradovics altem Text wurde bekanntlich u.a. der Vers "Heimat bist du großer Söhne" in "Heimat großer Töchter und Söhne" holprig abgeändert. Ein Kulturjournalist schmähte kürzlich Frau Preradovic als "indifferente Konservative", die einen "schändlichen Wettbewerb" gewonnen habe. "In der Tat hat Preradovic ihr Poem ohne Zuhilfenahme von Gleichstellungsbeauftragten verfertigt", merkte der "Standard" ironisch an.
(18.1.2012)

Graz: Jede Menge Geld, aber Männerbeauftragter fehlt

Der Verein Freimann forderte die Stadt Graz (Bürgermeister, Stadträte und Gemeinderatsklubs) auf, mit Männerdiskriminierungen Schluß zu machen und zu diesem Zwecke die Installierung eines Grazer MÄNNERBEAUFTRAGTEN, der sich der Probleme benachteiligter Männer annimmt (Forderungsprogramm Punkt 8). Graz ist bekanntlich stolz darauf, mit der Installierung einer Frauenbeauftragten Pionierarbeit in Österreich geleistet zu haben. Nach über 30 Jahren wäre es nun aber Zeit für eine weitere Pioniertat!

Ein aktuelles Projekt ist übrigens die Grazer "Antidiskriminierungstelle", mit einer Budgetaufstockung von 20.000 auf 280.000 Euro(!) jährlich (vorerst für zwei Jahre), wobei die "Antirassismus"-erprobte und -fixierte Leiterin mit Migrationshintergrund Daniela Grabovac drei Mitarbeiter bekommt. Schwerpunkt ist Beratung Betroffener (vor allem Ausländer) und offenbar Erzielung von Verhaltensänderung bei der Grazer Bevölkerung (im Sinne von "Kampf gegen Vorurteile"), zum Beispiel durch Werbung in der Straßenbahn, womit offenbar Parolen der FPÖ neutralisiert werden sollen. Inländische Männer werden davon in der Praxis wohl kaum profitieren.
(18.1.2012)

Erfolg nach unserer Intervention! (Grazer "Mobilitätscard"-Seniorentarif)

Die Stadt Graz ignorierte im Gegensatz zu Verkehrsverbund, Grazer Linien etc. das schon vor einem Jahr bekanntgewordene Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes, unterschiedliche Altersgrenzen bei Seniorenermäßigungen im öffentlichen Verkehr bis längstens 31. Dezember 2011 abzuschaffen. Die diskriminierende Regelung Männer 65/Frauen 60 bei der von der Stadt Graz bezuschußten "Mobilitätscard" für die Grazer Öffis wurde beibehalten, wie aus dem uns vorliegenden neuen Merkblatt des Sozialamtes ("Graz, im Jänner 2012") hervorgeht (per Link war zum Zeitpunkt des Abrufes nur die alte Fassung vom Februar 2011 erreichbar):
http://www.graz.at/cms/dokumente/10108049/63f956b1/Merkblatt%202011%20Mobilit%C3%A4tscard.pdf

Eine Nachfrage im Sozialamt ergab, daß Sozialstadträtin Martina Schröck (SPÖ) bzw. der Gemeinderat aktiv werden müßten. Die Stadt Graz leistet sich eine "Unabhängige Frauenbeauftragte" und finanziert auch das Referat "Frauen & Gleichstellung" (für das Stadträtin Schröck politisch zuständig ist), das sich, wie aus dem Anlaßfall ersichtlich, auch nicht um Männer kümmert (laut Webseite der Stadt Graz behandelt es "Anliegen und Beschwerden zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung von Frauen", nicht aber Männern). Wie "Kleine Zeitung" und "Steirerkrone" am 18. Jänner meldeten, wurde nach Intervention unseres Vereins vom Büro Schröck für die übernächste Grazer Gemeinderatssitzung im Februar ein Gleichstellungsbeschluß angekündigt (Männer und Frauen jeweils ab 60).
(18.1.2012)

Öffentlicher Verkehr: Schöne Theorie, faule Praxis

In der soeben erschienenen Jubiläumsnummer "Fahrgast" des Vereins Fahrgast Graz-Steiermark schreibt Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) im Geleitwort: "Der öffentliche Verkehr stellt mit kurzen Fahrzeiten, einer optimalen Anbindung und kundenfreundlicher Ausstattung eine umweltschonende Alternative zum motorisierten Individualverkehr dar. Überzeugen auch Sie sich von den zahlreichen Vorteilen und nützen Sie für Ihren Weg in die Arbeit, für Ihre Wochenendausflüge oder Ihre Freizeit den öffentlichen Verkehr in der Steiermark." Ob Kurzmann diesen Ratschlag selbst befolgt hat? Ihm wird nachgesagt, sein Herz schlage eher für den PKW. Jüngst stellte er 20.000 Euro für Gratis-Autobahnvignetten zur Verfügung.

Hartmut Heidinger, Vorsitzender des Grazer Alpenvereins und tatsächlicher Freund des öffentlichen Verkehrs, wollte nach Salzburger Vorbild Schitouren mit Bus und Bahn organisieren, aber: "Busverbindungen zu potentiellen Ausgangspunkten von Schitouren sind in der Steiermark - insbesondere an Wochenenden - schlichtweg nicht vorhanden", schreibt er im Vereinsblatt. Anderen Freizeittouristen, z.B. Wanderern, geht es nicht besser, zumal nach der jüngsten Kursstreichorgie bei den Postbussen vom 11. Dezember, die mit der Landespolitik abgesprochen war. Von der öffentlichen Hand fordert Heidinger, daß "die Verbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz nicht nur nicht reduziert, sondern ausgebaut und darüber hinaus kreative Lösungen massiv unterstützt werden."

"Der Freizeitverkehr ist für uns eine vernachlässigbare Größenordnung", bekannte der jetzige Chef des steirischen Verkehrsverbundes Alfred Hensle vor über zehn Jahren in ungewöhnlicher Offenheit und zeigte sich an einem Konzept für Öffi-Verbesserungen, das auch der Alpenverein befürwortet hat, desinteressiert. Seit 1997 hat sich der Verkehrsverbund zu einer Abnickanstalt für Kurseinstellungswünsche entwickelt.
(17.1.2012)

Faules Ei Strompreiserhöhung als Abschiedsgabe

Im April tritt Oswin Kois als Vorstandsdirektor der Energie Steiermark (EStAG) aus "Gesundheitsgründen" ab. Anscheinend um seinen Nachfolger nicht zu belasten, hat er noch rasch eine Strompreiserhöhung durchgebracht. Ab 1. März wird vor allem die Grundgebühr stark erhöht und der Kleinverbrauchertarif (Select Home Small) abgeschafft. Für Vielverbraucher über 3800 Kilowattstunden/Jahr gibt es eine Ermäßigung, was dem Stromspargedanken ebenfalls zuwiderläuft. In anderen Bundesländern führt hingegen das Auslaufen der Mehrkostenverrechnung für Ökostrom zu Strompreissenkungen.

Die Gesamtstrompreisangabe beim künftigen Tarif ist laut Konsumentenschützern falsch, weil sie auf Netznutzungsentgelten im Netzbereich Steiermark mit Stand 1. Jänner 2011 beruht, die aber beim Inkrafttreten des neuen Tarifes nicht mehr gelten. Es besteht der Verdacht, daß es die Steweag-Steg (EStAG) bzw. die Tochter Energie Graz (vormals Stadtwerke) bei ihren Schreiben an die Kunden (datiert mit 28. 12. bei EStAG bzw. 29.12.2011 bei Energie Graz) deswegen eilig hatten, sie noch im alten Jahr zu versenden, um noch die alten Zahlen als Berechnungsbasis der künftigen Tarife plausibel erscheinen zu lassen. Zwar heißt es im Begleitschreiben der EStAG-Tochter Energie Graz beruhigend: "Zu erwartende Preissenkungen im Bereich der Netztarife, die diese monatlichen Mehrkosten reduzieren, geben wir selbstverständlich im vollen Ausmaß an Sie weiter.", doch dieser kühne Satz fehlt auffälligerweise im Begleitschreiben der EStAG. Konsumentenschützer rechnen eher mit einer zusätzlichen Preiserhöhung.

Beobachter erinnern sich an eine andere Trickserei anläßlich der Einführung der Strommarke "Select" vor rund einem Jahrzehnt (zuerst durch die Feistritzwerke, inzwischen mit der EStAG verschmolzen): Den Kunden wurde der neue Tarif u.a. mit dem Argument schmackhaft gemacht, die Meßdienstleistung wäre im Preis enthalten. Bald darauf wurde sie zusätzlich extra verrechnet, was den Vorwurf der Doppelverrechnung einbrachte. Die bisher eher zahnlose Aufsichtsbehörde E-Control hatte daran damals allerdings nichts auszusetzen. Die "Select"-Marke wird nur noch von der Energie Graz weiterverwendet (auch wenn nichts mehr zu selektieren ist), die Steweag-Steg nennt den neuen Einheitstarif hingegen "E-Privat Plus", was ja durchaus Sinn ergibt, wenn man das Tarifplus betrachtet.

Die Vorgangsweise, Tariferhöhungen vorwiegend beim Haushaltsstrom vorzunehmen, ist in Österreich verbreitet. Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut ortete jüngst überhöhte Energiepreise und verlangte mehr Mißbrauchsaufsicht und mehr Sanktionsmöglichkeiten für die E-Control. Deren Regulator Walter Bolz verdächtigt die Versorger, zu hohe Aufschläge im Haushaltsbereich zu verrechnen. Er bemüht sich derzeit gerichtlich, Zugang zu den Beschaffungspreisen (Einkaufspreisen) der Energieversorger zu erhalten.
(12.1.2012)



Kleine Helden - große Nöte. Junge Männer unter Druck"

ist Thema des "Salzburger Nachtstudios" am 18. Jänner um 21 Uhr im Radioprogramm Ö1 (in Europa über Satellit Astra frei empfangbar).

http://oe1.orf.at/programm/293416
(11.1.2012)

Neuer kritischer Blog aus Österreich

"maennergedanken
menschliches - kritisches - politisches"

http://maennergedanken.wordpress.com
(9.1.2011)

Auswirkungen der norwegischen Frauenqoute

Eine ausführliche Studie der Universität von Michigan zeigt:
Die norwegische Frauenquote für Vorstände hat bei den betroffenen Firmen für eine signifikant schlechtere Performance gesorgt.

http://webuser.bus.umich.edu/adittmar/NBD.SSRN.2011.05.20.pdf
Eine kürzere Zusammenfassung der wesentlichen Punkte:
http://www.the-spearhead.com/2012/01/06/quantifying-the-cost-of-quotas/
(9.1.2011)

ORF: Randnotiz aus dem Prekariat

Während sich SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek, wie (auf "Ungeschminkt") berichtet, um die Einkommen weiblicher Vorstandsmitglieder und Geschäftsführerinnen sorgt und "massiven Nachholbedarf" ortet, geht die Gehaltsschere zwischen "Oben" und "Unten" immer weiter auf.

Freie Mitarbeiter des ORF, die auch bei Vollzeitarbeit nur um die 1500 Euro brutto im Monat (ORF-Angestellte hingegen durchschnittlich knapp 75.000 Euro jährlich) verdienen, haben nun auf ihre prekäre Situation hingewiesen. Eine Stellungnahme der SPÖ bzw. der Ministerin zu dieser Einkommensschere ist nicht zu erwarten.

http://derstandard.at/1325485794297/Freie-ORF-Mitarbeiter-Randnotiz-aus-dem-Prekariat
(7.1.2012)

D: Zahl der Arbeitnehmerinnen über 60 mehr als verdreifacht

Nach Statistiken der deutschen Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen zwischen 60 und 65 Jahren seit dem Jahr 2000 von etwa 150.000 auf rund 515.000 im März 2011 angestiegen (bei Männern von 450.000 auf 720.000). Der starke Anstieg bei Frauen wird auf die im vergangenen Jahrzehnt erfolgter schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters zurückgeführt. Die Behauptung österreichischer Feministinnen, es würde kaum Arbeitsplätze für diese Frauenaltersgruppe geben, ist nach deutschen Erfahrungen unbegründet.
(6.1.2012)

Ärger über Mißstände beim öffentlichen Verkehr

Der Grazer ÖVP-Gemeinderat Kurt Hohensinner fordert den steirischen Verkehrsverbund auf, den verpflichtenden Kauf einer "ÖBB Vorteilscard Senior" als Berechtigungsausweis für die Verbund-Seniorenermäßigung abzuschaffen, zumal bei der neuen Jugendermäßigung ein Ausweis mit Geburtsdatum reicht. Im Jahr 2010 gab es dazu schon eine Resolution des Grazer Gemeinderates.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2916459/koerberlgeld-fuer-bahn.story

Der Verein Freimann hat bekanntlich Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) ebenfalls aufgefordert, diesen Mißstand abzuschaffen. Beim letzten Fahrplanwechsel im Dezember hat übrigens der ÖBB-eigene Postbus mit Duldung von Kurzmann und Verbund zahlreiche Wochenendverbindungen gestrichen, wogegen sich zB. in Vorau Widerstand regt. Besonders unverständlich erscheint die Streichung aller Wochenendkurse der Verbundlinie 175 Bruck - Tragöß (Grüner See), wo Busse früher an Spitzentagen manchmal sogar überfüllt waren.
(6.1.2012)

Frauen für Sozialdienst nicht kompetent?

Während sich Leserbriefschreiber und von der "Kleinen Zeitung" (6.1.) befragte junge Menschen durchwegs positiv zu einem verpflichtenden Sozialjahr auch für Frauen aussprechen, kommt Widerstand aus der feministischen und profeministischen Ecke: Eva Rossmann will ihn auf "drei Monate für wirklich alle" begrenzen und der Geschäftsführer des Tendenzbetriebes "Männerberatung Graz" Roland Elmer wendet ein, "gerade bei Arbeiten im Sozialbereich braucht man Fähigkeiten, die nicht jeder besitzt" (was sicherlich nicht selbstkritisch gemeint war).

Dabei weisen Frauen nach einer neuen Studie italienischer Psychologen aus Turin, die Persönlichkeitsmerkmale von 10.000 US-Amerikanern ausgewertet haben, bei Empfindsamkeit, Besorgtheit und Wärme fast immer höhere Werte auf. Männer wiederum sind bei emotionaler Dominanz, Wachsamkeit, Rechtsempfinden und Stabilität überlegen.
(6.1.2012)

 

Sozialjahr" für alle?

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und Vize-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) fordern von der Bundesregierung die Einführung eines verpflichtenden Sozialjahres für Frauen und Männer bis 27 Jahre. Bezahlt auf Zivildienstniveau, könnte es in sozialen oder Umwelteinrichtungen abgeleistet oder gegen Wehrdienst, Zivildienst, Karenz oder Pflege abgetauscht werden. Der auch in der heutigen Medienberichterstattung unausgesprochene Hintergrund ist die Sorge, im Falle einer Aussetzung der Wehrpflicht könnte der Zustrom zum Zivildienst versiegen. Organisationen wie das Rote Kreuz begrüßen daher den Vorschlag, denn man könne Frauen und Männer in allen Einrichtungen brauchen.

Auch Feministinnen sollten mit der Gleichbehandlung leben können (vgl. "Peinliche Frage einer Feministin", Ungeschminkt 22.2.2011). Frauenlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ) fürchtet hingegen eine "Wehrpflicht für Frauen durch die Hintertür", was ebenso abzulehnen sei wie jede "Zwangsarbeit". Solange die Verpflichtung zu Wehr- oder Zivildienst nur Männer trifft, scheint die Welt der an Frauenprivilegien Festhaltenden aber in Ordnung zu sein.
(31.12.2011)

Mann 2012: Kommt ein Paradigmenwechsel?

Zwei Drittel der deutschen Männer haben keine Freunde, denen sie sich anvertrauen, sagt der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger. "Meine jahrelangen Erkenntnisse in der Therapie zeigen, daß Männer meist in erschreckender Weise von Frauen abhängig sind." ("Spiegel" 23.12.)

Männer haben es somit nach Trennungen schwerer. Wenn sie gar ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen, ihnen also der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, schließen sie sich in Vereinen zusammen, die auf diese Problematik konzentriert sind. Männerdiskriminierungen sind aber in vielen Bereichen gängige Praxis und wären vielleicht schon weitgehend beseitigt, wenn Männer nicht so geduldig wären und sich besser organisieren würden. Stattdessen wird der Frust entweder verdrängt oder in Foren abreagiert, ohne politische/gesellschaftliche Wirkung.

Um einem Paradigmenwechsel näherzukommen, haben wir unseren Verein gegründet, denn "wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, wird niemand anfangen" ("Weiße Rose"). In Österreich kein leichtes Unterfangen, denn "Das Volk der Raunzer scheut die Tat", wie die "Presse" schon vor dreißig Jahren titelte. Daß diese Feststellung endlich ihre Gültigkeit verliert und zudem die Zuständigen die durch die Männervernachlässigung entstandenen Probleme/Schieflagen erkennen und ernster nehmen, wollen wir für die Zukunft erhoffen.
(25.12.2011)

Obdachlos - die Würde stirbt zuletzt

Männer sind Verdrängungskünstler ihrer Probleme. Sie sträuben sich solange wie möglich, Hilfe anzunehmen. Dahinter steht ein verinnerlichtes Bild des Mannes, der alles unter Kontrolle haben muß, damit die Selbstachtung nicht verloren geht. Sogar im Falle der Obdachlosigkeit:

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/719181/Obdachlos-die-Wuerde-stirbt-zuletzt?_vl_backlink=/home/index.do

In Summe haben diese selbstschädigenden Verhaltensweisen dazu geführt, daß zwar die Männer sich durch ihre individuellen Verdrängungsleistungen die Illusion der Stärke bewahren konnten, das männliche Geschlecht als solches aber längst zum schwachen Geschlecht geworden ist. Da die Politik nicht auf Argumente, sondern nur auf Druck reagiert und benachteiligte Männer kaum imstande sind, sich gegen Diskriminierungen zu organisieren, weil dies mit ihrer das Gleichgewicht erhaltenden Verdrängung nur schwer kompatibel wäre, läuft die Politik eben so ab wie gewohnt: Nur Frauenanliegen werden politisch/gesellschaftlich ernst genommen.
(23.12.2011)

Mehr Frauen oben bringt denen unten nichts

Alles eine Frage der individuellen Kompetenz: Eine neue schwedische Studie zeigt keinen Einfluß auf Löhne oder Einkommensunterschiede, wenn mehr Frauen im Top-Management vertreten sind.

http://diestandard.at/1324411000898/Mehr-Frauen-oben-bringt-denen-unten-nichts
http://www.ifau.se/Upload/pdf/se/2011/wp11-22-Manager-impartiality-Worker-firm-matching-and-the-gender-wage-gap.pdf
(22.12.2011)

Vorschlag zum Pensionsantrittsalter

Statt um fixe gesetzliche Pensionsantrittsalter zu streiten, sollte eine geschlechtsunabhängige Korridorlösung eingeführt werden, Zeitpunkt des Antrittes zwischen 60 und 70 (oder 57 und 70) Jahren individuell und ohne Umwege über Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätsbescheinigung wählbar. Unter 65 Jahren gibt es einheitliche Abschläge, darüber Zuschläge. Frauen profitieren weiterhin durch ihre höhere Lebenserwartung.

Die EU drängt bekanntlich auf eine rascheren Abbau beim Pensionsdefizit. Der Zuschuß des Bundes zu den Pensionen steigt 2012 um 16,5 Prozent auf budgetierte 4,5 Milliarden Euro. Die Schieflage wird dadurch verursacht, daß Frauen im Gegensatz zu Männern weit mehr aus den Pensionskassen entnehmen als einzahlen (siehe auch unter: Ungeschminkt).
(17.12.2011)

EU: Rette sich, wer kann?

Nach der erfolgreichen Aufbringung der behördlich bestätigten Unterstützungserklärungen wird im Frühjahr 2012 die Eintragungswoche des Volksbegehrens stattfinden, das von vier Bürgerinitiativen in die Wege geleitet wurde, die die "Überparteiliche Plattform für den Austritt aus der EU" bilden. Unabhängig davon hat auch eine EU-Austrittspartei (www.euaustrittspartei.at) ihre Arbeit aufgenommen.

Nach Angaben der Plattform hat Österreich seit dem Beitritt zur EU vor 17 Jahren netto über 100 Milliarden Schilling (bis Ende 2010) nach Brüssel abgeliefert. Betrachtet man die Schere zwischen Löhnen je Arbeitnehmer (nettoreal) und der realen Steigerung des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigem, so summierten sich (nach Angaben aus der Plattform für den EU-Austritt, die sich auf die "Solidarwerkstatt" beruft) Lohn- und Gehaltsverluste der Österreicher seit EU-Beitritt über den Zeitraum von 15 Jahren auf 110 Milliarden Euro. Es war daher für maßgebliche Politiker und Medien wohl naheliegend, zwecks Ablenkung lieber angebliche Gehaltsscheren zwischen den Geschlechtern zu betonen und zu bejammern.

Der tschechische Außenminister Karl Schwarzenberg wies im NZZ-Gespräch im Schweizer SF-info-TV (11.12.) auf einen (ca.) 23-Jahre-Rhythmus hin, der seit 1945 in Europa zu Umwälzungen führt (1968, 1990) und erwartet schon bald eine weitere "Revolution".
(11.12.2011)

Bundeshymnen-Änderung beschlossen

Am 7. Dezember hat der Nationalrat die umstrittene Änderung des Textes der "gegenderten" Bundeshymne gegen die Stimmen von FPÖ und BZÖ beschlossen. Der neue Text ist holprig, die "Gleichstellung" ist beim Versmaß danebengegangen (ein Wort zuviel) und wurde im Vorfeld daher auch von Änderungsbefürwortern u.a. als eines Kulturvolkes unwürdig bezeichnet.
(8.12.2011)

OÖ. Gesundheitsbericht: Problemgruppe Männer mit Familie

Bisher sind in Österreich insgesamt zehn Frauengesundheitsberichte und zwei Männergesundheitsberichte entstanden. Zwei der Frauengesundheitsberichte und ein Männergesundheitsbericht wurden für Gesamtösterreich angefertigt. Frauengesundheit war offenbar wichtiger als Männergesundheit.

Eine neue "Problemgruppe" hat sich laut dem ersten oö. "Gender"-Gesundheitsbericht (vorgestellt am 30.11.2011) herauskristallisiert, in dem erstmals speziell auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen eingegangen wurde: Berufstätige Männer mit Familie.

Laut dem Bericht sterben fast dreimal so viele Männer wie Frauen vor ihrem 65. Geburtstag. Der Gesundheitsreferent der Landesregierung, Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), kündigte an, noch mehr Augenmerk auf die Vorsorge legen zu wollen, vor allem bei Männern.

http://ooe.orf.at/news/stories/2511939/
(6.12.2011)

 

EQUAL LIFE DAY am 7. Dezember!

Nach den jüngsten Zahlen der Statistik Austria liegt die durchschnittliche Lebenserwartung österreichischer Frauen bisher bei 83,15 Jahren, die der Männer bei 77,7 Jahren. Gerechnet ab dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter bedeutet dies einen Pensionsbezug von Frauen 23,15 Jahre, bei Männern 12,7 Jahre lang. Da die obersten fünf Prozent der Gesellschaft etwa sieben bis zehn Prozent länger leben als die untersten fünf Prozent, ergibt sich (Annahme zehn Prozent längeres Leben) im Schnitt eine männliche Lebenserwartung zwischen 74 und 81,5 Jahren.

Wird die Lebenserwartung auf ein Kalenderjahr projiziert, ist der EQUAL LIFE DAY für Männer am 7. Dezember - den Rest des Jahres werden sie von Frauen überlebt. Die obersten fünf Prozent der Männer schieben ihren Jahrestag bis auf den 24. Dezember hinaus, die untersten fünf Prozent haben ihn aber schon am oder ab dem 21. November. Da die herrschende Klasse aber den obersten fünf Prozent angehört, ist die subjektive Betroffenheit geringer und erklärt sich daraus wohl auch das Ausbleiben der Thematisierung, geschweige von Gegenmaßnahmen der Politik.
(2.12.2011)

"Männer sind einsamer als Frauen"

Der Soziologe Walter Hollstein sagt, unser tradiertes Rollenbild sei schuld daran, daß sich erschreckend viele Buben und Männer das Leben nehmen: Sie töten sich lieber, als Schwäche zu zeigen.

http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Maenner-sind-einsamer-als-Frauen-/story/21893267

In Deutschland wird versucht, Jungen mit Schul-Veranstaltungen "gegen Rassismus" davon abzuhalten, ins extremistische Fahrwasser zu geraten. Vorbeugung bestünde u.E. jedoch darin, Buben gleiche Chancen zu geben und in Medien männliche Probleme nicht zu verschweigen oder lächerlich zu machen. Auch Rechtsextreme sind mit dem Mainstream insofern konform, als sie männliche Schwäche verschweigen und verdrängen (z.B. durch Identifikation mit "Stärke", im Extremfall mit dem unseligen "Führer" auszugleichen versuchen) und daher unter Männerrechtlern kaum zu finden, auch wenn ein gestriger Mann das Gegenteil behauptet.
(1.12.2011)

ORF-Zwangsgebühren auch für Nichtnutzer

Die ORF-Gebühren werden im kommenden Jahr um ca. 7% erhöht, damit aber nicht genug: Ein Antrag von SPÖ und ÖVP sieht zudem vor, alle Besitzer eines installierten Fernsehgerätes zur Kasse zu bitten, sofern sie sich in einem Empfangsgebiet für terrestrisches Fernsehen (DVB-T) befinden. Damit soll eine oberstgerichtliche Entscheidung ausgehebelt werden, nach der Gerätebesitzer zwar die Landesabgabe, nicht aber die ORF-TV-Gebühr zahlen mußten, wenn sie keinen ORF-Empfang (mittels DVB-T-Empfangsteil oder digitaler Sat-Box mit ORF-Karte) installiert haben. Argumentiert wird damit, daß der Kostenaufwand für die Nachrüstung für ORF-Programme gering und "zumutbar" wäre.

Der ORF befürchtete, daß viele Digitalsat-Nutzer auf die spätestens ab 2014 nötigen neuen ORF-Karten verzichten, um sich Gebühren zu ersparen. In den kommenden Jahren werden ca. zwei Millionen alte Karten ausgetauscht, die neue Karte kostet 14,90 Euro. Derzeit werden die ORF-Programme mit den Systemen Cryptoworks und Irdeto verschlüsselt.

WAS IN DER DISKUSSION VERSCHWIEGEN WIRD: Cryptoworks soll 2014 auslaufen, Sat-Boxen mit integriertem Cryptoworksmodul sind danach "ORF-blind". Es müssen neue Boxen angeschafft werden oder bei sogenannten CI-Boxen ein teures Irdeto-Steckmodul, um weiterhin ORF sehen zu können.
(30.11.2011)

Woher haben Frauen ihre Ersparnisse?

Diese Frage stellt sich angesichts von Meldungen, wonach eine Pensionistin einem Grazer Tierheim 2,4 Millionen Euro vermacht hat und in der Wohnung einer anderen Pensionistin 700.000 Euro Bargeld gefunden wurden. Frauenorganisationen gehen ja häufig mit dem Slogan "Altersarmut ist weiblich" hausieren. Tatsächlich haben Frauen neben Eigen- oft auch Witwenpensionen, haben in der Regel schon zu Lebzeiten ihrer Männer von diesen Geld oder Sachwerte erhalten und/oder im Ablebensfall geerbt.
(30.11.2011)

Postbus will weiter Kurse streichen

Nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember wird der Postbus beispielsweise im Grazer Umland weniger oft verkehren, da das Land Steiermark weniger zuschießt. Der Protest von Frauenorganisationen - Frauen stellen die Mehrzahl der Fahrgäste - wird wohl auch diesmal ausbleiben.

Es mangelt beispielsweise für die Smoghauptstadt Graz an Empfehlungen für die Bevölkerung, welche Ziele mit Öffis gewählt werden sollen, um den Lungen die von Ärzten empfohlenen Feinstaub-Pausen zu gönnen. Wenn aber Grazer mit dem PKW aus der Stadt flüchten, verstärken sie damit das Feinstaubproblem.

Das Postbus-Management Graz agiert zudem ausgesprochen ungeschickt. So werden interessierten Fahrgästen beispielsweise Ausdrucke der Fahrpläne verweigert, wie sie an der zentralen Haltestelle Andreas-Hofer-Platz angeschlagen sind - schon 2002 wurde trotz großer Nachfrage die Ausgabe eines Kursübersichtsblattes eingestellt (Begründung damals: Kein Geld für Aktualisierung). Der steirische Verkehrsverbund wiederum bringt laufend fragwürdige und keineswegs billige Wanderfaltblätter heraus, verzichtet aber auf die Aktualisierung beispielsweise des Faltblattes "Rund um den Schöckl" bzw. ersetzte das Faltblatt für die Große Raabklamm durch eines, in dem sogar Taxibenutzung (zum Taxitarif) angeraten wird.
(30.11.2011)

NDR-TV: "Wahnsinn Wärmedämmung"

Wärmedämmung ist ein gutes Geschäft, wird auch von öffentlichen Stellen gefördert, aber zunehmend fragwürdig. Nicht nur gelegentliche Löcher durch Spechtnester in den Dämmplatten machen Sorgen, sondern auch massive Durchfeuchtung (Kondensation auf der Plattenrückseite durch Temperaturunterschiede), erhebliche Brandgefahr (bei Polystyrolplatten)und Gewässerverschmutzung durch Biozide, also Probleme, mit denen man eigentlich nicht gerechnet hat. Und die Energieeinsparung durch die Dämmfassade allein (ohne Einsparungen durch Fenstertausch) wird von manchen Experten auf nur 10 bis 15 Prozent geschätzt. Jedenfalls ist bei der Verlegung von Polystyrol-(Styropor-)Dämmplatten, die billiger als Mineralwolle sind und in über 80% der Fälle zum Einsatz kommen, große Präzision erforderlich - häufig montiert jedoch der Billigstanbieter, der natürlich bestrebt sein dürfte, Aufwand/Arbeitszeiten möglichst kurz zu halten.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/waermedaemmung117.html
(29.11.2011)

Diskussion um Moscheekomplex in Graz

In der ORF-Sendung "Impulse" (28.11.) ging es um den Neubau eines acht oder zwölf (Angaben divergieren) Millionen Euro teuren Moschee-Komplexes durch die bosnisch-muslimische Gemeinde in der Grazer Herrgottwiesgasse. Insgesamt gibt es in Graz bereits für 17 muslimische Vereine Gebetshäuser, die aber nach außen hin kaum auffallen. Die Minarett-Frage, die bei der FPÖ im Vordergrund steht, wurde in der Diskussion ausgeklammert. Neben dem Moderator und einem Vertreter der bosnischen Gemeinde nahmen nur die als "Diversitätsexpertin" vorgestellte Edith Zitz (langjährige grüne feministische Landtagsabgeordnete) und ein Vertreter der Polizei teil, die ca. 400 radikale Moslems in der Steiermark im Auge hat.

Zitz vermied es, das Problem der Benachteiligung der Frauen im Islam anzusprechen. Gegenwind bekam die Runde ausgerechnet durch einen Anruf des ehemaligen steirischen grünen Kurzzeit-Spitzenkandidaten Jörg-Martin Willnauer. Dieser hatte zwar früher mal eine Veranstaltung der Moslems moderiert, ist inzwischen aber sehr skeptisch geworden, was ihre Toleranzbereitschaft anbelangt. Ins gleiche Horn hatte übrigens bereits am 13. November in "G7 - Kleine Zeitung" der Grazer Polizeidirektor Alexander Gaisch gestoßen: Die Politik müsse Schlupflöcher schließen, damit ausländische Quellen solche Bauten bei uns nicht mehr finanzieren können. Gaisch sieht ansonsten Probleme kommen, z.B. Gefahr für unser Demokratieverständnis.
(29.11.2011)


Beispiel "Stuttgart 21": Bürgermitwirkung ist sinnvoll

Auch wenn das Ergebnis der ersten Volksabstimmung seit 40 Jahren nun eine Mehrheit für den Weiterbau des Bahnprojektes "Stuttgart 21" gebracht hat, hat der Bürgerwiderstand immerhin durch das Ergebnis der Schlichtung unter Vorsitz von Heiner Geißler eine erträglichere Variante ("Stuttgart 21plus") ermöglicht. Ob sich das Projekt letztendlich ebenso bewährt wie das an Zürich angelehnte Alternativkonzept, wird die Zukunft zeigen. Beim sogenannten Streßtest scheint getrickst worden zu sein, ebenso wie bei den Kostenberechnungen. Die grünrote Landesregierung in Stuttgart verlangt von der Bahn, Kostenüberschreitungen, die über den Betrag von 4,5 Milliarden Euro hinausgehen, zu übernehmen, was noch ein Stolperstein sein könnte.

Bei den Milliardenbeträgen, die für die sogenannte "Eurorettung" bereits gezahlt wurden oder auf dem Spiel stehen, scheint die Gefahr der Überziehung der ursprünglichen Kostenberechnungen jedenfalls die geringere Sorge der Bevölkerung gewesen zu sein. Zumal sich auch die deutschen ebenso wie die österreichischen Grünen großzügig für "Euro-Bonds" aussprechen, was in eine für deutsche und österreichische Steuerzahler kostspielige EU-Transfer-Union münden würde.

Auf jeden Fall kann bei künftigen Großprojekten nicht mehr so leicht wie bisher über die Bürger "drübergefahren" werden, sondern die Verantwortlichen müssen sie frühzeitig und ernsthaft in die Entscheidungsfindung einbinden.
(28.11.2011)

Mediendauerbrenner Frauenberatung

In der Hartberger Bezirksausgabe der "Kleinen Zeitung" war die Frauenberatungsstelle Hartberg bzw. Frauenberatung als Thema zuletzt am 26. Oktober, 9., 13., 24. und 26. November vertreten. Männer wurden dabei dem Klischee entsprechend als Gewalttäter dargestellt, die aus den Wohnungen gewiesen werden mußten und um die sich danach die Polizei "kümmerte". Zurechtrückende Leserbriefe, in denen u.a. auf das Fehlen von Anlaufstellen für Männer in Krisensituationen (z.B. kein Männer-Notruf) verwiesen wurde, ließ die Redaktion unter den Tisch fallen.
(26.11.2011)

Männer als Opfer eigener und fremder Verdrängungskunst

Der Internationale Männertag war in den Medien allenfalls Randthema. Die Wiener "Kronenzeitung" brachte erfreulicherweise die untenstehende Stellungnahme vom 17.11. des Vereins Freimann. Die Grazer "Kleine Zeitung" nahm nur in der Kolumne "Von Mensch zu Mensch" Notiz. Carina Kerschbaumer wies zurecht darauf hin, daß Männer Verdrängungskünstler ihrer Probleme sind.

Woran aber auch Medien Anteil haben, denn beispielsweise am oder rund um den Internationalen Frauentag und am Kinderrechtetag wird die ganze "Kleine Zeitung" davon dominiert, der Männertag hingegen kurz abgehandelt. Und Stellungnahmen aus der Politik zum Männertag sind uns nicht bekannt - auch Politiker sind Verdrängungskünstler, die Parteien begnügen sich bislang mit Zuständigen für Frauenfragen.

Der gesellschaftliche Zwang zur Verdrängung männlicher Schwächegefühle, dem kaum entgegengewirkt wird, läßt (Über-)Kompensation durch Identifikation mit vermeintlich starken Figuren (im Extremfall mit dem unseligen "Führer") sprießen. Deutschland setzt auf schulische Bildungsveranstaltungen gegen Extremismus, sollte aber auch die Ursachen der männlichen Ohnmachtsgefühle angehen wie z.B. Benachteiligungen/fehlende Wertschätzung in Schule und Gesellschaft sowie Perspektivenlosigkeit.
(20.11.2011)


Zum Internationalen Männertag (19. November)

Es war noch nie leicht, ein Mann zu sein. Am Internationalen Männertag am 19. November sollte der Probleme der Männer gedacht werden, die das "extreme Geschlecht" sind, also an der Spitze der Gesellschaft ebenso wie am unteren Ende überwiegen. Ihre geringere Lebenserwartung zeugt von härteren Lebensumständen, ebenso wie z.B. die Selbstmordzahlen. Da aber der unselige Spruch "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" noch immer in den Köpfen verankert scheint, werden Männer nicht entlastet, im Gegenteil als permanente Mängelwesen hingestellt, die immer mehr Aufgaben übernehmen sollen.

Während Politikerinnen Frauenpolitik machen, ist die Solidarität etablierter Politiker mit benachteiligten Männern selten anzutreffen. Der Internationale Männertag sollte Anlaß sein, die Forderung nach Gleichberechtigung auch der Männer (nicht nur einer elitären Spitze) auf die politische Tagesordnung zu setzen.
(17.11.2011)

"Leidensfähige" Frauenberatungsstelle

Zwar müssen Bund, Länder und Gemeinden sparen - ausgenommen davon sind aber Fraueneinrichtungen, wo sich Geldgeber nicht getrauen, den Rotstift anzusetzen. Manchen sind aber auch gleichbleibende Budgets viel zuwenig.

Die "Frauen&Mädchenberatung Hartberg", finanziert von Bund, Land Steiermark und Gemeinde Hartberg, hat sechs Stunden pro Woche Sprechstunden und erhält allein von der Stadt Hartberg 10.000 Euro Jahresförderung (beim Start vor fünf Jahren eigentlich nur als einmalige Anschubförderung gedacht). Die Beratungsstelle beantragte für 2011 eine Verdoppelung, was ebenso abgelehnt wurde wie eine Erhöhung für 2012. Darüber gab es Kontroversen im Gemeinderat und Rauschen im Blätterwald. Harald Hofer spekuliert in der Bezirksausgabe der "Kleinen Zeitung" (13.November) gar, ob "Frauen etwas leidensfähiger als Männer" seien, weil die Beratungsstelle noch nicht als Frauen-Servicestelle anerkannt ist und daher alljährlich um Förderungen ansuchen muß. Daß Männer auch in Hartberg keine Stelle haben, die sich um ihre Probleme kümmert, ignoriert er einfach.
(13.11.2011)

Öffis: Bitte um etwas Geduld

Wie wir erfahren haben, haben die ÖBB die "ÖBB-Vorteilscard Senior" schon heuer auch Männern ab 60 Jahren (bisher 65) auf Verlangen ausgestellt. Sie reagierten damit schneller auf ein Erkenntnis des Vrerfassungsgerichtshofes als der steirische Verkehrsverbund bzw. Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ), die die vom Gericht gesetzte Frist zur Beseitigung der Männerdiskriminierung (31.12.2011) bis zum letzten Tag ausnutzen wollten.

Die Gleichbehandlungskommission im Bundeskanzleramt hat die Beschwerde des Grazers Wolfgang Pöltl gegen Freifahrt bei den Grazer Linien (GVB) nur für Frauen am Internationalen Frauentag (8. März 2011) abgewiesen, weil an solchen speziellen Tagen eine spezielle Situation bestehe. In ihrer Gegenäußerung hatten die GVB in Aussicht gestellt, kompensatorisch am 100. Internationalen Männertag auch Männern Freifahrt zu gewähren - das wäre erst 2099, was selbst der feminismusfreundliche "Standard" kurios fand. GVB-Chefin Barbara Muhr äußerte sich zufrieden über die Entscheidung. Die GVB würden Freifahrtsansuchen generell "sehr restriktiv" behandeln. Muhr blies die Freifahrtsaktion am 8. März nachträglich zu einem politischen Zeichen auf, auf Benachteiligungen von Frauen aufmerksam zu machen. Übrigens hatte die zur GVB gehörende Schöckl-Seilbahn AG am Muttertag 2011 ebenfalls Frauenfreifahrt gewährt.
(12.11.2011)

Walter Hollstein: Das vergessene Geschlecht

Brutal prügelnde Jugendliche: Taten einer verzweifelten und orientierungslosen Generation junger Männer (Gastkommentar im Berliner "Tagesspiegel").

http://www.tagesspiegel.de/meinung/das-vergessene-geschlecht/5769984.html
(11.11.2011)


Verkehrsministerin als Frauenförderin

Doris Bures hätte als Verkehrsministerin genug zu tun, um z.B. die ÖBB auf Kurs zu bringen - einerseits werden Bahnhöfe ausgebaut, andererseits der Zugsverkehr ausgedünnt. Stattdessen konzentriert sich die frühere Frauenministerin auf die Besetzung von Stellen mit Frauen ("Format" 11. November). Als Begründung dienen wie üblich "Studien", also eine Mc-Kinsey-Studie, wonach Unternehmen mit gemischten Teams erfolgreicher seien.

Inwieweit dies im verstaatlichten Bereich gelten könnte, bleibt offen, ebenso ob der Ertrag ein- und desselben Unternehmens steigt, nachdem Frauen das Kommando (mit)übernommen haben (Mc Kinsey hatte verschiedene Unternehmen miteinander verglichen). Empirisch belegt ist jedoch, daß Querdenker die Ergebnisqualität von Teamentscheidungen erhöhen. Querdenker sind nicht an ein Geschlecht gebunden und haben es in Österreich traditionell schwer, denn hier machen im Regelfall nur Angepaßte Karriere, Eigeninitiative wäre hinderlich.
(11.11.2011)

Trauer um Wolfgang Lambrecht

Im Alter von 62 Jahren ist unser Vorstandsmitglied Wolfgang Lambrecht einer bösartigen Krankheit erlegen. Wolfgang war Lehrer und Reiseleiter, sozial sehr engagiert und auch als Leserbriefschreiber bekannt. Er stieß sich z.B. an sinnlosen AMS-Kursen und der als zynisch und menschenverachtend eingestuften Praxis von Arbeitsminister Martin Bartenstein (ÖVP), der 2001 die Inflationsabgeltung für Arbeitslose strich mit der Begründung, "um Arbeitslose rascher in Beschäftigung zu bringen", was erst Jahre später nach Bartensteins Ausscheiden aus der Regierung rückgängig gemacht wurde. Wolfgang war Mitbegründer des Vereins für Arbeitslose "Amsel" (dessen Namen übrigens von "Geburtshelfer" Viktor Pölzl erfunden wurde) und auch dort im Vorstand tätig.
(9.11.2011)

Innenministerin lobt Wehrpflicht (aber nur für Männer)

Bereits 21 von 27 EU-Staaten sind von der allgemeinen Wehrpflicht abgerückt. In Österreich blockiert die ÖVP die von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) gewünschte Umstellung auf ein Berufsheer. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bezeichnete den nur für Männer geltenden Dienst in der Wiener "Presse" als "gut für junge Leute", ohne konsequenterweise einen Dienst für Frauen zu fordern, was Männer zu geharnischten Leserbriefen veranlaßte.

Erst wenn mehr Männer überparteilich organisiert die Handlungsebene betreten, werden Männerdiskriminierungen von Politik, Kammern und Medien ernster genommen werden, so wie es bei Väterdiskriminierung inzwischen gelungen ist.
(7.11.2011)

Frauenklagelieder auch am Welt-Männertag

Am 3. November war Welt-Männertag, am 19. November findet der (bedeutendere) Internationale Männertag statt. Der "Gender-Sender" Ö1 verbreitete lieber in der Sendereihe "Radiokolleg" über den "Mythos Powerfrau - die neue Form der Unterdrückung" alte verlogene Klagelieder: 25% weniger Lohn für gleiche Jobs, Frauen seien nach wie vor aufgrund ihres Geschlechts extrem benachteiligt.

Das Radio beruft sich auf die "Spezialistin in Sachen Gender- und Diversitätsforschung" an der Wiener Wirtschaftsuni Edeltraud Hanappi-Egger, die sich über den fehlenden Schub von Frauenanstellungen wundert (da sie ja billiger seien) und dies auf "betriebswirtschaftliche Irrationalität" zurückführen möchte, anstatt ihre Prämissen, die sie zu falschen Schlußfolgerungen geführt haben, ideologiefrei in Frage zu stellen.

Am Abend beschäftigte sich Ö1 wieder mit dem Leid von Frauen, diesmal als Angehörige gefallener Soldaten des 1. Weltkrieges, deren Leid nicht thematisiert wurde. Das ORF-Fernsehen, beispielsweise in der steirischen Lokalsendung "Steiermark heute", sah in Welt-Männertagen lediglich den Sinn, Männern ins Gewissen zu reden, noch mehr Arbeit im Haushalt zu übernehmen. Eigentlich sollte der von Gorbatschow initiierte Welt-Männertag der Propagierung von Gesundheitsvorsorge und nicht als Druckmittel gegen Männer dienen. Da hätte sich für die Medien zum Beispiel angeboten, den Ursachen der erschreckenden Zahl von Männer-Selbstmorden gerade in der Steiermark nachzugehen (die Selbstmordstatistik wird in den Medien selten erwähnt oder nach Geschlechtern aufgeschlüsselt) oder der unterschiedlichen Lebenserwartung der Geschlechter.
Wer etwas Positives über Männer hören oder lesen will, kann dies beispielsweise auf www.manndat.de.

Am 5. November ging die mediale Jammerei nahtlos weiter mithilfe des "World Gender Gap Report 2011", der sich seit 2006 auf angebliche Benachteiligungen von Frauen konzentriert, Bevorzugungen von Frauen aber prinzipiell unter den Tisch fallen läßt und schon aus diesem Grunde ein schiefes Bild ergibt. Der Zustand der vollen Gleichberechtigung ist nach der im allgemeinen unhinterfragten Methodik des Reports unerreichbar, was natürlich im Interesse der feministischen Dauer-Opferpropaganda liegt.
(5.11.2011)

Anrechnung von Kinderbetreuung bei Vorrückungen?

Bei den Lohnverhandlungen für die Metaller wurde bereits beschlossen, Kinderbetreuungszeiten bei den Vorrückungen in den Gehaltsklassen zu berücksichtigen. Dies soll auf weitere Lohnabschlüsse ausgedehnt werden. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek dürfte damit aus ideologischen Gründen nicht glücklich sein. In einem "Sommergespräch" des "Standard" betonte sie: "Ich möchte auch nicht, daß sich die Frauen in die Komfortzone zurückziehen.""Wir müssen viel selbstverständlicher diskutieren, daß auch Babys und Kleinstkinder Betreuungsplätze brauchen."

Als Beamtenministerin plant Heinisch-Hosek eine 50%-Quote in allen Verwendungsgruppen des öffentlichen Dienstes. Damit würde das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt und Männern auf Jahrzehnte Karrierechancen genommen, hingegen Karriere für Frauen garantiert, stellt Andreas Unterberger in seinem Blog zutreffend fest.
(2.11.2011)



Bundeshymnen-Umschreiberinnen vergessen auf das Volk

Ab Jänner soll ein neuer Text der Bundeshymne gelten, den der parlamentarische Verfassungsausschuß am 22. November fixieren soll. Die Anpassung des historischen, von einer Frau stammenden Textes an die Gegenwart unterbleibt, er wird nur "gegendert". "Brüderchöre" wandeln sich in "Jubelchöre"; am längsten gefeilt wurde an "Heimat bist du großer Söhne", die holprige Neuversion soll lauten: "Heimat großer Töchter und Söhne".

Damit steht eines der scheinbar vordringlichsten Probleme Österreichs vor der Lösung: Die Elitenhuldigung wird erweitert, damit sich die abgehobene rot-schwarz-grüne Parlamentarierinnenriege im Hymnentext wiedererkennen kann. Jubelchöre der Bevölkerung bleiben aus, im Gegenteil: 70 Prozent sind gegen eine Änderung - das "gemeine Volk" wird wohl eher singen: Heimat großer Söhne, Töchter, uns Kleinen geht es immer schlechter.

Während Carina Kerschbaumer von der Grazer "Kleinen Zeitung" es peinlich findet, daß über den Hymnentext parlamentarisch noch immer diskutiert wird und die "Kronenzeitung" die sich abzeichnende Änderung feiert, vermißt Gerhard Zeillinger in einem Kommentar im "Standard" (27. Oktober) eine grundlegende Diskussion des historischen Textes:
"...Man macht sich Sorgen, ob eine Hymne gendergerecht ist, aber niemand fragt sich, wie zeitgemäß diese Hymne und Hymnen überhaupt sind... Das Fragwürdige an dieser Hymne sind nicht die "Söhne"...Was einem ... eher aufstoßen müßte, ist jene überkommene gesellschaftliche Vereinfachung, die ein wenig nach ordnendem Ständestaatdenken aussieht..."
(27.10.2011)

Krieg gegen Libyen für Demokratie und Frauenrechte?

Die relative Schnelligkeit, mit der sich die NATO zu sogenannten humanitären Luftangriffen aufraffen konnte, war wohl in erster Linie den Interessen von Ölkonzernen geschuldet, die bisher 89% der Gewinne an den Staat abliefern mußten. Ein anderes kommerzielles Interesse gilt den großen Grundwasserreserven, die unter dem Wüstensand schlummern. Diktator Gaddafi war auch wegen seiner Bestebungen, die afrikanische Union voranzubringen und den Kontinent selbstbewußter zu machen, im Westen unbeliebt. Libyen ist/war kein einheitlicher Staat, sondern es herrschten Clans und Stämme innerhalb der von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Staatsgrenzen. Vermutlich wird der Übergangsrat früher oder später wieder zerfallen, weil der bisher einigende Feind Gaddafi von der Bildfläche geschossen wurde, vielleicht kommt auch bei Wahlen eine islamisch ausgerichtete Partei ans Ruder wie gerade in Tunesien. Ob die arabische Welt zur Demokratie findet und es Frauen besser gehen wird, darf bezweifelt werden. Der Aufstand in der arabischen Welt war auch weniger der fehlenden Demokratie als der Sorge um die materielle Zukunft insbesondere der jungen Generation entsprungen, die keine Perspektiven sah.
(27.10.2011)

Klarstellung zur Frauen-Durchschnittspension!

Die SPÖ-Frauen haben einen Text ins Netz gestellt, wonach im Jahr 2009 Männer aus der staatlichen (gesetzlichen) Pensionsvorsorge durchschnittlich 1296 Euro und Frauen 784 Euro erhielten. Schlagzeilen wie "40 Prozent weniger Pension für Frauen" ("Standard" Wien) und davon abgeleitete Klagelieder suggerierten Dramatik.

Pensionsexperte Theodor Tomandl stellt in der Grazer "Kleinen Zeitung" (25.Oktober) zur Frage der Frauen-Durchschnittspension von 800 Euro klar: "Da zählen auch die Witwenpensionen dazu, und die sind nur ein Zuschuss, deshalb ist der Durchschnitt so niedrig." Was jedoch am unseriösen, aber erfolgreichen Rezept von Feministinnen, Benachteiligungen durch Vergleich von Äpfeln mit Birnen zu belegen, wenig ändern dürfte.

In Deutschland mußte schon vor Jahren die damalige Familien- und Frauenministerin Von der Leyen die Falschbehauptung vom Netz nehmen, Frauen würden für gleiche Arbeit um 23% schlechter bezahlt - in Österreich inserierte Frauenministerin Heinisch-Hosek Ähnliches ungeniert am 4. Oktober im feminismusfreundlichen "Standard".
(25.10.2011)

Gerät Frauenpensionsantrittsalter doch ins Wanken?

Quer durch Parteien, Interessensorganisationen und Expertenköpfe setzt sich die Erkenntnis durch, daß das niedrigere Frauenpensionsantrittsalter lediglich ein Scheintriumph der Frauenbewegung war, schreibt das Wiener Nachrichtenmagazin "Profil".

http://www.profil.at/articles/1142/560/310062/frauenpension-weibsbilder

"Alt werden vor der Pension macht jünger für den Job" findet auch Claudia Gigler in der Grazer "Kleinen Zeitung" (25. Oktober), "daran, dass Frauen derzeit fünf Jahre früher als Männer als alt und unvermittelbar gelten, und daran, dass hochqualifizierte Frauen mit 55 kaum noch in höhere Positionen kommen oder Gehaltssteigerungen erfahren, würde sich etwas ändern."
(25.10.2011)

Als Mann schuldlos hinter Gittern

Im Jahr 2006 hat eine heute 25-jährige ihren Grazer Stiefvater wegen sexueller Übergriffe angezeigt, er wurde allein aufgrund ihrer Aussage zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Heute plagt die Stieftochter das schlechte Gewissen, da ihre Anschuldigungen frei erfunden waren. Doch das Gericht wolle ihr diesmal nicht glauben, berichtet die "Kronenzeitung".

Ein anderer Fall, kürzlich auf Puls-4-TV zu sehen: Der von einem Geschworenensenat mit 5:3 Stimmen schuldig gesprochene und zu 15 Jahren Haft verurteilte Johannes Genser aus Thal bei Graz. Seine Lebensgefährtin hatte ihre vier Kinder jeweils nach den Geburten getötet, sie erhielt lebenslänglich. Daß auch der Mann verurteilt wurde, ist in der Justizgeschichte ziemlich einzigartig. Zwei Gutachten, eines vom renommierten Psychiater Reinhard Haller, sprechen für ihn, trotzdem wurde ein Wiederaufnahmeantrag abgelehnt, ein neuer soll jetzt folgen.
(24.10.2011)

Gender-Politisierte Universitäten

Nach seinem ersten Vortrag entließ die Universität Trier ihren israelischen Gastdozenten, den Militärhistoriker Martin von Creveld, weil sich Studenten über "frauenfeindliche" Thesen des Kriegsfachmanns beschwert hatten.

Über die österreichischen Zustände kommentiert K.R. zu einem Beitrag auf www.andreas-unterberger.at (Auszug):

Dem Universitätsrat reiche die "positive Diskriminierung durch Quotenregelung 60/40 bei akademischen Karrieren" nicht, weshalb Zusatzmaßnahmen eingefordert werden, um Karrieren von Frauen in Universitäten zu erzwingen.

Diesem reiche auch das lange geltende "Gleichbehandlungsgesetz" (welch zynische Bezeichnung!) im Öffentlichen Dienst nicht, wonach bei gleicher Qualifikation grundsätzlich eine Frau vorzuziehen sei.

Bei Antritt einer in respektable akademische Ehren gehievten Quotenfrau (nicht eine der Neo-Rektorinnen!) sagte diese, ihr sei künftig Genderpolitik wichtiger als "Fachtrotteltum": Es müsse zur Anhebung von Akademikerabschlüssen bei Frauen in techniknahen Berufen kommen; in technischen Studien müsse man natürlich von einer zugegebenerweise geringeren Eignung von Frauen ausgehen, was aber ihre Karrierechancen nicht beeinträchtigen dürfe. Deshalb sei es schon eine Diskriminierung, wenn man unabhängig vom Geschlecht gleiche Punkte bei Tests verlange. Zudem seien die notorisch besseren Noten bei geringeren Leistungen in technischen Fächern für Mädchen an Höheren Schulen eine Diskriminierung. In der weiteren Ausbildung spiele unter dem Genderaspekt fachliche Qualifikation keine prioritäre Rolle, weil sich Absolventen ohnedies später im Berufsleben "bewähren" müssten und auch dort "bekanntlich andere als fachliche Kriterien vielfach eine Rolle spielten", somit könne man aus einer fachlichen Brillanz während des Studiums ohnedies nicht auf die spätere Karriere schließen (welch österreichische Argumentation!). "Selbstverständlich" müssten Stützkurse (auf Steuerkosten) für Studienanfängerinnen eingeführt werden, in die nur Studentinnen Zugang haben dürfen. Weitere "Begleitmaßnahmen" sowie Coaches im späteren Studiengang seien zur Verfügung zu stellen. Das sei eben auch ein Aspekt "positiver Diskriminierung" - also allein vom Begriff her schon etwas "Positives".

Ein Hoch der intellektuellen Argumentationsredlichkeit. Und erstaunlich, wo die "Diskriminierung" überall hinkommt.

Es gibt sehr viele tüchtige Frauen, die mit ihren Leistungen Männern locker Paroli bieten und trotzdem nicht in den ihren Fähigkeiten entsprechende Positionen sind. Gerade diese distanzieren sich bezeichnenderweise von obgenannten unsäglichen Denkweisen und Maßnahmen. Quotenregelungen und sonstige "positive Diskriminierungen" sind für diese zu Recht eine Beleidigung. Und "Netzwerke", "Seilschaften", intransparente Zugänge zu Sozialchancen gibt es in Österreich mehr als genug. Ist es a priori auszuschließen, dass diese auch unter Frauen bestehen? Alle diese schädlichen Kollektive sind aufzudecken und in ihrer Wirkung zu zerstören – und zwar unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit ihrer privilegierten/privilegierenden Mitglieder. (Zitat Ende)
(24.10.2011)

Die "Occupy"-Bewegung findet: Macht braucht Kontrolle

Die Politik müsse endlich wieder die Zügel in die Hand nehmen und die Deregulierung der letzten 30 Jahre rückgängig machen. Das oberste Prozent der gesellschaft dominiere alles, findet Ed Needham, Sprecher der "Occupy Wall Street"-Bewegung.

An den "Banker mit Herz" zu appellieren, wie es Kanzlerin Angela Merkel tat, reicht offenkundig nicht aus. Daher gehen jetzt Viele auf die Straße und fordern ein Ende der Ausbeutung - statt, wie es der feministischen Auffassung von Gerechtigkeit entsprechen dürfte, Frauen als Gleichstellungsmaßnahme paritätisch an der Ausbeutung zu beteiligen.
(23.10.2011)

Auslands-Zwangsheiraten im Visier

Die Zwangsehe ist "ein Verbrechen und darf nicht geduldet werden", stellt Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) fest. Er peilt eine Gesetzesänderung an, damit dieses Delikt der schweren Nötigung auch verfolgt werden kann, wenn es im Ausland stattfindet. Schätzungsweise 200 Mädchen/Frauen sind pro Jahr davon betroffen, werden beispielsweise vorgeblich zum Sommerurlaub in die Türkei geschickt und kommen als Ehefrauen wieder nach Österreich.
(23.10.2011)

Frauen als Vorgesetzte kaum gewünscht

"Eine Ohrfeige für den Feminismus" nennt Johanna Zugmann in der "Presse" das Ergebnis einer eben veröffentlichten Studie des Forsa-Institutes: Danach wünschen zwar 55% der befragten weiblichen Fach- und Führungskräfte eine Frauenquote, aber nur 3% eine Vorgesetzte, hingegen 27% einen Mann als Chef.
(22.10.2011)

Quoten als "ein verheerendes politisches Instrument"

Von Professor Gerhard Amendt ist soeben das Buch "Frauenquoten - Quotenfrauen" erschienen (Manuscriptum, A: 9,80 Euro, ISBN: 978-3-937801-73-5). Zum Inhalt (Verlagsbeschreibung):

Quote – bloß nicht! Spätestens seit dem Parteitag der SPD in Münster 1988, aber bis in Debatten der siebziger Jahre zurückreichend, geistert das Phänomen der Frauenquote durch die Politik. Von Anfang an galt es als politisch fragwürdig und rechtlich umstritten, nicht zuletzt unter Frauen selbst, die darin eine subtile Diskriminierung sowie Zweifel an ihrer Leistungsfähigkeit sahen und lieber auf ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten vertrauten. Heute sind es vor allem arbeitsmarktpolitische Gründe, mit denen die Politik die "Quote" rechtfertigen zu müssen glaubt – gegen den Widerstand der Wirtschaft selbst, die darin eher neue Probleme sieht als Lösungen für die mindere Begeisterung vieler Frauen für herausfordernde Leitungsfunktionen. Der renommierte Soziologe Gerhard Amendt untersucht die vielfältigen Facetten der Quotenpolitik und kommt zu dem Ergebnis, daß Quoten ein verheerendes politisches Instrument sind. Sie verbiegen um schnell vorzeigbarer "Erfolge" willen Realitäten, fördern Mittelmaß und hindern Frauen daran, sich auf dem Wege nachvollziehbarer Leistungen ihren Platz in der Gesellschaft im Wettbewerb mit Männern selbst zu suchen. So sind Quoten nicht nur dem Ansehen von Frauen in höchstem Maße abträglich, weil sie deren Leistungsbereitschaft infrage stellen und zur Diskriminierung von leistungsstarken Männern und Frauen führen. Die damit verbundenen Konflikte stören obendrein das gesunde produktive Beziehungsgefüge und belasten bereits den sozialen Frieden in Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Verwaltungen.
(22.10.2011)

Europäischer Gerichtshof: Diskriminierende Pensionserhöhung

Im Jahr 2008 betrug die Pensionserhöhung für Niedrigbezieher unterhalb des Ausgleichszulagen-Richtsatzes, die wegen anderer Einkünfte (z.B. Ehegatte) keine Ausgleichszulage bekommen oder auf diese verzichten, 1,7%. Ausgleichszulagenbezieher ("Mindestpensionisten" mit 747 Euro brutto inklusive Zulage) bis hin zu Pensionen von 1050 Euro brutto erhielten aber einen Erhöhungs-Fixbetrag von 21 Euro mehr, das entspricht 2,81 bis 2%.

Der Linzer Rechtsanwalt Johannes Winkler hat jetzt beim Europäischen Gerichtshof Recht bekommen. Der EuGH folgte der Argumentation, daß die Benachteiligung der Bezieher von Kleinstpensionen eine EU-rechtswidrige indirekte Frauendiskriminierung darstelle, da laut Statistik mehr Frauen als Männer betroffen seien.

Nun ist wieder Österreich am Zug. Viel mehr als eine Korrektur der damaligen Kleinstpensionen-Erhöhung von 1,7 auf 2%, also um 0,3%, ist aber nach AK-Einschätzung nicht zu erwarten, wirkt sich also kaum finanziell aus. Interessant ist aber, daß beim EuGH wieder einmal die Behauptung von Frauendiskriminierung gezogen hat, obwohl Männer in gleicher Weise, wenn auch nicht in gleicher Zahl betroffen sind und einige davon ebenfalls von diesem Anwalt vertreten werden. Diskriminiert wurde ja die Gruppe der Kleinstpensionisten gegenüber der Gruppe von "Mindestpensionisten" aufwärts, unabhängig vom Geschlecht. Bei Diskriminierungen, von denen mehrheitlich oder ausschließlich Männer betroffen sind, drücken Gesetzgeber, Justiz etc. hingegen gerne die Augen zu. Bei künftigen Pensionserhöhungen in Österreich wird wohl wieder eine prozentuell gleiche Erhöhung für alle herauskommen.
(20.10.2011)

Die sogenannte Männertagung in Graz

eines profeministischen Männerzirkels findet heute und morgen statt. Der Star-Referent Connell hat bekanntlich das Geschlecht gewechselt und ist zur Frau geworden (auch eine Möglichkeit, Männerbenachteiligungen zu entrinnen, die aber nicht allen offensteht, siehe auch unter "Ungeschminkt"). Solange Veranstalter und Fachreferenten an Auftragstöpfen hängen, deren Vergabe an Feminismuskompatibilität gebunden scheint, kann niemand erwarten, daß bei solchen Tagungen ehrliche Antworten auf Probleme der Männer gesucht und gefunden werden.
(20.10.2011)

Ab 1.1.2012 Neuregelung der Öffi-Seniorenermäßigungen

Die vom Verfassungsgerichtshof gesetzte Frist zur Abschaffung der Männerdiskriminierung bei Seniorenermäßigungen wird vom steirischen Verkehrsverbund bzw. FPÖ-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann bis zum letzten Tag ausgereizt. Die Mindereinnahmen durch die Gleichstellung (Seniorenermäßigungen auch für Männer ab 60 statt 65 Jahren) sollen aber durch Verschlechterungen ausgeglichen/eher überkompensiert werden: Die Ermäßigung für Senioren, aber auch die Familienermäßigung soll von 50 auf 40 Prozent gekürzt werden. Alle zwei Jahre soll die für Seniorenermäßigung maßgebliche Altersgrenze um ein Jahr angehoben werden, sodaß sie ab 2022 bei 65 Jahren liegen wird.

Offenbar beibehalten werden soll der Zwang für Senioren, eine "Vorteilscard Senior" der ÖBB zu kaufen als Voraussetzung für Ermäßigungen im steirischen Verkehrsverbund, obwohl sich der Grazer Gemeinderat vor einem Jahr einstimmig dagegen ausgesprochen hat. Das Angebot des steirischen Verkehrsverbundes, aber auch der ÖBB wird/wurde ausgedünnt, die Kursstreichungen beim Postbus dauern seit 1997 an.
Am 1. Juli 2012 sollen die Verbundtarife wie alljährlich um das 1,75fache(!) der Verbraucherpreisindexsteigerung erhöht werden, was (wegen der gestiegenen Inflationsrate im Jahr 2011) einen kräftigen Teuerungsschub bedeuten würde. Im Bundesland Wien (Wiener Linien) wird der Preis für die Jahreskarte hingegen ab 1. Mai 2012 um 84 Euro auf 365 Euro gesenkt, außerdem gibt es dort die Seniorenermäßigung (auch die Monatskarte wird verbilligt).

Die steirische Verkehrsverbund GmbH behauptet zwar, ihre Tarife würden österreichweit zu den günstigsten zählen, läßt aber wohlweislich unter den Tisch fallen, daß sie im Gegensatz zu anderen für Dauerkarten (Wochen- bis Jahreskarten) keine Seniorenermäßigungen gewährt (Siehe auch dazu: Walter Krämer: So lügt man mit Statistik, Piper-Verlag München 2011). Diese gelten nur für Stunden- und Tageskarten (24-Stunden-Karte). Die Jahreskarte für eine Zone, z.B. Graz, kostet derzeit 352 Euro und würde nach der nächsten Erhöhung wohl teurer als der Normaltarif für die Wiener Jahreskarte (bei ungleich größerem Verkehrsmittelangebot in Wien), was LR Kurzmann und die Grazer Verkehrsstadträtin Lisa Rücker zur Forderung animiert hat, den vertraglichen Erhöhungsautomatismus zu jedem 1. Juli für Zeitkartenbesitzer nicht auszuschöpfen. Eine Tarifsenkung schließt Rücker aber aus.
(13.10.2011)

Sozialpartner beraten über Pensionsantrittsalter

Unter Ausschluß von Pensionistenorganisationen finden derzeit Verhandlungen von Sozialpartnern und Gewerkschaft statt, um das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben. Die "heilige Kuh" der sonst auf Gleichstellung erpichten Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), das unterschiedliche gesetzliche Pensionsantrittsalter bis 2034, soll hiebei nicht angetastet werden (lediglich bei Beamten gilt ein einheitliches Antrittsalter von 65 Jahren). Die rotgrüne Bundesregierung in Deutschland hatte unter vergleichbaren Voraussetzungen das Antrittsalter für Frauen von 63 auf 65 Jahre angehoben, was die Unhaltbarkeit von Heinisch-Hoseks Position unterstreicht. Zuletzt forderte auch der frühere Leiter der österreichischen Pensionsreformkommission Georg Tomandl eine raschere Angleichung des Frauenpensionsalters.
(10.10.2011)

Probleme mit der "Energiewende"

In Österreich beabsichtigt die Verbundgesellschaft alte kalorische Kraftwerke mit schlechtem Wirkungsgrad zu reaktivieren, um Vorsorge zu treffen, damit in Deutschland in diesem Winter das Stromnetz nicht zusammenbricht, weil die Politik noch intakte Atomkraftwerke abgeschaltet hat. in Deutschland fehle ein Energieminister, der die neue Politik strategisch durchdenkt und entschieden umsetzt, wird auch bemängelt. Die "Energiewende" scheint ins Stocken zu geraten.

Die Wärmedämmstoffindustrie-Lobby hat erreicht, daß in der deutschen Energieeinsparverordnung Alternativen wie die Temperiermethode (Wandheizungstechnik) des Architekten Christoph Schwan (inforadio Berlin, Sendung 12.22 vom 8. Oktober) nicht vorgesehen sind, obwohl die Dämmindustrie für die Wirksamkeit der Dämmung keine Gewähr bietet, Wärmedämmung auch Nachteile hat (z.B. Schimmelbildung) und bei denkmalgeschützten Fassaden oft nicht möglich ist. Die deutschen Bundesländer weigern sich seit Anfang Juli übrigens, Zuschüsse für Gebäudeeigentümer mitzufinanzieren, um Gebäude energetisch zu sanieren.

Der weltweite Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ist auch in Kritik gekommen, weil er lohnende Betrügereien ermögliche und in bestimmten Fällen mehr schade als nütze.
(9.10.2011)

"Piraten" derzeit im Aufwind

Zwei Prozent bei der letzten Bundestagswahl, acht Prozent in aktuellen Umfragen nach ihrem Neun-Prozent-Erfolg in Berlin, wo ihr allerdings fragwürdiges Programm aber nur für zehn Prozent ihrer Wähler ausschlaggebend war. Da die Linke in Berlin in der Regierung saß, waren sie die einzige wählbare Protestpartei (Auch in Österreich gibt es wie in vierzig anderen Ländern vergleichbare Piraten, die z.B. für die Nationalratswahl 2013 in den Startlöchern stehen). Mit ihrer Ansage "Klar machen zum Ändern" sprechen sie ein Protestpotential an, das von den zunehmend paternalistisch-bevormundenden Grünen als Erfüllungsgehilfen Brüsseler Anmaßungen und Establishment-Partei vernachlässigt wird.

Die schwedische Piratenpartei ist zwar 2009 mit sieben Prozent ins EU-Parlament eingezogen, bei den Reichtagswahlen 2010 aber mit 0,6 Prozent vergleichsweise abgestürzt. Die hoffnungsvoll begonnene "AG Männer" der deutschen Piratenpartei zeigt zwar deutliche Ermüdungserscheinungen, aber die Piraten bestehen zum größten Teil aus Männern - und finden gar nichts Schlechtes dabei. Piraten wollen "post-gender" sein, auch wenn sich zeitgeistige Medien nach Kräften bemühen, dies als "ewig-gestrig" hinzustellen. Bei der hochgespielten Quotenhysterie machen sie jedenfalls nicht mit, der Wählerzuspruch gibt ihnen recht. Zu den großen Zukunftsfragen demografischer Wandel und Schuldenkrise nehmen sie erst gar nicht Stellung (aber auch nicht dazu, wer die Verwirklichung mancher überzogener Forderungen finanzieren soll). Sie fordern mehr Transparenz und Mitbestimmung, Basisdemokratie, einen neuen Politikstil, auch mit den Möglichkeiten des Internets.
(6.10.2011)

Heinisch-Hosek mag "Mädchen" nicht

Das Selbstvermarktungsgenie Alice Schwarzer weilte zwecks Verkaufsankurbelung ihrer Biografie in Österreich. In Wien sprach sie mit Sozialdemokratinnen über das von ihr gewünschte Kopftuchverbot in Schulen und bekam laut Eigenaussage im Ö1-Mittagsjournal zur Antwort: "Sie haben recht, aber wir trauen uns nicht".

SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ignoriert den Kopftuchzwang, dem Schulmädchen aus patriarchalen Einwandererfamilien ausgesetzt sind. Sie stört offenbar etwas anderes: "Mädchen sagt man nicht." (Ö1 "Journal Panorama" 5. Oktober) und widersprach sich selber: Einerseits sollen Frauen möglichst durchgehend Vollzeit arbeiten, andererseits möchte sie "Frauen nicht zwingen, länger zu arbeiten, denn sie haben nichts davon." Das österreichische Unikum sieht bekanntlich bei Frauen (außer Beamtinnen) ein gesetzliches Pensionsantrittsalter von nur 60 Jahren vor.
(6.10.2011)

Wie wäre es mit einem Equal Life Day?

Zieht man die unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern heran (82,1 gegenüber 76,4 Jahre) und projiziert sie auf ein Jahr, so können Männer jeden 6. Dezember den Equal Life Day begehen - den Rest des Jahres werden sie von den Frauen überlebt (weiters müssen sie, nach dem unterschiedlichen gesetzlichen Pensionsantrittsalter, in jedem Jahr bis 16. Oktober arbeiten, Frauen nur bis 24. September).

Gedenktage nach diesen Mustern wären wohl längst erfunden und in Medien rauf- und runtergebetet, würden sie sich als Belege für Frauendiskriminierung und nicht das Gegenteil eignen. Zudem würde die gleichstellungsfixierte Politik nicht ruhen und rasten, bis die gesellschaftlichen Ursachen der kürzeren Lebensdauer erkannt und beseitigt sind.
(6.10.2011)

Heinisch-Hosek und Medien: Üble Märchen um Moneten (Equal Pay Day)!

Weniger Geld für die gleiche Leistung! Unter diesem Motto "hackeln" Frauen tagein, tagaus und verdienen um stolze 37,2 Prozent weniger als die Männer. ... Schließlich bekommen steirische Frauen für die gleichwertige Arbeit um 37,2 Prozent weniger als die Männer! ...
(Gerald Schwaiger in "Steirerkrone" Graz 1. Oktober)

WIEN. Erkommt alle Jahre wieder und macht deutlich, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit unterschiedlich entlohnt werden. Am Dienstag verweist der österreichweite Equal Pay Day darauf, dass Frauen für die gleiche Arbeit um 24,3 Prozent weniger verdienen als die Männer. ... In der Steiermark sind es 24,5 Prozent. ...
(Kleine Zeitung Graz 3. Oktober)

WIEN. Frauen verdienen in Österreich um ein Viertel weniger als Männer - für gleiche Arbeit, für gleichen Einsatz. ...
In Österreich beträgt die Lücke für gleiche Leistung 25 Prozent. ...
("Standard" Wien/Kommentar Bettina Pfluger "Standard" Wien 4. Oktober)

... Denn noch immer verdienen Frauen bei gleicher Tätigkeit rund ein Viertel weniger als Männer. Nur weil sie Frauen sind. ...
(Inserat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im "Standard" 4. Oktober - in Widerspruch zu einem früheren Inserat, in dem von 15 Prozent die Rede war)

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das fordern wir Frauen seit über 100 Jahren. Diese Forderung ist heute aktueller denn je. Denn noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit um 18% weniger als Männer.
(Frauenministerin Heinisch-Hosek, aktuell auf http://www.gehaltsrechner.gv.at/geleitwort)

Also wenn ich gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit möchte, dann schau ich, dass ich auch vergleichbare Tätigkeiten heranziehe, und da bleibt dieser unerklärliche Rest von 12 Prozent. ...
(Frauenministerin Heinisch-Hosek in Ö1 "Journal Panorama" 5. Oktober)

ANMERKUNG: Der Wert von "12% ungeklärtem Rest" stammt aus einer 2009 publizierten Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) der Sozialpartner, in dem erklärbare Gehaltsunterschiede "herausgerechnet" und Daten aus den Jahren 2004 bis 2006 verwendet wurden, in denen eine andere Wirtschaftslage vorhanden war. Die Differenz ist inzwischen sicherlich geschrumpft und würde sich weiter verflüchtigen, würden auch andere Faktoren des Erwerbslebens entsprechend berücksichtigt, die Männer eher in Anspruch nehmen, aber auch Frauen offen stünden: Lohnverträge mit höherem Risiko (variablem Lohnanteil), Bereitschaft zum Pendeln, zu Überstunden und ungünstigen Arbeitszeiten usw. Zudem kann ein Unternehmer aus der Praxis zum Schluß kommen, daß ein Mitarbeiter trotz gleicher Arbeit(szeit) produktiver als ein anderer ist, also mehr leistet und sich daher auch ein höheres Gehalt verdient hat.

BUCHHINWEIS: Walter Krämer: So lügt man mit Statistik (Piper-Verlag München 2011, Euro 9,95)
(6.10.2011)


Der scheinheilige Equal Pay Day

wird aus Publicity-Gründen gleich zweimal im Jahr gefeiert, die Wiederholung findet heuer am 3. Oktober statt. Den Rest des Jahres arbeiten Frauen angeblich gratis, wobei unter den Tisch fällt, daß Frauen häufig in schlechter bezahlte Berufe drängen oder lieber Teilzeit arbeiten.

Der SPD-Chef Sigmar Gabriel machte in der Haushaltsdebatte des deutschen Bundestages am 29. September auf prekäre Berufe aufmerksam, insbesondere die schlechte Bezahlung der Zeit- und Leiharbeiter: In Frankreich würden sie um zehn Prozent besser bezahlt als Fixangestellte als Ausgleich, daß sie nicht deren Sicherheit haben. Ihre Interessen stehen hingegen in feministisch dominierten Ländern selten im Blickfeld, weil es sich überwiegend "nur" um Männer handelt.
(30.9.2011)

Das Prinzip MERKEL

lautet: >Man Erfindet "Rettungsschirme", Keine Effektiven Lösungen<.
Bei der Abstimmung über die Aufstockung im Bundestag stimmte lediglich Die Linke geschlossen dagegen. Finanzminister Schäuble wich einer konkreten Frage eines Grünen aus, ob der Fonds mittels des Instrumentes der "Hebelwirkung" einfach noch weiter aufgestockt werden könnte und die Kanzlerin schwieg in der Debatte. Die 80 bis 90%ige Ablehnung in der Bevölkerung läßt Merkel kalt - beim überstürzten Atomausstieg berief sie sich hingegen auf 80% Zustimmung.

Manfred Kolbe, Finanzexperte und CDU-Abweichler, hält "Rettungsschirme" für nicht nachhaltig und sieht die Gefahr einer Überforderung Deutschlands, Österreichs, der Niederlande und Finnlands, die die Netto-Hauptlast tragen sollen. Die "Trittbrettfahrer" (Kolbe im B2-"Tagesgespräch") des Schirmes, USA und Großbritannien, drängen im Interesse ihrer Spekulanten auf eine Erhöhung, ohne selbst etwas beitragen zu wollen.
(30.9.2011)


Steht EU für: Extremer Unsinn?

Bei der Europäischen Zentralbank EZB hat aufgrund einer Fehlkonstruktion jedes Land eine Stimme (zB. Deutschland genauso wie Malta), sodaß Hartwährungsbefürworter leicht überstimmt werden. Der Volkswirtschaftler Hans-Werner Sinn vom Münchner IFO-Institut wunderte sich (in BR alpha) über den Langmut, weil keine Vertragsänderung beantragt wird: "Sarkozy würde sich das nicht gefallen lassen."

Südliche Länder haben zur Freude der Exporteure mit zinsgünstigen Target-Krediten (die laut Sinn nie öffentlich diskutiert wurden, zumal die Journalisten damit überfordert sind) Waren aus Deutschland (Österreich) gekauft - wir werden nach Sinn wohl auf unseren Forderungen sitzenbleiben. Dadurch hält er auch das Pensionssystem für gefährdet.

Die Konkursverschleppung Griechenlands führt dort zu sozialen Unruhen, freut aber die Spekulanten (z.B. französische Banken). Die USA und Frankreich bedrängen Deutschland (und Österreich), die Schulden der Südländer mit Milliardensummen mitzutragen. Orientierungslose und feige Politiker spielen dabei auf Kosten der Steuerzahler mit, um nicht als "Anti-Europäer" gebrandmarkt zu werden.

Österreich, dessen Politik ohnehin von Banken und Baukonzernen diktiert wird, leidet zudem unter massiver Korruption, deren Schaden in der ORF-Sendung "Bürgerforum" mit 27 Milliarden Euro jährlich beziffert wurde.
(28.9.2011)

Handlungsbedarf bei Altersdiskriminierung

Diskriminierungen in Österreich zu bekämpfen, ist in der Praxis schwierig mit unklaren Erfolgsaussichten, sofern sie sich nicht unter Frauendiskriminierung einordnen lassen. Der Innsbrucker Professor Gustav Wachter, Präsident der Tiroler Juristischen Gesellschaft, hat nun das Jahrbuch 2011 über Altersdiskriminierung im Neuen wissenschaftlichen Verlag herausgebracht.

Laut Wachter ist die Altersdiskriminierung selbst unter Fachleuten wenig bekannt und die Berater setzen sich damit nicht ausreichend auseinander. Die Umsetzung der Europäischen Grundrechtecharta vom 1. Dezember 2009 sei in Österreich in einer Reihe von Bereichen mangelhaft, so auch beim Diskriminierungsverbot.

Übrigens hat das sozial(istisch)e Musterland Schweden schon seit 1913 ein einheitliches Pensionsantrittsalter für Frauen und Männer und ist damit Österreich nach derzeitigem Stand um 121 Jahre voraus. Derzeit gilt in Schweden ein Korridor von 63 bis 67, wobei durch Halbierung der Sozialabgaben ab 65 eine längere Behaltedauer in den Betrieben angestrebt wird.
(23.9.2011)

Technikerinnen gegen Frauenquote

Nach einer Umfrage des Ingenieur-Unternehmens IVM halten drei Viertel der Technik-Studentinnen eine Frauenquote für "nicht wichtig". 73% befürchten sogar Nachteile im Beruf, weil ihre Qualifikation angezweifelt werden könnte.
(23.9.2011)

Das Kreuz mit der politischen Korrektheit

Vor wenigen Jahren forderten Vertreter der Schwarzen in Graz, auf politische Korrektheit pochend: "Nennt uns doch Schwarzafrikaner!". Gesagt, getan, doch nun paßt Clement Itamah von der für Integration zuständigen Wiener MA 17 auch dieses mittlerweile in den Medien gebräuchliche Wort nicht mehr. Der Begriff tauche meist in Zusammenhang mit Kriminalität oder Krieg in entfernten Regionen auf und er stamme aus der Kolonialzeit. "Das ist ein Ersatz des Unwortes Neger durch Schwarzafrikaner". Als politisch korekte Ersatzworte werden Afroeuropäer, Afroösterreicher oder "österreichische Afrikaner" oder "österreichische Schwarze" diskutiert, doch der Sänger Topoke kann auch damit nichts anfangen: "In erster Linie begreife ich mich als Mensch". Itamah: "Man sollte Menschen nicht wegen ihrer Hautfarbe beurteilen."

Zwischen "benennen" und "beurteilen" ist aber noch immer ein Unterschied. Für die in Österreich Geborenen/Aufgewachsenen erschiene aber die Bezeichnung "Schwarzafrikaner" wegen des Geografiebezuges (im Gegensatz zum "unkorrekten", aber umfassenderen "Unwort" Neger) tatsächlich unpassend.

Die nigerianische Drogenmafia schicke ihre Leute mit dem Auftrag nach Europa, sich als Asylanten auszugeben, berichtete (nur) das WDR-Fernsehen. Andere Medien schwiegen vermutlich aus "politischer Korrektheit".
(21.9.2011)

Bitte alle Kinderbücher umschreiben!

Männer gehören zum "extremen Geschlecht", sie riskieren mehr und müssen dies auch, um die Gunst von Frauen zu erringen. Daher gibt es auch mehr männliche Helden.
Über ein "Kinderzimmer voll männlicher Helden" beschwert sich trotzdem die Soziologin Janice McGabe von der Florida State University: "Das Ungleichgewicht ion der Literatur für unsere Jüngsten hält sich hartnäckig". Bücher, Comics, Videospiele oder die meisten Filme: "Es fehlen weibliche Vorbilder", das habe Folgen für die Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Auch die "Fachgruppe Frauen in der psychosozialen Versorgung" der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie bemängelt in einer Studie, Bilder- und Kinderbücher würden nach wie vor mit Geschlechterrollenklischees arbeiten und den sozialen Wandel ignorieren.
Eine 50:50-Quotenregelung (je männlichem Held ein weiblicher) wurde aber bisher noch nicht gefordert.
(21.9.2011)

"Amoklauf als Krankheit der Gesellschaft"

Der moderne Amoklauf ist eine Krankheit der Gesellschaft, die aus den USA kommt und in Deutschland widerstandslos heimisch geworden ist. Das behauptet der Hypnotherapeut Georg Milzner in seinem Buch "Die amerikanische Krankheit. Amoklauf als Symptom einer zerbrechenden Gesellschaft." (Gütersloh 2010).

Der Urspung der Taten liege im kulturellen Unbewußten der Gesellschaft, Deutschland fehle es an kulturelle Identität. Es gibt keine positiven Identifikationsfiguren mehr. Amokläufer sind ein Spiegelbild des pathologischen Narzißmus unserer Kultur, die Schwächere verachtet und in der alles auf mediale Aufmerksamkeit ausgerichtet ist. Milzners These: Beim Amoklauf handle es sich um eine gesellschaftliche Erkrankung. Milzner kritisiert Medien, die die Täter groß herausstellen, als späten Triumph für den Mörder, der seinen Rachefeldzug auch mit dem Ziel geplant hat, berühmt zu werden. Er schlägt vor, die Täter dem Vergessen zu überantworten.

Apropos zerbrechende Gesellschaft: Dazu gehören wohl auch zerbrechende Familien. Auch Bin Laden und der Norweger Anders B. waren Scheidungskinder...
(20.9.2011)

Unterschiedliche Karriereorientierung

Weibliche Angestellte sind zuverlässiger im Beruf als Männer, aber weniger durchsetzungsstark.
Die "typische" Hochschulabsolventin von heute legt mehr Wert auf "Spaß im Job" und ethische Aspekte des Berufs als auf Geld und Macht - und sie eignet sich tendenziell eher als "gute Assistenzkraft" denn als potenzieller Führungsnachwuchs. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Langzeitstudie unter der Leitung von Heinrich Wottawa von der Ruhr-Universität Bochum. Befragt haben die Forscher insgesamt knapp 21000 Hochschulabsolventen, davon über 8200 Männer und 12700 Frauen, in den Jahren 2003 bis 2010. Erhoben wurden acht beruflich relevante Lebensziele bzw. Werte (Image, ethische Werte, Macht, Geld, Spaß im Beruf, Familie, Freundschaften und Hobbys) sowie 15 Leistungsdimensionen - von der Problemlösungsbereitschaft und Leistungsmotivation bis zur Stressresistenz und Teamorientierung.
Bei allen Befragten stand "Spaß am Beruf" mit weitem Abstand an erster Stelle, gefolgt von "Familie", "Kontakt zu Freunden" und "ethischen Werten". Die größten Unterschiede zwischen Frauen und Männern zeigten sich bei der deutlich höheren Bedeutung von "Geld" und "Macht" bei den Männern sowie "Image", "ethischen Werten" und "Kontakt zu Freunden" bei Frauen.
...
Aus den Daten der Langzeitbefragung haben die Forscher vier unterschiedliche "Typen" extrahiert...
Und die Forscher schlagen Alarm: Der Anteil der Befragten, Männer wie Frauen, die als potenzieller Führungsnachwuchs infrage kommen, ist inzwischen deutlich gesunken: von 32 auf nur noch 23 Prozent bei den Männern, von 23 auf 18 Prozent bei den Frauen. Besonders auffallend ist der überwiegende Anteil der Frauen beim Typ "gute Assistenzkraft", der im Erhebungszeitraum von 28 auf 30 Prozent stieg (bei den Männern: Von 17 auf 18 Prozent)...
Immer weniger Frauen von Typ "potenzieller Führungsnachwuchs" studieren Wirtschaftswissenschaften, die für eine Führungslaufbahn in Unternehmen besonders wichtig sind...(32% Männer, 22% Frauen)...
...warnen die Autoren der Studie vor einer "selbsterfüllenden Prophezeiung": Frauen könnten von vornherein auf den Typ "Assistenzkraft" festgelegt und abgestempelt und ihr Potential nicht richtig gefördert werden.
JENS WYLKOP (IDW)"
Anm.: Der vollständige Text kann kostenpflichtig von der Page www.psychologie-heute.de heruntergeladen werden. Der Schlußsatz war wohl dem feministischen Zeitgeist geschuldet, der Frauen von jeder "Verantwortung" freisprechen will (auch wenn sie selber gar nichts anderes wollen).
(20.9.2011)

 

Frauenbevorzugung bei Gehaltserhöhungen gefordert

Die jüngste Forderung von Wolfgang Katzian (Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten) nach eigenen Kollektivvertragslohnrunden der Sozialpartner zwecks zusätzlicher Lohnerhöhungen für Frauen begeistert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: Die Wirtschaft solle das nicht blockieren. Auch Frauenpolitikerinnen fast aller Parteien äußerten sich positiv. Wirtschaftskammerpräsident und Sozialpartner Christoph Leitl ist dagegen.

Kollektivverträge wurden bisher geschlechtsneutral abgeschlossen, ein Abgehen davon wäre natürlich diskriminierend. Sollten Arbeitsnehmer vom Arbeitgeber zu niedrig eingestuft worden sein, erhalten sie kostenlosen Rechtsbeistand. Hingegen werden Männer, die durch Abschläge (infolge des bis 2034 perpetuierten unterschiedlichen gesetzlichen Pensionsantrittsalters, das z.B. wegen Berufsunfähigkeit oft nicht erreicht wird) bis zu 15% weniger Pension erhalten können nur weil sie Männer sind, im Regen stehen gelassen: Bei der AK bestätigt man allenfalls die Diskriminierung, schränkt aber gleich ein "Sie werden niemanden finden, der das laut sagt. Männer sind viel geduldiger als Frauen." Und solange sich Männer stillschweigend diskriminieren lassen, ohne Gleichberechtigung einzufordern, wird das Spiel auf Kosten der Männer (denen fortlaufend schlechtes Gewissen eingeredet wurde und wird, um sie ruhigzustellen) wohl weitergehen. Verläßliche Verbündete der Feministinnen sind übrigens manche sogenannte Männerberatungsvereine, die von Subventionen abhängig sind.

Die wirklichen Hauptprobleme sind das Auseinanderdriften der Gehälter zwischen "oben" und "unten" sowie atypische Beschäftigungen. Hiezu fällt Gewerkschaft/Politikern noch zuwenig ein. Davon läßt sich mit Forderungen wie der von Wolfgang Katzian gut ablenken und auch die Wirtschaftskammer hat kein Interesse, diese heiße Eisen anzugreifen.

Gerade die verstärkte Aufnahme von Frauen beispielsweise in den öffentlichen Dienst, der Ministerin Heinisch-Hosek untersteht, führt dazu, daß die Schere zwischen den durchschnittlichen Einkommen von Männern und Frauen im Staatsdienst steigt (derzeit 16%), zumal die neu eingestellten Frauen natürlich weniger Vordienstzeiten aufweisen. Und in der freien Wirtschaft, in der das Leistungsprinzip zählt (man mag dazu stehen wie man will), wird nicht nur auf gleiche Tätigkeit/Anwesenheitsdauer im Betrieb geschaut, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit/Bereitschaft zu Überstunden und zur Selbstausbeutung. Diese ist bei Männern größer, da ihr Selbstwertgefühl besonders von ihrer Arbeit abhängt. Das ist bedauerlich, aber sie stehen auch unter dem Druck der Familie/von Frauen, die häufig noch immer erwarten, versorgt zu werden. Männer sind auch bei den Pendlern in der Überzahl, wobei Kosten dafür und die Stunden, die sie verpendeln, aus den Einkommensstatistiken wohlweislich ausgeklammert werden.

http://diepresse.com/home/politik/amtshilfe/692401/Staatsdienst_Mehr-Frauen-Lohnschere-groesser?/index.do
(12.9.2011)

Mogelpackung Eurorettung

Das Heilsbringerthema "Frauen in die Aufsichtsräte" macht mal Pause, jetzt steht das "2. Griechenland-Hilfspaket" im Vordergrund. Verkauft wird es fälschlich als "Euro-Rettung"; laut Finanzwissenschaftler Max Otte geht es aber um ein Gläubiger-Unterstützungsprogramm, das gut für Banken (und zum Teil große Unternehmen) ist, aber schlecht für die griechische und deutsche (und österreichische) Bevölkerung. "Der deutsche Finanzminister macht seinen Job nicht." Otte tritt für eine geordnete Insolvenz Griechenlands (Schuldenerlaß 50%) ein (BR2 "Tagesgespräch" 7.9.)

In Italiens neuem Sparpaket ist eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen auf 65 Jahre bereits 2014 vorgesehen (Österreich immer noch 2034!).
(8.9.2011)

Pfarrerinitiative fordert Reformen

In den 1960ern erwartete der junge J. Ratzinger in seinen Schriften für die Jahrtausendwende frauenfreundliche Reformen in der katholischen Kirche, als Papst steht er auf der Bremse. Eine aus 300 Pfarrern bestehende Initiative will die Kirche mit einem Forderungspaket ("Aufruf zum Ungehorsam") entstauben. Die katholische Frauenbewegung schlägt als ersten Schritt weibliche Diakone vor (Ö1 Mittagsjournal 2.9.).

Gleichberechtigung in der Kirche wäre wünschenswert, zumal damit das schlechte gewissen vieler katholischer Männer entlastet würde, das sie dazu verleitet, die außerkirchlichen Männerbenachteiligungen zu verdrängen.
(3.9.2011)

Unser Tourentip: Besuch im Altersheim

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist stolz auf rund 100 männliche Beamte, die den vor fünf Monaten eingeführten unbezahlten "Papa-Monat" in Anspruch genommen haben (Ö1 Morgenjournal 2.9.). Am anderen Ende des Lebens werden alte Menschen oft respektlos in Heime abgeschoben und keine Ministerin/Frauenpolitikerin bemängelt schwindende familiäre Kontakte. Selbst die Mutter eines Wanderautors/Tourengehers, der in unmittelbarer Nähe wohnt und gut zu Fuß ist, klagte: "Mein Sohn besucht mich nie."
(2.9.2011)

Deutsches Familienministerium fördert FKK

Die Mitgliederzahl von FKK-Vereinen ist in letzter Zeit stark rückläufig. Frau und Mann, gegen den Trend zwei Initiatoren eines FKK-Vereins, warben in "Vereinskleidung" auf "Spiegel-TV" (n-tv 29.8.) für FKK, denn Nacktheit sei ein Beitrag zur Gleichberechtigung, der Verein werde vom Familienministerium subventioniert.
In Los Angeles forderten Frauen bei einem "Go Topless"-Marsch das Recht, sich wie Männer "oben ohne" zeigen zu dürfen. Die "Kronenzeitung" schrieb dazu: "Gleichberechtigung hat viele Facetten". Apropos: In Wien soll im Winter das erste österreichische Bordell für Frauen eröffnen. Die Sexualpsychologin Christina Raviola: "Eine gewisse Klientel, die auch besser verdient, wird dieses Angebot sicher in Anspruch nehmen." Zielgruppe: Emanzipierte Karrierefrauen (40-65), für die rund 20 Männer bereit stehen sollen.
(30.8.2011)

Korruptionsanfälligkeit geschlechtsunabhängig

Bestechlichkeit sei keine Frage des Geschlechts oder Wohlstands, glaubt der frühere Staatsanwalt und Rechnungshofspräsident Franz Fiedler. Auf die Frage der Grazer "Kleinen Zeitung" (28. August) "Im Zusammenhang mit Korruption fallen kaum Frauennamen..." antwortet Fiedler: "Weil weniger Frauen an den Hebeln der Macht sitzen. Wo sie können, werden auch sie korrupt - von Kleopatra bis Imelda Marcos, der Frau des ehemaligen philippinischen Diktators."
(28.8.2011)

Über Respekt und sogenannte Rüpel

Die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich (94) hält den Respekt der Menschen voreinander für das Notwendigste. Dazu eine Anekdote: Als der Schriftsteller Thomas Bernhard seinerzeit bei einer Dankesrede für eine Ehrung den Österreichern Apathie nachsagte, fand dies der damalige Kulturminister Piffl-Percevic (ÖVP) offenbar bereits so respektlos, daß er aufstand und respektlos türeknallend den Saal verließ (anstatt zu argumentieren, was ihm aber wohl schwer gefallen wäre) - bald gefolgt von den meisten Anwesenden, die im Falle des Verbleibens wohl ihre Subventionen in Gefahr gesehen hätten, wie Bernhard vermutete.

In der Medienlandschaft mangelt es oft an Respekt vor der Leserschaft und journalistischen Grundregeln. Einzelne "unabhängige" Gratismedien verkaufen nicht nur Inseratenplatz, sondern auch die zugehörige redaktionelle Berichterstattung an die Inserenten. Faule Redakteure schreiben Presseaussendungen 1:1 ab. Über die Methoden von Boulevardmedien wurde schon viel geschrieben, aber sogar die seriöse Grazer "Kleine Zeitung", die mit dem Spruch "Uns können nur unsere Leser kaufen" wirbt, hat eine Schwachstelle: In der redaktionellen wöchentlichen Rubrik "Unser Tourentipp", die der Wanderbuchautor Günter Auferbauer exklusiv verfaßt, werden ungeniert seine eigenen Bücher/Druckschriften/Auftraggeber angeführt/angepriesen, die Kollegenschaft ist so gut wie chancenlos. Die journalistische Grundregel, nicht über eigene Fabrikate zu schreiben, wird sozusagen in ihr Gegenteil verkehrt. Und was nicht in der "Kleinen Zeitung" vorkommt, hat nicht stattgefunden (ebenfalls ein Werbespruch). Der Fall wurde der Chefredaktion gemeldet, eine Antwort/Reaktion steht bisher aus.

Beantwortet wurde hingegen folgender Leserbrief/Beschwerde des Vereins Freimann an die Chefredaktion der "Kleinen Zeitung" wegen einer redaktionellen Männerabwertung:
"Betr. 'Depressive Männer/Traurige Rüpel' (20. August).
Ein Rüpel ist ein ungehobelter, respektloser, unhöflicher und
aggressiver Mensch mit schlechten Umgangsformen (Wikipedia). Wie kommen schwermütige, depressive, also kranke Männer dazu, in der 'Kleinen Zeitung' als 'Traurige Rüpel' tituliert zu werden? Männer sind zwar Respektlosigkeiten ihrem Geschlecht gegenüber gewöhnt, die Frauen auf die Barrikaden treiben würden, aber diese Abwertung geht doch entschieden zu weit und bedarf einer Entschuldigung."

Die Antwort kam per E-Mail von der Gestalterin der Leserbriefseite: "Vielen Dank für Ihren Hinweis. Sie haben recht, hier hat jemand beim Titel gehörig daneben gegriffen. Der Ausdruck Rüpel
wäre nur dann gerechtfertigt gewesen, wenn z. B. Depressionen zu
Gewaltausbrüchen führen würden, davon ist aber in den Artikel und in der
Studie keine Rede. Ich entschuldige mich hiermit für den Fehlgriff und
werde Ihre Kritik an die Kollegen weiterleiten. Mit freundlichen Grüßen,
Hertha Brunner". Eine Entschuldigung im Blatt oder die Veröffentlichung als Leserbrief unterblieb allerdings bisher.
(28.8.2011)


"Auf den Punkt gebracht"

Für H.K. aus Deutschland ist die Freimann-Webseite unter den einschlägigen deutschsprachigen Seiten die Beste. Danke für das Kompliment! Er vermutet, das auf unserer Startseite abgebildete Bauwerk würde heute nicht mehr bestehen. Irrtum - wir haben nachgeschaut (Es liegt übrigens im Naturpark Pöllauer Tal, Oststeiermark, wo die Uhren etwas langsamer gehen)!

Ein "treuer Leser", wie er schreibt, aus Wien bescheinigt uns, das Geschlechterverhältnis würde bei uns "auf den Punkt gebracht".
Apropos Auf-den-Punkt-bringen: Dazu paßt folgende Stellungnahme:

"Ich arbeite als Psychotherapeutin und erlebe immer wieder sehr direkt die gesellschaftlich akzeptierte Benachteiligung von Männern, die aber leider häufig noch nicht einmal den Betroffenen selbst bewußt ist. Viele Männer scheinen sich damit abgefunden zu haben, ausgenutzt und auf ihre Funktionen reduziert zu werden. Häufig ist es Frauen gleichgültig, wie es ihren Partnern geht, solange sie (die Männer) funktionieren, sich nicht beklagen und ihnen ein sorgloses Leben ermöglichen. Was mich dabei besonders bestürzt ist, dass die gesellschaftlich und politisch verankerte männerfeindliche Mentalität vielen Männern entweder gar nicht bewußt ist oder von ihnen klaglos hingenommen wird. Selbst ich als Frau habe Schwierigkeiten, dieses mit meinem Gerechtigkeitsempfinden zu vereinbaren. Eine männliche Gegenbewegung zum Feminismus ist längst überfällig."
(18.8.2011)

"Slutwalk" - "Schlampen" als neue Frauenbewegung?

Die "Welt" schrieb dazu: "Ins Rollen kam die Bewegung im April in Kanada. Ein Polizist in Toronto hatte in einem Vortrag an einer Universität zur Prävention von Vergewaltigungen gesagt: 'Frauen sollten sich nicht wie 'Schlampen' anziehen, wenn sie nicht Opfer sexueller Gewalt werden wollen.' Einige Studentinnen gingen daraufhin empört auf die Straße." Nun sind "Schlampenmärsche" auch in Europa (Deutschland) angekommen. Das Kulturmagazin von 3-Sat (15. August) vermutet, es könnte sich um den Beginn einer neuen Frauenbewegung handeln. Ihre Ziele sind jedenfalls relativ eindimensional/nebulos, vielleicht auch widersprüchlich.

Frauen werden in Medien und Werbung mit einem Schönheits- und Perfektionsideal konfrontiert, das noch aus der NS-Zeit stammen könnte. Um diesen überzogenen Kult mitzumachen, lassen sich viele Frauen chirurgisch auf Vordermann bringen, z.B. schon mit 18 Jahren hängende Brüste optimieren (um 5-6000 Euro). Bei der Kleidung äffen Mütter, die nicht älter werden wollen, ihre Töchter zu deren Leidwesen nach. Wenn Töchter ebenfalls regredieren, um sich von den Müttern abzuheben, ziehen sie häufig kurze Röcke an, wie sie früher nur bei Kindern und Prostituierten üblich waren. Seinerzeit kleideten sich manche Frauen übrigens, vermutlich eine Spätfolge der Hippie-Bewegung, aus Protest gegen die Konsumzwänge im "Fetzenlook", was aber ein nur kurzlebiger Trend war.

Die "Schlampen" umfassen auch solche, die dem von den Idolen/der Werbung vorgegebenen Schönheitsideal nicht entsprechen, sich aber ebenso freizügig kleiden wollen, ohne deswegen mit Prostituierten verwechselt, angemacht oder angefaßt zu werden (Männer, ihr müßt also dazulernen!). In (vorwiegend muslimischen) Migrantenkreisen werden deutsche Mädchen ohnehin häufig als "Schlampen" verachtet. Diese versuchen nun anscheinend, sich Freiräume zu erhalten, die sie durch "Puritanismus" und das Vordringen migrantischer Sitten (vom Kopftuch bis zur Burka) und Moralvorstellungen in Gefahr sehen. Was sie natürlich nicht thematisieren, weil dies politisch "unkorrekt" wäre.

Bei den Märschen sind laut 3-Sat auch viele Männer vertreten, also Vertreter eines Geschlechtes, das zwar selber größere Probleme hat, aber diesen vorzugsweise mit Verdrängung/Verleugnung statt mit Solidarität und Aktion begegnet.
(16.8.2011)


Satirische" Männerabwertung

Nach einem Protestbrief verspricht Thomas Götz, stellvertretender Chefredakteur der Grazer "Kleinen Zeitung", in der Ausgabe vom 7. August künftig genauere Kontrolle, sprich: Aus feministischer Sicht Anstößiges nicht mehr zu drucken. Stein des Anstoßes: In einer Folge der klassischen Comic-Serie "Liebe ist..." hieß es "...anstelle einer Karriere lieber Plätzchen zu machen".

Während Protest bereits wirkt, wenn Karriere nicht als Liebesbeweis dargestellt wird, werden Männer (warum nur Männer? Weil nur die sich Schmähungen gefallen lassen?) weiterhin abgewertet. Am selben Tag, am 31. Juli, stand auf der Kultur(!)seite der "Kleinen Zeitung" der Spruch "Zur Lage": "Viele Männer sind Flaschen und ihr Leben ist verkorkst." Darauf aufmerksam gemacht, antwortete Chefredakteur-Stv. Thomas Götz wie folgt:
"Danke für Ihren launigen Hinweis. Ich glaube nur, dass die beiden Beispiele nicht vergleichbar sind. Der Spruch 'Zur Lage' ist eindeutig ein satirischer Beitrag. Der Comic transportiert ein Frauenbild, das seit einiger Zeit überholt ist." Was übrigens ein Teil der Frauen gar nicht findet, der Leserbriefseite der "Kleinen Zeitung" vom 11. August nach zu schließen. Und bei jungen Frauen wäre jede zweite gerne Hausfrau, wenn der Mann genug verdient:
http://derstandard.at/1304552595944/Jugendstudie-Jede-zweite-junge-Frau-waere-gerne-Hausfrau-wenn-der-Mann-genug-verdient
(11.8.2011)

Gesellschaftliche Bruchlinien

Die Jugendrevolte in England zeigt es wieder: In Gesellschaften gibt es soziale Bruchlinien, die sich wie im Beispiel England geschlechtsunabhängig zwischen Ober- und Unterschicht ansiedeln (Die frühere Mittelschicht gibt es dort kaum noch). Männliche Jugendliche glauben auch nicht an eine "patriarchale Dividende", die ihnen nach einer Theorie der (bemerkenswerterweise zur Frau geschlechtsumgewandelten) australischen Soziologin Connell ein besseres Leben ermöglichen soll.

Selbst bei vergleichbaren Tätigkeiten/in den identen Branchen sind Entlohnungen, unabhängig vom Geschlecht, sehr unterschiedlich geworden, wie die Feministin Sibylle Hamann am 13. Juli in der Wiener "Presse" beschrieb:
"... Die Medien sind eine Branche mit extremem Lohngefälle. Hier gibt es alte, großzügige, quasi unkündbare Verträge mit automatischen Vorrückungen. Auf der anderen Seite stehen Pauschalisten und freie Mitarbeiter, deren Zeilenhonorare stetig gekürzt werden. ... Ähnlich schaut es im Wissenschaftsbetrieb aus. Dort steht ein beamtetes Establishment, das sich relativ kommod eingerichtet hat, einem akademischen Prekariat gegenüber; einer ganzen Kaste von Menschen mit besten Qualifikationen, die dauerhaft am Existenzminimum leben. Selbst mit vielen durchgearbeiteten Nächten verdienen sie kaum mehr als das Putzpersonal. ..."
(10.8.2011)

Sollen Frauen mehr Überstunden machen?

Der Vorsprung der Männer bei Überstunden auch im öffentlichen Dienst (70,69%) stört die grüne Nationalratsabgeordnete Judith Schwentner. Sie will diese "besser verteilen" oder durch Zeitausgleich abbauen. Sie tritt auch für mehr Vollzeitstellen für Frauen und Halbtagsstellen für Männer ein (Letzteres würde die Kluft zu Überstunden leistenden Männern vergrößern). Tatsächlich werden jedoch Stellen geschlechtsneutral ausgeschrieben und es ist jeder Bewerberin/jedem Bewerber überlassen, für welche Stelle mit welchem Stundenpensum er/sie sich bewirbt. Und solange Frauen besonderen Wert auf das Einkommen ihrer Partner legen, können es sich Männer kaum leisten, beruflich kürzer zu treten.

Im übrigen hat sich der Anteil weiblicher Führungskräfte im öffentlichen Dienst in den letzten Jahren deutlich erhöht, während Männer sich angesichts schwindender Karrierechancen von diesem zunehmend fernhalten. Siehe dazu den treffenden Kommentar in Andreas Unterbergers Blog:
http://www.andreas-unterberger.at/2011/08/hurra-der-oeffentliche-dienst-wird-immer-besser-pardon-weiblicher/
(8.8.2011)

FRONTAL kämpft ums Überleben

Die Gründung des zweiwöchentlich erscheinenden steirischen Nachrichtenmagazins war der seit Jahren ambitionierteste Versuch, auf dem von zwei Medienkonzernen dominierten steirischen Pressemarkt Fuß zu fassen. "Frontal" hat durch die kritische Berichterstattung über Auswüchse wohl auch dazu beigetragen, daß der Proporz aus der Landesverfassung eliminiert werden soll. Geschlechterpolitisch stellte sich "Frontal" zwar nicht gegen den Mainstream, war aber für kritische Leserbriefe auch des Vereins Freimann zugänglich.

Hingegen fehlte bei der Auswahl von ständigen Beitragschreibern mitunter die glückliche Hand: Thomas Mayer, auch "Standard"-Korrespondent in Brüssel, als EU-Schönredner oder die ehemaligen Landesräte Gerhard Hirschmann (früher ÖVP) und Kurt Flecker (SPÖ): Hirschmann war in den 1980er Jahren Landeshauptmann Josef Krainers untergriffiger "Mann fürs Grobe". Der Sozialpolitiker Flecker war ein Freund des Schuldenmachens, was bei der EU langfristig auch nicht funktioniert. "Frontal" selbst steht mit etwa 700.000 Euro in der Kreide, vielleicht weil Fleckers offene Hand als Landesrat fehlt, mit der er Steiermark-Seiten des Wiener "Falter" aus dem Landesbudget finanzierte. Möge der Neustart von "Frontal" im Herbst gelingen!

http://www.frontal.at
(5.8.2011)



Streßtest für Demokratie

Die gegenwärtigen Versuche, aus den Mordtaten eines verrückten Norwegers und seinem 1500-Seiten-Konglomerat politisches Kapital zu schlagen (was z.B. auch die Nazis 1933 aus dem Reichtagsbrand gemacht haben) und damit die Opfer auszubeuten, sind schlicht widerlich. Ein Beispiel ist Alice Schwarzers "EMMA"-Webseite, die den Gegnern des Feminismus Mitschuld in die Schuhe schieben will, so als ob der irre B. bei der Wahl seiner Opfer zwischen Mann und Frau unterschieden hätte, was Schwarzer bei einem früheren Amoklauf als Kriterium bezeichnet hatte. Das Nachrichtenloch im Sommer begünstigt zwar spekulative Aufbauschungen, doch Michael Fleischhacker ("Die Presse") hat recht: Es sollte zur Tagesordnung übergegangen werden.

Heiner Geißler, Schlichter im Streit um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, kritisierte bei der Diskussion über die Streßtest-Studie der Schweizer SMA am 29. Juli das Fehlen von Bürgermitbestimmung in Deutschland, wo im Gegensatz zur Schweiz Alternativen frühzeitig ausgeschieden und Betroffene nicht ausreichend in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Geißler glaubt, daß sich dieses Procedere ändern muß und wird. Sein überraschender Vorschlag eines Kompromisses unter dem Motto "Friede in Stuttgart", mit der SMA abgesprochen, orientiert sich am Umbau des Züricher Bahnhofs. Der grüne Tübinger Oberbürgermeister und klügste Kopf der S-21-Kritiker, Boris Palmer, hat den Vorschlag grundsätzlich positiv beurteilt, die S-21-Befürworter wollen aber stur bleiben, sodaß ein Ende der Auseinandersetzungen nicht in Sicht ist. Zuvor hatte Palmer Mängel der Streßtest-Studie der SMA eindrucksvoll offengelegt.

Die Finanzkrise zeigt deutlich, daß in Deutschland (analog zu Österreich) die demokratische Kontrolle durch das Parlament, das auf dem Weg zu einem Abnicker-Verein für die Regierung ist, kaum noch funktioniert. Auch der Schriftsteller Günter Grass stieß sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk an den Verfallserscheinungen.
(30.7.2011)


Vom Hymnenthema zur Pensionsantrittsdebatte...

Die Bundeshymne soll nach den Ferien geändert werden. Darauf haben sich SPÖ, ÖVP und Grüne geeinigt, auch das BZÖ unterstützt die "Vertöchterung" des Textes von 1947, der aber möglicherweise urheberrechtlich geschützt ist. Auf den Leserbriefspalten stehen immer wieder neue Textvorschläge, trotzdem sind nach einer Umfrage 70% der Bevölkerung gegen eine Hymnentextänderung. Nach dem monarchistischen Habsburg-Begräbnis-Spektakel, bei dem Bundespräsident und Bundeskanzler in der ersten Reihe saßen und die Abordnung des Bundesheeres zur alten Kaiserhymne salutierte, wäre vielleicht der alte Text "Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser" wieder salonfähig, am ehesten wohl bei der "Kronenzeitung".

Ein anderes und diesmal ernsteres Medienthema ist die wieder aufgeflammte Diskussion über die Angleichung des Pensionsalters noch vor 2033, wogegen die Grünen fundamentalistischen Widerstand leisten:
http://derstandard.at/1310511589273/Laengeres-Arbeiten-fuer-Frauen-Neue-Debatte-um-gleiches-Pensionsantrittsalter-fuer-Maenner-und-Frauen
(21.7.2011)

Die Habsburger und die österreichische Seele

Der 98jährige Sohn Otto des letzten, vom Papst 2004 selig gesprochenen Kaisers Karl (Regentschaft 1916-1918) wurde, von einem Medienspektakel begleitet, gleich einem Kaiser beigesetzt (ein Antrag auf Seligsprechung ist noch ausständig). Das Interesse an Europa war sein Steckenpferd als Pan-Europa-Union-Chef, gab es doch aufgrund dynastischer Heiratspolitik der Habsburger kaum einen Flecken, auf dem sie nicht Spuren hinterlassen konnten. Habsburger waren nach ihrem Selbstverständnis Herrscher von Gottes Gnaden, was sich hauptsächlich in jahrhundertelangen Bündnissen mit Päpsten äußerte. Die Hierarchie im Weltlichen wurde auf das Jenseits projiziert. Andersgläubige wie die Evangelischen wurden im Zuge der Gegenreformation ausgewiesen und fanden ua. in Ostpreußen eine neue Heimat, die ihre Nachfahren 1945 wieder verlassen mußten.

Die Habsburger haben ihre dunklen Flecken bis heute verdrängt statt aufgearbeitet. Sie scheiterten letztendlich daran, einen gerechten Ausgleich in der eigenen Donaumonarchie zu bewirken, von einem Einigungsprojekt Europa ganz zu schweigen, an dem sich Napoleon und übrigens auch ein gewisser Braunauer auf ihre Art vergeblich versuchten und das dieser Tage auch nicht über dem Berg ist. Die Habsburger hinterließen leider ein deformiertes, neurosenanfälliges, von Selbstermächtigung entferntes "Volk der Raunzer, das die Tat scheut" ("Die Presse"), eine duckmäuserische, heuchlerische, materialistische Neidgesellschaft mit (auch parteipolitischem) Konformitätsdruck, die sich aus eigener Kraft ohne Protektion wenig zutraut und lieber Weltmeister bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Glückspiele ist und sich gegen übertriebene Forderungen eines ideologischen Feminismus kaum zu wehren weiß, der wie die Kirchen davon lebt, Schuldgefühle zu erzeugen und auszubeuten und nach SPÖ und Grünen auch immer öfter die ÖVP nach seiner Pfeife tanzen läßt.
(19.7.2011)

Nur Geduld! GVB-Frauenfreifahrt 2011 wird 2099 kompensiert

Gegen die Grazer Verkehrsbetriebe (Grazer Linien) ist wie berichtet ein Verfahren bei der Gleichbehandlungskommission in Wien anhängig, weil nur Frauen am 8. März Freifahrt gewährt wurde. Die GVB argumentieren in ihrer kuriosen Stellungnahme, sie würden zum Ausgleich für die Aktion zum hundersten Weltfrauentag (richtig: knapp hundert Jahre nach der ersten Demo für Frauenrechte in Wien) zum hundertsten Weltmännertag (der erst 2099 stattfindet) Männern Freifahrt gewähren. Ob die GVB-Chefin, die Quotenfrau Barbara Muhr, dann noch in Amt und Würden ist, darf trotz der bekannten Langlebigkeit von Frauen bezweifelt werden. Muhr betonte zwar im heurigen Februar ihre grundsätzliche Bereitschaft, auch für Männer (zB. am Vatertag) eine Freifahrtaktion durchzuführen, von 2099 war dabei aber noch keine Rede. Die zum GVB-Bereich gehörenden Schöcklseilbahnen setzten noch eins drauf und hofierten Frauen zum heurigen Muttertag ebenfalls mit Frauenfreifahrt (Obwohl sich Medien bemühten, die Beschwerde gegen die Frauenfreifahrt am 8. März als Einzelaktion abzuwerten, sprachen in einer Online-Umfrage von G7-Kleine Zeitung 78% von Männerdiskriminierung.)

Noch etwas früher, nämlich "schon" um 2092, werden übrigens die "Ausgleichsmaßnahmen" voll wirksam sein, die die Kraftwerksbetreiber (Estag, Verbund) für die Naturzerstörung per Kahlschlag beim Bau zweier Wasserkraftwerke in den Murauen des Grazer Feldes durchführen müssen. Bei der Estag klingt das kurzfristiger: Gleich nach dem Bau seien die Ausgleichsmaßnahmen "abgeschlossen" - auch hier wird die Öffentlichkeit "gepflanzt".
(18.7.2011)

Klartext eines Psychoanalytikers!

Die Männer waren immer schon das schwache Geschlecht, sie durften das aber nicht wissen. Sie sind erst vor 3000 Jahren per patriarchaler Religion und dem aufgeschriebenen Gesetz in die Geschichte eingetreten. Die behauptete und geglaubte Macht der Männer ist bis heute nur der Vordergrundsausdruck matriarchaler Dominanz. Die Frauen herrschen mit ihrer Opfertechnik, und die Männer wissen von nichts.
Berlin,
Dr. Richard Waxweiler
Psychoanalytiker
(Leserbrief in "Der Spiegel", Ausgabe 26/2011)


Wieder Streit um Bundeshymne

Die Zeile "Heimat bist du großer Söhne" soll nach einem Antrag von Parlamentarierinnen von SPÖ, ÖVP und Grünen geändert werden auf "Heimat großer Töchter, Söhne". Ziel der "Elitefrauen" im Parlament ist die Integration von Ihresgleichen in den Hymnentext, nicht jedoch die Hinterfragung der hinter "großen Söhnen" stehenden Mechanismen. Würde es ihnen um Wertschätzung des Volkes und Inspiration für das gemeinsame Ganze gehen, hätten sie eine Textänderung in Richtung "Menschen, ob groß, Menschen, ob klein/ füreinander da zu sein" beantragen müssen.
(10.7.2011)

Fiese Scheidungstricks...

Die Schweizer "Weltwoche" (26/2011) über Tricks im Kampf um Kinder, Unterhalt und Vermögen: Was Paare so alles tun, um sich eins auszuwischen oder sich möglichst viele Vorteile zu verschaffen. Und ein weiterer passender Link aus Österreich.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2011-26/die-fiesesten-scheidungstricks-die-weltwoche-ausgabe-262011.html

http://www.wien-konkret.at/soziales/scheidung/scheidungstricks-frauen/
(1.7.2011)

"Managerinnen wollen bessere Männer sein"

"Managerinnen versuchen, die besseren Männer zu sein. Das zeigt zumindest eine Studie des deutschen Unternehmens profilingvalues. Insgesamt wurden dafür 1803 Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert. 734 davon waren Frauen. Einen "typischen weiblichen Führungsstil" gibt es laut den Studienergebnissen nicht. Ganz im Gegenteil. Frauen in Führungspositionen erleben einen hohen Anpassungsdruck und versuchen deshalb, "die besseren Männer zu sein." Somit sei erfolgreiches Management auch kein geschlechterspezifisches Thema, heißt es in der Studie."
(21.6.2011, Salzburger Nachrichten)



Verkehrsverbund und LR Kurzmann bei Tarif-Gleichstellung säumig

Der steirische Verkehrsverbund will die Frist des Verfassungsgerichtshofes bis zum letzten Tag ausreizen: Erst mit 1. Jänner 2012 soll es auch für Männer ab 60 (bisher 65) Jahren Seniorenermäßigungen geben. Voraussetzung für Seniorenermäßigungen bleibt überdies der umstrittene Erwerb einer "ÖBB Vorteilscard Senior" (ca. 27 Euro/Jahr), obwohl viele Senioren gar nicht mit den ÖBB (oder zum ÖBB-Haustarif) fahren (Redakteur Hans Andrej schrieb in der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 30. Novemver 2010 von einem wohl willkom menen Körberlgeld für die finanzmaroden ÖBB). Der Grazer Gemeinderat hat im November mit den Stimmen aller Fraktionen in einem dringlichen Antrag den Verkehrsverbund aufgefordert, anstatt der Vorteilscard amtliche Ausweise (mit Bild und Geburtsdatum) anzuerkennen.

Der Verein Freimann hat Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) wiederholt aufgefordert, auf den Verbund einzuwirken, die Männerdiskriminierung (60/65) ohne Verzug abzustellen, als Sofortmaßnahme Pensionisten mit Pensionistenausweis die Ermäßigung zu gewähren. Am 1. Juli erhöht der Verbund seine Tarife um über drei Prozent. Seine und Kurzmanns Behauptungen, die Verbundtarife gehörten im Österreich-Vergleich zu den günstigsten, sind insoweit irreführend, als die Vergleichstabelle des Verbundes unterschlägt, daß andere Städte weitergehende Seniorenermäßigungen (auch bei Langzeit-Tickets, nicht nur Stunden- und Tages-Tickets) gewähren und dies zu niedrigeren durchschnittlichen Tarifen führt.
(Presseaussendung, 25.6.2011)


Zur Frauenfußball-WM

Spitzenfußball ist fest in Männerhand, Frauenfußball zieht hingegen keine Massen an. Also Handlungsbedarf für die EU-Gleichstellungsbürokratie! Um Besucherzahlen und Bezahlung gleichzustellen, müßte den Vereinen entweder eine 50%ige Frauenquote verordnet werden, wie dies ein Leserbriefschreiber in der "Süddeutschen" fordert, oder Frauenteams, die eine der Halbzeiten lang spielen. Wie oft hörten wir den berühmten Satz "Gemischte Teams sind erfolgreicher!" Also laßt den Worten die Nagelprobe folgen. Politische Korrektheit und optische Abwechslung müßte uns eine "Transfer-Union" auch im Fußball doch wert sein...
(Satire, 24.6.2011)


Feministinnen für US-Bombenwerfer-Denkmal

Im oststeirischen Pöllau hat der Maler Josef Schützenhöfer am 18. Juni im Schloßpark, unter Mitwirkung von mit Steuergeldern der "Steirischen Kulturinititiative" nach Pöllau geholten US-Künstlern, ein "Liberation 45" genanntes Denkmal aufgestellt. Es würdigt und idealisiert Besatzungen von US-Bombern, die Österreich im 2. Weltkrieg mit Bomben beglückt/terrorisiert haben, es wurde bekanntlich wenig Unterschied zwischen militärischen und zivilen Zielen gemacht. Auf einem Bildnis des Denkmals reitet eine Oben-ohne-Schönheit auf einer Fliegerbombe und zeugt von der damaligen Zerstörungslust und bis heute mangelnden Sensibilität. Der Maler hat eine Unterstützungsliste organisiert, auf der sich eine ganze Reihe "Politisch Korrekter", eine "Standard"-Redakteurin und die Feministinnen Elfriede Hammerl und Marlene Streeruwitz eingetragen haben.
(23.6.2011)


Angezeigte Mißbrauchsfälle überwiegend erfunden

Leo Lehrbaum, Leiter der Gruppe "Sitte" des Landeskriminalamtes Niederösterreich, hat in letzter Zeit eine bedenkliche Entwicklung festgestellt: "Durchschnittlich vier von fünf Anzeigen entpuppen sich nach den Befragungen als erfunden!"

http://www.noen.at/news/chronik/art151,140095
(14.6.2011)


Freie Fahrt - für Falschbehauptung?

Die "Grazer Linien" haben bekanntlich am 8. März Freifahrt nur für Frauen gewährt. GVB-Chefin Barbara Muhr meinte damals in der "Steirerkrone", sie könne sich Freifahrt beispielsweise auch für Männer am Vatertag vorstellen - wozu es aber heute nicht gekommen ist. Hingegen gab es eine weitere Frauen-Gratisaktion am Muttertag bei den Schöckl-Seilbahnen.

Laut dem Sprecher der GVB Gerald Pichler sei vor der Entscheidung für die Frauen-Freifahrt am 8. März die Gleichbehandlungsanwaltschaft kontaktiert worden "Und demnach stellen besondere und einmalige Aktionen für Damen am Frauentag keine Diskriminierung dar" (Pichler laut "Kleine Zeitung" 15. März). Eine Nachfrage bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft ergab allerdings ein anderes Bild: Für Aktionen wie am Frauentag gibt es keine explizite Rechtsgrundlage, die Zulässigkeit solcher Aktionen müßte erst gerichtlich geklärt werden. Es erscheint somit schwer vorstellbar, daß die Anwaltschaft den GVB tatsächlich grünes Licht gegeben haben soll. Mittlerweile ist der Fall bei der Gleichbehandlungskommission in Wien anhängig.
(12.6.2011)


Mehrheit der Österreicher in ihrem Job frustriert

titelte der Wiener "Standard" am 10. Juni über das Ergebnis einer Studie der "Stiftung für Zukunftsfragen", für die 1000 Personen über 15 Jahren befragt wurden. Für 53 Prozent wären berufliche Aufstiegschancen ein Wunsch, doch nur 18 Prozent glauben, daß sie welche tatsächlich haben. Nur sieben Prozent schreiben ihrer Tätigkeit ein hohes Ansehen zu und nur ein Drittel hat eine Arbeit, die Spaß macht. Nur jeder Fünfte glaubt, sich in seinem Job selbst verwirklichen zu können und nicht einmal jeder Sechste kann seine beruflichen Vorstellungen realisieren. Gerade 20 Prozent haben Erfolgserlebnisse und erhalten Anerkennung. Frauen sind besonders frustiert.

Auch die Frauenforscherin und "Öko-Feministin" Claudia von Werlhof meinte in einer Sendereihe über Ethik des Bayrischen Bildungsfernsehens BR alpha am 8. Juni, daß das (von der wirtschaftsliberalen und feministischen Ideologie zwecks "Selbstverwirklichung" forcierte) Hineindrängen von Frauen in die Erwerbstätigkeit den Frauen weniger als angepriesen nützt und Belastungen verstärkt. Die deutsche Feministin Katja Kullmann meinte in einem Interview mit dem "Profil" (6. Juni), der Geschlechterkampf sei längst von einem Klassenkampf überlagert.

Dies ist umso bemerkenswerter, als eine kritische Bestandsaufnahme/Hinterfragung ihrer Dogmen von den Feministinnen eigentlich kaum zu erwarten ist: Die Feministin Bascha Mika schreibt in ihrer Alice-Schwarzer-Biographie, der "Mangel an Streitkultur" sei ein "Grundproblem der Frauenbewegung", die sich "mit Kritik immer schon schwergetan" hat. Über gegensätzliche Einschätzungen werde nicht wirklich diskutiert: "Die Bewegung gebar ihre eigenen Tabus und Denkverbote. Aus mancher Ecke wehte ein eiskalt dogmatischer Wind."
(10.6.2011)

EU-Kommission für rasches einheitliches Pensionsantrittsalter

In ihrer gestern vorgestellten Beurteilung des nationalen Reformprogrammes der österreichischen Bundesregierung für 2011 fordert die EU-Kommission, das gesetzliche Pensionsantrittsalter für Frauen rasch auf jenes der Männer anzuheben. Feministinnen wie die Journalistin Sibylle Hamann können sich damit bekanntlich durchaus anfreunden, viele "Rosinenpickerinnen" wollen hingegen an der Gleichheitswidrigkeit bis 2034 festhalten.
(8.6.2011)

Wie weiter mit der Wehrpflicht?

Bundeskanzler Werner Faymann ist wegen des ÖVP-Widerstandes jetzt dafür, eine Volksbefragung über die männerdiskriminierende Wehrpflicht erst gemeinsam mit den Nationalratswahlen 2013 abzuhalten. Eduard Paulus, Präsident der Offiziersgesellschaft, nennt eine Aufschiebung der Entscheidung über ein Berufsheer "das Dümmste, was man tun kann". Die oppositionelle FPÖ befürwortet die Wehrpflicht, Grüne und BZÖ sind dagegen. Die Grünen planen ein überparteiliches Volksbegehren, das im Frühjahr 2012 zur Unterzeichnung aufliegen könnte.
Nachtrag: Nach der letzten Gallup-Umfrage sind 48% der Österreicher für die Abschaffung der Wehrpflicht, 44% dagegen.
(8.6.2011)



Sollen sich Männer mit Benachteiligungen abfinden?

Der als "gemeinnütziger Verein" firmierende Tendenzbetrieb "Männerberatung Graz" hält wenig von gemeinsamer Obsorge, zieht eine Neuregelung in Zweifel und rät Männern ab, um die Obsorge zu kämpfen ("Frontal" 1. Juni).

http://www.frontal.at/index.php?option=com_content&view=article&id=86:gesellschaft&catid=36

In einem Gerichtsverfahren hat der Betrieb bekanntlich seine Abhängigkeit von Subventionen betont, die in Gefahr wären, sollte der Verdacht aufkommen, er würde "frauenfeindlich" agieren wollen. Der grundsätzlich profeministische Kurs, der anscheinend darauf abzielt, Klienten mögen sich mit Männerbenachteiligungen abfinden, liegt zwar im Interesse der Vereinsfinanzen. Einen Ersatz beispielsweise für eine Stelle analog zur Grazer Frauenbeauftragten, die sich um Männerbenachteiligungen kümmert, stellt dieser Betrieb sicherlich nicht dar, auch wenn die feministische grüne Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker anderer Meinung ist.
(1.6.2011)

Archaische Muster wirken noch

In den letzten Wochen gab es viel Medienberichte und Schelte für mächtige Männer, die sich gegenüber Frauen Grenzüberschreitungen erlaubt haben. Feministinnen kamen in Versuchung, die Abwertung auf das männliche Geschlecht insgesamt auszudehnen, das eben "so sei" - an einer "Reparatur" des Geschlechterverhältnisses liegt ihnen offenbar nichts.

Es sollte aber auch nicht unter den Tisch fallen, daß männliche Macht auf Frauen schon immer erotisch gewirkt hat, was für Männer ein guter Grund sein kann, Macht anzustreben. Auch die Macht über Leben und Tod: Der letzte k.u.k. Wiener Scharfrichter wurde von Frauen regelrecht "verfolgt"; der Satz "Wenn du eine Frau willst, mußt du erst eine umbringen" ist natürlich übertrieben; der "Führer" wäre überfordert gewesen, hätte er die Wünsche aller Frauen zu erfüllen versucht, die von ihm ein Kind wollten (Make love, not war, wäre tatsächlich besser gewesen); usw., siehe auch Link:

http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13394887/Frauen-stehen-auf-Bad-Boys.html
(26.5.2011)

Jugend hat eher "traditionelle" Ansichten (Familie, Beruf)

http://derstandard.at/1304552595944/Jugendstudie-Jede-zweite-junge-Frau-waere-gerne-Hausfrau-wenn-der-Mann-genug-verdient
(mit Link zur Studie)
(24.5.2011)

Gleichstellungsbeauftragte abberufen

Die Gleichstellungsbeauftragte (nicht: Frauenbeauftragte) der deutschen Stadt Goslar, Monika Ebeling, wurde vom Stadtrat mit 25:10 Stimmen abberufen. Der Streit in Goslar hat erhebliches Medienecho ausgelöst. Vorangegangen war eine Kampagne von (Alt-)Feministinnen, die Ebeling vorwarfen, sich auch für Männer einzusetzen - also ihre Aufgabe tatsächlich ernst zu nehmen. Das SPD-Mitglied Ebeling wurde im Stadtrat nur vom Großteil der CDU-Fraktion unterstützt.
In Österreich laufen Personen, die sich nicht verbiegen lassen, übrigens nicht nur Gefahr, versetzt/mit anderen Aufgaben betraut, sondern gekündigt zu werden (wie durch den profeministischen Grazer "Verein Männerberatung" erfolgt).

http://www.heise.de/tp/artikel/34/34776/1.html


Kommentar aus dem Münchner FOCUS vom 23. Mai:
Das lila Imperium
Von Alexander Wendt

Es gibt sie noch, die Siege des nicht mehr so guten alten Feminismus. Zum Beispiel in der vergangenen Woche in Goslar: Dort ist es einer Ratskoalition von Linkspartei und FDP gelungen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt aus dem Amt zu jagen.

Vorher hatten die Vertreterinnen von Frauenverbänden ein umfangreiches Sündenregister der Dissidentin zusammengestellt. Sie habe eine Ausstellung über Gewalt, in der Männer nur als Täter und Frauen nur als Opfer vorkommen, als einseitig kritisiert. Sie habe sich als Gleichstellungsbeauftragte auch für Männer eingesetzt. Sie habe ihre Webseite beispielsweise mit der Seite eines Scheidungsväter-Blogs verlinkt. Sie seien nicht "teamfähig". Mit dem Rauswurf der Frau fand ein altes Mao-Prinzip auch hierzulande seine praktische Anwendung: "Bestrafe eine, erziehe hundert" - in diesem Fall 800 andere kommunale Gleichstellungsbeauftragte, die sonst auf dumme Ideen kommen könnten.

Zu Triumphen dieser Güteklasse kann sich das lila Imperium des Traditionsfeminismus durchaus noch aufraffen. Unter Benachteiligungsklägerinnen zählt in der Tat weniger das Argument als vielmehr die Teamfähigkeit, die Fähigkeit also, sich wechselseitig und solidarisch vernetzt das eigene Mantra zu bestätigen. Frauen, so lautet ihr erster Merksatz, sind stets Opfer, während für den Mann das Diktum der feministischen Klassikerin Andrea Dworkin gilt: "Terror ist sein Lebenszweck." Zweitens: Frauen werden noch immer ausgebeutet; sie bekommen 23 % weniger Geld für die gleiche Arbeit. Drittens: Benachteiligungen können Männer gar nicht treffen, egal, auf welchem Gebiet.

In einer Studie zu Gewalt in Paarbeziehungen im Auftrag der evangelischen Kirche kam der Sozialwissenschaftler Peter Döge 2010 zu dem Ergebnis, dass sich bei leichter Gewalt beide Geschlechter die Waage halten. Nur bei der - sehr viel selteneren - schweren Gewalt seien Männer etwas stärker vertreten. Damit bestätigte er nur die Ergebnisse früherer Untersuchungen. Ebenfalls Ende 2010 demontierte das Institut der deutschen Wirtschaft den 23-Prozent-Gehaltsmythos. Steigen Frauen nach der Babypause sofort wieder in den Beruf ein, so die Studie, dann schnurrt der Unterschied bei tatsächlich gleicher Qualifikation und Arbeitszeit auf dünne 4 % zusammen.

Eine Menge jüngerer Frauen bräuchten diese Studien noch nicht einmal für ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit. Sie fühlen sich nicht als Opfer. Sie fühlen sich nicht ausgebeutet. Und sie wissen durchaus, dass auch Männer benachteiligt sein können - zum Beispiel beim Streit um Scheidungskinder. Gerade das verbittert die Feministinnen alter Schule am meisten: Nicht nur, dass ihnen ihre faktische Deutungshoheit zerbröselt - es geht ihnen auch noch die junge Generation von der Fahne. Selbst auf die Linientreue einer Gleichstellungsbeauftragten ist nicht mehr unbedingt Verlass. Emanzipation, so klagte die Feministin Silvia Bovenschen kürzlich, sei für junge, gut ausgebildete Frauen heute ein "Schmuddelwort". Dabei findet niemand den Uraltfeminismus schmuddelig. Nur museal.

Die alten Feministinnen bringen sich auch noch um ihre unbestreitbaren Erfolge der Vergangenheit, indem sie ihre Behauptung über die unverminderte Frauendiskriminierung auf Endlosschleife stellen. In der Gegenwart haben sie außer giftigen Kommentaren über die angeblich ignorante und undankbare Töchtergeneration nichts anzubieten. Für das feministische Thesengebäude muss man mit Schiller feststellen: In öden Fensterhöhlen wohnt das Grauen. Da hilft auch keine Sanierung mehr.
(23.5.2011)

Änderung bei Seniorentickets bei "Grazer Linien" erst 2012?

Nach einem Bericht der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 19. Mai lassen sich die "Grazer Linien" (ehemals GVB) mit der Umsetzung eines Verfassungsgerichtshofserkenntnisses bis Jahresende Zeit. Ab 1. Jänner 2012 soll laut Gerald Pichler, Sprecher der Grazer Linien, die Seniorenermäßigung auch für Männer ab 60 Jahren (bisher: Frauen 60, Männer 65) gelten. Hingegen vereinheitlicht die Stadt Salzburg die Altersgrenze bereits mit 1. Juni 2011 auf 60 Jahre. Der Grazer FPÖ-Gemeinderat Roland Lohr kritisiert neuerlich die Grazer Politiker, namentlich die grüne Verkehrsstadträtin Lisa Rücker, die untätig geblieben sei.

Die meisten Tickets der Grazer Linien sind jedoch keine Haustarif-, sondern Verbund-Tickets. Für den Verkehrsverbund ist FPÖ-Landesrat Gerhard Kurzmann zuständig, ist aber bisher noch nicht aktiv geworden.
(19.5.2011)


OGH Wien: Schmerzensgeld für Kindesentzug durch Ex-Partnerin

Der Obersten Gerichtshof hat erstmals in einem Urteil den Anspruch auf Schmerzensgeld für einen Vater anerkannt, der unter psychischen Problemen leidet, weil er seinen Sohn seit vier Jahren nicht mehr sehen darf.

http://www.kindergefuehle.at/fileadmin/pdf/OGH_4Ob8_11x.pdf
(18.5.2011)


Neues von der "Arbeitsfront"

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im April neuerlich gesunken, bei Männern stärker als bei Frauen. Männer waren von der Krise stärker betroffen, wohl auch wegen vergleichsweise geringerer Unterstützung durch das AMS, und kehren jetzt wieder auf den Arbeitsmarkt zurück. Mit knapp 54% sind deutlich mehr Männer arbeitslos, was in den Medien kein Thema ist und war, auch nicht bei Ansprachen anläßlich des 1. Mai.

Die "Sozialpartner" Industrie und Gewerkschaft/AK unterstützen bekanntlich die E-Wirtschaft bei ihren Kraftwerksbauvorhaben, die angeblich tausende Arbeitsplätze bringen oder sichern sollen. Der Tod eines rumänischen Leiharbeiters bei einem Arbeitsunfall am 2. Mai beim Kraftwerksbau Gössendorf (Grazer Feld) wirft jedoch die Frage auf, wieviele der "gesicherten" Arbeitsplätze auf Inländer entfallen. Zudem blieb der steirische ÖGB-Vorsitzende Horst Schachner bis heute die Antwort auf die Frage schuldig, wieviele neue Arbeitsplätze im ebenfalls umstrittenen Projekt Murkraftwerk Graz-Puntigam entstehen sollen. Am 27. Mai 2010 warb er in einem Inserat in der Grazer "Kleinen Zeitung" mit der fragwürdigen Behauptung, "auch nach Fertigstellung wird es im Kraftwerk eine Reihe von Arbeitsplätzen geben".
(3.5.2011)

Hascherls Comeback...

so lautet Elfriede Hammerls jüngstes Werk im Wiener "Profil". Sie beschreibt darin sogenannte unselbständige Frauen, die Angelegenheiten von ihren Männern erledigen lassen. Was auf Hausfrauen gemünzt erscheint, kann aber genausogut als Folgeerscheinung der Verinnerlichung der Opferrolle verstanden werden, die der Feminismus den Frauen zuteilt. Allerdings hat sich Aufgabenteilung nicht nur in Partnerschaft und Familie, sondern auch in der Wirtschaft bewährt.

http://www.profil.at/articles/1116/574/294829/elfriede-hammerl-hascherls-comeback

Elfriede Hammerl (65) gilt als Ikone des feministischen Journalismus in Österreich. Die "elegante Kämpferin für die Frauenrechte" (Frido Hütter in seiner "Laudatio" in der Grazer "Kleinen Zeitung") bekam soeben den "Kurt-Vorhofer-Preis" der Journalistengewerkschaft und der "Kleinen Zeitung" verliehen. Ab 1977 war sie unter anderem freie Journalistin, für Frido Hütter ein "beachtliches Wagnis". Feminismus ist allerdings in Österreich seit Jahrezehnten "Mainstream", kein Wagnis, sondern wird gut honoriert - im Gegensatz zu Querdenkern, die gegen den Strom schwimmen und sich solche Preise eher verdient hätten.
(29.4.2011)

Männer sind immer noch Neandertaler...

so lautete das Männerbashing-Thema der "Barbara-Karlich-Show" am 26. April. Die Unterhaltungssendung wird fünfmal wöchentlich in ORF 2/ORF 2E nachmittags ausgestrahlt und behandelt hauptsächlich Beziehungsfragen, ohne besonderen Tiefgang.

Eine 45-Jährige (Minirock und Ausschnitt) beklagte, Männer seien Neandertaler, wiel sie auf Letzteren starren. Ein Mann bezeichnete sich als Frauenmagnet, er macht sein Ding und, nebenbei, pflegt im Stehen zu pinkeln, was nicht nur Karlich ungehörig fand. Die Frage des korrekten Pinkelns zog sich durch die weitere Sendung. Ein (Donaudampfschiffahrts-?)Kapitän findet keine Frau, obwohl oder weil er so anpassungswillig ist - das finden Frauen offenbar unspannend und flüchten lieber zu anders gestrickten Männern, auch wenn sie mit Recht erwarten, dort schlechter behandelt zu werden (Rat der Expertin: Zumindest am Beginn der Beziehung nicht zu sehr auf die Wünsche der Partnerin eingehen, lieber selbst die Richtung vorgeben, sonst wird nichts daraus!).

Womit sich eigentlich die Frage gestellt hätte, ob nicht eher Frauen noch in archaischen Mustern gefangen sind. Doch diese (politisch unkorrekte) Frage hatte in der Sendung keinen Platz.
(27.4.2011)



EU gesteht: In Sachen Bildung gescheitert

Vier von fünf Zielen im Bildungsbereich konnten nicht erreicht werden. Europas Schüler lesen schlecht, Österreichs Schüler noch schlechter: Der Anteil der schlecht lesenden 15-jährigen Österreicher ist in den letzten fünf Jahren von 21,5 auf 27,5% gestiegen. Der EU-Durchschnittswert liegt jetzt bei 20% (Buben 26,6%, doppelt so viel wie Mädchen mit 13,3%), 2006 waren es 24,1% - das Ziel der Absenkung auf 17% konnte nicht erreicht werden.

http://diepresse.com/home/politik/eu/651793/EU-gesteht_Im-Bildungsbereich-gescheitert

Die schlechteren Lesekompetenzen der Buben sind seit langem bekannt (z.B. PISA-Studien 2000, 2003, 2006, 2009), die Verantwortlichen versprachen stets, etwas zu tun. Dazu müßten jedoch auch Benachteiligungen von Buben in der Schule beseitigt werden.
(21.4.2011)

Bitte vormerken: Elterndemo in Hamburg am 25. Juni 2011

mit internationaler Beteiligung. Vorschau auf:
http://www.youtube.com/watch?v=1RzyK5L20Tw
(21.4.2011)



Suizid: Bei diesem Thema schaut jeder weg

In der Steiermark, einer Suizid-Hochburg, ist für heuer der überfällige landesweite Krisennotruf geplant (als Ergänzung zur Telefonseelsorge 142 und zu einem Jugendnotruf). Besonders Männer über 65 sind in Österreich gefährdet. Konkrete Zahlen blieb der feminismusorientierte "Standard" schuldig, vermutlich weil die große Mehrheit der Selbstmörder Männer sind.

http://derstandard.at/1297822150451/Gesellschaft-Bei-diesem-Thema-schaut-jeder-weg

Während eigene Notrufstellen für Männer nicht existieren, hat der Wildwuchs bei Frauen-Notrufen schon einige Debatten ausgelöst, die "Wiener Zeitung" berichtete am 6. März:
"Wien. Sie heißen Mädchentelefon, 24-Stunden-Frauen-Notruf,
Frauenhelpline gegen Männergewalt, Frauensolidarität, Notruf-Beratung f.
vergewaltigte Frauen & Mädchen, Opfernotruf, NÖ-Frauentelefon,
afz-autonomes Frauenzentrum, Tara-Beratungsstelle gegen Gewalt in der
Familie, Wave, Lefoe, aoef, ceiberweiber, donnavita, Plattform gegen
Gewalt in der Familie, Frauennotruf Salzburg, und werden ergänzt von
diversen Dachverbänden (Österr. Frauenring, Netzwerk österr. Frauen &
Mädchenberatungsstellen) sowie Interventionsstellen, Gewaltschutzzentren
und Frauenhäusern in den jeweiligen Bundesländern. Zwar werden von den
einzelnen Einrichtungen, allen voran die "Frauenhelpline", regelmäßig
steigende Zahlen von häuslicher Gewalt an Frauen durch Männer publiziert,
aber meist nur durch "Anrufe" angebliche Betroffener bei der
jeweiligen Stelle belegt. Gewalt-Daten umstritten Polizei und Justiz
konnten diese Zahlen bisher nicht bestätigen. Die Chefin der
"Frauenhelpline", Maria Rösslhumer, musste sich nach einer Anzeige durch
das Frauenministerium im Jahr 2006 Vorwürfe wegen angeblich nach oben
korrigierter "Gewalt-Anrufe" gefallen lassen. Trotz umfangreicher
Ermittlungen der Wirtschaftspolizei verlief das Verfahren im Sand und
die damals neue Frauenministerin Doris Bures erhöhte das
"Helpline"-Budget von 300.000 auf 850.000 Euro pro Jahr. "Jede dieser
Anlaufstellen verschlingt Personal und Steuergeld, während die
Betroffenen durch diesen Wildwuchs an Notruf-Einrichtungen nur verwirrt
werden", ärgert sich die Wiener ÖVP-Gemeinderätin Ingrid Korosec. Sie
begrüßt prinzipiell die Einrichtung solcher Gewaltschutzeinrichtungen,
"aber es sollte nur eine zentrale Stelle in Österreich oder zumindest
pro Bundesland geben, die dafür gut besetzt und optimal beworben wird".
Mit der Causa Rösslhumer muss sich das Parlament nach einer Anfrage der
ÖVP-Abgeordneten Korosec und Maria Rauch Kallat 2008 nun neuerlich
befassen: Diesmal hat FPÖ-Abgeordneter Norbert Hofer Aufklärung über die
Niederschlagung des Verfahrens von Bures gefordert."
(8.4.2011)

FPÖ gegen Binnen-I - aber was macht Landesrat Kurzmann?

Das Binnen-I hält mittlerweile sogar ein beträchtlicher Prozentsatz der Leserschaft der Berliner "taz" für überflüssig, von der es vor Jahrzehnten erfunden wurde. Grüne waren ursprünglich Vertreter der Basisdemokratie. Mittlerweile haben sie sich in großen Teilen dem "Top-Down"-Prinzip der EU verschrieben und sind Binnen-I-Vorreiter. Interessanterweise kommen andere Sprachen wie Englisch ohne diese Verrenkungen aus.

Der FPÖ-Parlamentsklub unterschreibt keine parteiübergreifenden Unterlagen, die der feministischen Sprachverwirrung unterliegen, sie müssen daher erst in die offizielle deutsche Rechtschreibung überführt werden. Und im steirischen Landtag, in den die Partei im Herbst wieder eingezogen ist, hat sie soeben einen Antrag gegen das Binnen-I eingebracht.

Aktivitäten für diskriminierte Männer sind jedoch noch Mangelware. Der u.a. für den steirischen Verkehrsverbund zuständige Landesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) läßt nichts von sich hören, z.B. betreffend die Diskriminierung der Männer von 60 bis 65 Jahren durch die Tarife des Verkehrsverbundes. Sie könnte durch Ermäßigung für Pensionisten als Sofortmaßnahme entschärft werden, wie vom Verein Freimann gefordert, ein Abwarten einer österreichweiten gemeinsamen Lösung ist nicht erforderlich. Am 1. Juli erhöht der steirische Verkehrsverbund, der übrigens ebenfalls die Binnen-I-Schreibweise anwendet (eine Beanstandung durch Landesrat Kurzmann ist nicht bekannt), seine Tarife wieder um das 1,75-fache der Inflationsrate (Verbraucherpreisindex)- eine Beanstandung durch Landesrat Kurzmann ist nicht bekannt.
Der für Verkehrsangelegenheiten zuständige Mitarbeiter von Landesrat Kurzmann Ronald Kiss teilt mit Mail vom 9. April u.a. mit, daß eine Nachfrage bei den Verkehrsunternehmen(!) ergeben habe, daß man (trotz des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes) keine Veranlassung für eine Änderung der Tarifgestaltung sehe(!). Womit wir wieder bei der Frage wären: Was macht Landesrat Kurzmann?

(6.4.2011)

Pro-Quoten-Frau gescheitert und nach Affäre zurückgetreten

Die steirische EU-Abgeordnete Hella Ranner (ÖVP) ist zurückgetreten. Auslöser war eine Zweckentfremdung der EU-Spesenpauschale. Darüber hinaus hat Ranner durch "Beteiligungen bei Unternehmen, die nicht funktioniert haben und bei denen meine Mandantin als Haftende übrig blieb" (so Ranners Anwalt) einen Schuldenberg von sieben Millionen Euro angehäuft.
Pikant ist Ranners Funktion als stellvertretende Vorsitzende der bundesweiten ÖVP-Frauenbewegung, die seit Herbst vehement und erfolgreich Frauenquoten in der Wirtschaft fordert, ohne diese aber an Leistungsnachweise zu binden, was bei Frauen wie Ranner ja auch schwerlich funktioniert hätte.

http://kurier.at/nachrichten/2085331.php
(29.3.2011)

Gegen Männerdiskriminierung bei Öffis

Der Verein Freimann fordert anläßlich der Diskussion über Tariferhöhungen ab 1. Juli 2011 die Beseitigung der Diskriminierung von Männern zwischen 60 und 65 Jahren in den Tarifbestimmungen des steirischen Verkehrsverbundes, so wie es ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom Dezember 2010 (Anlaßfall Wiener Linien) vorschreibt. Demnach ist es unzulässig, Männern Seniorenermäßigungen erst fünf Jahre später als Frauen zu gewähren.

Als SOFORTMASZNAHME fordern wir Ermäßigungen auch für Männer mit Pensionistenausweis unabhängig vom Alter, so wie es die Grazer Linien (GVB) in ihren Haustarifen für Monats- bis Jahreskarten anbieten:

Grazer Senioren und PENSIONISTEN mit einem Bruttoeinkommen bis 1400 Euro pro Monat zahlen rund ein Drittel weniger als beim Verkehrsverbund, bei einem Einkommen bis 878 Euro pro Monat kostet die Jahreskarte nur 30 Euro. (Die GVB-Haustarif-Karten gelten an Schultagen Montag bis Freitag ab 8.15 Uhr, ansonsten durchgehend bei Grazer Öffis mit ein- oder zweistelligen Liniennummern. Männer von 60 bis 65 Jahren, die noch berufstätig sind, werden aber im Vergleich zu Frauen auch bei den GVB diskriminiert).
(24.3.2011)

 

Dreimal 15 Prozent...

Am 19. März 1911 gingen in Wien 20.000 auf die Straße, um mehr Frauenrechte zu fordern. Hundert Jahre später sollte dieser Aufmarsch in gleicher Zahl wiederholt werden. Nachdem aber aus "Unrecht" mittlerweile "Recht" geworden ist, hat sich die "Pflicht zum Widerstand" verflüchtigt und bestenfalls 15 Prozent der erwarteten Menge waren auf den Beinen, obwohl Verkehrsministerin Doris Bures (vormals Frauenministerin) bei den Bundesbahnen niedrige Sondertarife für Demonstriererinnen angeordnet hatte. Die jetzige Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, nach Eigendefinitioon stolze Quotenfrau, war ebenso zu sehen wie zahlreiche Musliminnen, die es verabsäumten, durch Verzicht auf Kopftücher ein sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung und Integration zu setzen.

Wenn immer wieder behauptet wird, Frauen würden für die gleiche Arbeit weniger Lohn, beispielsweise 15 Prozent, bekommen, ist die Aufregung immer groß und die Gleichbehandlungsanwaltschaft oder die AK bieten sich sofort an, dem nachzugehen und allfällige Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Wenn hingegen Männer z.B. mit 60 Jahren in Frühpension gehen und 15 Prozent weniger Pension durch Abschläge bekommen, nur weil sie Männer sind, interessiert das niemanden und die Gleichbehandlungsanwaltschaft erklärt sich für unzuständig.
(21.3.2011)

Es sind ja "nur" Männer...

Ein paar Dutzend Leute bemühen sich, die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima ohne Rücksicht auf das eigene Leben einzudämmen. Allzuviel Lob in den Medien haben sie dafür bisher nicht erhalten - es sind ja "nur" Männer. Wären hingegen Frauen dabei, seitenweise würden die Heldinnen gefeiert. Rudolf Taschner verneigt sich in der Wiener "Presse" trotzdem vor dem Heldenmut der Männer.

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/642370/Ein-tiefe-Verneigung-vor-den-Helden-von-Fukushima
(17.3.2011)

"Goldröcke"-Zielquoten in Österreich

Die Regierungsparteien haben sich auf Frauenquoten für Aufsichtsräte von 55 Unternehmen geeinigt, in denen der Staat einen Anteil von mehr als fünfzig Prozent hält, in 44 davon ist der Bund alleiniger Eigentümer. Bis 2013 sollen 25% und bis 2018 35% der Aufsichtsräte weiblich sein, von Qualifikationsanforderungen wird nicht gesprochen. Wird die Quote nicht erreicht, drohen keine Strafen, aber 2018 gesetzliche Zwangsmaßnahmen.

Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung haben im Herbst die Initiative "Zukunft.Frauen" gestartet, in der sich Frauen in Drei-Monats-Schnellsiedekursen zu Aufsichtsräten ausbilden lassen können. Ob dies jahrzehntelange Erfahrung ersetzt, ist äußerst zweifelhaft. Der deutsche "Focus" kommentiert diese Woche treffend den Quoten-Unsinn ("Quote - für wen?").
(16.3.2011)

Tabuthema Bezness: Frauen als Opfer ihrer Illusionen

Am 27. März strahlt der Kultursender ARTE um 22.15 Uhr eine Dokumentation von Wibke Kämpfer mit dem Titel "Der Prinz aus dem Orient?" über Bezness aus, ein Geschäft, das im Zunehmen ist. Es geht um Frauen, die auf vorgespielte Gefühle von ausländischen Männern hereinfallen, ein Tabuthema, um das sich noch keine Frauenbeauftragte kümmert.

Die Schweizer "Weltwoche" vom 10. März schildert den drastischen Fall einer Schweizerin, die in einen westafrikanischen Staat geflogen ist, um ihren Mail-Bekannten persönlich kennenzulernen und daraufhin eingesperrt und vergewaltigt wurde, bis sie bereit war, die Heiratsurkunde zu unterzeichnen. Oft verlieren Frauen nicht nur ihre Illusionen, sondern auch viel Geld.

http://www.personality.ch/bezness.htm
http://www.personality.ch
(14.3.2011)

Ariadne und der Weltnierentag

Eine tolle Satire hat Alexander Purger in den "Salzburger Nachrichten" geschrieben: Er bemängelt u.a. das Fehlen einer "partnerschaftlichen Aufteilung der körperinternen Hausarbeit."

http://mein.salzburg.com/blog/satire/2011/03/ariadne-und-der-weltnierentag.html
(14.3.2011)



Wie die Stecknadeln im Heuhaufen...

mußten Medienberichte gesucht werden, die sich mit dem 8. März bzw. dem realen Geschlechterverhältnis kritisch auseinanderzusetzen getrauten.

Zunächst einmal der Soziologe und Männerforscher Walter Hollstein, der im feminismusorientierten Wiener "Standard" (alibihalber?) die Männerfrage stellen durfte, nachdem er (ebenso alibihaft?) in der Ö1-Sendung "Im Gespräch" am 3. März zu Gast war:

http://derstandard.at/1297819762908/Zum-Rollenbild-von-Emanzipationsverlierern-Die-ungestellte-Maennerfrage

Dann Norbert Bolz, Philosoph und Professor für Medienwissenschaft an der TU Berlin, der in der "Presse" den Radikalfeminismus aufs Korn genommen hat: "Mit jedem Schritt der Gleichstellungspolitik entfernen wir uns weiter vom gesunden Menschenverstand... Das gleiche Leben von Mann und Frau versöhnt nicht, sondern verbittert."

http://diepresse.com/home/meinung/debatte/639594/Es-lebe-der-Geschlechtsunterschied

Andreas Unterberger schrieb in seinem Blog "www.andreas-unterberger.at" bzw. in den "Salzburger Nachrichten" vom 4. März:

"Diskriminiert sind die Männer

Tag der Zöllner, Tag der Muttersprache: Von allen PR-Tagen ist der Weltfrauentag der erfolgreichste. Überflüssig sind sie wohl alle.
Die Weltfrauentag-Ideologen fingieren noch immer eine Diskriminierung der Frauen. Was in Österreich absurd ist. Auch bei den neuerdings viel zitierten Aufsichtsräten hat jede der wenigen Frauen, die sich dafür interessieren und anstrengen, im Schnitt viel bessere Chancen als einer der vielen Männer, die sich interessieren und anstrengen.
Die ebenfalls ständig kolportierten höheren Einkommen von Männern sind Folge von Überstunden, von Karriere-Ehrgeiz und der Tatsache, dass Frauen Ausbildung und Job weniger nach Verdienstchance als nach der Freude am Beruf aussuchen. Was nachvollziehbar ist, aber nicht bejammert werden sollte.
Ansonsten trifft man reihum nur auf gravierende Nachteile der Männer: Sie sterben im Schnitt um fünfeinhalb Jahre früher als Frauen, haben aber absurderweise laut Gesetz ein um fünf Jahre späteres Pensionsantrittsdatum. Sie verlieren den Großteil der Prozesse um Kinderobsorge. Sie müssen zum Bundesheer oder Zivildienst, Frauen nicht. Männer sind viel öfter arbeits- und/oder obdachlos. Sie leiden mehr als Frauen an Alkohol- und vielen anderen Krankheiten. Sie haben die schwerere Arbeit und mehr Berufsunfälle. Junge Burschen sind angesichts des im Bildungssystem dominierenden Feminismus desorientiert und haben wachsende Drop-Out-Raten.
Zunehmend tut sich auch die EU kräftig bei der Männerdiskriminierung hervor: Sie verbietet jetzt, dass Männer für Lebensversicherungen weniger zahlen als Frauen (versicherungsmathematisch eine logische Folge der geringeren Lebenserwartung). Künftig müssen sie so viel wie die Frauen zahlen, aber kein Institut kann die Versicherungsbeiträge reduzieren: Denn sonst ginge es bankrott, falls mehr Frauen bei ihm Verträge abschließen.
Hoch die EU, Hoch der Weltfrauentag, Hoch die Dummheit."
(8.3.2011)


Zur GVB-Gratisbenutzung nur für Frauen am 8. März (Presseaussendung)

Der Verein Freimann wird alle Männer, die am 8. März als Schwarzfahrer auf den Linien der GVB (Grazer Linien) beanstandet werden, weil sie das falsche Geschlecht haben, unterstützen. Wir sammeln die Unterlagen und leiten sie an die Gleichbehandlungsanwaltschaft weiter.

Laut Gleichbehandlungsgesetz darf bei Gütern oder Dienstleistungen bei den Tarifen kein Unterschied nach Geschlecht gemacht werden. Trotzdem ignorieren Grazer Linien und steirischer Verkehrsverbund das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom Dezember 2010, wonach es eine unzulässige Diskriminierung darstellt, wenn männliche Senioren fünf Jahre länger als Frauen den vollen Fahrpreis bezahlen müssen. Als Vorwand für die Säumigkeit dient das Warten auf Tarifänderungenanderer Verkehrsunternehmen. Die zuständigen Politiker von Land und Stadt scheinen es nicht eilig zu haben. Einem Antrag an den Grazer Bürgermeister wurde in der Gemeinderatssitzung vom 17. Februar von der schwarz-grünen Rathauskoalition die Dringlichkeit aberkannt.

Der Verein Freimann fordert als Sofortmaßnahme, auch Männern zwischen 60 und 65 Jahren gegen Vorlage des Pensionistenausweises Seniorentarife zu gewähren, um sie mit Frauen gleichzustellen.
(7.3.2011)


Feministinnen und Migrantinnen


Die Frauenbeauftragte für das Grazer Stadtgebiet Maggie Jansenberger fordert anläßlich des Weltfrauentages neben anderen Gemeinplätzen auch "Chancengleichheit für Migrantinnen". Um gleichberechtigt zu werden, müßten sich diese aber ungestraft von patriarchalen Elementen ihrer Herkunftskultur lösen können wie Verschleierungen oder Zwangsverheiratungen, doch Jansenberger hat offenbar nicht vor, sich mit Patriarchen anzulegen.

Migrantinnen laufen aber auch Gefahr, Opfer von Feministinnen zu werden. Die schwedische Politikwissenschaftlerin Andrea Spehar im Ö1-"Europa-Journal" am 4. März: "Ich kenne viele Feministinnen, die ihren Haushaltshilfen - Migrantinnen - sehr wenig zahlen." "Die Frauenbewegung kümmert sich nicht darum." Als eine Ursache nennt sie die Geringschätzung von Hausarbeit (wie sie ja unter Feministinnen sehr verbreitet ist). Es gibt zwar ein Gesetz zur steuerlichen Absetzbarkeit von Haushaltshilfen, aber illegale Beschäftigung von Migrantinnen sei oft billiger.

In Österreich gelten nordische Länder als nachahmenswerte Vorbilder, z.B. in Quotenfragen. Andrea Spehar ist skeptisch, was die Übernahme von Modellen aus anderen Ländern betrifft: "Sowas funktioniert oft nicht und bringt dürftige Ergebnisse."
(7.3.2011)


Querdenker und Parteibuchfreie braucht das Land!

WU-Professorin Edeltraud Hanappi-Egger hat in ihrem neuen Buch mit dem Mythos aufgeräumt, Frauen, sofern es genügend von ihnen gibt, würden Unternehmenskulturen verändern. Vielmehr sei es umgekehrt: Es sind die Organisationen, die die Frauen verändern - sie übernehmen die in der Branche üblichen Codes und führen sie fort. Damit bestätigt sie einen Befund der Frauenforscherin Claudia von Werlhof (vgl. "Aktuell" 26. April 2010): Männer durch Frauen zu ersetzen, bringt noch keinen Fortschritt.

Wenn schon Diversifizierung oder Quoten, dann für Querdenker und Leute ohne Parteibuch - so ließen sich Unternehmenskulturen wirklich verändern!
(7.3.2011)


Ergebnisloses ORF-"Bürgerforum"

Der ORF sendete am 2. März ein "Bürgerforum" zu den Streitthemen Frauenquoten (wird gerade hochgespielt, offenbar um von wahren Problemen abzulenken), Aufgabenverteilung bei Hausarbeiten und Obsorge, mit Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Frauenbevorzugungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Durch die Begrenzung der Redezeit auf etwa eine Minute gab es zwar viele, aber wenig tiefschürfende Wortmeldungen.
Die eingespielten Interviews (Straßenbefragungen) und Ergebnisse von Meinungsumfragen zeigten deutlich, daß die Bevölkerung bei Frauenquoten und Hausarbeit wenig Handlungsbedarf verspürt. Vertreter des profeministischen Wiener Vereins Männerberatung gefielen sich darin, im feministischen Fahrwasser mitzuschwimmen und werden dafür wohl weiterhin und vermehrt öffentliche Aufträge erhalten. Die Buchautoren Edi und Patrick Keck forderten die Pro-Frauenquoten-Parteien auf, zunächst mal ihre internen Quotenbeschlüsse umzusetzen, wenn ihnen das Thema am Herzen liegt. Hoffentlich werden dann bessere Frauen gefunden als die steirische EU-Abgeordnete Hella Ranner (ÖVP), die weniger mit ihrer Politik als mit ihrer wirtschaftlichen Millionenpleite und Betrugsvorwürfen von sich reden macht. Ranner ist auch stellvertretende Vorsitzende der ÖVP-Frauenbewegung, die sich seit dem Vorjahr speziell in der Quotenfrage radikalisiert hat.

http://steiermark.orf.at/stories/501624/
(3.3.2011)

Aufreger Frauenarbeitslosigkeit (angeblich +0,5%, tatsächlich gesunken)

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Februar (ohne die in Schulungen versteckten Personen) gegenüber Februar 2010 bei Männern um 10,2 Prozent gesunken und bei Frauen geringfügig um 0,5 Prozent gestiegen. Darob ist gewissermaßen Feuer am Dach: Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel forderte in Anbetracht der "gestiegenen Frauenarbeitslosigkeit" eine Gegensteuerung durch das AMS mit "gezielten Qualifizierungsmaßnahmen", die Grüne Birgit Schatz spricht von einer "unsinnigen Budgetpolitik, die für die Einzelnen und die Gesellschaft bedenkliche Konsequenzen hat". Berücksichtigt man bei den Arbeitslosenzahlen korrekterweise auch die Schulungsteilnehmer, ist aber die Arbeitslosigkeit auch bei Frauen (um knapp 5.000) gesunken!

Interessant ist jedenfalls, daß in vielen Blättern, natürlich auch im dem Feminismus verfallenen Wiener "Standard", in den oft langen Artikeln kein Platz für die konkreten Arbeitslosenzahlen war, die bestenfalls in Grafiken unkommentiert versteckt wurden: Im Februar 2011 waren 185.906 Männer und 106.352 Frauen arbeitslos. Wäre es umgekehrt, würde die Schlagzeile natürlich lauten: Fast doppelt soviele Frauen wie Männer arbeitslos...
(2.3.2011)

Künstliche Erregungen

Auch die "Feminismusbeauftragte" der Grazer Grünen, Gemeinderätin Daniela Grabe (Wahlspruch: Wer nicht Feministin ist, ist Masochistin), meldet sich anläßlich des Frauentages zu Wort. Sie beklagt den "jämmerlichen Zustand" von Kunstwerken, die im Frauenprojekt "Woment" im Grazer Kulturhauptstadtjahr 2003 entstanden sind. Außer Grabe scheint dies niemand bemerkt zu haben/sich daran zu stoßen. Den Hauptzweck haben sie jedenfalls erfüllt, nämlich den "Woment"-Beteiligten finanziell zu nützen. Und wer bei der Schaffung von Kunstwerken bei der Materialwahl an Langlebigkeit spart, macht mehr Gewinn, spätestens wenn die Restaurierung ansteht.

Ein älteres Kunstwerk von Veronika Dreier, die von Grabe für den Ehrenring der Stadt Graz vorgeschlagen wurde, war still und leise zu Grabe getragen worden. Es handelt sich um die nüchtern-schmucklos gefertigte Telefonnummer des Grazer Frauenhauses, große Ziffern, die kurz aufgestellt, nach offenbar unvorhergesehener Rufnummernänderung aber ersatzlos entfernt wurden. Die Stadt Graz ließ sich den Schildbürgerinnenstreich cirka öS 100.000 (über 7000 Euro) kosten.

Die einzige bekannte "Woment"-Schöpfung, die Grafik "Superwoman" von Dreier (als Gegenpart zu Superman), ist u.a. auf einer Hauswand im Grazer Rathaus zu bewundern, kollidiert aber inhaltlich mit dem Opferbild der Frau, das Feministinnen ständig vor sich hertragen, auch wenn es gar nicht stimmt. Zum Beispiel auf der Webseite von "EMMA", wo behauptet wird, es seien vor allem Frauen, die Opfer der Schußwaffen werden, die die Schweizer in ihren Haushalten lagern. Aus der letztzugänglichen Statistik "Schußwaffentodesfälle in der Schweiz" ergibt sich, daß 2008 von insgesamt 259 Schußwaffentoten nur 13 Frauen waren, davon acht durch Suizid.
(28.2.2011)

Der 8. März: Ein überflüssiges und abträgliches Ritual (Presseaussendung)

Der internationale Frauentag 8. März gehört abgeschafft und durch 365 Tage im Jahr für Menschen, Frauen und Männer, ersetzt. Diese vor einem Jahr erhobene Forderung von Alice Schwarzer ist begrüßenswert. Der alljährliche Auftritt professioneller, nicht gemeinwohlorientierter Geschlechterkämpferinnen ist tatsächlich überholt.

Ein gutes Beispiel bietet die Frauenbeauftragte für das Grazer Stadtgebiet Maggie Jansenberger, die zusammen mit ihrem 8.-März-(Faschingsdienstag-)Komitee in der Grazer "Woche" vom 23. Februar Zustandsbescheibungen und Forderungen aufgestellt hat, worin alles ausgeblendet wird, was nicht in das suggerierte, einseitige Klischee der Frau als Opfer paßt: Zum Beispiel der große Überhang der Männer in der Selbstmordstatistik, in der die Steiermark bundesweit an erster Stelle steht - trotzdem gibt es zwar einen Frauen-, aber keinen Männernotruf.

Männer dominieren auch bei Arbeits- und Obdachlosigkeit. Ihr Regelpensionsalter liegt fünf Jahre höher, obwohl sie fünf bis sechs Jahre früher als Frauen sterben. Sie verdienen zwar häufig mehr Geld als ihre Partnerinnen, die sich ihre Männer aber auch meist nach diesem Kriterium ausgesucht haben und großteils über deren Geld verfügen. Da können es sich Frauen natürlich leisten, Orchideenstudien zu wählen oder Berufe zu ergreifen, die zwar schlechter bezahlt, aber erfüllender sind oder Teilzeit zu arbeiten.

Feministinnen führen keinen Geschlechterdialog. Sie wollen den Staat für ihre Zwecke instrumentalisieren, z.B. um den Männern "Beweglichkeit" vorzuschreiben (sprich: Sie zu manipulieren, zu überfordern oder auszupressen), ohne aber selber beweglich zu sein oder krankmachende Strukturen im Wirtschaftssystem zu bekämpfen. Es geht ihnen vorwiegend um Rosinenpickerei für eine privilegierte Karrierefrauenkaste. Generelle Probleme von Frauen wie die fortschreitende Ausdünnung beim öffentlichen Verkehr haben sie kaum interessiert.

Feministinnen fordern immer nur und kleben an Privilegien. Es fehlt ihnen der Sinn für Gerechtigkeit und sie sind nicht gemeinwohlorientiert. Eine löbliche Ausnahme ist Brigitte Trip, die kürzlich (Grazer "Kleine Zeitung" 11. Februar) auch für Mädchen ein soziales Jahr vorgeschlagen hat.
(23.2.2011)



Närrisches Treiben in Graz

Hundert Jahre internationaler Frauentag, diesmal ist der 8. März ein Faschingsdienstag. Da treten die Feministinnen einen Schritt zurück und überlassen die Grazer Straßen Amateuren und unpolitischen Narren. Im offiziellen Medium der Stadt Graz "BIG" (Februar 2011) sorgen sie aber auf ihre Weise für Humor. Frauenbeauftragte Maggie Jansenberger findet die Erwartungen an die Frau von heute zwar problematisch hoch, stößt sich aber erstaulicherweise nicht daran, daß die Stadt Graz Plakate mit dem Text "Graz, intergalaktisches Zentrum für Superfrauen" verschenkt.

Die ehemalige, erste Frauenbeauftragte Grete Schurz probiert es hingegen mit einem alten männerfeindlichen Witz ("Als Gott den Mann erschuf, übte SIE nur!") und bedankt sich damit auf ihre Weise für den kürzlich verliehenen Ehrenring der Stadt Graz. Und sie erwartet von den Männern Unterstützung - ÖVP-Gemeinderat Georg Topf ist devot zu Diensten und läßt plakatieren "Wenn wir Gleichbehandlung wollen, müssen wir Frauen stärken". In der Redaktion der "BIG" steht es 5:1 für Frauen, der Männeranteil entspricht in Prozenten ungefähr demjenigen bei Neueinstellungen in den Grazer Magistratsdienst (nach der letzten vor ein paar Jahren in der "BIG" veröffentlichten Statistik).

Am 8. März spendiert die Stadt Graz allen Frauen Freifahrt bei den Linien der Grazer Verkehrsbetriebe. Für Männer, die den Frauenförderzirkus mehrheitlich finanzieren dürfen, gibt es solche Aktionen nicht, im Gegenteil: Sie dürfen (im Gegensatz zu Frauen ab 60 Jahren) weiter bis 65 den vollen Fahrpreis bezahlen, obwohl der Verfassungsgerichtshof diese Diskriminierung für unzulässig erklärt hat. Einem diesbezüglichen Antrag von FPÖ-Gemeinderat Roland Lohr wurde in der letzten Gemeinderatssitzung von der schwarz-grünen Rathauskoalition die Dringlichkeit aberkannt.
(21.2.2011)


Steirischer Landtag hat generelles Bettel-Verbot beschlossen...

...das die Gemeinden theoretisch wieder für bestimmte Bereiche außer Kraft setzen könnten. In Graz waren es vorwiegend ältere Frauen, die Almosen an meist männliche knieende Bettler verteilten. Sie wollten damit auch sich selber etwas Gutes tun, wie aus der Psychologie bekannt. Die Rechnung ging damit für beide Seiten auf, allerdings riskieren Bettler, was ihnen gar nicht bewußt zu sein scheint, in der Feinstaub-Hochburg Graz Lungenschäden. Das hindert aber selbst "Anti-Feinstaub-Parteien" wie die Grünen nicht, sich massiv für die Duldung der Selbsterniedrigung einzusetzen.

Da die Bettler erkennbar aus dem Ausland stammen, gefährden sie auch nicht die Imagination einer homogenen Gruppe aller einheimischen Männer, die aufgrund ihres Geschlechtes privilegiert seien und um deren Benachteiligung sich die Politik folglich nicht kümmern müsse (Sie "kümmert" sich allerdings insofern, als sie Benachteiligungen geschaffen hat und beibehält). Einheimische Männer der unteren Schicht sind im Straßenbild, im Gegensatz zu den ausländischen Bettlern, meist unauffällig, ihre Probleme bleiben damit unsichtbar und im politischen Diskurs ausblendbar, was den "Frauenbevorzugungsparteien" nur recht sein kann.
(15.2.2011)

Bascha Mikas und ihr Buch "Die Feigheit der Frauen"

Eine ehemalige "taz"-Chefredakteurin, die medienwirksam jammert, aber auch mit provozierender Leidenschaft Frauen an die Erwerbsarbeitsfront schicken will. Mikas hat offenbar erkannt, daß die durch die feministisch geprägte Gesellschaft mitverantwortete Doppelverpflichtung der Frauen, Karrierefrau und Opfer zugleich sein zu sollen, einen Hemmschuh darstellt. Sie rüttelt daher am feministischen Dogma der Machtlosigkeit der Frauen und will ihnen Selbstverantwortung zurückgeben, aber nur um sie ihnen gleich wieder wegzunehmen und ihnen den Weg ins Karriereparadies der Werktätigen aufzudrängen. Was Frauen wirklich wollen, scheint dabei nebensächlich. Für die Rezensentin der Ö1-Büchersendung "Kontext" erscheint manches konstruiert, theoretisch, es fehlen praktische Beispiele aus dem Arbeitsleben. Denn nicht jeder Posten ist so abwechslungsreich und interessant wie der einer Chefredakteurin. Widersprüchlich auch, wenn Mikas die gesellschaftliche Abwertung "unbezahlter" Arbeit beklagt, aber selber direkt oder indirekt an der Abwertung beteiligt ist.
(10.2.2011)

Katholische Frauen arbeiten sich extern ab

Am 19. März will eine "Plattform 20.000 Frauen" ebensoviele 100 Jahre nach der ersten Frauendemonstration auf der Wiener Ringstraße versammeln. Organisiert wird das von den ÖGB-Frauen, der Katholischen Frauenbewegung und einem Verein "Exit". Melitta Thot von der Frauenbewegung findet es beschämend, daß es heute noch Frauenorganisationen brauche, um das Thema Frauenrechte "am Kochen zu halten". Von den Bundesbahnen wird verlangt, die Demo durch Fahrpreisermäßigungen zu unterstützen.

Die Frauenbewegung fordert übrigens zwar eine Reform der Zulassungsbestimmungen zu kirchlichen Weiheämtern, jedoch lediglich kirchenintern, nicht öffentlich. Da für eine Demo auf dem Petersplatz in Rom wahrscheinlich der Mut fehlt, kirchenintern aber nichts weitergeht, suchen diese Frauen anscheinend Trost darin, Forderungen anderer Frauengruppen mitzutragen.
(10.2.2011)


Helau und Hurra, das Gender-Schach ist da!

Brüssel(Fa Shing). Neuer Erfolg für EU-Quotenkommissarin Viviane Reding: Der Weltschachverband FIDE hat soeben überfällige Gleichstellungsmaßnahmen beschlossen. Männer- und Frauenturniere werden zusammengelegt, Preisgelder sind zur Hälfte Frauen vorbehalten. Schneiden Frauen schlechter ab, erhalten sie als Frauenbonus die fehlenden Punkte gutgeschrieben, um die Turniertabelle gleichzustellen. Um Spielniveau und Akzeptanz macht sich die FIDE keine Sorgen. Nach einer Mc-Kinsey-Studie strengen sich nämlich Männer besonders an, um Frauen zu imponieren, sind aber auch gerne bereit, die Früchte ihrer Arbeit mit ihnen zu teilen.

Die mittelalterlichen Schachregeln werden teilweise entstaubt. Da die Blickrichtung der tonangebenden Feministinnen auf die Spitze gerichtet ist, haben sich Reding und die FIDE König und Dame (Königin, letztere im Spätmittelalter aus dem arabischen Wesir entstanden) vorgenommen. Die Dame erhält einen Sonderstatus, sie darf weder bedroht noch geschlagen werden. Frauenverachtende Damenopfer sind damit Geschichte. Das schlagen und Opfern "männlicher" Steine, z.B. Bauern, ist selbstverständlich weiterhin zulässig. Die Figur des Königs überragte bisher gleichheitswidrig die Dame und wird nun auf Beschluß des FIDE-Exekutionsrates einen Kopf kürzer gemacht.

Nicht durchsetzen konnten sich Linke mit der Forderung nach Einheits-Spielfiguren, Antirassisten, die eine farbliche Durchmischung der Streitkräfte verlangen und Islamisten, die dem Wesir nachtrauern. Eine Minderheit in der FIDE vertrat die politisch unkorrekte Meinung, Frauen könnten auch ohne Quote gleichziehen, wenn sie bereit sind, ebenso hart wie Männer zu trainieren - für Viviane Reding undenkbar, noch 300 Jahre auf Gleichstellung zu warten.
(7.2.2011)


Erfolg beim EuGH gegen Diskriminierung bei Sorgerechtsstreit

Der europäische Gerichtshof hat Österreich verurteilt, weil heimische Gerichte in einem Sorgerechtsstreit den Obsorgeantrag des Vaters nicht geprüft haben. Nach Gesetz bekam bisher die Mutter bei unehelich geborenen Kindern automatisch das Sorgerecht, eine gemeinsame Obsorge setzte ihre Zustimmung voraus. Nun muß das Gericht Obsorgeanträge lediger Väter inhaltlich dahingehend prüfen, was das Beste für das Kind ist. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner sieht sich in ihrer Forderung nach automatischer gemeinsamer Obsorge bestätigt. Das Urteil ist auch als Ermutigung für benachteiligte Männer anzusehen, nicht Ratschlägen profeministischer Männerberatungsvereine zu folgen, "einen Schritt zurück zu machen", sich also mit dem quasi Unvermeidlichen abzufinden, da die Beschreitung von Rechtswegen nichts bringen würde.
(4.2.2011)

Frauenquoten-Diskussion, die nächste (und was dabei verschwiegen wird)

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek unternimmt einen neuen Vorstoß: Sie will Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner dafür einspannen, eine zunächst freiwillige Frauenquote für Aufsichtsräte in staatsnahen und börsennotierten Firmen von 25% bis 2013 und von 40% bis 2020 durchzusetzen. Wenn diese Selbstverpflichtung nicht greife, kann sich die Ministerin ab 2014 ein Quotengesetz nach norwegischem Vorbild vorstellen.

Die negativen Auswirkungen der norwegischen Quote werden hierzulande unter den Tisch gekehrt, aber die "New York Times" berichtete am 28. Jänner auch darüber:
http://www.nytimes.com/2010/01/28/world/europe/28iht-quota.html?_r=1

Einen Höhe- oder eher Tiefpunkt im Pro-Quoten-Einheitsbrei im deutschsprachigen Raum lieferte hingegen der "Spiegel" vom 31. Jänner mit der Titelgeschichte "Warum Deutschland die Frauenquote braucht". Pikanterweise weist das "Spiegel"-Impressum bei den Textressorts und Mitgliedern der Chefredaktion ein Verhältnis von 20:0 zugunsten der Männer aus, in der Titelgeschichte wird ein Verhältnis von 32:2 angegeben: "Es gibt mehr schwule Ressortleiter als weibliche." Warum führt der "Spiegel" nicht eine interne Quote ein? Hat er Angst vor verschwiegenen negativen Auswirkungen? (Und wann kommen Quoten für Schwule, Lesbische, Transsexuelle usw.?)
(4.2.2011)


Will Bures bei "Öffi"-Seniorentarifen weiter diskriminieren?

Lange genug haben Verkehrsministerin Doris Bures und Österreichs Verkehrsbetriebe die Diskriminierung von Männern zwischen 60 und 65 Jahren beibehalten, denen im Gegensatz zu Frauen Seniorenermäßigungen verwehrt wurden, obwohl zwei Volksanwälte unter Berufung auf ein Gutachten der Gleichbehandlungskommission des Bundeskanzleramtes (Link im Forderungsprogramm Freimann zu Punkt 9) die Gleichstellung gefordert hatten. Es klingt nach gefährlicher Drohung, wenn Bures auch nach dem gestern verkündeten Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes in künftigen Tarifbestimmungen in irgendeiner Form auch weiterhin auf die "besondere Lebenssituation von Frauen" Bezug nehmen will.

Frauen sind mehr als Männer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, was von Frauenvereinen erstaunlicherweise nie thematisiert wird. Ministerin Bures könnte oder sollte mehr für die "Öffis" tun, die seit dem Jahr 1997 durch Kursstreichungen kontinuierlich abgebaut wurden. Unrentable Großprojekte wie der Koralmtunnel, ein Projekt des Gigantomanen Jörg Haider (geschätzte Gesamtkosten 10 Milliarden Euro) verschlingen Mittel, die für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Infrastruktur in der Fläche fehlen. Statt hier umzudenken, sucht Bures offenbar nach einer Hintertüre, um Männerdiskriminierung in irgendeiner Form beizubehalten.

Der Verein Freimann fordert von den Verantwortlichen in Bund und Land die umgehende Umsetzung der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes, beispielsweise durch sofortige Gewährung von Fahrpreisermäßigungen für Personen mit Pensionistenausweis. Die sofortige Gleichstellung kann zwar von jedem Mann ab 60 verlangt werden (vgl. Link "Standard"), aber es kann nicht zugemutet werden, daß in der Praxis jeder im Abweisungsfalle umständlich dagegen klagen müßte.

http://diestandard.at/1293371146515/Seniorentarife-fuer-Oeffis-Spaetere-Ermaessigung-fu...
http://wien.orf.at/stories/494060/
http://www.wien-konkret.at/soziales/maennerdiskriminierung/wiener-linien/
(21.1.2011)


Bildungsmisere und Bildungsverlierer

Österreich hat bei der Bildung im internationalen Vergleich großen Nachholbedarf. Den unterdurchschnittlichen Bildungserfolgen stehen überdurchschnittliche öffentliche Ausgaben gegenüber. Vor allem Migrantenkinder sind schlecht in Lesen, Rechnen und Verstehen von Naturwissenschaften, ergab die jüngste PISA-Studie 2010. Und: Buben gelten laut PISA als "Bildungsverlierer", was aber von den Medien unter den Teppich gekehrt wurde. An höhere Schulen und an Unis kommt zudem fast nur, wer auch aus "gutem Hause" ist: Familiärer oder Migranten-Hintergrund fällt für Kinder und Jugendliche in Österreich viel stärker ins Gewicht als in anderen Ländern.
(12.1.2011)


Rückblick, Ausblick

Unsere Webseite will ja nicht in einen Wettstreit um die zeitgeistigste, grellste oder bunteste treten. Wir konzentrieren uns auf Inhalte und lockern mit Fotos auf. Dafür gibt es auch Anerkennung, z.B. schreibt HK.V.:
"Eine ästhetisch wie auch inhaltlich gelungene Website zum Thema Emanzipation der Männer. Ich schaue immer wieder gerne herein und betrachte diese wunderbaren Fotos. Aber auch die Texte sind sehr gut!" Auch A.Z. findet die Webseite ganz toll; es sei ein Genuß, wieder schwarzweiß-Fotos zu sehen.

In einem Land wie Österreich ist es allerdings nicht so einfach. Seit Barbara Rosenkranz bei den Bundespräsidentenwahlen nur mäßig abgeschnitten hat, kümmern sich auch Parteien am rechten Rand kaum noch um Geschlechterfragen. Schon vor drei Jahrzehnten titelte die "Presse": "Das Volk der Raunzer scheut die Tat!" Der Soziologe Walter Hollstein stellte 1988 im Buch "Nicht Herrscher, aber kräftig" fest, in katholischen Ländern würde sich am wenigsten tun. Anneliese Rohrer wundert sich, was sich die Österreicher alles gefallen lassen und spekuliert in der "Presse" vom 27. Dezember 2010 unter dem Titel "Wo ist der "Wutbürger" in Österreich? Er hüllt sich in Schweigen" über "katholische Unterwürfigkeit".

In Österreich dominieren die "Betroffenheitsinitiativen" der ersten Generation (Trennung/Scheidung). In Deutschland hat sich 2010 einiges getan. Und das gibt zur Hoffnung Anlaß, daß es auch in Österreich, wenn auch wie meist zeitverzögert, aufwärts geht!
6.1.2011)


Neues aus der Anstalt (für Männer-Dressur)

Österreichs Berufs-Oberfeministinnen wollen die Daumenschrauben bei Männern weiter anziehen, sind sich aber über die Vorgangsweise uneins. ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm will "Emanzipationskurse für Männer". Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bezweifelt, ob das funktionieren kann, denn "Die Machos kriegt man sowieso in keinen Kurs für Emanzipation". Die Ministerin hätte gern eine Diskussion über einen Pflicht-Karenzmonat für alle Väter. Das wiederum geht nicht nur der ÖVP zu weit, sondern sogar der grünen Frauensprecherin Judith Schwentner, der sonst alles, was Heinisch-Hosek sagt oder tut, zu wenig ist: Schwentner hält Zwangsverpflichtungen für problematisch.
(6.1.2011)


Kommt Aussetzung der Wehrpflicht?

Nach den Vorstellungen der SPÖ schon. Das Bundesheer soll in ein kombiniertes Berufs- und Freiwilligenheer (letzteres Soldaten, die sich für zwei bis vier Jahre melden) umgewandelt werden. Koalitionspartner ÖVP hält aber an der männerdiskriminierenden Wehrpflicht fest, auch die FPÖ war schon immer für Wehrpflicht. Ob SPÖ und ÖVP handelseins werden oder eine Volksabstimmung oder unverbindliche Volksbefragung kommt, ist noch offen.
(6.1.2011)


Pensionsdiskriminierung der Männer klar gleichheitswidrig

Hermann Hansmann, Experte der PHH Rechtsanwälte Wien, schreibt im "Wirtschaftsblatt" (23. Dezember 2010):
"Das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten sieht eine schrittweise Angleichung des Pensionsantrittsalters bis 2033 vor. Das unterschiedliche Pensionsantrittsalter ist klar gleichheitswidrig, hier geht es nicht um Schutz und Ausgleich für Frauen im Zusammenhang mit der Doppelbelastung durch Beruf und Familie, sondern um eine Diskriminierung der Männer. Da das primäre und sekundäre Gemeinschaftsrecht grundsätzlich Vorrang vor dem gesamten nationalen Recht, einschließlich des nationalen Verfassungsrechts, hat, ist abzusehen, daß auch das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten in dieser Form bis 2033 nicht bestehen bleiben kann."

Allerdings: Mag. Hansmann hat bisher auf Anfrage nicht geantwortet, ob der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das männerdiskriminierende österreichische Bundesverfassungsgesetz nicht bereits gutgeheißen haben könnte, wie von der AK behauptet.
(6.1.2011)


Neuer Leitfaden für "diskriminierungsfreie Sprache..."

Das österreichische Sozialministerium hat mit finanzieller Unterstützung des EU-Gemeinschaftsprogrammes "Progress" einen 94seitigen "Leitfaden für diskriminierungsfreie Sprache, Handlungen, Bilddarstellungen" (Vorwort Sozialminister Hundstorfer) herausgegeben
https://broschuerenservice.bmask.gv.at/PubAttachments/leitfaden_diskrim_2010_web01.pdf
und bei Remaprint (Rema = Abkürzung Revolutionäre Marxisten) drucken lassen.
Demnach ist z.B. die Wortwahl "Gewalt in der Familie" zu vermeiden:
"Keine Neutralisierung der Täterschaft durch die Wortwahl 'Gewalt in der Familie'. Männliche Gewalt an Frauen ist konkret zu benennen."
Der Mann ist Täter, die Frau ist Opfer - so sieht die "diskriminierungsfreie" Wortwahl offenbar aus, denn für den umgekehrten Fall gibt es keine Empfehlung (auch gegenseitige Aufschaukelung ist nicht berücksichtigt). Dies obwohl der Gewaltbegriff im Leitfaden durchaus nicht auf körperliche Gewalt reduziert ist: "Mit Hilfe von sprachlichen Äußerungen/Benennungen kann anderen Gewalt angetan werden, denn wir handeln indem wir sprechen" (S. 28). Nicht verwendet werden sollen auch Begriffe wie
"Familientragödie", "Fußballerfrauen", "Ausländer haben eine andere Kultur" usw.
Um Stereotypien zu vermeiden, sollen Zeitungen auch keine Fotos von muslimischen Frauen mit Kopftüchern mehr bringen, usw.
Das Abbilden und Benennen der Realität ist für Sozialministerium und EU offenbar schon "diskriminierend", hier ist also Neutralisierung = Verschleierung durchaus erwünscht. Kommentar von Andreas Unterberger in seinem "Tagebuch": "Wenn man ein Problem nicht mehr beim Namen nennen darf, dann ist es auch nicht mehr vorhanden. So versuchen ja auch kleine Kinder mit der Realität umzugehen."
(10. Dezember 2010)


Nachlese zum "Antifeminismus-Treffen" in der Schweiz

Am 30. Oktober fand bei Zürich ein erstes internationales "Antifeminismus-Treffen" statt. Initiiert u.a. vom bekannten Schweizer Politiker Rene Kuhn, der in der Wortwahl öfter übers Ziel schießt, aber trotzdem oder gerade deswegen Medienaufmerksamkeit erlangt hat. Ein interessanter Vortrag wurde von Michail Savvakis gehalten:
http://www.antifeminismus.ch/downloads/warumantifeminismus.pdf
(10. Dezember 2010)


Kommt mehr direkte Demokratie?

Die zunehmende Politikverdrossenheit hat zu Überlegungen geführt, den (je nach Lesart) "Mut-Bürgern" oder "Wut-Bürgern" mehr zuzugestehen als nur alle vier oder fünf Jahre eine Partei anzukreuzen. Damit sollen auch bessere Sachergebnisse erreicht werden. Bei der Schlichtung zu "Stuttgart 21" wurde klar, wie unzureichend der Kenntnisstand der Mandatare gewesen war, als sie dem Projekt zugestimmt hatten. Künftig werden Großprojekte kaum mehr durchsetzbar sein, wenn nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen, Alternativen ernsthaft geprüft werden und die Bevölkerung in den Entscheidungsprozeß eingebunden wird.

Der grüne Tübinger Bürgermeister Boris Palmer nahm bei der Schlichtung in beeindruckender Weise den vorgesehenen Fahrplan für das fragwürdige Bahnprojekt auseinander. Maßgeblich, daß die Schlichtung überhaupt zustande gekommen ist, war aber der Druck der Bürger. Die Grazer grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker hat bei den Koalitionsverhandlungen (im Gegensaz zur neuen Wiener grünen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou) auf die Zuständigkeit für Bürgerinitiativenangelegenheiten verzichtet. Ohne Rückenwind von Bürgerinitiativen sind aber viele ihrer Vorhaben nicht/kaum umsetzbar.

Österreichs Grüne standen dem Gedanken der Basisdemokratie seit dem Auftreten des Populisten Jörg Haider 1986 zunehmend ambivalent gegenüber. Die Führung vermittelte den Eindruck, sich immer mehr von Bürgern und Basis zu entfernen, elitäre Feministinnen gewannen an Einfluß und verlassen sich zur Durchsetzung ihrer Ziele zunehmend auf EU-Vorgaben, z.B. Gender-Mainstreaming-Direktiven aus Brüssel. Ob Grüne angesichts von Protestbewegungen wie in Stuttgart zur Basis/Bürgermitbestimmung zurückfinden, bleibt abzuwarten. Renate Künast, die Berliner Bürgermeisterin werden will, gab jüngst beim Parteitag in Freiburg, auf dem sich die Grünen als "Partei der Benachteiligten" präsentierten, die Losung aus: "50% Frauen in die Aufsichtsräte". Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder wies im "Fokus" darauf hin, daß solche Forderungen an der Lebenswirklichkeit der meisten Frauen vorbeigehen.

(28. November 2010)


Männer - die ewigen Gewalttäter?

Gewalt an Frauen ist selbstverständlich zu verurteilen. Gewalt an Frauen in den Familien ist aber keinesfalls ein "Tabuthema" (Grazer SPÖ-Frauenstadträtin Martina Schröck gestern), sondern wird von Fraueninitiativen beständig thematisiert und ist in der Öffentlichkeit längst angekommen. Ganz im Gegensatz zum Tabuthema Gewalt an Männern.

Dr. Peter Döge von der Evangelischen Kirche Deutschland hat am 13. November die Zusammenfassung der Sonderauswertung der Daten der Männerstudie 2009 mit dem Titel "Männer - die ewigen Gewalttäter?" vorgestellt, 2011 wird dazu ein Buch erscheinen. Die Zusammenfassung finden Sie auf
http://www.maennerarbeit-ekd.de/Dekade_2010_Sonderauswertung_3_Broschure.pdf

Der Verein Freimann fordert die Politiker/innen auf, ihre einseitige und wissenschaftlich unhaltbare Betrachtungsweise (Männer = Täter, Frauen = Opfer) aufzugeben und dafür zu sorgen, daß auch männlichen Gewaltopfern die gleiche Unterstützung zuteil wird, die weibliche Gewaltopfer mit Recht genießen.

(26. November 2010)


EuGH beseitigt Pensions-Diskriminierung, aber nur der Frauen

Mit seiner im November 2010 bekanntgewordenen Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof die Diskriminierung "Zwangspension für Frauen mit 60" nun beseitigt. Frauen dürfen nicht mehr gegen ihren Willen aus Altersgründen in Pension geschickt werden und können bis 65 weiterarbeiten. Männer, die beispielsweise mit 60 (zB. aus gesundheitlichen Gründen) in ASVG-Pension gehen, erhalten hingegen, wenn sie nicht unter die "Hacklerregelung" (40 Beitragsjahre) fallen, eine 15%ige Pensionskürzung (Abschläge, 4% für jedes Jahr vor 65, max. 15%). Diese Diskriminierung hatten die herrschenden Parteien mit Bundesverfassungsgesetz verankert, eine Gleichstellung soll erst 2034 erreicht sein.

(21. November 2010)


Volksbegehren gegen Wehrpflicht nur für Männer

Der Oberösterreichische Kameradschaftsbund initiiert ein Volksbegehren. Er fordert zwar eine "Allgemeine Wehrpflicht für alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger", aber mit wählbaren Alternativen, z.B. im Sozialbereich. Österreich wird sich allerdings dem europäischen Trend zur Aussetzung/Abschaffung der Wehrpflicht nicht entziehen können, weshalb das Ende dieser Männerbenachteiligung in Sicht ist. "Bevor wir Frauen eine zusätzliche Belastung aufbürden, sollten wir erst einmal für Chancengleichheit für Frauen sorgen", kommentiert Landesrätin Elisabeth Grossmann in FRONTAL das Volksbegehren. Doch diese ist nach jahrezehntelanger Politik für Frauen weitestgehend hergestellt (heute wird eher die Masse der Männer benachteiligt), auch wenn Frauenbeauftragte und -vereine dies nicht zugeben können, um ihre Existenzberechtigung nicht in Frage zu stellen und jedem, der die Dinge beim Namen nennt, zumindest politische Unkorrektheit unterstellen. Wer gleiche Rechte ohne gleiche Pflichten fordert, betreibt Rosinenpickerei. Ex-Nationalbankpräsidentin Maria Schaumayer hätte übrigens sogar Bundeskanzlerin oder Bundespräsidentin werden können - keine Spur einer "gläsernen Decke" -, wollte sich das aber nicht antun.

(17. November 2010)


Studie: Freiwillige höhere Doppelbelastung der Frauen

In "Psychologie heute" Dezember 2010 Seite 15 schreibt Marion Sonnenmoser:
Seit Jahren beschweren sich Mütter darüber, daß Väter sich zu wenig für den Nachwuchs engagieren. Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet: Immer mehr Väter verzichten (zumindest für einige Monate) auf Geld und Karriere, um sich ihrem Nachwuchs zu widmen. Und auch sonst finden es Väter der jüngeren Generation heutzutage selbstverständlich, Windeln zu wechseln oder bei den Schulaufgaben zu helfen. Mütter müßten eigentlich erleichtert aufatmen, denn endlich herrscht jetzt auch bei der Kindererziehung Arbeitsteilung. Tun sie aber nicht. Zu diesem Ergebnis kam ein japanisch-amerikanisches Wissenschaftlerteam um Takayuki Sasaki von der Osaka University of Commerce, das 78 amerikanische Doppelverdienerpaare mit acht Monate alten Säuglingen zum häuslichen Engagement befragte. Obwohl beide Partner einen Vollzeitjob hatten, investierten die Frauen mehr Zeit in Haushalt und Erziehung als die Väter und waren daher stärker doppelbelastet. "Schlimmer noch für die Frauen war aber die Feststellung, daß Väter sehr fähig und geschickt in der Kinderversorgung sein können", so die Wissenschaftler. Diese Erkenntnis nagte nämlich am Selbstbewußtsein der Mütter. Plötzlich fühlten sie sich weniger gebraucht und mußten Kompetenzen und Fertigkeiten, die sie als ihre ureigensten betrachtet hatten, auch anderen zugestehen.
Väterliches Engagement ist für Frauen daher ein zweischneidiges Schwert, weil es einerseits entlastet, andererseits Konkurrenz bedeutet und das Rollenverständnis als gut sorgende Mutter untergräbt. Nach Meinung der Wissenschaftler verbringen selbst vollberufstätige Mütter vermutlich deshalb mehr Zeit als Väter mit Haushalt und Familienarbeit, um ihrem Selbstbewußtsein etwas Gutes zu tun und ihrenm Rollenverständnis gerecht zu werden.
(Takayaki Sasaki, Nancy Hazen, William Swann jr.: The supermom trap: Do involved dads erode moms' self-competence? Personal Relationships, 1/2010, 71-79)

(17. November 2010)

Ein Tabuthema bröckelt: Wenn Frauen schlagen

Zum "Weltmännertag" brachten 3Sat und ARD Beiträge zum Thema: Gewalt gegen Männer. Auch dieses Tabu ist somit ins Wanken geraten.

http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/149186/index.html

(5. November 2010)


Was Großmutter noch erkannt hätte...

Inn der ARD-Themenwoche "Essen ist Leben" wurde über die eher minderwertige Industrie-Nahrung und die Tricks mit den Zusatzstoffen mit Recht hergezogen. Auf WDR5 wurde geraten, nur das zu essen, "was die Großmutter noch als Nahrungsmittel erkannt hätte". Und bemerkt: Oft ist Wissen verloren gegangen. Kein Wunder, nach 40jähriger Abwertung der "Frauen am Herd".

(5. November 2010)


Mut zur Lücke: Mehr Wachstum durch weniger Kinder

Die alternde Bevölkerung gilt als große wirtschaftliche Gefahr für Länder wie Österreich. Doch die Angst vor einem Schrumpfen der Bevölkerung ist zumindest übertrieben. Der Wiener Demograph Wolfgang Lutz meinte im Ö1-"Journal-Panorama", der Wohlstand ließe sich mit 1,5 bis 1,8 Kindern (derzeit 1,4) pro Frau halten, vorausgesetzt die Jugend bildet sich und gelangt in höhere Berufe.
Laut einer Studie der TU Wien kann die schrumpfende Kinderzahl auch zu einer Steigerung des Wirtschaftswachstums führen. Demnach bräuchten wir uns vor einem Rückgang der Bevölkerung in Österreich von derzeit 8,4 auf ohne Zuwanderung 7,4 Millionen Menschen im Jahr 2050 (von der Statistik Austria gestern vorausgesagt) nicht zu fürchten.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/607306/index.do
(4. November 2010)


Von großen und kleinen "Lohnlücken"

Nach der jüngsten Mitteilung des deutschen Statistischen Bundesamtes beträgt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation durchschnittlich acht Prozent. Nicht berücksichtigt dabei ist das zeit- und geldaufwendige Pendeln, das bei Männern überwiegt und ihre höhere Bereitschaft, im Beruf aufzugehen und damit (wenn auch auf Kosten von Lebensqualität, Gesundheit...) mehr Ertrag für die Arbeitsgeber zu erbringen. Feministinnen versuchen meist, die "Lücke" künstlich aufzublasen, da sie die zentrale Grundlage ihrer Agitation bildet. Bei solcher Betrachtungsweise ist auch kein Platz für die viel größeren Lohnunterschiede zwischen Fixangestellten und Zeitarbeitern/Leiharbeitern (ebenfalls überwiegend Männer) trotz gleicher Arbeit (die Zeitarbeitsbranche erlebt gegenwärtig einen regelrechten Boom). Angenehm auch für die "oberen Zehntausend", denn die zunehmenden vertikalen Ungerechtigkeiten werden durch die auf Horizontales fixierte femi-dominierte öffentliche Einkommensdebatte in den Hintergrund gerückt.

(3. November 2010)

Der Welt-Männertag 3. November...

...wird im Gegensatz zum Welt-Frauentag eher unbemerkt begangen. Zufällig an diesem Tag findet in Deutschland ein "Integrationsgipfel" statt. Männliche Dominanz bei Einwanderern wird von Soziologen als Integrationsbremse angesehen. Da aber in westlichen Kulturen der Mann ständig in Frage gestellt wird, verzichten die Zugewanderten verständlicherweise darauf, sich so weit zu erniedrigen.

Das männerabwertende Klima, das die Integration von Ausländern zusätzlich erschwert und in Verbindung mit (gesetzlicher) Männerdiskriminierung die Abwanderung von Einheimischen begünstigt, steht nicht auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens. Es besteht jedoch Hoffnung, daß auch die Tage dieses Tabus gezählt sind.

(21. Oktober 2010)

Auch als Verkehrsministerin: Doris Bures sorgt für Ärger

Besonders eingesetzt hat sich die steirische Politik für den Weiterbau des Koralmtunnels nach Kärnten, eines der wirtschaftlich unsinnigsten Projekte, die der Gigantoman Jörg Haider initiiert hat. Trotz aller Budgetnöte und versprochener ausgabenseitiger Budgetkonsolidierung sollen zehn Milliarden Euro für eine wohl nur fiktive Verkehrsachse verschwendet werden. Österreichs Verkehrtministerin Doris Bures bleibt, allen Warnungen von Experten zum trotz, dabei und beweist, daß Frauen keineswegs per se bessere Politik machen/wirtschaften. Die Kosten tragen über die Defizitabdeckung bei den ÖBB Österreichs Steuerzahler. Bures finanzierte übrigens als seinerzeitige Frauenministerin die berüchtigten Plakate, auf denen Familienväter dämonisiert wurden.

(21. Oktober 2010)

Zu den Wiener Wahlen vom 10. Oktober

Wahlsieger wurde bekanntlich die FPÖ, die von überdurchschnittlich vielen, vor allem jüngeren Männern gewählt wurde. Für die Grünen, die den Feminismus im Jahr 2001 offiziell zu ihren Grundsätzen hinzugefügt hatten, setzte es eine weitere Niederlage. Dies obwohl Medien wie insbesondere der "Standard" oder der ORF (z.B. im Radiosender Ö1) laufend freministische und grüne Zielsetzungen medial unterstützen.

Zu den gleichzeitig mit den Landtagswahlen stattfindenden Bezirksvertretungswahlen trat in sechs der 23 Bezirke eine Aktion für direkte Demokratie an, einschließlich der relativ jungen Männerpartei. Von den Medien totgeschwiegen, gab es in diesen Bezirken einen Stimmenanteil von durchschnittlich 0,3 Prozent und keinen Sitz. Die Männerpartei hält allerdings Wahlbetrug für möglich.

Aber auch bei besserem Wahlergebnis wäre es wohl für die Männerpartei sehr schwierig geworden, ihre Anliegen parteipolitisch durchzusetzen. Bei den schwedischen Reichstagswahlen kandidierte eine feministische Partei, gleichfalls ohne Erfolg. Alice Schwarzer war wahrscheinlich gut beraten, ihre Energie nicht in Parteigründungen zu stecken.

(12. Oktober 2010)


"Gehaltsschere": Irreführendes der Frauenministerin

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte am 28. September einen für den öffentlichen Dienst gültigen Vergleich. Demnach liegt die durchschnittliche Entlohnung von Frauen im Staatssold 16 Prozent unter jener der Männer. Fritz Neugebauer, Chef der Beamtengewerkschaft, findet den Bericht "irreführend". Frauen würden im öffentlichen Dienst völlig gleich behandelt. Der niedrigere Durchschnittswert ergibt sich dadurch, daß Frauen jünger und damit auf der Karriereleiter/bei Vorrückungen weiter unten sind und weniger Überstunden machen. Für Heinisch-Hosek dennoch "ein klarer Handlungsauftrag".

Der 29. September wurde außerdem zum schon zweiten "Equal Pay Day" im heurigen Jahr ausgerufen. Laut Lohnsteuerstatistik betrage der Einkommensunterschied in Österreich bei ganzjähriger Vollbeschäftigung 26,9 Prozent. Diese Differenz wurde in der Ö1-Sendung "Von Tag zu Tag" von den Feministinnen eines Vereins "Frauen beraten Frauen" zu einem Unterschied "bei gleicher Arbeit" aufgeblasen. Einem anrufenden Firmeninhaber, der dies in Frage stellte, wurde mit dem Verweis auf OECD und Statistik Austria das Wort entzogen.

Wenn schon Forderung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit", dann bitte im Sinne von "Gleicher Lohn für gleiche Leistung bei gleicher Arbeit", denn Unternehmern kommt es verständlicherweise auf den Output an. Die Frauenforscherin und "Ökofeministin" Claudia von Werlhof geht übrigens nach ihren Beobachtungen in England davon aus, daß eine allfällige Gehälterangleichung nur dazu führen wird, daß Männereinkommen nach unten angeglichen werden.

(30. September 2010)


Neues Buch über Geschlechterdebatte: "Der Männerversteher"

Das von Dr. Matthias Stiehler im deutschen Beck-Verlag erschienene Buch gehört zu denen, die die männerpolitische Debatte entscheidend voranbringen (laut Arne Hoffmann in seiner Rezension, Verhältnisse in Österreich sind leider analog).

http://ef-magazin.de/2010/09/08/2519-geschlechterdebatte-redeverbote-wie-in-der-ddr


Schwierige Integration in feminisierte Gesellschaft

Über Integration zu reden ist überfällig. Thilo Sarrazin hat eine Debatte angestoßen, die auch für Österreich relevant ist. Bisher hat sich die feminisierte Gesellschaft hauptsächlich um das Wohl von Frauen gekümmert, alles hatte sich dem unterzuordnen - Familie, Kind und natürlich auch der Mann, der die Frau auf Händen tragen und versorgen, sie aber unabhängig lassen soll. Männliche Tugenden werden konsequent abgewertet, der Trash-Sender SAT 1 brachte am 7. September mit dem Filmtitel "Sind denn alle Männer Schweine?" wieder ein Beispiel von Männerverachtung. Nun werden Integrationsberichte vorgelegt und sowohl von Zuwanderern/Menschen mit Migrationshintergrund wie von der einheimischen Bevölkerung wird Beweglichkeit verlangt, damit Integration gelingen kann. Wie soll es aber für männliche Zuwanderer attraktiv sein, sich in eine Gesellschaft zu integrieren, die Männern Gleichberechtigung vorenthält, sie quasi als Werkzeuge zum Nutzen der Frauen begreift und fortlaufend darüber jammert, wie sehr Männer Frauen benachteiligen und die Männer damit kleinhält? Ein Zuwanderer wäre wohl schlecht beraten, als Partnerin eine diese Mainstream-Ansichten teilende Frau auszusuchen, wenn er Alternativen aus seinem Herkunftsland hat.

(9. September 2010)


Weiterhin Diskriminierung bei Öffi-Tarifen

Wie jedes Jahr hat der steirische Verkehrsverbund im Juli die Ticketpreise um das nahezu Doppelte der Steigerung des letztjährigen Verbraucherpreisindex angehoben (Faktor 1,75). Diesmal stemmten sich SPÖ, KPÖ und Grüne, die im Landtag die Mehrheit besitzen, dagegen, konnten die Preistreiberei aber nicht stoppen. Beibehalten wurde (wie auch bei anderen Verkehrsunternehmen) die Diskriminierung von Männern zwischen 60 und 65 Jahren, die im Gegensatz zu Frauen ab 60 Jahren keine Seniorenermäßigungen erhalten. Für den Fall, daß die Diskriminierung abgeschafft würde, hat der Verkehrsverbund mit weiteren Preissteigerungen gedroht.

Politiker wie Landesrätin Edlinger-Ploder (ÖVP) sprechen von Angebotsverbesserungen. Tatsächlich wird aber der ÖV in strukturschwachen Gebieten seit 1997 kontinuierlich ausgedünnt. Fahrpläne sind oft nicht aufeinander abgestimmt und die Werbung geht nicht selten am Ziel vorbei. Auch auf die steigende Nachfrage beim Freizeitverkehr, den der Verbund als "vernachlässigbare Größenordnung" einstuft, wird unzureichend reagiert, wie unter anderem der Verein "Fahrgast Graz-Steiermark" feststellt.

Offenbar nach dem Motto "Quantität statt Qualität" produziert der Verbund eine Unzahl fragwürdiger "Wanderfolder". Darin propagiert er beispielsweise die Benutzung eines teuren Taxis für die Raabklamm-Wanderung, was keine Alternative zum PKW darstellt. Der Grazer Alpenverein führt hingegen jedes Jahr am Ostermontag eine Wanderung durch diese längste Klamm Österreichs mit Hilfe von Öffis durch, auf der Grundlage eines vergriffenen Wanderfolders von Viktor Pölzl, der vom Verbund nicht mehr aufgelegt wird.

(28. Juli 2010)

Zur Situation in Wien: "Männerdiskriminierung bei den Wiener Linien"
http://www.wien-konkret.at/soziales/maennerdiskriminierung/wiener-linien/

Kommt Berufsheer statt Wehrpflicht?

Am 1. Juli hat Schweden die Wehrpflicht abgeschafft, nur mehr eine Minderheit von sieben EU-Staaten hält daran fest bzw. ist in Österreich und auch anderswo, zB. in Deutschland, die Diskussion entbrannt.

Der grüne Wehrsprecher Peter Pilz forderte ein freiwilliges soziales Jahr für beide Geschlechter, auch das BZÖ tritt für die Abschaffung der Wehrpflicht ein. Da sie nur für Männer gilt, benachteiligt sie diese und erzieht sie zu Befehlsempfängern. Hauptgrund, warum andere Parteien und der Bundespräsident am Status Quo festhalten wollen, ist der Umstand, daß er Vorausetzung für den alternativen Zivildienst ist, der ebenso schlecht bezahlt wird. Einige soziale Organisationen profitieren von den geringen Kosten für bei ihne beschäftigte Zivildiener, was auch auf das gesamte Lohnniveau im Sozialbereich abfärbt.

(17. Juli 2010)


"Geld oder Leben - was uns wirklich reich macht"

Mit diesem Titel ist in der Reihe "Quergedacht" im oekom verlag München (www.oekom.de) ein Taschenbuch von Veronika Brennholdt-Thomsen erschienen (EUR 8,95). Sie ist Professorin an der Universität für Bodenkultur Wien und leitet das außeruniversitäre Institut für Theorie und Praxis der Subsistenz e.V. in Bielefeld.

Unser gesamtes Tun ist darauf ausgerichtet, "Geld zu machen", um es anschließend in Dinge zurückzutauschen, die wir wirklich brauchen - wie essen oder ein Dach über dem Kopf. Was aber, wenn die Verwandlung nicht mehr klappt, weil sich das Geld in Luft aufgelöst hat? Spätestens dann ist es an der Zeit, unser Finanz- und Wirtschaftssystem grundlegend zu hinterfragen.

Die Autorin plädiert für selbstbestimmtes regionales Wirtschaften jenseits von Wachstumszwang und Gelddiktat und dafür, handwerkliches Tun wieder wertzuschätzen.

(16. Juli 2010)


Analog-Fotografie: Die Liebe zum körnigen Bild

Zwar kein eigentliches Thema für Freimann, aber ein Link zu einem Artikel aus der Wiener "Presse" dürfte durchaus Interesse finden. Analoge Fotografie ist in den Bereichen Haltbarkeit, Dia und Schwarzweiß nach wie vor überlegen.

http://diepresse.com/home/techscience/hightech/579306/index.do

(9. Juli 2010)
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Alice Schwarzers "EMMA" über "Die armen Männer"

In der Ausgabe Sommer 2010 schreibt die "EMMA"-Autorin Annette C. Anton (auszugsweise):

Männer und Frauen haben sich in den letzten Jahren in eine Falle manövriert. Immerhin haben sich die Frauen daraus ein wenig freigestrampelt, indem sie mit dem Appell, was angeblich ein moderner Vater auch für die Familie zu leisten hat, ihren Männern das schier Unmögliche abpressen. Und die Männer tun das, was alle in Bedrängnis Geratenen tun: Sie kämpfen oder sie flüchten.
...
Die Flucht jedoch ist meist eine Flucht raus aus der Familie und hinein in noch mehr Arbeit.
...
Während die Frauen bei ihrem Lebensentwurf gewinnen - materielle Sicherheit, Erfüllung des Wunsches nach Familie und Kindern, vom Mann finanzierte Aus- und Fortbildungen -, verlieren die Männer nichts Geringeres als ihre Männlichleit. Alles was sie ausmachte, im Schlechten wie im Guten: also ihre Autonomie, ihr Machtstreben, ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Standhaftigkeit, ihr Selbstbewusstsein - all dies bleibt jetzt auf der Strecke. Und nicht etwa, weil Männer Elternzeit nehmen, Windeln wechseln und mit den Kleinen auf den Spielplatz gehen, sondern weil sie sich einem unmöglichen Lebenskonzept unterworfen haben. Wir haben unsere eigene Überforderung einfach an sie abgegeben, ohne einer Lösung des Problems wirklich näherzukommen. Die Männer haben sich unseren aberwitzigen Forderungen gebeugt und haben uns nichts entgegenzusetzen außer vielleicht die heimlichen kleinen Fluchten in die Männerbündelei, in Affären oder in die Karriere.
...
Ja, wir Frauen arbeiten uns seit Jahrezehnten an den Männern ab und zu Recht kritisieren wir den Männlichkeistwahn. Noch schlimmer ist es aber, wenn der Weiblichkeitswahn weiterhin in voller Blüte steht.

(9. Juli 2010)

Väter wie Windeln entsorgbar?

Bei einer parlamentarischen Enquete zur gemeinsamen Obsorge, die Justizministerin Claudia Bandion-Ortner nach deutschem Vorbild einführen will, gab es dafür einige Unterstützung. Beispielsweise forderte Susanne Ferrari vom Institut für Zivilrecht in Graz gemeinsame Obsorge "als Pflicht, nicht nur als Recht" und auch für uneheliche Kinder. Gegenwind kam von Feministinnen, der Frauenministerin und Grünen, die ihr scheinbares Ideal und Privilegien der alleinerziehenden Mütter in Gefahr sehen.

Der Grazer "Armenpfarrer" Wolfgang Pucher von der Pfarre St. Vinzenz in Eggenberg gilt als moralische Autorität. Angesichts steigender Gewaltbereitschaft Jugendlicher in Eggenberg sprach er sich in G7 ("Kleine Zeitung") dafür aus, der Jugend klare Grenzen zu setzen. "Die Jugend tut mir aber auch leid, denn sie lebt in einer Gesellschaft ohne Väter. Die modernen österreichischen Väter ahmen die Frauen nach. Sie sind orientierungslos. Da können die Buben nur chaotisch heranwachsen."

Anscheinend hat es sich nicht genügend herumgesprochen, wie wichtig Väter für ihre Kinder - etwa vom sechsten Lebensjahr bis zur Pubertät - sind, um sie an die Außenwelt heranzuführen. Den pro-feministischen Ideologen geht es nur darum, Väter in Karenz zu schicken und zu "Wickel-Vätern" zu erziehen. Die Scheidungsexpertin Brigitte Birnbaum bei der Enquete: "Man kann Väter nicht in den Kreißsaal und in die Väterkarenz holen und dann wieder verjagen."

(9. Juli 2010)

 

Zentren für Familien mit Gewaltproblemen nötig

Die Betreiberinnen des "Frauenhauses Graz" fordern die Finanzierung eines zweiten Hauses. Der Soziologe Gerhard Amendt hält die Frauenhaus-Ideologie für den falschen Weg, weil sie zu einer Zurückdrängung professioneller Interventionen im Bereich gewalttätiger Paar- und Familienkonflikte geführt hat. Politische Agitation und Umerziehung von Männern und Frauen ersetzen hierzulande helfende systemische Intervention für Familien mit Gewaltproblemen.
Obwohl repräsentative Untersuchungen belegen, daß Männer wie Frauen gleichermaßen oft zuschlagen, wird Frauengewalt im feministisch dominierten öffentlichen Diskurs ausgeblendet. Siehe auch: Links, Gewalt.

(31.5.2010)


„Frauen wollen (nur) für sich das Gleiche herausschlagen“

Die Politologin und Frauenforscherin ("Öko-Feministin") der Uni Innsbruck Claudia von Werlhof im Ö1-"Gespräch" am 22./23. April, Zitate:

Überall wo Frauen jedenfalls in diese Institutionen hinein und dort aufsteigen wollen, finden Sie überhaupt keine Veränderung. Die Frauen haben, obwohl sie massenhaft vergleichsweise zu früher irgendwo sind, nichts verändert und ich bin an der Uni wo ich was anderes machen will die ganze Zeit und anderes mache. Da werde ich dann bekämpft. Ist ja nur logisch, im Grunde genommen. Die meisten anderen Frauen, die um mich herum etwa im akademischen Leben sind, sind alle total angepasst und wenn sie sich als Gender-Frauen mit Gleichberechtigung usw. aufführen, dann ist das ja nur ein Mitmachen im System. Sie wollen für sich das Gleiche herausschlagen, also praktisch wir wollen dasselbe tun können. Und sie sagen ja nicht, wir wollen den Kapitalismus abschaffen oder gar das Patriarchat, oder wir wollen das Militär nicht mehr haben oder so was, das sagt ja niemand. Und auch Frauen, die bis dahin kommen, werden sicherlich das nicht mehr sagen können, da gibt es natürlich eine Auswahl.
...
Die Frage ist zu untersuchen, ob das (Frauenförderung) überhaupt was gebracht hat… Was ändert sich durch das Gender Mainstreaming oder durch das Gender Budgeting. Was ändert sich da? Was ist denn für Frauen besser geworden? Im Gegenteil: Frauen gerade jetzt im Neoliberalismus werden immer schlechter bezahlt. Also die Gleichstellung läuft jetzt ja umgekehrt. Ich war in so ´ner englischen Kommune wo ich das verfolgt hab, da werden die Männerlöhne gekürzt und das ist die Gleichheit. Die ganze Tendenz geht umgekehrt. Und die paar Frauen, die wirklich an irgendwelchen Machtpositionen oder Managerinnen und so weiter sind, machen ja nichts anderes als die Männer. Sie machen es nur noch perfekter als sie. Und da wo die Masse der Frauen ist, die sowieso nicht dahin kommen, wird das Leben immer schwieriger.

(26. April 2010)



Zum "Equal Pay Day"

Dieser wird bekanntlich zweimal pro Jahr begangen, um die Zahl feministischer Gedenktage aufzufetten. Der erste "TrauerInnentag" ist heuer der 13. April 2010. Bis zu diesem Tag müssen Frauen angeblich gratis arbeiten, um auf den männlichen Verdienst von 2009 zu kommen. Dazu folgende Stellungnahme:

Warum sollten Unternehmen, zumal in der jetzigen Krisensituation, Männer einstellen, wenn doch Frauen angeblich die gleiche Arbeit um mindestens 15 Prozent billiger machen? Wenn Männern mehr gezahlt wird, läßt sich dies nur durch höhere Produktivität rechtfertigen. Männer sind motivierter, sich beruflich zu engagieren und voranzukommen, weil der berufliche Erfolg ihren Status bestimmt und ihre Frauen darauf Wert legen.

Frauen entscheiden nach einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey über drei Viertel der Haushaltsausgaben. Solange Frauen die "Versorge mich"-Mentalität nicht ablegen, wird sich an der Tatsache nichts ändern, daß sich Männer im Beruf mehr anstrengen müssen, zum Beispiel auch Überstunden leisten, und für ihre Firma damit auch mehr Ertrag bringen.

(13. April 2010)

Sibylle Hamann sucht die Männerbewegung

Die Wiener Feministin und Publizistin Sibylle Hamann hat sich für den Wiener "Falter" die Väterrechtsbewegung vorgeknöpft.

http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1126

Laut Hamann werden Vätern die Kontakte zu ihren Kindern "manchmal aus guten ... Gründen" (welche?) vorenthalten. Die höchst persönliche Betroffenheit hat zur Bildung motivierter Gruppen und Vereine geführt, die ihre Baustelle konsequent bearbeiten und damit ausgelastet scheinen. Diese ist zwar die hervorstechendste und wohl auch schmerzlichste, aber nur eine von vielen Männerbenachteiligungen.

Hamanns Anpreisung der Frauenbewegung als logische Verbündete einer "emanzipatorischen Männerbewegung" wird bei Männerrechtlern nur Kopfschütteln auslösen. Jedenfalls solange Feministinnen Männer als Täter und Frauen als Opfer sehen, ihre institutionalisierte Politik der Frauenbevorzugung durch Männerbenachteiligung fortführen und sich im Fahrwasser von Neoliberalismus und EU-Bevormundung zu bewegen scheinen.

Dem Verein Männerberatung Wien, den Hamann als Argumentationshilfe benutzt, scheint es eher darum zu gehen, Männer zu "bessern" und auch psychotherapeutisch an Benachteiligungen anzupassen. In einer Ö1-Sendung "Von Tag zu Tag" antwortete der Vertreter dieses Vereins auf die Frage einer alleinerziehenden Anruferin, was ihr Kind brauche: Sie und später Gleichaltrige - kein Wort vom Vater.

(9. April 2010)


Frauenservice: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Der Grazer Verein "Frauenservice" plant laut steirischem Nachrichtenmagazin "Frontal" ein eigenes "College für Huren", das "Sexarbeiterinnen" hilft, professioneller zu werden und fordert die Vergabe eines Gütesiegels für Erotikbetriebe, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

http://www.frontal.at/dox/content/1270023708.pdf

Ob der Verein aber in der Lage ist, Frauen in Notsituationen qualitativ ausreichend beizustehen? Vor drei Jahren erlitt eine 34jährige arbeitslose Ausländerin, regelmäßige Besucherin des Vereinscafes "Palaver", in diesem einen Nervenzusammenbruch und wurde in die Sigmund-Freud-Nervenklinik eingeliefert, wo sie volle zwei Monate ohne soziale Kontakte in der geschlossenen Anstalt verbrachte. Weder hat der Verein sich selbst um die Frau gekümmert, noch daran gedacht, ihre Bekannten aus einem Arbeitskreis, der zeitweilig in diesem Cafe getagt hatte, zu informieren.

(6. April 2010)

Echo

Wir danken allen, die uns zur Vereinsgründung/Homepage gratuliert/beglückwünscht haben!

Auswahl:
"Sehr eindrucksvoll" (A.U.)
"Die Homepage ist super!!!" (W.L.)
"Mich spricht die Kombination politischer Inhalte mit ironisch-witzigen und künstlerischen Beiträgen an." (T.W.)
"Es ist bitter nötig, daß was passiert…Es ist Zeit." (C.G.)
"Bin der Meinung dass Freimann eine ziemliche Frechheit ist in einer Welt in der immer noch mehr Frauen an Gewalt durch Männer Sterben als Männer im Krieg!!!!!!" (S.E.)

Der "Grazer" berichtete am 21. März 2010 ausführlich über die Forderungen des Vereins.

(31.März 2010)


Feministin Ute Scheub über "Heldendämmerung"

Die Feministin Ute Scheub macht derzeit mit ihrem 400-Seiten-Streitschrift-Buch "Heldendämmerung" Furore. Positiv und bemerkenswert: Sie anerkennt, daß auch Männer Opfer sind. Andererseits sollen Männer aus Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verdrängt und durch Frauen ersetzt werden. Dabei stellt sie, wie übrigens auch viele Männerrechtler, nicht das Wirtschaftssystem in Frage. Sie überträgt stattdessen unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung als Ziel die Femi-Anmaßung "Frauen sind die besseren Menschen" auf die Spitzenpositionen und verheißt unter dieser Voraussetzung auch den Männern bessere Zeiten - möchte offenbar deren Frust für Femi-Ziele instrumentalisieren.

Frau Scheub möchte weiters den Männern die Chancen, die mit einer Veränderung ihrer Rollenbilder verbunden wären, schmackhaft machen. Doch dazu bräuchte es einen wechselseitigen, basisorientierten Prozeß, keinen der wie der Genderismus von der EU von oben herab aufgezwungen/übergestülpt wird.

(24. März 2010)


Sofortmaßnahmen zur Gleichstellung am 1. April in Kraft

Nach der Schelte der Brüsseler EU-Kommission für Österreich, weil die EU-Richtlinie zur Gleichstellung noch nicht umgesetzt worden sei, soll der Grazer Gemeinderat folgende Sofortmaßnahmen beschließen:

1.) Umbenennung der Herrengasse in Gendergasse.

2.) Nachrüstung der männlichen Denkmal-Figuren an der Rathausfassade mit Kochlöffeln und Schürzen, um die Grazer Männer an ihre Pflicht zu erinnern, die Hausarbeit halbe-halbe zu teilen.

3.)Verleihung von Ehrenringen - durch die Ehrenringbeauftragte Gemeinderätin Daniela Grabe - an die vier Frauen im Komplex des ErzherzogIn-JohAnna-Denkmals auf dem Hauptplatz, da sie von patriarchal denkenden Kunstschaffenden einst soweit unterhalb des Prinzen angesiedelt wurden, daß sie ihm nicht das Wasser reichen können.

Die Maßnahmen sollen am 1. April um 11.11 Uhr in Kraft treten.

(24. März 2010)



Alice Schwarzer: "8. März abschaffen!"

Die Feministin Alice Schwarzer forderte soeben den "gönnerhaften 8. März" endlich abzuschaffen: "Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer".
Bravo! Dazu folgendes Gedicht:


Der Mann, das wissen wir ja schon,
ist Fußabstreifer der Nation.
Angeblich wäre er defekt,
doch was er braucht, ist mehr Respekt.
Derselbe wird ihm vorenthalten
von denen, die das Land verwalten.

Zwar sind oft Männer an der Macht -
Beherrschten hat es nichts gebracht.
Ein paar erfreuen sich am Licht,
Männer im Dunklen sieht man nicht.
Politikern, die sich nichts trauen
und Medien geht es nur um Frauen.
Und gutes Geld bringt immer wieder
das Singen alter Klagelieder.

Zwar ist die Platte nicht mehr jung,
ausgeleiert und mit Sprung,
unzeitgemäßes Ritual -
doch lohnt es sich noch allemal,
den Opferstatus aufzufrischen
und alte Mythen aufzutischen.

Am Jüngsten Tag werden wir sehen,
wenn die Toten auferstehen
und aufwärts in den Himmel schweben,
wird altes Klagen neu anheben.
Denn Feministinnen sind ausgeschlossen -
an "gläserner Decke" angestoßen.

Viktor Pölzl
10. März 2010